Kommt Google Glass für die Massen für 200 Dollar?

Nachdem Google Glass nun zerlegt wurde und die Komponenten bekannt sind, stellte man sich bei Android Authority die Frage, wie hoch die Produktionskosten für die Datenbrille sind. Ein interessanter Ansatz, schließlich soll Google Glass die Zukunft der wearable Gadgets sein.

Twitter-Google-Glass
Die verbauten Teile entsprechen denen eines Einsteiger-Smarphones. Kleiner Akku, relativ schwacher Prozessor und die übrigen Teile lassen den Komponentenpreis zusammen mit der unaufwändigen Verpackung keinesfalls an die 1500 Dollar des Explorer-Edition Preises kommen.

[werbung] Vielmehr wird der Preis auf ca. 120 Dollar geschätzt, maximal 200 Dollar. Sollte es Googles Anliegen sein, die Datenbrille schnell als Massenprodukt auf den Markt zu bringen und eine hohe Adaptionsrate zu erreichen, könnte der Verkaufspreis der Consumer-Edition sogar unter 200 Dollar fallen. Kritik an Google Glass hin oder her, für 200 Dollar würde diese neue, noch nicht dagewesene Form von wearable Gadget auf mehr Nasen zu finden sein, als man bisher vielleicht vermutet hat.

Natürlich ist dies alles Spekulation, Google hat aber bereits mit dem Nexus-Programm bewiesen, dass man Geräte auch gerne zu einem niedrigen Preis verkauft. Schließlich erwirtschaftet der Konzern seine Einnahmen über die Dienste. Und mit einem mittem im Gesicht der Menschen platzierten Produkt hätte man zudem gleich eine sehr gute Werbung. Es ist also gar nicht so unrealistisch, dass Google Glass ein echtes Schnäppchen werden könnte. Auch Google sagte bereits, dass die fertige Datenbrille für den Massenmarkt günstiger werden wird als die Explorer-Edition.

Was meint Ihr, wird Google Glass ein Gadget für Leute, die bereit sind etwas tiefer in die Tasche zu greifen oder wird das Gerät so billig, dass es sich praktisch jeder leisten kann? Wo wäre Eure Schmerzgrenze, um sich Google Glass zuzulegen?

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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55 Kommentare

  1. 200€ wäre mir die Brille auch sofort wert.

  2. Ohne Paranoia zu haben aber wie sieht es mit der permanenten Strahlenbelastung am Kopf aus? Das Handy hat man ja nur temporär direkt am Kopf. Hier ist das Empfangsmodul permanent am Kopf.

    Es gibt in den Usa, Italien und anderorts inzwischen schon etliche Gerichtsurteile bezüglich der Schäden bei permanenter Strahlenbelastung.
    Bsp. http://www.rp-online.de/panorama/ausland/gericht-handy-schuld-an-gehirntumor-1.3037193

    Sollte man mal bei aller technikaffinität bedenken.

  3. Ist durchaus realistisch, Google hat sich mitten nexus Geräten nicht gerade bereichert. Glaces dürfte den preis eines mittelklasse oder Einsteiger smartphones haben, dieses prisma in dem alles projeziert wird dürfte auch nicht teurer, als das fehlende Display und gsm Modul sein

  4. Wenn ich jetzt durch die Stadt laufe und das Handy an mein Ohr halte, und so tue als ob ich telefoniere, kann ich auch jeden aufnehmen. Oder ich besorg mir einfach so eine schicke kleine Knopfkamera, die teilweise sogar in 1080p aufnimmt, und filme alles unbemerkt mit deutlich höherer Qualität und Laufzeit.

    Natürlich habe ich auch meine Bedenken was die Aufnahmefunktion angeht, aber sobald man ein Handy mit einem der drei großen Betriebssystemen hat, ist die NSA ja schon teilweise dabei. Aber zu glauben das es einzig und allein Glass ist was zur vollständigen Überwachung genutzt wird, ist schon ein kleines bisschen paranoid.

  5. Droidler90 says:

    600€ Liegen quasi schon bereit für die Brille, da ich mit einem derartigen Preis gerechnet hätte, sie muss nur in ersten Reviews überzeugen.dann ist ein Preis zwischen 0 und 600€ vollkommen in Ordnung

  6. Droidler90 says:

    @Klaus dieter verzieh dich am besten in einen Luftschutzbunker und leb da abgeschottet von allem und jedem und vor allem jeder Technik. Viel Paranoider gehts ja kaum noch… du dürftest echt keinen meter vor die tür setzen, um dich mal ganz in den wahnsinn zu treiben, wer sagt denn, dass die NSA nicht permanent satelietenbilder schießt und jeden menschen damit beobachten kann. Und was ist mit Überwachungskameras an Bahnhöfen und überhaupt in Städten? Ich hab deinen Kommentar gelesen, dass diese was anderes sind, aber warum? Diese sind Tag und Nacht angeschlossen und übertragen Ihre Daten auch direkt übers Internet an die jeweiligen Server zur Auswertung. Schonmal darüber nachgedacht, dass diese Kameras rund um die Uhr und ohne Begrenzung durch Stromversorgung usw. aufnahmen machen können? Die haben keinen Akku musst du wissen, die sind direkt am Stromnetz und so lang das läuft filmen sie auch.

    Wie takeoyasha schon sagt ist Android Open Source, wenn da irgendwelche backdoors zum abgreifen von Daten drin wären oder direkt schon Zeilen, die dafür gedacht sind Daten zu übermitteln würden diese relativ schnell auffliegen.

    Und zu Simon, was in der Google Software drin steht weiß natürlich keiner, aber wie auch bei deinem Androidphone kannst du auch deine Brille ohne Googleapps betreiben – voll funktionell.

    Ich ich muss takeoyasha auch darin zustimmen, dass es einfach keinen Sinn macht die Kamera laufen zu lassen, der Akku wäre innerhalb von 20-30 Minuten leer. Auch das ständige machen von Fotos würde den Akku grillen und spätestens im Daten-/Speicherverbrauch auffallen.

    Natürlich werden wie überall und bei allem überwacht, dafür, dass Leute wie Klaus Dieter seit dem Leak der NSA jetzt aber hysterische Paranoiaanfälle bekommen, gibt es aber trotzdem keinen Grund.

    Wichtig ist eins, man muss darauf achten was man an Daten ins Internet stellt und so gewissenhaft wie möglich mit Daten anderer umgehen, noch viel mehr als mit eigenen Daten. Ich Nutze sehr viele Clouddienste, sehr viele davon haben Ihre Server in den USA (Google Docs/Drive) zum Beispiel. Und mir ist bewusst, dass das FBI oder wegen meiner auch die NSA da Zugriff drauf haben könnte wenn sie wollten. Das hat Google aber auch und es lässt sich auch nicht verhindern. außer man lebt als Nomade irgendwo in der einöde in einer Höhle – aber wer will das schon?

    Natürlich muss diese Überwachung Grenzen haben, und dass der kürzliche Leak für ein bisschen mehr aufhorchen unter den Menschen gesorgt hat ist gut, aber nicht jede Datensammlung und nich jede Überwachung muss schlecht sein. Zum Beispiel bin ich sehr froh darüber, das nach fast 10 Jahren Datensammeln meine Googlesuchanfragen fast immer perfekte Ergebnisse liefern und die mir angezeigte Werbung auch immer stimmiger geworden ist.

    Wer allerdings jetzt Angst hat, dass die eigenen Nacktfotos von der NSA eingesehen werden oder die Foltervideos aus dem eigenen Keller jetzt zu rechtlichen Schwierigkeiten führen könnten sollte sich zuerst überlegen, warum diese überhaupt entstanden und im Netz gelandet sind.

    Ich melde mich ab,
    Droidler90

  7. Droidler90 says:

    Eine Kleinigkeit noch Klaus Dieter,
    wie du weißt steckt Microsoft wohl auch tief in dem NSA Skandal mit dirn, wer sagt dir denn, dass Windows nicht direkt nach dem Start deines PCs im Hintergrund alle deine Daten als „Sicherheitskopie für die NSA“ ins Netz lädt? Dieser Datenverbrauch wird von deiner Netzwerkkarte natürlich nicht an diverse Software zur überwachugn der Netzwerkaktivität (Wireshark) übermittelt und die Telekom so wie die Anbieter deiner Hardware (AVM,Netgear, Cisco usw) stecken auch mit drin und zeigen dir diese Daten auch nicht im Log an. Weißt du sicher, dass dein Breitbandanschluss nicht vielleicht über reserven verfügt, die dir nicht zur Verfügung stehen und nur dafür gedacht sind? Nennen wir es mal „Managed Service 😉 ).

    PS: Der Fotograf deines Vertrauens hat alle geschossenen Fotos zum Abgleich natürlich auch nochmal ins Netz geladen! Kannst du es kontrollieren? Ich würde an deiner Stelle natürlich auch keine Filme mehr zur Entwicklung abgeben sondern selbst Entwickeln… wer weiß ob nicht alles nochmal eingescannt wird?

    Der täglich daheim abgefeuerte EMP zur Vernichtung von Wanzen ist bei dir Gewiss schon in den Alltag mit eingeflossen 🙂

    Aber ich hör jetzt auf deine paranoia zu füttern, will ja nicht, dass du dich gleich aus dem Fenster wirfst. (Wenn du es tust -> trag kein grünes TShirt, diese werden von der NSA priorisiert überwacht!)

    Jetzt endgültig weg für heute,
    Droidler90

  8. Wenn die schmerzbefreiten Early Adopter erst einmal feststellen, dass Sie mit Glass auf andere einen genauso seriösen Eindruck machen wie heutzutage die armen verirrten Seelen, die mit Headset im Ohr auf offener Straße telefonieren, wird der Hype schnell abebben. Bei Reddit hat sich für die elitären Glass-Narzissten mittlerweile schon der Term „Glasshole“ etabliert.

  9. LinuxMcBook says:

    Wie ist das eigentlich?
    Plant Google da noch irgendwas in Richtung Steuerung mit dem Auge? Eine nach innen gerichtete Kamera müsste ja reichen und so viel CPU Power dürfte es ja nicht kosten auf einem 100×50 Pixel Bild auszurechnen in welche Richtung der schwarze Punkt gerade zeigt…

    So geil ich das Glass Konzept finde, so nervig stelle ich es mir vor die ganze Zeit mit dem Finger am Brillengestell zu scrollen…

  10. Die sollen es von Apple vertreiben lassen, dann wird auch 1.500 $ dafür bezahlt.

  11. Für 200 Euro?

    SHUT UP AND TAKE MY MONEY!

    Fuck mal off die NSA?

  12. @Stefan,
    wenn du nicht genug Selbstbewusstsein hast darüber zu stehen solltest du die Finger davon lassen, ich hab damit kein Problem. Und ich finde, dass der Anblick überhaupt nicht unseriös wirkt, genau so wenig wenn wer mit nem Headset telefoniert. Gerade letzteres ist ja wohl inzwischen üblich und nicht mehr ungewöhnlich (nein ich verteidige mich nicht selbst, besitze kein Headset und habs nie getan, Aber nur weil ich nie telefoniere sondern ausschließlich maile) Wenn du aber sogar damit Probleme hast, dann bist du einfach noch ein Paar Jahre zurück. Und Google Glass sehen nur ungewöhnlich/ungewohnt aus, weil es neu ist… aber wenn sich derartige Gadgets etabliert haben hat da auch keiner mehr ein Problem mit. Es ist einfach die Zukunft nicht immer sein Handy rausholen zu müssen, sondern die Geräte einfach als Uhr, Armband, Brille, Headset, Ohrring? oder was weiß ich einfach als Accessoir zu tragen. Glaub mir, in 3-5 Jahren hat nich jeder so ein Teil, alle die damit rumlaufen werden aber nicht mal mehr groß auffallen und angestarrt, da hat sich daran einfach jeder gewöhnt und die Verbreitung wird riesig werden. Der „Hype“ um Headsets ist ja auch nicht abgeklungen, es laufen jeden Tag mehr Leute damit rum.

    @LinuxMcBook.,
    ich finde die Bedienung mit dem ans Gestellt fassen auch noch recht suboptimal, wird aber Gewöhnungssache sein, außerdem wird das meiste mit Sprachsteuerung gemacht, das wirkt heute zwar als danebenstehender auch noch recht befremdlich, wird aber auch immer normaler. Ich Suche auf dem Handy nurnoch per Spracheingabe und Steuere mein Android wann immer es geht auch so, leider sind die Assistenten für Android noch ziemlich lahm, Siri macht auch noch zu viele Fehler und kann vor allem noch weniger als beispielsweise Alice für Android. Ich werd im Bus, in der Bahn oder wenn ich bei bekannten bin auch nicht mehr komisch angeguckt und kenne auch immer mehr Leute die sich mit der Technik befassen und sich langsam daran gewöhnen mit ihrem Handy als Steuerung zu sprechen. Es ist halt ein Prozess der lange dauert, sich aber irgendwann in unseren Alltag integrieren wird. früher war sah es auch komisch aus mit einem Handy zu telefonieren (heute kaum vorzustellen) aber wenn jemand Mobil telefonierte guckten die Leute einfach hinterher und dachten die Person hat einen an der Waffel – ein Telefon gehört zu hause in die Station aber nicht in die Hosentasche.

    IMHO:
    Glass wird nicht direkt einschlagen wie eine Bombe, wird aber Jahr für Jahr weiter entwickelt und es werden Lösungen von anderen Herstellern folgen. Irgendwann sind es dann ganz alltägliche und normale Gadgets und wie auch am Anfang bei Kamerahandys wird es irgendwann keinen mehr interessieren ob da ne Cam dran ist oder nicht. Bei den ersten Kamerahandys dachte man draußen auch, dass man irgendwie gefilmt oder beobachtet wird. Wenn heute wer im Zug vor dir sitzt oder in der Stadt rumläuft und sein Handy ein bisschen höher hält fühlt man sich doch auch net gleich gefilmt oder beobachtet oder? Und auch im Privaten Umfeld denkt man nicht man wird von Arbeitskollegen/Freunden/Bekannten gefilmt/abfotografiert wenn sie ihr Smartphone benutzen und die Kamera zu einem zeigt oder? Man hat sich einfach daran gewöhnt. Auch Firmen haben früher Kamerahandys verboten… Betriebsspionage und so weiter waren Argumente, von denen man heute nur sehr selten etwas hört. Bei Glass werden ähnliche Punkte angeführt, aber auch im Laufe der Zeit fallen gelassen.

    Wenn wer wirklich alles und jeden fotografieren möchte unbemerkt, macht er das mit nem Phone (da achtet auch keiner mehr drauf) oder kauft sich ne Uhr mit ner kleinen Kamera, die kosten 50-70€ bei Amazon.

  13. @klaus dieter: Wald -> Haus bauen -> da bleiben. Keine Probleme, keiner überwacht dich…naja, der Förster vielleicht ab und an….

  14. @klaus dieter
    Na hoffentlich ballert dich dann jemand hinterrücks um, solche Menschen wie dich, die alles nur mit Gewalt lösen können, brauchen wir in Deutschland nicht.

  15. Diese Brille kann auch 20USD kosten und ich werd sie mir nicht kaufen. In allen ehren… bin ja sehr begeistert von allerlei Technik, aber diese Brille muss ich wirklich nicht besitzen.

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