LINE Messenger: 170 Millionen aktive Nutzer pro Monat und ein funktionierendes Geschäftsmodell

Die LINE Corporation, unter anderem verantwortlich für den LINE Messenger, hat Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Aus diesen geht hervor, dass der Messenger monatlich rund 170 Millionen aktive Nutzer vorweisen kann, 87 Millionen davon stammen aus Japan, Taiwan und Thailand. Aber auch außerhalb Asiens ist LINE weiterhin auf dem Vormarsch. In den USA gibt es rund 25 Millionen monatliche Nutzer, in Indien sind es sogar 30 Millionen. Insgesamt gibt es jetzt 11 Länder, in denen es mehr als 10 Millionen monatlich aktive Nutzer gibt.

Line

Massiv gesteigert werden konnten auch die Einnahmen, die mit dem Messenger erzielt wurden. 23 Milliarden Yen gibt LINE an, das entspricht rund 164 Millionen Euro. Vom LINE-Kerngeschäft gehen hier 20,3 Milliarden Yen aus, was wiederum einer Jahr-zu-Jahr-Steigerung von 104,2 Prozent entspricht und eine Steigerung von 17,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal bedeutet.

Geld verdienen will LINE auch weiterhin, dazu sollen die erfolgreichen Monetarisierungsansätze auf andere Länder ausgeweitet werden. So zum Beispiel der LINE Creators Market, wo Nutzer ihre für den Messenger angefertigten Sticker verkaufen können. Oder auch Accounts für kleinere Unternehmen, die mit Line Business Connect eine Technologie nutzen können, um Nachrichten direkt aus ihren eigenen Systemen senden und empfangen zu können.

Zwar kommt LINE nicht an die Nutzerzahlen von WhatsApp heran, es scheint mir aber, dass LINE als einer der wenigen kostenlosen Messenger auch tatsächlich ein funktionierendes Konzept hat, um mit dem Messenger Geld zu verdienen. Leider ist LINE hierzulande bei weitem nicht so populär wie in Asien, aber auch das kann sich noch ändern.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Karsten_Saxony says:

    … enthält auch einen VOIP-Client, falls die Schreiberei mal droht umfangreicher zu werden und man doch lieber verbal kommunizieren möchte – einfach mal auf den Telefonhörer klicken. Allerdings nervt die Werbung für Munzees und Emoticons und andere Dinge mächtig – und ich habs noch nicht geschafft, die abzustellen. Aber das ist eben ein Teil des wirtschaftlichen Konzeptes – Geld zu verdienen.

  2. Ich benutze LINE seit einer gefühlten Ewigkeit und habe noch nie Werbung für Munzees (was soll das sein?) und Emoticons gesehen.

  3. Bitte noch mehr Messenger. Drei die ich gleichzeitig nutzen „muss“ sind mir eindeutig zu wenig.

  4. WA hatte ja eigentlich auch ein geschäftsmodell mit 1€/nutzer/jahr