Ich bin dauerhaft auf der Suche nach Apps, die es sich vorzustellen lohnt. Nein, ich will sie nicht nur vorstellen, ich suche eigentlich auch stets nach Alternativen zu Apps, die ich einsetze. Liegt einfach daran, dass ich Vielfalt und den Blick über den Tellerrand mag. Etwas nischig mag da ein Feedreader erscheinen, der sicherlich von jedem anderes genutzt wird.
Ich nenne als Beispiel mal den Dienst Feedly, über den man seine RSS-Feeds lesen und verwalten kann. Alleine bei Feedly lesen rund 45.000 Menschen unsere News. Feedly selber bietet Apps an, die sicherlich vielen Menschen reichen. Ist bei unserem Feed auch sehr einfach, der ist nämlich seit jeher ungekürzt. Andere Seiten handhaben dies anders und so zeigt der Feed oftmals nur einen Auszug an – will man den ganzen Text lesen, so muss man die Seite besuchen. Feedly beherrscht derzeit nicht das Fetchen von ganzen Texten, nicht einmal für Premium-Nutzer.
In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich unter iOS die App Reeder genutzt. Die hat grundsätzlich alles, was ich brauche. Artikel irgendwo teilen (Pocket, Todoist,…) und auch die Ansicht ganzer Texte ist mittels Mercury-Reader-Option machbar.
Der Entwickler gab sich in der Vergangenheit sehr schmallippig, was ich bei einer App dieses guten Rufes international immer sehr komisch fand. Vor einiger Zeit machte der Entwickler von Reeder die Apps kostenlos verfügbar, weil die Version 5 irgendwann kommen soll. Derzeit ist die Version 4 gut nutzbar, mit Ausnahme des neuen iPad Pro, da ist das Handling und die Ansicht irgendwie komplett zerschossen bei mir.
Was mich dann irgendwann zu lire brachte. Ein Feedreader, der 7,99 Euro kostet. Einmalkauf, kein Abo. Macht er grundsätzlich was anders? Eigentlich würde ich sagen: Nein. Außer, dass er optimal für das iPad Pro angepasst ist. Des Weiteren bietet er eben jene Optionen, die ich benötige.
Anpassbare Wischgesten für das Teilen beispielsweise (auch Speichern, alle als gelesen markieren etc…). Und: lire schnappt sich direkt Feeds und stellt diese im Volltext dar. Ebenso fehlt der manuelle oder automatische Dark Mode nicht. Im Lesemodus selber lassen sich noch diverse Dinge anpassen, beispielsweise die Schriftgröße oder das Textbild sowie der Zeilenabstand.
Ich selber nutze meinen Feedreader eigentlich nur so, dass ich ungelesene Quellen abarbeite, lire erlaubt aber auch das Anzeigen nach Autoren oder interessanten Feeds. Das Eintauchen in die Optionen des Feedreaders sollte also Pflichtprogramm sein. Unterstützt wird die Synchronisation von RSS-Diensten lokal sowie wie Feedly, Feedbin, FeedHQ, The Old Reader, Inoreader, BazQux Reader, Newsblur und Feed Wrangler.
https://itunes.apple.com/us/app/lire-full-text-rss/id550441545?mt=8
