
Das LKA Niedersachsen warnt regelmäßig vor Betrugsmaschen: egal ob online oder per Telefon. Jetzt habe man von vielen Menschen Informationen zu betrügerischen Anrufen erhalten, sodass da Kriminelle wohl mit einem weiteren Dreh rangehen. Derzeit geben sich die Betrüger am Telefon gerne als unterschiedliche deutsche Behörden aus und geben vor, ein „verdächtiges Paket“ des jeweiligen Angerufenen gestoppt zu haben.
Die Anrufer sprechen dabei Englisch, was nicht so ganz zu einer deutschen Behörde passen will. Offenbar ist diese Masche also eher ungeschickt. Offenbar wollen sie hier eine Art „Auslöse“ erwirken und / oder sensible Daten der vermeintlichen Paketempfänger erhalten. Aber auch einen weiteren Kniff haben sich Kriminelle ausgedacht: Sie rufen gezielt bei älteren Menschen an und faseln etwas von der Rentenkasse und zu hohen Auszahlungen. Darum müssten die Angerufenen eine Rücküberweisung tätigen. Da soll natürlich nur Geld eingeheimst werden. Teilweise melden sich diese Anrufer offenbar bei denselben Personen mehrfach, um Druck aufzubauen.
Letzten Endes gibt das Landeskriminalamt Niedersachsen die üblichen Tipps: Man sollte sich nicht unter Druck setzen lassen und logisch darüber nachdenken, was gefordert werde. Zudem sollte nie irgendwelche fremde Software installiert bzw. Websites besucht werden, die womöglich eine Kompromittierung des eigenen Rechners erlauben. Auch sensible Daten wie Bank- oder Kreditkarteninformationen sollte man nicht weitergeben.
Wer sich fragt, wie die Täter überhaupt an die Daten kommen: Teilweise wühlen sie tatsächlich in örtlichen Telefonbüchern, wo insbesondere ältere Menschen sich oft noch haben eintragen lassen. Es ist auch möglich, dass die Daten aus Leaks stammen oder bei Gewinnspielen an Dritte weitergegeben worden sind. Wer viel in sozialen Netzwerken aktiv ist oder z. B. eine Vereins- oder Firmen-Website betreibt, machte seine Daten eventuell auch dort selbst öffentlich.
Letzten Endes denkt man immer selbst schnell, man könnte nicht auf so eine Masche hereinfallen – für die Kriminellen lohnt es sich aber offenbar immer noch.
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