Längere Haltedauer für E-Autos im Gespräch

Opel Mokka-e

Die Förderung von E-Autos soll angepasst werden, wenn es nach Wirtschaftsminister Habeck geht. Aktuell beträgt die Mindesthaltedauer für E-Auto-Käufer lediglich sechs Monate. Dies fördere nach Ansicht einiger Politiker den Missbrauch der Elektroauto-Förderung. Sprich: E-Auto kaufen, Prämie einsacken und den Wagen dann mit Gewinn ins Ausland verkaufen. Käufer, die die so vorgehen, können so einen Schnitt machen, verliert das Fahrzeug doch innerhalb von sechs Monaten in der Regel weniger an Wert. Deshalb prüfe man im Zuge der für 2023 geplanten Förderänderungen eine Ausdehnung der Haltedauer, teilte das Bundeswirtschaftsministerium heute mit, so die Tagesschau. Innerhalb des Ministeriums heißt es, die Mindesthaltezeit solle auf ein Jahr steigen. Wer sein Fahrzeug vorher verkaufe, solle die Förderung zurückzahlen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. Da fällt mir nur Scheuers Lobbyismus ein … 6 Monate um die volle Förderung zu kassieren.

    • Das ist z.B. auch bei Schwerbehinderten-Rabatten so üblich.

      • Das ist gar nicht vergleichbar, weil man diesen Rabatt direkt vom Hersteller bekommt. Nix Förderung vom Staat!
        Habe ich auch noch nie was davon gehört, dass ein Mensch mit Schwerbehinderung alle 6 Monate ein neues Auto am Start hat um dicke Rabatte einzustreichen! Da müsste er schon auch ständig die Marke wechseln.

  2. Krümelmonster says:

    Absolut überfällig, da nachzubessern. Einerseits nachvollziehbar, wenn Leute mit dem nötigen Vermögen so eine Förderung ausnutzen, andererseits ist dann auch der Staat in der Pflicht, den Schaden schnellstmöglich zu beschränken.

  3. Ich halte sogar ein Jahr als zu gering. 18 oder 24 Monate könne man schon verlangen, wenn man schon eine ordentliche Förderung von Vater Staat bekommt.

    • Sehe ich auch so, ein Jahr dürfte noch zu wenig sein.

      Im Sommer bei Wir-kaufen-dein-Auto zum ersten Mal von dieser Masche gehört E-Autos schon nach 6 Monaten zu verkaufen und über die Aktion sogar noch Geld zu verdienen.

      Leider fehlt mir das Kleingeld um da auch „mitzuspielen“. Leichter kann man kaum Geld verdienen – auf Kosten der Steuerzahler.

    • „Vater Staat“ hat gar kein Geld, sondern nimmt es von dir, von mir, von uns allen.

      An anderer Stelle hat man sich kürzlich schuldzuweisend beklagt, wie viel „die Allgemeinheit“ unfairerweise für den Autoverkehr mitbezahlen muss. Aber da ging es auch um Verbrennerautos…

      • Grumpy Niffler says:

        Dein Vergleich hinkt doch. Ist doch legitim zu fordern, dass jemand – WENN er schon Förderung aus Steuergeldern erhält – sich damit nicht mit solchen Tricks (die auch dem Förderziel zuwider laufen) zu bereichern. Ob Subventionen in den Individualverkehr generell sinnvoll sind, kann man natürlich führen, aber das ist ein völlig anderes Thema.

        • Ich stimme euch in allen Punkten zu, jedoch denke ich trotzdem, dass das einzige Ziel dieser Förderung ist, e Autos auf den Markt zu bringen. Ob ich es als Deutscher dann nach Skandinavien verkaufe, ist doch völlig egal oder? Die deutsche Autobranche hat höheren Absatz und Umweltschutz ist ein globaler Akt…

  4. Ich bin auch der Ansicht, dass 24 Monate dringend notwendig sind, siehe diverse Händler mit Angeboten wie „6 Monate kostenlos Tesla fahren“.

    Ich nutze die Forderung selbst für’s Leasing, finde hier sollten auch definitiv mehr als 12 Monate Pflicht sein.

  5. Sorry ein regelrechtes Unding auf kosten der Allgemeinheit. Da ist ein regelrechter Markt entstanden, der wo Geld hat konnte es problemlos vermehren Dank der Förderung. Eine komische Philosophie dieser Partei, der Plugin Hybrid soll nicht mehr gefördert werden, obwohl für manche Menschen Alternativlos, während sowas ausgenutzt werden kann. Ich würde die Mindeshaltedauer auf mindestens 4 Jahre erhöhen, alles andere wird ausgenutzt.

    • Das Problem bei Plugin-Hybriden war eher, viele Kunden benutze sie nicht richtig.
      Es wird die Förderung genutzt und dann wird die ganze Zeit der Akku und E-Motor mitgeschleppt, während der Verbrenner arbeitet.

  6. 24 Monate wären da deutlich sinnvoller und würde am Ende allen zugute kommen. Denn wenn es weniger interessant wird die Autos ins Ausland zu verkaufen bleiben mehr Gebrauchte für unseren Zweitmarkt. Aktuell gibt es da nahezu nichts außer ein paar alten Zoes, i3s und Leafs.

  7. Ich finde das Mist! Ich verdiene mit der aktuellen Regelung ordentlich Geld, welches ich in meine Diesel und Benziner Autos investiere und mir noch das ein oder andere davon leiste. Das wäre nicht schön auf dieses Geld verzichten zu müssen!

  8. Schade, Schade..
    den 5. kriege ich dann noch nach Dänemark, dann ist Schluss. Wenn man die Karren mit 15 km auf der Uhr verkauft, bekommt man quasi den Neupreis; +9000€ vom Staat. Hat den einen oder anderen schönen Urlaub inkl. Langstreckenflug finanziert. Gefahren wurde natürlich weiterhin der 3.0 Liter Diesel.

  9. Die Verlängerung der Mindest-Haltedauer von e-Fahrzeugen findet nicht meine Zustimmung. Die ausgelobte Förderprämie dient(e) dazu den Verkauf anzukurbeln. Wenn die Automobilindustrie immer mehr e-Autos produziert und der Verkauf ordentlich läuft, dann braucht es auch keine Förderprämie mehr. Das mit dem frühen Wiederverkauf des e-Auto ein Geschäft gemacht werden kann, ist dem Markt geschuldet und hat mit der Kaufprämie wenig zu tun.

    Leider sind auch noch einige andere Dinge zu erledigen, um e-Autos wirklich massentauglich zu machen. An erster Stelle steht da meiner Ansicht nach die Ladeinfrastruktur. Erleichterungen bei der Errichtung nicht-öffentlicher Ladepunkte um die Abhängigkeit von den Netzbetreibern aufzulösen. Es ist nämlich bei Weitem nicht damit getan, dass der nicht-öffentliche Ladepunkt bis 11kW beim Netzbetreiber „nur“ angemeldet werden muss. Sollte sich herausstellen, dass Arbeiten am Netz notwendig werden, dann kann der Netzbetreiber die dadurch entstehenden Kosten an den Betreiber des nicht-öffentlichen Ladepunkts abwälzen. Auch so manche Vorschrift in den TAB der Netzbetreiber verhindern eher die Installation nicht-öffentlicher Ladepunkte. Hier sei nur mal beispielhaft die Abschaltbarkeit der Ladeeinrichtung durch den Netzbetreiber genannt. Allein die dafür notwendige Umrüstung des Hausanschluss geht ordentlich ins Geld und verursacht weitere laufende Kosten. Man kann die Netzbetreiber zwar „austricksen“, wenn man einfach eine CEE-Steckdose installiert und an dieser die Wallbox anschließt. Dieser Weg eine Wallbox zu betreiben hat auch einen Nachteil. Für das Laden des e-Auto wird der normale „Haushaltsstrom“ genutzt, ganz unabhängig ob Öko-Strom oder nicht. Eventuell bekommt man auch Besuch vom Netzbetreiber, wenn relativ sprunghaft der Stromverbrauch ansteigt. Wird einem dann eine unrechtmäßige Erweiterung der Kundenanlage nachgewiesen, kann es richtig teuer werden.

    • Ist es nicht eigentlich so, dass E-Autos wesentlich billiger wären ohne diese Prämie?
      Ich behaupte mal frech, dass die Autoindustrie locker ein paar Tausen Euro draufschlägt, weil es ja vom Staat dann fette Prämien gibt. Oder aber die Autoindustrie gibt selbst keine Rabatte mehr – man kann ja auf die Prämien verweisen.

      • >>Ist es nicht eigentlich so, dass E-Autos wesentlich billiger wären ohne diese Prämie?
        Ganz klare Antwort: Nein! Und die Autoindustrie schlägt nicht locker ein paar Tausend Euro drauf.

  10. Einerseits will man, dass 10€-Ladegeräte für Handys länger als zwei Jahre benutzt werden, andererseits reichen 6 Monate für ein Auto aus?

    Ich würde mindestens 6 Jahre bei den Autos machen, es geht ja bei der Förderung von E-Fahrzeugen um die Umwelt-bla-bla.
    Oder fördert man, dass Autos jede 6-12 Monate ausgetauscht werden?

  11. Warum eigentlich an der Mindesthaltedauer schrauben?
    Das Einfachste wäre doch, die Förderung auf einmal pro Person zu beschränken!
    Klar, dass dann auch weiter über Familienangehörige gekauft werden könnte, der größte Teil der Missbräuche wäre damit aber erledigt.

    • Und Firmen hätten keine Chance mehrere Fahrzeuge zu fördern. Eine Firma gilt vor dem Gesetz auch als eine „Person“.

      • Ist aber nix, was man nicht lösen könnte… Manchmal (oder besser oft) finde ich die Kurzsichtigkeit und/oder Einfallslosigkeit unserer Politik einfach erschreckend. Klar, es wird immer jemanden geben, der irgendwelche Schlupflöcher findet. Aber manches ist so offensichtlich, dass man es ja fast schon als Einladung zum Besche*ssen auffassen muss.

    • Gute Idee!

  12. Mal angenommen ich bestelle einen Tesla und spiele das 6-Monate Spiel:

    – Staat zahlt 6.000 EUR Prämie und erhält pro Tesla rund 10% Einfuhrumsatzsteuer & ~8.000 Euro Umsatzsteuer.
    – pro Kauf macht der Staat oder die Bundesbevölkerung somit rund 5.000 bis 6.000 EUR Gewinn.
    – die Verkaufs-Zwischenhändler machen mehr Gewinn beim Export- > mehr Steuern für den Staat
    – Tesla Deutschland verkauft so mehr Autos -> Gewinn – > mehr Steuern in Deutschland
    – der ausländische Käufer spart Geld Win für den dänischen Käufer
    – die Umwelt profitiert, da die elektrischen Fahrzeuge in Skandinavien bzw. Dänemark mit einem sehr guten Strommix gefahren werden.
    – lediglich der dänische Staat zahlt drauf, ist das „unser“ Problem?

    • Nee, das Problem daran ist dass das Ziel der Förderung ist die deutschen Haushalte auf e Mobilität umzustellen und somit die Stickoxide aus den Städten zu bekommen gegen die ja z.B. die DUH geklagt hatte. Das funktioniert aber nicht wenn die Karren ins Ausland verkauft anstatt hier gefahren werden.

      • Ach ja, dieser Klimawandel und die Stickoxide sind ein regionales Problem? Die Umstellung der deutschen Haushalte auf e-Mobilität wird durch eine verkürzte Haltefrist konterkariert? Sorry, das ist Quatsch. Wenn sich die Dänen, aufgrund der dänischen Steuerpolitik, kein neues e-Auto leisten können und deshalb bereit sind einen „Gebrauchtwagen“ aus DE zu importieren, dann ist das für das globale Schadstoffaufkommen doch ein Vorteil. Kaum jemand wird vom e-Auto zurück zum Verbrenner wechseln. Deshalb sollte an der Kaufprämie eher in die andere Richtung gerüttelt werden und die Haltefrist gänzlich abgeschafft werden. Die Höhe der Kaufprämie kann ja von mir aus an der Zahl der neu zugelassenen e-Autos festgemacht werden. Je mehr Neuzulassungen umso weniger Kaufprämie.

        • Ja Stickoxide sind ein regionales Problem. Und das ist nicht erst seit dieser Kinderkarte der ESA von 2010 bekannt.
          https://www.esa.int/kids/de/lernen/Auf_der_Erde/Naturschutz/Luftverschmutzungs_Karte

        • der Michael says:

          Die Stickoxide sind tatsächlich ein lokales Problem – die Konzentration ist lokal zu hoch. Die werden mit der Zeit ja auch abgebaut – verteilen sich also nicht gleichmäßig auf der Welt…

          • Stimmt, die Konzentration der Stickoxide ist ein lokales Problem. In dicht besiedelten Gebieten und dort wo das Verkehrsaufkommen hoch ist herrschen höhere NOx-Konzentrationen als Anderswo. Die Stickoxide lösen sich ja nicht einfach so auf. Ich bin kein Chemiker, aber ich denke durch den Abbauprozess entstehen andere (umweltschädliche) Stoffe. Soll man etwa die Kaufprämie für e-Autos vom Einsatzort abhängig machen?

    • der Michael says:

      „Staat zahlt 6.000 EUR Prämie und erhält pro Tesla rund 10% Einfuhrumsatzsteuer & ~8.000 Euro Umsatzsteuer.“

      Dann könnte der Staat ja auch Benziner mit 6.000 EUR fördern – wenn du da die eingenommene Umsatzsteuer gegenrechnest …. 😉

    • – Tesla Deutschland verkauft so mehr Autos -> Gewinn – > mehr Steuern in Deutschland

      Ich würde gerne 10€ wetten, dass Tesla die nächsten 10 Jahre mal wieder gar keine Steuern in Deutschland zahlt.

      • Warum beschränkt man sich gerne auf einen e-Auto Hersteller (Tesla)? Die Automobilindustrie in DE ist eine Schlüsselindustrie und deren Förderung für den Erhalt unseres Wohlstands unabdingbar.
        Wer darauf wettet, daß Tesla die nächsten 10 Jahre keine Steuern bezahlt, schaut nur auf die Steuern auf den Unternehmensgewinn. Aber Tesla zahlt wie alle Anderen auch Sozialbeiträge und führt die Lohnsteuer ab. Damit gilt die Wette als verloren. 😉

  13. Vielleicht sollte man das abschaffen und stattdessen irgendwie umwandeln. Jedes dieser Fahrzeuge verfügt schließlich über Elektronik und es sollte doch möglich sein die z.B. monatliche Gesamtladung zu erfassen.
    So sollte es doch möglich sein sich diese Summe der Förderung auf unbestimmte Dauer durch Erstattung einer angemessenen Strompauschale erstatten zu lassen und das müsste auf das entsprechende Fahrzeug gebunden werden.

    Wäre um einiges gerechter. Menschen die viel fahren hätten diese Erstattung schnell verfahren, aber ein Weiterverkauf mit hoher Laufleistung lässt diesen Preis sinken. Wer wenig fährt, der könnte so quasi längere Zeit für fast umsonst fahren und wird das Fahrzeug trotzdem vorher verkauft, dann bekommt der Käufer dieses noch bestehende Kontingent.

    Wäre in meinen Augen halt gerechter. Nicht die selbe Förderung für egal welches Fahrzeug zu welchem Preis und wenn der Wagen halt mehr verbraucht, auch egal, die Förderungssumme würde ja abgefahren werden.

    Gut, wie messen und so weiter? Aber Elektronik ist ja vorhanden, Möglichkeiten wären bestimmt von allen Herstellern machbar.

    • Das man e-Autos samt Fahrer überwacht würde ja gut zu den „grünen“ Überwachungsphantasien passen. Wir schaffen es in DE nicht mal ein Impfregister einzuführen und viele wichtigere Dinge zu digitalisieren. Aber die Überwachung der mit dem e-Auto gefahrenen Kilometer und der Fahrweise, das würde bestimmt schnell gehen. Manchmal ist Datenschutz gar nicht so schlecht. 😉

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