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Kontakt-Tagebuch für iOS soll aus dem App Store verschwinden

Neulich berichteten wir hier von der kostenlosen App „Kontakt-Tagebuch für iOS“ des Entwicklers Stefan Trauth. Der berichtet nun darüber, dass seine App wohl Ende der Woche aus dem Store genommen wird. Nicht, weil er es möchte. Die App, die jedem Nutzer die Möglichkeit in die Hand gibt, in der Pandemiezeit Kontakte zu erfassen (sprich: ein besseres Notizblatt), soll gegen Richtlinien verstoßen.

Unter anderem ging es wohl darum, dass Apps, die der Kontaktverfolgung im Rahmen von Covid-19 dienen, nur von staatlichen Institutionen im App Store veröffentlicht werden. Auch der Versuch des App-Umbaus hat nicht gefruchtet, laut Entwickler sehe sich Apple darin bestätigt, dass die App als manuelle Kontakt-Tracing-App genutzt wird.

Ohne jetzt genau zu wissen, wie und auf welcher Grundlage da nun entschieden wurde: Eigentlich Quatsch, denn wie erwähnt: Jeder Notizzettel könnte als Tracing-App dienen – und laut Entwickler habe man konform nachgearbeitet.

Unabhängig vom Thema: Die offizielle Corona-Warn-App könnte ebenfalls eine Kontakt-Tagebuch-Funktion bekommen, im Falle des Kontakt-Tagebuchs für iOS wird der Quellcode demnächst auf GitHub veröffentlicht.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Hach, diese Willkür seitens Apple. Eigentlich erstaunlich, dass noch so viele Entwickler dort veröffentlichen.

  2. Unsinnige Entscheidung von Apple. Den einzigen Sinn den ich darin erkennen kann ist, das Apple nicht möchte das der App Entwickler die Kontaktedaten analysiert und ggf. verkauft deshalb die Beschränkung auf Behörden.

  3. Petermolyneux says:

    Raus mit de Viecher

  4. Hätte er das mal besser für Android entwickelt – da hätte sich jeder die App unkompliziert über andere App Stores oder direkten Download (so wie ich es auch mit der Kindersicherungs-App für unsere Kinder mache) installieren können…

  5. Wow, hätte nie gedacht dass ich mal eine Entscheidung Apples zur Entfernung von Apps gutheißen würde.
    Und nur weil es mit Zettel und Bleistift auch geht, macht es die Sache nicht sympathischer oder moralisch unfragwürdiger.

  6. Wird die App noch nutzbar sein, wenn sie im Store nicht mehr verfügbar ist? Ich nutze sie gerne und regelmäßig… gerade, dass die Daten ab dem 15 Tag automatisch gelöscht werden, ist super praktisch.

  7. Das ist für mich unbegreiflich.
    Wenn die Daten auf dem Server von ihm landen. Okay, denn das geht gar nicht.
    Das glaube ich aber nicht.
    Es ist doch Prima zu wissen, dass ich vor 3 Tagen beim Kumpel war und vor 9 Tagen bei meinen Eltern… und vor 11 Tagen bei wem anders…
    Wer soll sich das alles merken?

  8. Der Logik Apples nach müsste dann auch die beliebte Day One Tagebuch App aus dem Store genommen werden, damit kann man ebenso Kontakte nachverfolgen.

  9. Aber die App Kontakte ist wohl noch erlaubt. Einfach im Feld Notizen die letzen Kontakte festhalten.

  10. Wozu überhaupt eine zusätzliche App zum Tracken benutzen? Ich hab nen Standard Kalender auf dem Handy da steht doch drin gestern saufen mit Maik, morgen Gymnastik mit Swen nächste Woche Frisör Termin. Da man rein zufällig dank Teillockdown kaum noch irgendwo jemanden treffen kann ist eine App für Notizen alla heute beim einkaufen Hans kurz die Hand geschüttelt sowas von Overkill aus meiner Sicht.

  11. 1.) Monopolist mit einem abgeriegelten System und keine Wettbewerbsbehörden die das unterbinden. War bei UNIX und AT&T anders, Offenlegung des Quellcodes war Bedingung. War das letzt mal, als eine Wettbewerbsbehörde etwas vernünftiges getan hat. die Aufsplittung in Baby Bells war dann schon ein Schuß ins Knie.
    2.) Wie Denny stelle ich den Sinn der App mal in Frage. Aber es gilt -> Jedem das Seine! Hirn, Block&Stift, Kalender, Textdatei oder die Corona-Warn-App.

    • AT&T UNIX wurde von Anfang an zusammen mit dem Quellcode vertrieben und an anderen Stellen erheblich weiterentwickelt. Drum konnte AT&T später „ihr“ UNIX auch nicht für sich beanspruchen. AT&T hat dann viel später auf Basis ihrer letzten Version (UNIX V7) eine kommerzielle Distribution erstellt (System V).

  12. Ich finde die App nicht besonders schlau, aber Apple’s Einmischung in App-Funktion per se bemerkenswert.

    Altersbedingt werde ich wohl nix mehr in Swift schreiben, aber heute würde ich nicht mehr von IBM, ORACLE, Sun/Java, RedHat auf eine Apple-Developer-Plattform wechseln – selbst bei der neuen 15%-Anteilsregel (unter 1 Mio. Umsatz).

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