Lesezeichen synchronisieren: Syncmarx ist ab sofort Open Source

Am ersten Mai des vergangenen Jahres wurde der Dienst Xmarks offiziell eingestellt. Jener hat Lesezeichen zwischen verschiedenen Browser-Installationen synchronisiert – noch lange, bevor dies die Hersteller als Funktion in ihre Lösungen eingebaut haben. Doch es gab Alternativen, wenn man nicht auf die Lösungen der Browseranbieter setzen wollte. So zum Beispiel auch Syncmarx von Greg McLeod.

Dieser informiert nun (inklusive Downloadlinks) darüber, dass seine Erweiterung ab sofort für jedermann als Open Source zu betrachten und zu beziehen ist. Warum ihr so etwas überhaupt mit Chrome oder Firefox verwenden solltet? Nun, Greg hat es eigentlich ganz simpel erklärt:

I should add that I definitely think services like syncmarx that let you you “bring-your-own-backend”, so to speak, could become a major player in the future of tech. So here’s to a long life ahead for bookmarks synchronization everywhere!

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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19 Kommentare

  1. Also, da fetteste Argument, welches mir einfallen würde, wäre, dass man Bookmarks über Browser-Grenzen hinweg synchronisieren kann. Jetzt müsste man oder jemand nur noch fix Erweiterungen für die mobilen Browser basteln.
    Früher hatte ich übrigens den Mozilla Synch Dienst auch lokal laufen. Seit dem die die Architektur geändert haben, setzte ich auf externe Dienste, aber sowas hier ist willkommen!

    • Mit Roboform geht das prima. Alle Browser, auch mobil. Ganz „nebenbei“ ist es auch noch ein Passworttresor der automatisch anmeldet. Und er beherbergt verschlüsselte Notizen sowie Identitäten zum schnellen Ausfüllen von Formularen.
      Nutze ich seit über 10 Jahren. Verlässlichkeit pur.

      • Pilotfish says:

        *das* Argument für Xmarks ist aber das eigene Backend.
        Und da scheitert Roboform. Ich lege doch nicht mein allerheiligstes an Daten auf nen fremden Server, da können die Sicherheitsversprechen noch so groß sein.

        • Bookmarks sind Dein Allerheiligstes? Was genau „bookmarkst“ du so? 😛

          • Aus den Lesezeichen einer Person kann man ein besseres Persönlichkeitsprofil erstellen als aus allen Facebook-Daten….

            • Gewagte These, grundsätzlich vertraue ich meine Bookmarks aber auch niemanden an. OpenSource und verschlüsselt sieht die Sache aber anders aus.

              • Wovor habt ihr denn so eine panischen Angst? Euch ist die Windelwerbung lieber, als die Autowerbung? Die Werbung von Schiesser lieber, als die von Garmin? Oder was meint ihr, kann man mit euren Bookmarks noch so anstellen?

                • FriedeFreudeEierkuchen says:

                  Wenn du davon ausgehst, dass deine Daten nur vom „Lagernden“ ausspioniert werden, wird es – je nach Benutzer – keine besonderen Auswirkungen haben. Das sieht in Ländern wie China aber schon sicher anders aus.
                  Brisant wird das alles immer durch die Kombination mit weiteren Daten. Selbst die Tracking-Gigant Google und Facebook kaufen externe Daten dazu, die in der Kombination ein immer exakteres und weitgehenderes Bild von dir ergeben.
                  In der c’t gab es vor wenigen Jahren mal ein sehr aufschlussreiches Experiment dazu – und die hatten sich nur auf öffentlich frei zugängliche Daten beschränkt.

        • Wenn du AES-Verschlüsselung nicht traust, was abwegig ist, dann ziehe den Stecker.

          Roboform hat den benötigten Schlüssel gar nicht, um entschlüsseln zu können. Selbst wenn du Server-Admin bei Roboform wärst. Es werden nur die reinen Daten übertragen. Das die den privaten Schlüssel wirklich nicht übertragen, ok, dem muss man auch vertrauen. Oder prüfen. Wenn man die technische Ahnung dazu hat.

          • Ich vertraue dem Algorithmus AES, wem ich nicht traue, sind closed source Implementierungen und damit lang ich bis jetzt auch sehr richtig. Ich vertraue einfach einem Anbieter nicht, dass er es sauber implementiert und den Schlüssel nicht überträgt. Und, da ich technisch ein wenig Ahnung habe, ist es sehr viel komplizierter, an einem closed source Projekt zu überprüfen, dass mein Schlüssel nicht in 3. Hände gegeben wird, als es bei einem open source Projekt wäre. Ein eventuell böses Programm würde sicher keine unverschlüsselte Verbindung mit seinem Server aufbauen und den Schlüssel im Klartext via HTTP POST schicken, es möchte ja den Schlüssel geheim halten.

            Ich sage ja auch gar nicht, dass es im Fall von Roboform so ist und das Produkt ist sicher toll. Ich habe auch noch nie Datenschutzbedenken gegenüber Roboform gehört, ich würde das sicher dem einen oder anderen weiterempfehlen, für mich selbst kommt es aber nicht in Frage und so freue ich mich über Syncmarx. Vielleicht wird was draus. Bis dahin bleibe ich bei https://www.xbrowsersync.org.

            • Wir sind uns einig. So sehe ich das in Grundzügen auch. Auch wenn es vielleicht anders klang.

    • Glaubst/Hoffst du, dass Bookmarks über Browser-Grenzen hinweg synchronisieren bei Syncmarx kommen wird?

      • Es ist open source, die Chance, dass sich da eine Community bildet, ist nicht gering. Zugegeben, ich ging tatsächlich aber davon aus, dass es schon geht, ohne es nachgesehen zu haben. Hätte einfach mal gedacht, dass die Erweiterungen mit dem gleichen Backend kommunizieren. Muss ich bei Gelegenheit mal genau lesen.

  2. Endlich mal was Vernünftiges, zumindest für mich, da ich häufig die Browser wechsel, da zum Beispiel Opera manche Seiten wie das Adminpanel meiner Homepage nicht fehlerfrei darstellt.
    Endlich Lösung für dieses Scenario.

  3. Das Teil sieht für mich nutzlos aus, für was brauch ich einen HTTP Server auf node.js Basis, der mir dann nur eine Box, gDrive oder DropBox zur Verfügung stellt? Die Bookmarks sollten doch auf dem eigenen Server liegen, das scheint mir gar nicht möglich…hab das grad installiert und probiert?

  4. Hab direkt mal einen Feature Request auf Github erstellt.
    Sync in einen local folder, Syncthing macht den Rest. Warum immer so kompliziert? siehe TTX Kommentar

  5. Shaarli und gut ist… Selbstgehostet, Open Source, sparsam und genug Browser-Plugins / Apps, um die Lesezeichen da rein zu bekommen.

  6. Floccus. Einfach mit einer Datei auf beliebigem WebDAV (oder auch lokal) browserübergreifend synchronisieren.
    Wenn man will, geht auch kompliziert mit Nextcloud + Bookmarkapp.
    https://github.com/marcelklehr/floccus
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/floccus/
    https://chrome.google.com/webstore/detail/floccus/fnaicdffflnofjppbagibeoednhnbjhg

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