
Das LG G8 ThinQ soll zum bald stattfindenden Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden, wir wissen bereits, wie es aussieht. Einige Details zur Hardware sind jedoch noch unbekannt, LG und Infineon lüften nun aber das Geheimnis um die Frontkamera. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Time-of-Flight-Kamera. Doch was genau ist das denn?
Die Kamera leuchtet das Bild mittels eines Infrarot-Lichtimpulses kurz aus. Das Licht wird vom Objekt – in dem Fall euer Gesicht – reflektiert und tritt dann wieder in den Sensor ein. Die Kamera misst die Zeit zwischen Sendeimpuls und Wiedereintritt und kann damit die genaue Distanz zwischen Kamera und jedem einzelnen Bildpunkt eines Objekts errechnen.
Das Ergebnis ist eine 3D-Karte eures Gesichts. Im Gegensatz zu anderen Scanning-Verfahren können ToF-Kameras das Bild auf einmal erfassen, es findet kein Abtasten statt. Dadurch ist die Erkennungsgeschwindigkeit und -genauigkeit sehr hoch und durch den eigenen Infrarot-Impuls ist man auch nicht von externen Lichtquellen abhängig. Die genannte Arbeit übernimmt der von Infineon entwickelte REAL3TM -Bildsensor.
LG erhofft sich durch den Einsatz dieser Technologie eine besonders sichere Entsperr-Methode in puncto Gesichtserkennung und einen Einsatz für Porträt-Selfies und AR/VR-Anwendungen. Wie genau LG das Ganze dann in seiner Kamera-App umsetzen wird, werden wir wohl erst zum MWC zu sehen bekommen.