LG, Motorola und Huawei: Keine Smartwatches mehr dieses Jahr, Markt zu klein

SamsungGearS3_HandsOn_6Smartwatches, beim Massenmarkt kommen sie noch nicht so richtig an, der kauft lieber Fitnesstracker. Die sind zum einen häufig günstiger als eine Smartwatch, zum anderen spielt Gesundheit und Fitness eine immer größere Rolle im modernen Leben. Praktisch, wenn es da dedizierte Tools gibt und man nicht zwingend zu einer Smartwatch greifen muss. Entsprechend sehen auch die Neuheiten dieses Jahr aus. Samsung brachte die Gear S3 mit Tizen for Wearables, Apple stellte die Series 2 der Apple Watch mit watchOS vor. Und Android Wear? Pausiert. Zwar gibt es einige Hersteller wie Fossil oder Nixon, die dieses Jahr Smartwatches veröffentlichen, aber die „Big Player“ machen Pause.

LG, Motorola (Lenovo), Huawei – sie alle bestätigten, dass es dieses Jahr keine neue Smartwatch mehr geben wird. Nun hat das Jahr allerdings nur noch drei Monate. Und im Anschluss ist direkt die CES, auf der die Hersteller auch wieder neue Produkte zeigen werden. Erinnert man sich ein Stück zurück, auch Samsung hat seinerzeit eine Smartwatch-Pause eingelegt und kam danach mit der Gear S2 um die Ecke. Eine Smartwatch, die so viel besser war als vorherige Angebote.

Gleichzeitig muss so eine Smartwatch für den Hersteller natürlich auch rentabel sein. Bei den Stückzahlen, die aktuell abgesetzt werden, könnte das durchaus schwierig sein. Apple und Samsung dominieren den sowieso schon kleinen Gesamtmarkt, wachsen wird er nur, wenn Kunden einmal von einer Smartwatch überzeugt sind, wozu die aktuell gebotenen Funktionen offenbar nicht ausreichen.

Die „Pause“ der Hersteller sollte unterdessen kaum Auswirkungen auf dem Gesamtmarkt haben. Apple und Samsung preschen zwar mit ihren eigenen Systemen vor, aber Android Wear 2.0 (vorgestellt zur Google I/O) gibt es ja auch noch und vielleicht kommt ja nächstes Jahr dann auch ein absolutes Killer-Feature, das Smartwatches auch bei der Masse ankommen lässt. Das Weihnachtsgeschäft wird man sich auch mit der Abwesenheit neuer Smartwatches nicht groß kaputt machen.

(via CNet)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Sascha Ostermaier says:

    Ich weiß nicht wie gut Deine Englischkenntnisse sind, aber wenn das für Dich eine Übersetzung eines Artikels ist, den ich nicht einmal las, sollte Dir das zu denken geben. CNet ist als Quelle angegeben, die habe ich auch verwendet. Nicht, dass ich Dir hier meine Arbeitsweise offen legen müsste, aber solche Kommentare kannst Du Dir auch gerne schenken.

  2. Ah, ok, hatte das minikleine „Via Cnet“ übersehen. Hatte den (ähnlichen) Bericht nur auf TheVerge gelesen.

  3. Sascha Ostermaier says:

    Und weil Du etwas ähnliches liest, musst Du gleich mit so einem unverschämten, unterstellenden Kommentar kommen? Respekt!

  4. Ich habe eine LG Watch R und bin sehr zufrieden damit. Das gute Stück wird im Dezember zwei Jahre alt sein, funktioniert einwandfrei und der Akku hält immer noch 2 Tage. Warum also, neu kaufen?… Das Smartphone habe ich seitdem 2 mal gewechselt! Denke, das dürfte auch ein Problem sein, es gibt kaum eine Weiterentwicklung, kein Kaufanreiz…

  5. Nicht besonders verwunderlich. Als (sehr kurzzeitiger) Besitzer der ersten Generation der Moto 360, habe ich diese bereits nach einer halben Woche Nutzung wieder weiterverkauft.
    Jetzt im Nachhinein habe ich das bisher auch nicht bereut.
    – Ich kam mit der Uhr kaum über den Tag -> jedes Mal wenn ich irgendeine smarte Funktion verwendet habe, konnte ich die Prozente purzeln sehen -> ständiger Stressfaktor und Sorgen um den Akku; hatte auch den Fall, dass ich mal besonders früh um 14 Uhr nach hause gekommen bin und beim Aufsperren der Haustür hat sich die Uhr abgeschaltet weil der Akku leer war (um 14 Uhr bei moderater Nutzung?!).
    – Softwareupdates sind ja ein Witz. 1-2 Jahre bei einem derart teuren Gadget bloß?! Meine QNAP NAS war günstiger als ein Großteil der Smartwatches und bekommt seit nahezu 10 Jahren (Feature)Updates und enthält kostenlosen Telefonsupport.
    – Auch die Lebensdauer einer solchen Uhr ist eine Katastrophe und nicht im Sinne nachhaltiger Ressourcennutzung. Eine Uhr die nach 2 Jahren veraltet ist, wird – genauso wie Smartphones – zum großen Müllproblem werden.

    Nützliche Dinge konnte die Uhr auch nicht wirklich, denn alles einigermaßen brauchbare hat den Akku leergesaugt und war daher nicht brauchbar (z. B. Google Maps am Handgelenk oder ein RSS Reader). Die Sprachsuche konnte mich nicht ordentlich verstehen (und wer spricht schon in aller Öffentlichkeit mit seinem Arm?). Das meiste lässt sich eh am Handy wesentlich schneller und effizienter betreiben und dafür brauche ich dann keine teure Smartwatch.

    Fazit: Ich werde meiner Citizen AT8011-55E treu bleiben. Die Ihr kann alles was eine Uhr können soll und v. a. ist sie dank EcoDrive das genaue Gegenteil der Moto 360: Keinerlei Sorgen um den Akku, da die Uhr sich selbst via Sonnenlicht auflädt und damit immer voll geladen ist. Wartungsfrei und damit sehr entlastend.

  6. Naja… so ganz richtig ist das nicht. Asus hat z.B. die runde ZenWatch 3 angekündigt https://www.asus.com/ZenWatch/ASUS-ZenWatch-3-WI503Q/

  7. ZenWatch 3 sieht klasse aus.

  8. @syscrh – die erste 360 sollte man keinesfalls als Maßstab nehmen. Ausnahmslos *alle* anderen Android Wear-Smartwatches hatten Snapdragon CPUs, nur Motorola hat hier aus irgendeinem alten Lager noch fossile TIs verbaut. Die Snapdragons sind schneller und erheblich effizienter.

    Ich hab‘ mit der Moto 360 II. Gen. schon die zweite Smartwatch und ganz ehrlich? Ich möchte sie keinesfalls mehr missen!

  9. Wolfgang Denda says:

    Wie @max schon schreibt, wenn man „sein“ Gerät gefunden hat, wechselt man es erst bei einem Defekt gegen was Neues. Das Karussell dreht sich (zum Glück) bei den Smartuhren bei weitem nicht so schnell, im Grunde kritisiere ich bei vielen Modellen nur noch die Akkulaufzeit.

  10. Es gab halt noch nichts was mich überzeugt hat.
    Entweder hinkt die Technik, der Preis oder das Aussehen.
    Solange bleibe ich bei meiner Wartungsfreien Solar und Funk Casio.

    Die neuen Samsungs sehen nett aus, aber wenn dann möchte ich schon Android Wear und nichts proprietäres.
    Schon gar nicht von Samsung.
    Puls und Fitness können mir übrigens gestohlen bleiben.

  11. @buesingde – kenne auch die erste Moto 360, war vom Design her TOP! Besonders mit dem 24mm Monolink-Armband. Aber Akkulaufzeit ein Witz, mit ständig eingeschaltetem Display kaum ein Arbeitstag machbar, nur mit Display beim Schenekn einschalten war da mehr drin und eben sehr oft die Ruckelei. Die Moto 360 2.Gen ist dagegen was völlig anderes. Da kann man das Display den ganzen Tag eingeschaltet lassen und hat immer noch abends 50% Akku. Also 2 Tage sind mind. drin, wenn man das Display nur beim Handschwenk einschalten lässt, auch 3 Tage, kommt ja immer auch die Nutzung an. Ich habe mich dran gewöhnt und ich finde das ein tolles Gimmick. Gerade auch das Design ist eher rund klassisch und mir gefällt das sehr gut. Sieht m.E. auch nicht so aus wie aus dem Kaugummiautomaten wie die meisten eckigen Exemplare. Trage auch gerne mal meine Casio Edifce mit Solar/Akku und DCF-77, je nach Laune. Also ein Update vermisse ich dieses Jahr nicht wirklich, bin noch vollsten zufrieden. Zum Glück werden ja die Updates zum großen Teil von Google gesteuert und nicht vom Hersteller Motorola. Die haben sich nämlich mit ihrer Ansage mit Nichtteilnahme an Googles monatl. Patchday nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und schnelle Updates sind bei dieser neuen Lenovotochter leider nicht mehr zu erwarten. Die Smartphones aus 2014/2015 noch unter Motorola-Flagge hängen durchweg auf uralten Ständen rum, nur die neuen Lenovo/Motorola-Geräte bekommen derzeit Updates/Patche. Aber mal sehen was dann AW 2.0 so mitbringt.

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