Lapsus$: Britischer Teenager ist der mutmaßliche Hacker-Mastermind

Die Hackergruppe Lapsus$ hat sich in den vergangenen Wochen für die Angriffe auf beispielsweise Microsoft und auch Nvidia als verantwortlich bekannt. Nun gibt es Hinweise auf den angeblichen Mastermind. Es soll sich dabei um einen britischen Teenager handeln, der mit seiner Mutter nahe Oxford lebt.

Jedenfalls hätten Cybersecurity-Experten den 16-jährigen laut Bloomberg als mutmaßlichen Drahtzieher ermittelt. Die Forscher untersuchen die jüngsten Attacken im Auftrag der jeweiligen Firmen. Die Kommunikation von Lapsus$ erinnerte in der Tat etwas an rebellische Jugendliche und war von einem prahlerischen Tonfall geprägt. Die Motivation der Angriffe blieb vage, es schien Lapsus$ zunächst vor allem um Bekanntheit zu gehen.

Der Teenager könne wohl mit einigen der Angriffe direkt in Verbindung gebracht werden, nicht aber mit allen. Der Hacker hantiert online mit Pseudonymen wie „White“ und „breachbase“. Vorstrafen soll er bisher nicht haben. Ein weiteres Lapsus$-Mitglied könnte ein Teenager aus Brasilien sein. Während die beiden Teenager auf unterschiedlichen Kontinenten wohl eine erhebliche Rolle gespielt haben, wollen die Cybersecurity-Ermittler mindestens sieben unterschiedliche Konten erkannt haben. Es sind also noch weitere Personen involviert.

Lapsus$ beließ es teilweise nicht bei einfachen Angriffen und Mitglieder sollen etwa sogar in Zoom-Konferenzen eingestiegen sein, um die Mitarbeiter zu verspotten, welche die Schäden durch die Hacks beheben wollten. Während die Hacker großes Geschick bei ihren Attacken bewiesen, sollen sie allerdings unvorsichtig darin gewesen sein, ihre eigenen Spuren zu verwischen. Daher sei es verhältnismäßig leicht gefallen, die Teenager ausfindig zu machen. So hatten andere Hacker beispielsweise bereits den Klarnamen, die Adresse und Informationen über die Eltern des mutmaßlichen Lapsus$-Masterminds aus England veröffentlicht.

Klare Angaben gibt es ansonsten von den zuständigen Behörden noch nicht. Es ist gut möglich, dass wir bald allerdings mehr über die Verantwortlichen erfahren. Lapsus$ selbst hatte behauptet, dass ein Kernmitglied bis zum 30. März 2022 in den Urlaub gehe. Daher könnte es temporär still um die Hackergruppe werden.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

7 Kommentare

  1. klingt ganz genauso wie bei lulzsec, falls sich noch wer erinnert

    • Muss vor meinem nächsten PWN mal krasse Hackertools mit „undokumentierten Extra-Features“ in einschlägige Foren stellen, um meine Angriffe schön von der IP eines Skript-Kiddies laufen zu lassen. Noch ein paar Brotkrumen auf dessen Rechner laden und bequem zurück lehnen. Wirkt ja zunehmend plausibler heutzutage 😉

  2. Zitat 🙂
    „der mit einer Mutter nahe Oxford lebt“
    Das ist aber nett vom Ihm das er einer Mutter ein Zu Hause gibt 😉 🙂 *scnr* 🙂

  3. jonas wagner says:

    Nice, ich lebe auch mit einer Mutter. Ist halt nicht meine Mutter.

  4. wenn 16jährige in die Netzwerke der größten IT Firmen der Welt einsteigen können, dann gibt es keine sicheren Systeme.

  5. Zitat: „britischen Teenager handeln, der … nahe Oxford lebt.“
    Der junge Inspektor Morse? 😉

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.