Lenovo ThinkPad X1: Neue Laptops über das Tile-Netzwerk auffindbar

Seitens Tile hat man diverse Tracker parat, um Alltagsgegenstände wie den Geldbeutel oder den Schlüsselbund aufzuspüren. Mittlerweile lizenziert man seine Technologie aber auch an andere Hersteller, sodass auch diese Geräte auffindbar sind. Zu den Kooperationspartnern zählt nun auch Lenovo, die fortan auf Tile-fähige Laptops setzen wollen. Zuletzt war Tile, nach seiner Übernahme durch Life360, negativ in den Schlagzeilen, da der neue Besitzer Ortungsdaten seiner Nutzer verkaufte.

Seine neuen ThinkPad-X1-Modelle hatte Lenovo bereits im Rahmen der CES 2022 präsentiert. Hierzu gehören das Lenovo-Notebook X1 Carbon der 10. Generation, das X1 Yoga 7. Generation sowie das X1 Nano der 2. Generation. Die neuen Laptops sind mit Tile-Such-Technologie ausgestattet und erlauben das Auffinden auch dann, wenn das Gerät offline und ausgeschaltet ist. Ausreichend ist hier die Installation der kostenlosen Tile-Windows-App aus dem Microsoft Store. Daraufhin kann das ThinkPad als Tile aktiviert und über die Tile-App unter sowohl Android als auch iOS auffindbar bleiben. Bis zu 14 Tage lang sei dies auch der Fall, wenn der Laptop ausgeschaltet und offline bleibe.

Befindet sich der Laptop innerhalb der Bluetooth-Reichweite von knapp 76 Metern, dann kann er geortet und auch angeklingelt werden. Außerhalb der Bluetooth-Reichweite soll das Crowdsourcing-Netzwerk von Tile („Find with Tile“) helfen. Jenes ist ähnlich wie Apples „Wo ist“-Netzwerk konzipiert, nur dass wohl mehr Apple-Geräte durch die Gegend rennen, die passiv als Netzwerk fungieren, als Personen mit der Tile-App. Letztgenanntes Netzwerk wird durch diverse Partnerschaften aber vermutlich auch noch weiterwachsen. Zumindest war dies nach eigenen Angaben mit der Integration von über 40 Drittanbietern aus den Kategorien Wearables, Reisen, Smart Home, Haustiere und PC der Fall. Wurde das Gerät im Netzwerk erkannt, dann kann auch der letzte, bekannte Standort angezeigt werden.

Anders als Apple mit AirTag bietet Tile bisher am Markt nur Tracker mit Bluetooth an und nicht solche mit Ultrabreitbandtechnologie. Neben Apples jüngeren Smartphones sind aber auch einige Smartphones von Samsung sowie das Pixel 6 Pro damit inzwischen ausgestattet. Hier soll der „Tile Ultra“ in die Bresche springen, der in nächster Zeit debütieren soll. Da dürfte sich in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges tun. Ich habe die Hoffnung, dass man auch Geräte, wie den hier genannten Laptop, über die UWB genauer tracken kann. Google selbst befindet sich Leaks zufolge erst in den Planungen eines Crowdsourcing-Netzwerkes. Jenes dürfte wohl mit den derzeitigen Marktanteilen üppig ausfallen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. War Tile nicht das Unternehmen, das die Nutzerdaten verkauft hat? Oder war das ein anderes?

    • Laut Artikel also sowohl ja als auch nein, je nach Definition des Unternehmens „Tile“. 😉
      „Zuletzt war Tile, nach seiner Übernahme durch Life360, negativ in den Schlagzeilen, da der neue Besitzer Ortungsdaten seiner Nutzer verkaufte.“

    • Felix Frank says:

      Nicht mal den ersten Absatz hast du also gelesen? 🙂

      • Doch, aber es heißt nicht, dass Tile wenn es erstmal in deren Netzwerk ist, nicht auch verfolgen kann. Also nicht mal Nachgedacht, bevor du kommentiert hast? 😉

  2. „Bluetooth-Reichweite von knapp 76 Metern“ halte ich für eine sehr gewagte Behauptung.
    Nicht einmal ‚bergab mit Rückenwind und Kneipe im Blickfeld‘ reicht das Signal so weit – selbst wenn Tile mit höherer Energie funken sollte -das Signal des Smartphones reicht aber zurück nicht bis zum Tile.

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