Kommunikationszentrale Facebook

Ich habe mir vorhin mal wieder einen Livestream reingezogen. Dieses Mal aus dem Hause Facebook, Mark Zuckerberg sprach persönlich. Alle erwarteten Facebook Mail, doch so wurde es nicht. Nicht ganz. Zuallererst: be quick: wer geil auf Ausprobieren ist, der kann sich bereits jetzt einen Invite für Facebook Messages holen, den Dienst, der in den nächsten Monaten ausgerollt wird. Kann sein, dass es beim ersten Mal nicht funktioniert, ruhig öfters versuchen.

Genug des Geschwurbels, was bringt euch der Kram? Wenn es nach Facebook geht, dann vergessen wir bald Dinge wie CC, BCC, Ansprache und Abschluss-Floskel. Ist eh albern, hab ich automatisiert im Footer. Ich wünsche eh immer alles Gute, weil ich n netter Kerl bin 😉

Das Neue, was wir erst einmal lernen müssen: alles ist gleichberechtigt an dem Ort, an dem wir es wollen. SMS, Chat oder E-Mail. Du kannst dein Mailkonto einpflegen. Alternativ kannst du eine facebook-com-Email-Adresse nutzen. Diese ist gleichbedeutend mit deiner Vanity-URL. Alles wird in deine Social Inbox gestreamt. Vergessen sind Dinge wie: Mail, SMS oder was weiss ich an verschiedenen Orten.

Wie auch bei Google werden Konversationen in Threads dargestellt. Eine Konversation, ein Thread. Erwähnte ich, dass ein ehemaliger Google Wave-Entwickler bei Facebook ist? Das macht es übersichtlich. Was bisher nicht geht: Leute in bestehende Konversationen einbeziehen oder weiterleiten.

Ein offenes Tor für Spammer? Nein, du legst in deinen Privatsphäre-Einstellungen fest, wer dir schreiben kann. Freunde sind in anderen Ordnern als Unbekannte.

Wunschdenken: SMS wird kostenlos. Wenn Facebook SMS, Mails und Co gleichberechtigt darstellen will, dann sollten die Carrier auch mitspielen. Wir befinden uns in einem Kommunikationsumbruch. Man muss Nachrichten gleichberechtigt behandeln finde ich. Eine SMS sollte nicht mehr kosten als eine E-Mail und durch ein günstiges Paket abgedeckt sein.

Ich möchte hier nicht lapidar von einem Mail-Killer sprechen, das wäre Schwachsinn. Wir sprechen hier von einer neuen Art der Kommunikation, die vielleicht erst einmal nur vom Benutzer entdeckt und geliebt werden muss. Wir, die User machen solch ein System erfolgreich – oder auch nicht. Ich bin dieses Mal ein wenig enthusiastischer als bei Google Wave.

Lange Rede – kurzer Sinn. Spannend was auf uns zukommt und sicherlich auch wieder mal ein Anstoß für andere Anbieter, sich wieder etwas neues für den Benutzer einfallen zu lassen. Irgendwann reicht es bestimmt, via irgendeiner Plattform einen Freund anzuschreiben und er bekommt es. Egal woher, egal wohin, nahtlose Kommunikation ohne Grenzen.

Wer tieferes Wissen als mein BlaBla haben will, der schaut ganz einfach im Facebook-Blog vorbei.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Recht hast du, offen sein und neues probieren. Wer hätte vor paar Jahren an einen Dienst namens Twitter geglaubt? Kommunikation ändert sich ständig, das ist definitiv ein interessanter Ansatz von Facebook.

    Wenn sich das etabliert, dann hat Facebook noch mehr einen Finger am Puls der Kommunikation als jetzt sowieso schon…

  2. Ich bin auf jedenfalls sehr gespannt, was dies so wird.

  3. und so verliere man letztendlich alles an Facebook was im Entferntesten an Privatsphäre erinnert…

    Naja, vielleicht ist ja wirklich was dran, ich wäre ja eh schon für so etwas wie ein Standardprotokoll (Unabhängigkeit von FB wäre natürlich wünschenswert für Instantmessaging wie die E-Mail uns allen das gleiche System ist, aber wie ich Facebook kenne könnte es zum Schluss ein unüberssehbarer Cluster sein mit allem drin, wo man gar nicht weiß womit man ihn bedienen muss (finde Facebook wirklich nicht übersichtlich und die Funktionen teilweise seltsam eingepflegt)

    Aber GoogleWave fand ich vom Konzept her gut.
    Mal sehen was draus wird, vielleicht bin ich einfach zu pessimistisch…

  4. LokiBartleby says:

    Eine Inbox für Alles ist doch sowieso das einzig Sinnvolle.
    Das ewige Rumgeklicke von einem Posteingang zum nächsten ist schwachsinnig³, denn mir ist nicht wichtig, wie ich mich mit jemandem unterhalte(n habe), ausschließlich der Inhalt zählt.
    Insofern bin ich durchaus gespannt, was da auf uns zukommt und wie sich das Thema auch außerhalb von Facebook dann entwickeln wird.

  5. Jetzt bin ich Heute schon zum dritten Mal hier, nimmt langsam echt überhand.

    Aber danke für die angenehm kurze Zusammenfassung ohne viel Blabla drumherum – genau das richtige um diese Uhrzeit!

  6. Im Gegensatz zu Google Wave müssen hier nicht ein paar Nerds unter sich kommunizieren und versuchen, mühselig andere zur Anmeldung an einen weiteren Dienst zu überzeugen und Konzepte beizubringen.

    Tja, und der kritische Anteil wird heute auch nicht mehr von den technikaffinen Nutzern alleine erreicht, insofern hat das hier im Gegensatz zu Google Wave gute Chancen.

    Schade, denn Wave basierte auf offenen Standards zum Austausch und hätte von verschiedenen Anbietern genutzt werden können. Das hier ist, da der direkte wirtschaftliche Aspekt der Kundenbindung im Vordergrund steht, geschlossen.

  7. @Jens
    leider, leider…

  8. „öfters“ gibt es nicht.

  9. Ich bin ausm Ruhrpott. Türlich gibts öfters 😉

  10. @Typ

    in Österreich schon…

  11. Hört sich nett an, aber für mich erstmal uninteressant. Ich benutze weder Facebook noch Twitter, nicht unbedingt wegen dem Thema Privatsphäre, sondern weil ich für MICH einfach keinen Sinn darin sehe…

  12. Mein Kommentar liest sich so unfreundlich,sry 🙂 Ich finde deinen Blog super, weiter so!

    Ja stimmt ^^ da gibbet auch öfters, ne 🙂

  13. @Typ: zum Glück gibts Internet…

    „Seit dem 17. Jahrhundert wird der Genitiv des Komparativs öfter als Adverb gebraucht neben und statt öfter; durch Ellipse entstanden aus öfters mals. „Öfters“ ist die landschaftliche Form von „öfter“ (siehe Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache. 21 Auflage, 1996). Im österreichischen Standarddeutsch ist öfters ein zulässiges Synonym für öfter.“

    http://de.wiktionary.org/wiki/%C3%B6fters

  14. @robert

    uiuiuuiiii

  15. Also ich muss ehrlich sagen, ich finde diese Idee von Facebook gar nicht so schlecht. Ich glaube würde sie jemand vertrauenswürdigeres aufsetzen, würden selbst die misstrauischten diesen Dienst nutzen. Ich werde ihn nutzen, soviel steht fest, weil ich den Nutzen angemessen finde. Aber ich werde schon aufpassen wem ich da was schreibe. Facebook muss nicht alles wissen.

  16. Eine SMS ist von der Informationsmenge die mit Abstand teuerste Nachricht für den Benutzer.

  17. In Japan gibts das schon lange. Da kann ich von hier aus ne Mail auf deren Handy schicken. Kostenlos.
    Jede HandyNr bekommt auch ne Mailadresse mit.
    Jeder mit nem gscheiten Handy nutzt doch schon lange keine SMS mehr. Naja egal. Ich hoffe dein Wunschdenken erfüllt sich

  18. *gähn*

    Was ist da jetzt grundlegend Neues dran, wenn man es mit Samsungs Social Hub vergleicht?

  19. Und ich dachte, die hirntoten Facebook-Zombies können sich nur über kleine, blaue Daumen ausdrücken. Wozu brauchen die eine Kommunikationszentrale?

  20. „Wunschdenken: SMS wird kostenlos. Wenn Facebook SMS, Mails und Co gleichberechtigt darstellen will, dann sollten die Carrier auch mitspielen.“

    Warte nur ab, die Gleichberechtigung kommt. Und schon bald kostet jede Mail auch ein paar Cent!

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