Life360: Besitzer von Tile verändert sein Datenbrokerage-Geschäft

Wir erinnern uns: Das US-Unternehmen Life360 hat den bekannten Tracker-Anbieter Tile übernommen. Life360 verdient sein Geld unter anderem, indem man Ortungsdaten von Kunden an Datenhändler verkauft. Allerdings möchte man es allem Anschein nach auf anderen Wegen versuchen. Das legt zumindest der aktuelle Geschäftsbericht nahe.

Den Tile-Erwerb habe man im Januar abgeschlossen. Man freue sich, eine neue Partnerschaftsvereinbarung mit Placer.ai bekannt zu geben, einem Anbieter von anonymisierten, aggregierten Analysen für das Einzelhandels-Ökosystem, die den Beginn von Life360s Ausstieg aus dem traditionellen Datenbrokerage-Geschäft markiere.

Life360 habe laut eigener Aussagen erkannt, dass die Analyse aggregierter Daten (z. B. 150 Personen, die am Supermarkt vorbeigefahren sind) die Zukunft ist und dass Unternehmen zunehmend Wert auf Dateneinblicke legen, die nicht auf Geräte- oder anderen individuellen Benutzerkennungen beruhen. Hiermit navigiere man auch sicherer durch das Regulierungs- und Plattformumfeld und verringere das Geschäftsrisiko.

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5 Kommentare

  1. Systeme die auf Daten basieren, sind früher oder später stets zu deinem Nachteil. Wenn ich dann auch noch Geld für ein Produkt bezahle, finde ich es umso schlimmer, dass ich weiterhin noch mit Daten zahlen soll. Ich bin da raus. Ich gehöre aber auch zu denen, die den Sinn und Zweck dieser Tracker nicht begreifen. Verlieren echt so viele Leute ihr Zeug und brauchen den Plastikmüll?

    • Großes Haus, kleine Kinder. Habt ihr den Schlüssel zum Spielen genommen, obwohl ih das nicht dürft? Nein Papa, bestimmt nicht! Nicht schlecht, wenn es dann aus einem Berg Spielzeug auf Knopfdruck piepst.

  2. „Life360 habe laut eigener Aussagen erkannt, dass die Analyse aggregierter Daten (z. B. 150 Personen, die am Supermarkt vorbeigefahren sind) die Zukunft ist“

    Soll das ein Witz sein? Die Kennzahl nennt man „Passantenfrequenz“ und die gibt es seit Jahrzehnten als Standard-Analyse bei Daten- bzw. Geo-Brokern. Das wird üblicherweise zur Filialplanung herangezogen und das IST traditionelles Brokergeschäft.

  3. Grundsätzlich finde ich die Tracker Geschichte recht spannend und auch praktisch, richtiges Netzwerk vorausgesetzt.
    Da ist Apple sicher sehr gut aufgestellt ( muss man neidlos anerkennen )
    Wenn ich aber jetzt die ganzen anderen möglichen Alternativen anschaue, incl. diesen Meldungen, dann sind die jetzt schon bei mir raus.

    Spannend an der Sache wäre sicher, ob Apple sowas auch macht nur dass es eben nicht so durch die Medien geht

    • Anscheinend tut Apple genau das nicht.:
      https://www.apple.com/de/airtag/
      „Datenschutz serienmäßig.
      Nur du kannst sehen, wo dein AirTag ist. Deine Standortdaten und ihr Verlauf werden nie auf dem AirTag gespeichert. Alle Geräte, die Standort­daten von deinem AirTag weiterleiten, bleiben ebenfalls anonym, und die Standort­daten werden bei jedem Schritt der Über­tragung ver­schlüsselt. Darum kennt nicht einmal Apple den Standort deines AirTag oder die Identität des Geräts, das bei der Suche hilft.“

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