LG steigt bei TV-Daten-Analyse-Firma Alphonso ein

LG hat sich eine Kontrollbeteiligung am Unternehmen Alphonso gesichert. Sagt euch nichts? Alphonso bietet Analyse-Lösungen an, die den TV-Konsum auswerten. Rund 80 Mio. US-Dollar hat LG auf den Tisch gelegt, um sich rund 50 % der Anteile an Alphonso zu sichern.

Gegründet wurde Alphonso 2021. Das Unternehmen entwickelte KI-Tools, welche automatisch die Videowiedergabe analysieren. Sie sollen darüber Aufschluss geben, wie Fernsehzuschauer z. B. Werbung konsumieren. Alphonso hat diesbezüglich bereits mit anderen Firmen wie Hisense, Sharp und Toshiba kooperiert. Auch LG zählte schon zuvor schon zu den Partnern des Anbieters.

LG will laut eigenen Aussagen die Techniken von Alphonso nutzen, um mit ihrer Hilfe seine eigenen Streaming-Angebote über die LG Channels zu verbessern und besser persönlich zugeschnittene Inhalte anzubieten. Auch will man die Software für Cross-Device-Werbeplattformen verwenden. Klingt aus Kundensicht also wenig reizvoll. LG will da über die Daten von TV hinausgehen – auch die Erhebung an Smartphones oder Smart-Home-Gadgets und die Verknüpfung mit den TV-Daten ist da möglicherweise langfristig eine Idee.

Alphonso wird weiterhin als unabhängige Firma agieren – unter identischem Management. LG ist aber nun der größte Investor.

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4 Kommentare

  1. Heftig! Wenige Tage alt, da kann ja noch nicht viel entwickelt worden sein, und schon so wertvoll für LG. Da hat jemand alles richtig gemacht!

  2. Ziemlich junges Unternehmen, wenn es erst 2021 gegründet wurde 😉

  3. Dann muss ich ja nicht einmal mehr darüber nachdenken, ob das nächste Handy eventuell wieder Erwarten eines von LG werden soll.

    Der LG-TV im Schlafzimmer wird dann internetmäßig wieder abgeklemmt und der Chromecast genutzt.
    Schade, bei LG kamen in letzter Zeit ganz gute Updates und neue Apps. Reicht aber, wenn Google nahezu jede Nutzung analysiert.

    Der Samsung-TV durfte schon vor einigen Monaten ausziehen.

    Kann man denn wirklich mit der reinen Hardware kein Geld mehr verdienen? Oder werden die Firmen einfach nur zu gierig?

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