Klage gegen Google abgewiesen: Keine Verpixelung eines Grundstücks im Kartendienst Google Earth

Die meisten sind sicher im Thema: Googles Street-Map-Aufnahmen in Deutschland sind unvollständig, uralt und teilweise sind auch Häuser verpixelt. Alles ist hingegen nicht verpixelbar, wie jetzt das LG Itzehoe in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil entschied. Jemand klagte auf Unkenntlichmachung durch Verpixelung eines von ihm bewohnten Grundstücks im Onlinedienst Google Earth.

Bei Google Earth ist die Welt von oben abgebildet und kann von Anwendern betrachtet werden. Dabei findet keine „Echtzeit-“ sondern eine Einmaldarstellung statt. Auf der Aufnahme ist das Grundstück in mittelmäßiger Bildqualität frontal von oben abgebildet. Es sind die Dächer des Hauses und die Gartenanlage zu sehen. Personen, Fenster und Türen sind nicht erkennbar, so das Gericht.

Nach Auffassung des Landgerichts liegt zwar ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG des Klägers vor, das auch das Recht erfasst, sich in seinen privaten Bereich zurück zu ziehen. In diesem Fall habe es aber den Eingriff von Google für gerechtfertigt erachtet. So habe es im Rahmen einer Abwägung, die zwischen widerstreitenden grundrechtlich geschützten Rechten stattfinde, das Recht von Google auf Informationsfreiheit, die auch das Bereitstellen von Informationen aus Art. 5 Abs. 1 GG erfasst, sowie das Recht auf freie Berufsausübung aus Art. 12 GG für höherwertig erachtet als den Eingriff in die Privatsphäre des Klägers.

Auf der Aufnahme seien weder Personen noch sonstige Details aus dem Privatleben und der Lebensgestaltung des Klägers und seiner Familie erkennbar. Ein Einblick in das Haus selbst oder Zugänge in das Haus, was für Einbrecher interessant sein könnte, seien nicht gegeben. Auch habe Google das Grundstück nicht „ausgespäht“, um Informationen über den Kläger oder seine Familie zu erhalten und diese zu veröffentlichen. Vielmehr sei lediglich das zu sehen, was von jedermann auch aus einem Flugzeug oder Helikopter zu sehen gewesen wäre. Darüber hinaus habe Google keine Verknüpfung von Daten des Klägers, wie seinem Namen mit der Adresse, vorgenommen.

Auf der anderen Seite biete die Beklagte einen Dienst an, der es jedermann ermöglicht, sich ein Bild von der Welt von oben zu machen. Ein Anspruch auf Verpixelung von Grundstücken ohne weitergehenden Eingriff in die Privatsphäre im Einzelfall würde zu einer Unbrauchbarmachung des Dienstes führen. Das öffentliche Interesse, sich die Informationen über diesen Dienst zu beschaffen, sei im Rahmen von Art. 5 GG mit zu berücksichtigen.

Was sagt ihr zur Entscheidung des Gerichts?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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61 Kommentare

  1. Ich finde die Entscheidung gut, hätte mich aber auch nicht gewundert, wenn das Gericht anders geurteilt hätte.

  2. Muss dazu noch was gesagt werden?
    Deutschland ist was digitales angeht einfach nur noch peinlich. Das so eine Klage überhaupt zugelassen wird.
    Das Streetview überhaupt noch angeboten wird macht die ganze Sache noch peinlicher. Bilder die über 10 Jahre alt sind und halbe Nachbarscahften verpixelt wo die Eigentümer längst tot oder ausgezogen sind. Der neue Eigentümer kann nichts entpixeln, da die Daten alle gelöscht werden mussten. #neuland

    • Jeder hochgebildete und begabte Jungunternehmer muss nur einen kurzen Blick ins deutsche Google Street-View nehmen, um zu sehen, dass er um Deutschland einen großen Bogen machen sollte. ‍♂️

    • Peinlih ist es der Meinung zu sein, daß eine Klage nicht zugelassen wird, nur weil man sie persönlich für unsinnig hält. Was ist das bitte sehr für ein Rechtsverständnis?
      Deine Meinung zum Urteil ist dabei etwas anderes. Auch wenn ich mich frage, was jemand davon hat unebdingt fremder Menschen Häuser von oben zu sehen. Und bitte jetzt nicht sagen, weil man da hinziehen möchte oder Urlaub dort plant. Wenn das ginge, sind die Daten doch aktuell.
      Aber Dank Persönlichkeitsstriptease bei FB und Co sind viele der Meinung, daß man ein Recht auf alles hat. Traurig. Respektiert einfach mal Andersdenkende.

      • Und respektiere du bitte unsere Rechtsordnung.

        Die Straßenansicht von Wohnhäusern ist Allgemeingut. Für Ansichten von weit oben gilt das erst recht. Das war noch niemals anders.

        Genau *deshalb* findest du auch in jeder Bücherei Fotobände und Stadtführer, in den die schönsten Straßen, Wohnhäuser und Sehenswürdigkeiten deiner Stadt abgebildet sind.

        • Quatsch, habe mich bei STREETVIEW auch pixeln lassen…und die mußten danach folgen…wollen wir alle Rechte bald abgeben…es sind schon so viele von CORONA gefressen worden…Man schaue nur mal wieder auf die CORONA-APP – ein Fressen für alle Geheimdienste und Smartphone AKKUS, denn die nutzen sich bald ab!!!

          • @caschy, kannst Du BITTE, BITTE, BITTE auf ein Kommentarsystem umsteigen, in dem man Leute blocken kann? Bitte?

            Es macht einfach keinen Spaß mehr, was hier für ein komisches Volk aufschlägt, und spätestens bei Verschwörungsesoterikern und Paranoikern ist es auch nicht mehr lustig, sondern macht alles kaputt.

            • Sparbrötchen says:

              Ich habe ein ähnliches Problem mit den Beiträgen der „150%igen“ in den Apple-Beiträgen.

              Wenn Du die Beiträge bestimmter Nutzer nicht mehr angezeigt bekommen möchtest, kannst Du Dir in Deinem Adblocker eine entsprechende Regel einrichten.

              Hier z.B. für den User ginnie:
              stadt-bremerhaven.de##li [id^=“comment“]:has-text(ginnie)

              Falls das Kommentarsystem Zeichen aus der Regel ausblendet, hier nochmal bei PasteBin https://pastebin.com/NzLDECT2

            • Onkel Wanja says:

              Recht hast du. Mir gehen diese ganzen Corona-Paniker, Angsthasen und braven Untertanen auf den Senkel. Es wäre schön wenn man deren hysterische Kommentare ausblenden könnte.

            • @jörg: Leider nicht so einfach möglich.

          • Thomas Höllriegl says:

            Du… hast eine… recht seltsame Art zu… schreiben… Und du hast auch… das Recht auf Verpixelung… es geht hier aber… um Gebäude und Grundstücke… und wieso kommentierst du hier… wenn dich doch der BND verfolgt?
            ………. …………….. ………… ……Punkt

          • CORONA hat auch etwas zwischen deinen Ohren gefressen, wie es scheint…

          • Wie hast du das hinbekommen? Ich bin daran gescheitert bzw landete immer wieder beim gleichen Formular welches dann ins Leere führte.

          • Dein „Recht“ auf Verpixelung bei Street-View ist eine freiwillige (!) Vereinbarung zwischen Google und dem damaligen „Datenschutzbeauftragten“.

            Und eine Folge der damaligen Anti Google-Medien-Kampagne, angeführt von Springer, um ihr „Leistungsschutzrecht“ durchzusetzen.

          • Und 5G ist auch gefährlich

            • Da! Genau, das Gericht will uns alle vernichten!
              Steht ja auch so im zweiten Zitat: „Art. 5 GG“
              Sogar 5 Doppel-G!!!

              😉

              Ich finde es sehr seltsam, mit was für Dingen unsere Gerichte beschäftigt werden…

      • Kommentator says:

        @ Fraggle 20:30: DANKE ! Der letzte Satz bringt es auf den Punkt. Genau dieser „Respekt“ fehlt nämlich zunehmend in dieser Gesellschaft. Vor allem denen, die jeden Digi-Hype ganz dolle finden und mögliche Nachteile gar nicht erst begreifen. Die Lindner-Generation halt.

        PS: Ich finde die Abwägung der einzelnen Rechtsgüter durchaus problematisch. Wobei ich mich outen muss, ein großer Fan von Google-Earth zu sein 😉

        • Nö. Die Hinterwäldler zerstören nachhaltig unsere wirtschaftliche Zukunft. Das muss aufhören! Wir können es uns schlicht nicht leisten, auf ne biologische Lösung zu warten. Erst recht nach Corona.

          • Kommentator says:

            @ Markus 21.29: Es ist ziemlich anmassend und respektlos, Menschen als „Hinterwäldler“ zu bezeichnen, die – warum auch immer (ich persönlich bin übrigens KEIN Freund des Verpixelns) – ihre Privatsphäre wichtiger finden als ein Geschäftsmodell eines amerikanischen Konzerns (dessen Produkte ich übrigens sehr gerne nutze). Und die Verknüpfung mit „Corona“ ist sogar ziemlich falsch. Warum haben wir denn bisher Corona in Deutschland vergleichsweise gut weggesteckt ? Weil die Menschen in den systemrelevanten Berufen über sich hinausgewachsen sind. Nicht die „Wirtschafts-Yuppies“. Die haben flächendeckend versagt. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass „das Leben“ mehr wert ist als Aktienkurse und das Mantra „wachsen, wachsen, wachsen“ – dem empfehle ich mal einen Besuch auf einer Covid-19-Intensivstation. Das erdet.

          • „Das muss aufhören! Wir können es uns schlicht nicht leisten, auf ne biologische Lösung zu warten.“
            Wow. Selten so viel ekelerregende Menschenverachtung in einem so kurzen Kommentar gelesen. Hast du gerade ernsthaft allen einen möglichst baldigen Tod gewünscht, die nicht deiner Meinung sind und Wert auf ihre Privatsphäre legen ?

            Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.

            • Nö, aber irgendwann wird diese Neophobie eben auf natürliche Weise aussterben. ^^

              • Tja, damit verhält es sich dann wohl ähnlich wie mit den Lehren, die man aus der Geschichte über den Umgang mit Andersdenkenden gezogen zu haben glaubte. Bleibt nur die Hoffnung, dass unser Grundgesetz einen ausreichenden Schutzwall gegen derlei Absichten darstellt.

                • Thomas Höllriegl says:

                  Ich will hier nicht Partei ergreifen, aber wo ist da eine Absicht? Mord ist eine Absicht. Natürliche Abläufe sind keine Absicht.
                  Ich denke, was Markus ausdrücken möchte, liest sich schlimmer als er es meint.

                  • Eben. Die übrig gebliebenen Bargeld-Fetischisten, Google-Hasser und restlichen Hinterwäldler wird eher früher, als später auf natürliche Weise das Zeitliche segnen.

    • Peinlich ist eher deine Argumentation. Es ist schön, dass in einem Rechtsstaat jeder die Möglichkeit hat, gegen etwas vorzugehen, was ihm nicht passt und wo er sich gekränkt fühlt. So wird Willkür verhindert.

      Sinngemäß: die Freiheit des einen hört da auf, wo der andere beeinträchtigt wird. Und um das zu klären gibt es im Rechtsstaat den Rechtsweg.

      • Genau. Die obigen Fragen sind jedoch bereits seit vielen Jahrzehnten geklärt. So ein Quatsch behindert unsre Gerichte und verunsichert im Zweifel dringend benötige Unternehmer, die hier was auf die Beine stellen wollen.

        Deutschland ist neben Bosnien-Herzegowina, Weißrussland und Österreich das einzige Land in Europa ohne aktuelles Google Street View.

        • Kommentator says:

          @ Markus 21.34: Und was soll uns der Vergleich mit den genannten Ländern sagen ? Von Österreich kann man beispielsweise viel lernen. „Unternehmer“ brauchen übrigens kein Goggle Earth – sie brauchen weniger Bürokratie, sie brauchen qualifizierte und motivierte Mitarbeitende und sie brauchen Kunden. Sind jetzt alles keine Punkte, die mit dem aktuellen Fall zu tun haben …

          • Unternehmen brauchen kein Google Earth, stimmt, aber daran kann man natürlich etwas die Aufgeschlossenheit von Menschen ableiten.

            Wenn es hier so aussieht, wie im ehemaligen Bürgerkriegsland Bosnien und wie in der alten Soviet-Diktatur Weißrussland, dann gute Nacht. Und Österreich kann für eine Handelsmacht wie Deutschland mit Sicherheit kein Vorbild sein, wenn wir unseren Wohlstand halten wollen.

            Den sind wir wegen ein paar Hinterwäldlern drauf und dran zu verspielen.

            • Kommentator says:

              @ Markus 22.54: Wie definiert man „Aufgeschlossenheit“ ? Ist es wirklich „aufgeschlossener“, sich Luftbilder anzuschauen, als ein Wirtschaftssystem zu leben, in dem ECHTER Wohlstand herrscht ? Deutschland hatte „Wohlstand“, weil die Menschen hart gearbeitet haben. Der Wohlstand wird kontinuierlich verspielt, weil immer mehr Menschen meinen, ihre Work-life-Balance ausleben zu müssen … wer will den noch Vollzeit arbeiten, sich noch die Fingerchen schmutzig machen bei der Arbeit und und und ? Oder aktuell schönes Beispiel … das Gejammere, dass man sich Reisewarnungen unterzuordnen hatte … durch Fernreisen geht viel Wohlstand flöten und so weiter. DAS ist die Aufgeschlossenheit, die uns fehlt – und sorry … da rettet uns auch Google Earth nicht.
              Die „Handelsmacht“ Deutschland scheitert nicht an solchen Prozessen (die ich übrigens auch nicht glücklich finde), sondern am kontinuierlichen Ausverkauf einstmals gesunder Mittelständler an ausländische Finanzinvestoren. Und dafür sind nicht „Hinterwälder“ verantwortlich …

              • Neuseeland praktiziert 4 Tage bei voller Bezahlung – auch das ist ein ANSATZ…hart Arbeiten ist nur eine Seite, Gewerkschaften haben auch Ihren TEIL am Wohlstand erkämpft und auch viel bei der Bildung. Denn die Bosse wollen nur DOLLARS für die Tasche aber fast immer nur für sich !!!

              • Das ist ja mal ne interessante Theorie. Der Wohlstand geht flöten weil Leute gerne reisen, und echten Wohlstand gabs nur weil die Leute hart gearbeitet haben und ihre Freizeit (a.k.a. Work-Life-Balance) sich der Arbeit mehr unterordnen musste?
                Und du kommentierst das in einem Blog, der vom Eigentümer hauptberuflich betrieben wird ohne dass er sich die Fingerchen schmutzig macht?

                Das ist so ziemlich das perfekte Beispiel für die von anderen hier bemängelten „Hinterwäldler“. Ich würde dich oder andere jetzt nicht so betiteln, aber genau solche Meinungen in der Politik und Chefetagen sind der Grund dafür, dass Deutschland immer mehr abgehangen wird. Innovation findet heutzutage woanders statt. Und eine 6-Tage Woche im Bergwerk hat halt nichts mit Innovation zu tun. Zeiten ändern sich und auch die Definition von Wohlstand ändert sich. Ich brauche keinen Wohlstand in Form von Geld den ich meinen Kindern vererbe, für mich bedeutet Wohlstand eben dass ich mehr Zeit für Dinge habe die nichts mit Arbeit zu tun haben, z.b. die Familie. Reisen ist auch eine Form von Wohlstand und Tourismus bringt auch Geld. Auch das ist typisch für Deutschland, ein paar touristische Hotspots aber außerhalb von denen ist nichts los und man fühlt sich als Tourist nicht willkommen.

                Dass einstmals gesunde Mittelständler an Finanzinvestoren verkauft werden liegt daran, dass sie aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht mehr gesund waren. Oft weil sie sich nicht an geänderte Rahmenbedingungen angepasst haben. Aber das ist der Lauf der Dinge. Mit der Erfindung und Verbreitung des Autos sind sicher auch einige Betriebe geschlossen worden, die sich auf Pferdefuhrwerke spezialisiert haben. Mit dem Abschied vom Verbrennungsmotor wird das selbe passieren, die Frage ist nur wann, nicht ob. „Hinterwäldler“ haben dafür gesorgt, dass Alternativen in Deutschland keine Chance hatten und uns andere Länder inzwischen meilenweit voraus sind.

                Und abschließend: Der Wohlstand in Deutschland ist immer noch da, sogar mehr als zu den von dir hochgelobten Zeiten als man sich noch die Fingerchen schmutzig gemacht hat. Der Deutsche jammert nur gerne und am liebsten auf hohem Niveau. Oder ist es nicht auch eine Form von Wohlstand, dass du Samstag 23:38 weder in der Nachtschicht arbeitest, noch von der Tagschicht am Samstag müde und kaputt nach der Tagesschau ins Bett gefallen bist? Scheinbar hast du sogar Langeweile, einen Computer und Internet. Man muss in Europa nicht weit fahren um Leute zu finden die das nicht haben. In Einzelfällen findet man die sogar in D.

    • Ja, so Themen sind bei uns leider wirklich ein Trauerspiel.

    • Die Ansicht von Oben verstößt jedoch weniger, heißt auch von gericht NICHT das das NICHT gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt nur nicht stark genug, als Streetview wo dort die Fenster zu sehen sind und der Eingang womöglich.

      Jeder hat eben ein Recht auf Privatsphäre.

      Dieses Urteil würde mich nicht wundern das noch Konsequenzen mit sich bringt. Dronenpiloten werden sich herausreden wenn sie NUR ein Foto schießen oder ein Video das nicht mehr aktuell ist. Alles eine Sache der Auslegung. Damit können sich enige damit schön rausreden die Privatsphäre von anderen zu missachten.

      Ich bin nicht dagegen Fotos vom Sateliten zu erlauben, aber Streetview und alles was von einem anderen Blickwinkel als möglichst senkrecht oben statt findet definitiv verpixeln zu müssen bei wunsch des Eigentümers. Offene Dächer, Garten, Pools, das sind schon auch recht persönliche Dinge die nicht jeder mit der Welt teilen mag, das allein ist doch sehr Grenzwertig und meines Erachtens hat das Gericht nicht umbedingt Richtig entschieden. Wenn ich es mir schön gemacht hab will ich vielleicht nicht genervt werden, von anderen Nachbarn ausgefragt oder sonst wen.
      Das kann auch eine Gefärdung für manchen mit sich bringen solche Dinge öffentlich zugänglich zu machen. Wer haftet bei einem Verbrechen? Ich bin gespannt wann die Google Manager und die vom Alphabet in den Knast wandern weil ein Mord durch ihre Mittäterschaft erst möglich geworden ist.
      Sowas sollte man also nicht immer wie DU max so abtung.

      • Ähm. Ja. Basierend auf Bildern die locker 2-3 Jahre alt sind (unser Haus ist immer noch nicht auf Google Maps aka Earth zu sehen)).
        Es wird hier immer so getan als gäb es einen Live Stream zu jedem verdammten Grundstück auf dem Planeten. Lasst echt mal die Kirche im Dorf.

  3. Gut so. Irgendwo muss diese „Ich bin gegen Alles“-Mentalität auch mal seine Grenzen zugewiesen bekommen.

    • Weil er nicht möchte dass man sein Haus sieht? Kruder Ansatz

      • Dann soll er sein Haus halt abdecken!

        (Und sich mal fragen, warum seit jeher in allen Buchhandlungen massenhaft Bildbände mit den schönsten Wohnhäusern der Stadt zum Verkauf angeboten werden, ohne dass die Eigentümer oder Bewohner um Erlaubnis gefragt werden müssen oder gar was von dem Verkaufserlös abbekommen. ‍♂️)

  4. Ich bin immer wieder beeindruckt von der deutschen Justiz. Man muss nicht mit jedem Urteil einverstanden sein, aber die Gerichte fällen immer ein unabhängiges, ausgewogenes und begründetes Urteil. Lasst uns bitte froh sein, in einem Staat zu leben, in dem Recht so gesprochen wird.

    • SORRY, wenn Du die Praxis kennst…sind wir schon weit über die rote Linie…unser Recht wird sehr sehr oft schon bis zur Unkenntlichkeit VERDREHT. Da sieht man mal wieder, daß dem Wort RECHTSVERDREHER viel WAHRHEIT inne wohnt(!)

  5. Soll der Kläger doch einen Aluhut über sein Grundstück ziehen. Für wie wichtig halten sich eigentlich einige Leute? Wer der Meinung ist, dass Google speziell ihn und seine Familie ausspäht um die Daten im Internet zu veröffentlichen, hat ein ganz anderes Problem. Da helfen keine Gerichte, sondern Ärzte.

    • Oder Informationen.

      Ich erinnere mich noch an die ersten Planungen zu Google Maps. Damals hat sogar ein ranghoher Polizeibeamter in einer Pressekonferenz gesagt, mit Google Maps könne man sich zukünftig Streife fahren sparen. Denn die Beamten könnte ja dann über Google Maps überall nachschauen, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

      Ach ja, dieses Neuland…

      • Der Polizeibeamte hieß Rainer Wendt und noch heute lacht man über den, wenn er nicht mal unangenehm wieder mit Skandalen auffällt. Google weiß da mehr. 😉

      • > an die ersten Planungen zu Google Maps

        Das war Street View. Rainer Wendt meinte, dass damit virtuelle Streifenfahrten möglich sind.

  6. Kartennnutzer says:

    Die Entscheidung finde ich gut. Ich bin bei weitem kein Google-Freund und behalte private Daten auch lieber auf eigenen Servern, aber grundsätzlich alles abzulehnen halte ich trotzdem für schwachsinnig. Insbesondere, wenn es sich um die Verarbeitung ohnehin öffentlicher Daten (z. B. Luftbilder, Straßenansichten, etc…) handelt. Wer dazu noch die hochauflösenden, digitalen Orthofotos verschiedener Bundesländer (z. B. Land NRW https://www.geoportal.nrw/) oder die abgefahrenen Straßen bei Mapillary (https://mapillary.com/app) kennt, kann über solche Klagen ohnehin nur lachen…

  7. Ich frage mich was ihr an anderer Leute Häuser so interessant findet damit ihr die
    betrachten wollt? Mein Haus ist auf Google Maps, gefragt hat mich niemand ob ich das überhaupt will. Wie wäre es mal damit? Erst fragen dann nehmen und nicht umgekehrt. Sollte irgendwann mal Streetview In meine Staße kommen werde ich auf jeden Fall eine Verpixelung beantragen. Wer mein Haus sehen will der soll sein Arsch hierher bewegen. Ich nutze sehr gerne Technik, alle möglichen Anbieter, aber Street View geht mir einen Schritt zu weit. Bei Sehenswürdigkeiten, Geschäften usw. sehe ich so eine Funktion noch irgendwie als Vorteil, das kann nützlich sein, aber was zum Geier habe ich davon fremder Leute ihre Häuser zu betrachten? Im übrigen finde ich den Diskus hier immer erbärmlicher. Anstand kennen wohl einige hier nicht. Ich hoffe das die die anderen bestimmte Dinge wünschen das selbe ereilt! Vielleicht erstickt endlich mal jemand an einem Stück Alufolie der hier andere als Aluhutträger beschimpft! Karma!

    • Street View eignet sich gut für die Reiseplanung. Egal wo man hinwill. Sehenswürdigkeiten, Ämter, Geschäfte, private Besuche, Parkplätze vor Ort, usw. Zumindest habe ich das so benutzt bevor die Trottel das in Deutschland unmöglich gemacht haben. Mittlerweile ist aber Mapillary eine halbwegs brauchbare Alternative.

      Davon abgesehen ist eine Strassenansicht öffentlich. Da muss kein Hausbesitzer gefragt werden. Wenn einem die örtliche Bauvorschrift die Farbe der Dachziegel vorschreibt, hat man auch keine Wahl. Die Verpixelung von Google war nur eine PR-Maßnahme. Ich hoffe, dass die Alternative von Apple bald da ist und die Firma die Sache so wie gewohnt einfach durchzieht. Man sollte es nicht meinen, aber vielleicht haben manche ja seit der Kampagne der BLÖD damals etwas dazugelernt.

  8. Typisch für IZ …scheint wirklich ein Gebiet von Kurzsichtigen zu sein, vor allem bei der JUSTIZ !!! GOOGLE hat immer noch zuviel Zugriff auf Privatsphären, weniger ist MEHR(!)

  9. Ich fand es schon vor einigen Jahren als der Anti Street View Hype begann extrem PEINLICH für Deutschland. Ich bin aber froh daß ich bis jetzt noch „meinen Arsch“ irgendwohin bewegen und mir ein Haus von außen ansehen darf. Hmmmmm, sollte man vielleicht verbieten oder nur mit einer Pixel-Brille erlauben?!

  10. Der Staat sollte ein paar Steuergelder zusammenfegen, Google den Schaden aus dem Streetview-Desaster finanziell ersetzen — unter der Bedingung, dass Streetview wieder in Betrieb geht. Und damit das auch klappt, ist es auch wichtig, dass entsprechende Privatsphären-Peinlichkeiten in Deutschland mal zurückgeschnitten werden.

    Wie kann es z.B. sein, dass im Schwimmbad Fotografier-Verbot herrscht? Ich habe glücklicherweise noch einen Film meiner Tochter, wie sie schwimmen lernt, aber im Jahr drauf wurden in Hamburg überall Handy-Verbote in den Bädern ausgesprochen.

    Wer Angst vorm geknipst werden hat, soll in seinem Keller bleiben.

  11. Christian says:

    Und wetten, der der geklagt hat nutzt selbst Google Earth, Streetview und Co …..

    • Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Es gibt ja durchaus Leute, die sowas konsequent durchziehen, was im Grunde auch nur fair ist. Aber das sind eben doch nur wenige, bei vielen wird die Auffassung vorherrschen, dass man alle möglichen Vorteile und Annehmlichkeiten mitnehmen, aber selbst nichts dazu beitragen möchte. Aber vielleicht steckt das auch ein Stück weit in uns allen…

  12. Viele die Klagen sind meist selbst die größten Voyeure

  13. Ein wichtiges Wort ist bei der Diskussion um Street View noch nicht gefallen: Panoramafreiheit.
    „Die Panoramafreiheit (auch Straßenbildfreiheit) ist eine in vielen Rechtsordnungen vorgesehene Einschränkung des Urheberrechts, die es jedermann ermöglicht, urheberrechtlich geschützte Werke, beispielsweise Gebäude, Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum, die von öffentlichen Verkehrswegen aus zu sehen sind, bildlich wiederzugeben, ohne dass hierfür der Urheber des Werkes um Erlaubnis ersucht werden muss.“ (Quelle: Wikipedia)

    Aus diesem Grund konnte ich nie verstehen, warum Google sich auf das Pixeln von Häusern eingelassen hat. Vielleicht war aber der Mast auf dem Auto zu hoch. Allerdings muss so mancher Michel einsehen, dass nichts dagegen einzuwenden ist, wenn von öffentlichem Grund aus fotografiert oder gefilmt wird. Das gilt übrigens auch für Fotografien, auf denen Menschen zu sehen sind. Auch in Deutschland darf man, solange es durch Hinweise nicht explizit verboten ist, alles und jeden fotografieren. Die Frage ist nur, was ich veröffentlichen darf.

    • Google durfte die ganze Zeit Streetview anbieten und hätte meines Wissens auch keine Gebäude verpixeln müssen. U.a. die BILD hat da ordentlich Meinung gemacht und der Diskurs war dann nicht mehr wirklich sachlich.
      Da hat Google dem „Druck“ einfach nicht Stand gehalten.

      • Google hat schlicht den technischen Fehler gemacht, die Kameras auf hohe Stangen zu montieren. Und damit wären sie nicht durchgekommen. Die Panoramafreiheit gilt nur für „ohne Hilfsmittel“.

        Also:
        Du darfst ein Haus fotografieren.
        Du darfst nicht: Eine Trittleiter mitbringen und das Haus fotografieren.

        Das ist ein Kompromiss: Du darfst Fotos von dem Haus machen, und die Bewohner dürfen hinter einer hohen Hecke darauf vertrauen, dass sie nackt sonnenbadend sicher vor Fotos sind. Sozusagen: Ein „wirksamer Schutz“ muss respektiert werden.

        Ich persönlich finde das ein komplettes Affentheater. Ich will die Fotos im Netz haben. Aber meine Einschätzung ist, dass Google vor Gericht verloren hätte, und zwar in allen Fällen, in denen auf den Fotos mehr zu sehen war als auf normaler Augenhöhe.

        Disclaimer: Ich habe von juristischen Themen keine Ahnung.

  14. Google sollte mal den naiven Nutzern erklären das es sich bei Google Earth NICHT! um Echtzeitbilder handelt. Die verwendeten Bilder können Jahre alt sein.

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