LG tritt der Alliance for Open Media bei

Mit dem offenen Videocodec AV1 geht es nur schleichend voran, obgleich er effizienter und kostengünstiger ist als HEVC. Da gib es so ein Henne-Ei-Problem, denn Streaming-Anbieter zögern damit, den Codec einzusetzen, weil die Hardware-Unterstützung vielfach noch fehlt. Und Hersteller trödeln mit der Adoption, weil es noch keinen Druck seitens der Inhaltsanbieter gibt. Nun hat die für AV1 verantwortliche Alliance for Open Media jedoch einen Meilenstein erreicht: LG Electronics ist der Gruppe als Mitglied beigetreten.

Das heißt, dass LG mit den anderen Mitgliedern wie Amazon, Apple, Samsung, ARM, Nvidia, Netflix und Microsoft kooperieren wird, um den Einsatz von AV1 zu beschleunigen. Als kleiner Reinholer: AV1 ist ein Videocodec, der aufgrund seiner erhöhten Effizienz entweder bei geringeren Bitraten die gleiche Bildqualität erlaubt wie HEVC oder bei gleichbleibender Bitrate potenziell ein besseres Bild darstellen kann. Das ist natürlich für Streaming-Anbieter spannend, denn so können sie weniger Daten transferieren und Geld sparen.

Netflix experimentiert etwa bereits mit AV1. Auch Qualcomms nächstes Flaggschiff-SoC soll AV1 unterstützen, sodass sich die Verbreitung langsam beschleunigen könnte. Google macht die Unterstützung von AV1 zudem unter neueren Versionen von Android TV zur Voraussetzung.

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3 Kommentare

  1. Je mehr sich AV1 und VP9 durchsetzen, desto näher rückt der längst überfällige Tod des Softwarepatentunwesens der MPEG-Mafia. Es wird höchste Zeit.

  2. Genau, ich wollte es auch gerade schreiben:
    Der große Vorteil von AV1 ist nicht nur die gute Effizienz, sondern dass keine Lizenzen dafür bezahlt werden müssen!

    • Hoffe auf Capture Karten und Andere Aufnahme Geräte mit Unterstützung für AV1.
      Abspielen is gut aber Streamer und Video Anrufe würden davon auf alle Fälle profitieren wenn Aufnahmen im AV1 möglich wären in Echtzeit

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