Künstler zeigen schwebende 3D-Videoprojektion im Raum, kein Hologramm

3D-Videos, auch ohne Unterstützung spezieller 3D-Brillen kennen wir, Hologramme ebenfalls. Etwas, das aussieht wie ein Hologramm, aber eigentlich ein 3D-Video ist, stellt das Kunstprojekt Help Me Obi von den beiden Künstlern Chris Helson und Sarah Jackets. 8 Jahre haben sie an dem Projekt gearbeitet, das Ergebnis ist die Darstellung eines 3D-Videos schwebend im Raum. Man kann das Video aus jedem Winkel betrachten und sieht immer das gleiche Bild. Das heißt, wenn zum Beispiel ein Kopf abgebildet wird, sehe ich das Gesicht, die Person, die mir gegenüber steht und theoretisch den Hinterkopf sehen müsste, sieht ebenfalls das Gesicht. Deutlicher wird dies in folgendem Video:

Nach Aussage von Helson kann der Prototyp der verwendeten Maschine Objekte bis 30 cm darstellen, andere Geräte, die auf eine gleiche oder ähnliche Weise funktionieren, können dies nur in wesentlich geringerer Größe. Von ein „paar Zentimetern“ ist die Rede. Während es schön anzuschauen ist, kann sich die Projektion der Objekte auch als nützlich erweisen. Zur Anzeige von 3D-Zeichnungen, CADs oder Netzmodellen ist das System bestens geeignet.

Wie genau die Technik allerdings funktioniert, verrät Helson nicht, da Patentverfahren laufen. Die Technik sei aber so weit, dass man sie kommerziell nutzen könnte, auch wenn es momentan nur einen Prototyp des Abbildungsgerätes gibt.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. Eike Justus says:

    Wenn an der gegenüberliegenden Wand ein Spiegel angebracht wäre, könnte man es besser beweisen.Oder klappt’s dann etwa nicht?

  2. Aber gerade da es aus allen Winkeln das gleiche Bild zeigt, ist es doch nicht für 3D geeignet, oder?

  3. Ich habe eigentlich Probleme mit 3D Filmen. Jedes Mal bekomme ich Kopfschwindel egal in welchem Format der Film ausgestrahlt wird. Vielleicht ist meine 3D Erkennungsfähigkeit schon dermaßen ausgeprägt, dass eine zusätzliche 3D Verstärkung mein Gehirn aus der Balance wirft:)

  4. Das ist doch etwas, das bei 3D Engines „Sprite“ genannt wird. Ein flaches Bild innerhalb einer 3D Welt, welches aus allen Winkeln gleich aussieht.

    Aber sieht schon verdammt cool aus. Man stelle sich vor, damit Videotelefonate zu führen, das hat was von SciFi 😀

  5. Blubberlutsch says:

    Wenn jeder das eh nur aus einem Blickwinkel sieht, kann man doch auch einfach ein paar Bildschirme aufhängen. Ich seh da keinen Vorteil.

  6. Also 3D ist das für mich nicht. Das ist eine 2D 360Grad Projektion, da man von überall das gleiche Bild sieht. 3D ensteht wenn die Augen leicht unterschiedliche Bilder sehen.

  7. Ist das System sehr gut für Katzen Designs geeignet? Oder was ist ein CAT Design. Die Abkürzung ist CAD und steht für Computer Aided Design.

  8. „Zur Anzeige von 3D-Zeichnungen, CADs oder Netzmodellen ist das System bestens geeignet.“

    Ich lehne mich jetzt mal ein wenig zum Fenster raus und sage: „Nein, ist es nicht.“ Wenn ich mir meine eigenen Dateien oder Pläne vom Kunden angucke, dann ist so ein Display das letzte, was ich will. Viel wichtiger sind scharfe und klare Linien – das hier gezeigte Display scheint nicht einmal verzerrungsfrei darzustellen.

    Für Videotelefonie mag es ja ganz lustig sein und (wenn viele Betrachter einen gemeinsamen Gesprächspartner gleichzeitig alle von vorne sehen wollen) eventuell sogar nützlich. Für CAD ist es unnütz weil ungenau.

  9. Patent und komerzielle Nutzung. Ich denke es soll Kunst sein?

  10. Also wirklich 3D ist das Hologramm nicht! Hier müssen wir wahrscheinlich noch ein paar Jahre warten bis die Hologramm Technik soweit ist.