Kinobetreiber sind verärgert über parallelen Streaming-Start von „Black Widow“

Der Marvel-Film „Black Widow“ ist für Disney auch beim hauseigenen Streaming-Angebot Disney+ erfolgreich angelaufen. Rund 60 Mio. US-Dollar wolle man über seinen VIP-Zugang mit dem Streifen erwirtschaftet haben. Das mag Disney freuen, Kinobetreiber kritisieren die Vorgehensweise des Studios allerdings erneut. Die Strategie mit dem parallelen Start in den Kinosälen und bei Disney+ schade allen Beteiligten – auch Disney selbst.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kinobetreiber Disney Vorwürfe machen. Letztere profitieren natürlich von den Streaming-Einnahmen: So können sie die gesamten Einnahmen für sich behalten. Im Kino entfällt natürlich ein erheblicher Teil auf die Kinobetreiber, die den Film zeigen. Die nordamerikanische National Association of Theatre Owners (NATO) unterstellt jedenfalls, dass der Film bei einem exklusiven Start im Kino für alle Beteiligten mehr Geld eingespielt hätte, weil der Reiz größer gewesen wäre. Zudem sei zu bedenken, dass Disney zwar in der Tat einen höheren Anteil der Einnahmen einstecken könne, aber die direkte Veröffentlichung im Heimkino die spätere Auswertung schmälere.

Vereinfacht gesagt: Wer „Black Widow“ nun direkt bei Disney+ im VIP-Access gesehen hat, schließt mit dem Thema ab und hat nur einmal Geld ausgegeben. Andernfalls wäre es möglich gewesen, dass ein Zuschauer sich den Film als Erstes im Kino ansieht und später nochmals zuschlägt, um ihn auch im Heimkino zu konsumieren. Disney drücke mit seiner momentanen Verfahrensweise also auch seine eigenen Einnahmen pro Zuschauer. Zumal man es so auch denjenigen erleichtere, die den Film illegal mitschneiden und verteilen wollen, argumentiert die NATO.

Am Ende könne man daher Disneys vermeintliche Erfolgsmeldungen nicht nachvollziehen. Simultane Veröffentlichungen von Inhalten im Kino sowie im Heimkino seien am Ende für die Verwertungskette von Nachteil, was auch Disney selbst zum Wohle aller Beteiligten einsehen solle. Andernfalls schade man sich nur selbst.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

90 Kommentare

  1. So gut war der Marvel Film jetzt nicht, dass ich mir den nochmals ansehen werde.

  2. Buh Huh, so viel Geheule…

    Dabei geht’s hier nur um eins: Geld, Geld und noch mehr Geld…

    • Logisch, und jeder will Optimieren. Dazu gehört auch Disney, die die macht haben, andere in die Pleite zu treiben. Aber ja, am Ende ist das halt einfach der Neo-Liberalismus, und den fröhnen ja die meisten.

      • Hallo John, ganz einfach: dann sollen die in den Kinos eben Sachen zeigen die nicht (mehr) bei den Streamern laufen: Retrospektiven , künstlerisch wertvollere Filme , OmUs und so weiter. Säle wieder verkleinern, oder noch besser mehr Körper- und Fußfreiheit d. h. weniger Sessel pro Saal , dafür bessere und bequemere Sitze vielleicht sogar a la TV-Sessel – Fläche bzw. Raumgrößen sind ja da muß man nur anders bestuhlen – und Kino hat wieder einen Mehrwert gegenüber Streaming. Dann gehen eben nicht mehr die Massen sondern die Scineasten ins Kino. Die bezahlen dann gern auch mehr für eine karte , ähnlich wie Leute ja trotz Tidal oder Spotify in einen Konzertsaal oder di Oper gehen. Kino muß sich neu erfinden oder dichtmachen . So einfach ist das. Die Videotheken sind ja schon weg wegen Streaming. CD-Läden verkaufen wieder Vinyl und machen damit umsatz den ihnen kein Streamer wegnimmt. Köpfchen statt jaulen .

        • Christian S. says:

          @Andreas: du hast die Weiterentwicklung der Kinos die letzten Jahre wohl verpasst?

          Kinobetreiber haben immens investiert & sich weiterentwickelt. Große Kinosäle wurden durch gemütliche kleine Lounges ersetzt.
          Es werden Konzerte, Sportveranstaltungen, Opern, Dokumentationen gezeigt.
          OmU.
          Aktionen wie Zurück in die Zukunft Tag, 80er/ Action/ SciFi/ Romantik Classics.
          Sogar Netflix- Serien als Eventprogrammierung!

          Tatsächlich geht es (noch?) nicht ohne die großen Filmverleiher.
          Wie jeder Vertragspartner haben auch Kinos das Recht, sich gegen die schlechteren Bedingungen zu wehren.

    • Wow! Und Applaus! Er hat endlich erkannt wie die Welt funktioniert.

  3. Die Kinos die es gezeigt haben waren leer ? Hier wird nur eine Monopol Stellung verteidigt ? Kann nur für Deutschland sprechen, die wurden von wem die letzten Monate über Wasser gehalten und noch, gegen wen führen die gerade Krieg ? Wer Kunden nach x Monaten so behandelt sollte wirklich besser gehen

    • Welches Monopol meinst Du? Das Monopol von tausenden unabhängigen Kinos? Das wäre dann eher ein Kartell, also eine Verschwörung…

      Gegen wen sollen die Kinos denn Krieg führen? Etwa gegen die Zuschauer? Wenn dann gegen die Filmstudios, die wie Disney die Verwertungskette in Frage stellen.
      Das Hauptproblem der Kinos ist, dass sie die letzten x Monate keine Kunden hatten.

      • Letztlich führen die Kinos Krieg gegen die Zuschauer, so wie sie das schon sehr lange tun. Der Unterschied ist, dass sie jetzt nicht mehr die Studios im Rücken haben. Die sogenannte Verwertungskette ist schon immer ein Werkzeug zur Gängelung der Zuschauer gewesen, mit dem Ziel diese in die Kinos zu zwingen, wenn sie einen Film zeitnah nach Veröffentlichung sehen wollen.

        Als die Alternative für die Studios VHS, DVD oder Bluray hieß und leicht zu kopieren oder gebraucht weiterzuverkaufen war, haben die Studios selbst noch ein Interesse gehabt, die Zuschauer in die Kinos zu zwingen. Beim Streaming brauchen sie die Kinos nicht mehr als Vehikel, um die Nutzung bei der Erstverwertung zu limitieren – und viele Zuschauer haben auch gar keine Lust mehr auf Kinos. Das ist für die Kinos natürlich blöd, aber Kutschenbauer und Hufschmiede fanden das Auto vermutlich auch ziemlich blöd.

  4. Mr. Cloud says:

    Die Kinobetreiber wissen ganz genau, daß sie gegen die Streaming-Dienste nur eine Chance haben: sie müssen sich anders positionieren. Die Filme werden nicht besser oder nicht schlechter, wenn man sie auf einer großen Leinwand anschaut. Die Idee, man schaut sich einen Film zuerst im Kino an und dann später nochmal zu Hause, ist veraltet und albern. Die Zeiten sind vorbei. Gefragt sind jetzt helle Köpfe, die aus einem Kinosaal einen Eventort machen. Nur einen Film zeigen, bringt keine Kunden mehr.

    • Sicher, ein Eventort.
      Vor dem 2 1/2 Stunden Film erstmal noch 2 Stunden Tanzen und Singen, oder wie?

      Das Event ist doch immer noch der Film. Viele Kinos haben in den letzten Jahren ordentlich reingebuttert.
      Neue Projektoren, für 3D Geld rausgeworfen und dann haben die Studios nach Avatar nur noch 3D Schrott produziert, der den Aufpreis nicht wert war. Liegesitze, neuester Surround Sound, Online Buchung mit Platzwahl usw.
      Ich finde, Kinos sollten sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren.

      Bisher war das ja eine Symbiose von Produzenten, Kinobetreibern und dem Nachgeschäft früher mit DVD/Bluray, heute Streaming.

      Und wie schon angesprochen, am Tag nach dem Streaming Release kann man jeden Film kostenlos irgendwo illegal abgreifen.

      Alles an der Verwertungskette Kino eingesparte Geld wird eh nicht an den Kunden weitergegeben und nach und nach sind die Budgets für teure Produktionen auch nicht mehr da, ob das ein Gewinn für irgendwen ist?

    • Sicher nicht, ich will kein Event, genauso wie Fussball kein Event sein soll, soll auch der Film kein Event sein. Und doch, eine grosse Leinwand, und guter Sound in einem schönen Saal, genau das ist Kino und macht praktisch jeden Film besser. Ich will kein 6D Sitz der einem noch den hintern Putz oder eine tonne Nachos reindrücken. Zum Glück laufen die Kinos gar nicht so schlecht wie immer gesagt wird und zum Glück gibts genügend Kinos die Marvel und Disney auch gar nicht benötigen.

    • Nein, ist es nicht. Filme im Kino auf grosser Leinwand sind immer was anderes, als zu Hause vor dem TV. Wird nie veraltet und nie albern sein. Pandemie hin oder her.

  5. NanoPolymer says:

    Ja find ich richtig gut das sie vorschlagen das wir lieber doppelt bezahlen sollen.
    Hab da gerade nicht so richtig Mitgefühl fürs Kino.

    Mich haben die aber schon lange vor den ganzen Streaming Plattformen verloren. Liegt aber an beiden. Kino schlecht und Filme geben keinen Grund fürs Kino.

  6. Für mich war es ein Riesen Luxus den Film mit dem VIP Zugang zu schauen.

    Auf dem heimischen TV, bequem auf der Couch. Snacks und Getränke griffbereit und dafür habe ich keine utopische Summe bezahlt!

    Die 22€ sind auch völlig I.O.
    Wenn ich das so gegen rechne, 15€ das Ticket im Kino, eine Anfahrt von ca. 5€, dann Getränke und Snack für über 8€ pro Person.

    Sorry aber das lohnt sich für mich jetzt nicht.

    • Dafür fahrt zum Supermarkt, Kauf von Snacks und Getränken und fahrt nach Hause. Wüsste mal da gerne die Rechnung. 😉

      • Ja. Weil er fährt ja nur zum Supermarkt und nach Hause um sich den Film anzusehen. Sorry, aber dafür brauch ich keine Rechnung. Da weiss ich, dass die Blödsinn wäre.

    • Der TV, die Surroundankage und die Wohnung/das Haus um die Couch drumherum waren kostenlos?
      Und man kann wohl geteilter Meinung sein, dass das Minibild im TV Luxus sei.

      • christoph says:

        Deswegen ist es doch so schön, dass man sich aussuchen kann den Film im Kino zu schauen oder zu Hause. So sollte es meiner Meinung nach auch sein. Ich als Kunde darf mir aussuchen, ob ich einen Film im Kino oder eben zu Hause genießen möchte. Sowas sollte grundsätzlich möglich sein und keine Ausnahme mehr darstellen.

        • Bin da deiner Meinung. Ich mein, wenn ich die Geiz-Rechnung von rk lese wird mir schlecht.
          Bei Familien sieht die Sache da anders aus. Mann, Frau plus 2 Kinder, da geht für einen schönen Kino-Abend schnell 70-80€ weg (die deutsch-typischen [sorry] Kalkulationen ala Spritkosten, Reifenabnützung, Stundenlohn, Zahnpastaabgabe für After-Popcorn, usw… lasse ich da mal weg).

          Für meine Freundin und mich lohnt es sich tatsächlich ins Kino zu gehen, weil wir mehr oder weniger jedes mal einen „Event“ daraus machen. Manchmal gehen wir davor ein wenig shoppen, oder etwas essen, spielen Mini-Golf, treffen uns mit Freunden und gehen zum Abschluss mit Vorfreude ins Kino.

      • Hat er das alles für diesen einen Marver Film angeschafft oder wie? Ist er aus seinem Karton ausgezogen, hat sich ein Haus/Wohnung und TV und Surround Anlage gekauft um Black Widow anzusehen?? Ernsthaft. Denkt doch mal ein bisschen nach, bevor Ihr solchen Schwachsinn postet.

    • Immer diese Milchmädchenrechnung mit Anfahrt und Snacks. Bekommst du ne Rundfahrt beim Streaming aufs Haus? Oder gratis Snacks geliefert? Rechne doch gleich auch noch den gesparten Waschmaschinen- und Trockner- sowie Bügeleinsatz gegen, denn du musstest dich ja nicht für außer Haus aufbrezeln, dann bekommst du eigentlich sogar noch was zurück!
      Und nicht jeder ist Ticketpreise von 15€ gewohnt, hier ist das eigentlich immer noch unterhalb von 10 …
      Für mich sind 22€ für einen Film überzogen und unverschämt.
      Und auch die 50% Anteil, die Disney mutmaßlich von den Kinos verlangt, zusätzlich zu den ganzen Restriktionen/Vorschriften, sind einfach unverschämt. Big Player und so, gefühlt kommt fast alles große von denen, ja – aber das sollte man nicht unterstützen.

      • Oettinger says:

        Das ist sicher nicht unverschämt für einen Film. Vor allem mit dem Hintergrund, dass x Personen vor dem heimischen Fernseher sitzen können.
        Wenn du das Pech hast (wie ich) nur alleine zu schauen und damit zu zahlen dann ist das eher dein/unser persönliches Ding.

        Mir persönlich sind die 22€ auch zu viel, ich warte stattdessen einfach. Aber unverschämt ist das damit eher nicht.

      • Und wieder ein Schwachsinnskommentar. Wenn Du einen Film im Kino sehen willst, kommen Kosten auf Dich zu. Und wenn es nu das Ticket und die Anreise ist. Unter 10 € bist Du da selten. Und wie schon erwähnt, Disney will an dem Streifen verdienen und sich nicht das Kinogeschäft kapputt machen, wegen Geizkrägen, die erwarten, dass man ihnen alles für lau nachwerfen muss. Der Stream war ein Zusatzangebot, für die, die aus welchen Gründen auch immer, nicht ins Kino wollen. Der Preis muss sich für beide lohnen. Für die einen lohnt es sich und schlagen zu und nehmen den Luxus war sich den Film zu Hause anzusehen, anstatt ins Kino zu fahren, die anderen maulen rum, wie unverschämt teuer das ganze doch ist und merken nicht, wie sie sich zum Affen machen.

        • Dann viel Spaß in deinem aktuell noch optionalen, absehbar dann aber je Studio ein Abo plus Draufzahlen je Film Streaming-Paradies, wo man wegen „Heimkino“ für alles selbst sorgen darf und muss. Ich hab auch ne entsprechende Ausstattung wie Beamer, Mehrkanal-Receiver und Blubb, aber 22 Euro für einen womöglich sogar langweiligen Film lege ich nicht auf den digitalen Tresen.

          Ach, und das hat auch nichts mit Geizkragen zu tun, wenn ein Zulieferer plötzlich Ambitionen an den Tag legt, seine Ware von jetzt an am liebsten selbst und zum 2.5 fachen Preis anzubieten und die bisherige Kette langsam raus zu bugsieren.

          Anfahrt und Co gehören nach wie vor nicht in die Rechnung. Das du eine Strecke x vom Kino entfernt wohnst und damit dann erst mal Unkosten y hast, dafür kann weder das Kino noch Disney was, gehört demnach auch nicht in den Kostenvergleich pro Streaming, um sich die Summe schön zu reden.

          • Musst Du ja auch nicht. Kannst auch ins Kino gehen (und siehst es für die Hälfte wenn Du es schlau anstellst), so wie ichs gemacht habe. Wobei, ich bin am Freitag rein und wir haben zu dritt 46 € bezahlt (und haben sogar davor noch was im Kino gegessen), einfach weil wir es an dem Tag sehen wollten und uns die paar Euro egal waren. Was Disney betrifft, die hätten die Kinos noch viel mehr rausbugsiert, wenn sie die Wunschpreise (10 € oder weniger) von einigen Geizkragen hier verlangt hätten. Eine gewisse Kostengrenze muss da sein, um das Kino nicht ganz zu untergraben. Und doch, da ich mich nicht zum Kino beamen kann, gehört sowas wie die Anfahrt und der generelle Aufwand das Haus zu verlassen, zum Kinobesuch und der Rechnung dazu. Kann man alles umgehen, wenn man es zu Hause streamt. Das muss einem halt was Wert sein oder man lässt es sein. Und da muss man sich auch nichts schön reden, sondern es reicht einfach mal alle Seiten zu betrachten.

        • Eigentlich hätte man dir schon gar nicht erst antworten sollen.
          Schwachsinnskommentar – nö
          Geizkragen – nö
          für lau – nö
          zum Affen machen – nö
          Ein einziger Fail, aber ok, solche muss es ja auch geben.

          • Doch. Alles ja. Dein Kommentar war Schwachsinn. Steh doch einfach dazu. Du heulst hier rum, weil sie Dir den Film nicht gratis nachwerfen. Das ist das Fail hier.

            • Da du nicht aufhörst mit haltlosen Unterstellungen wie „für lau nachwerfen“ etc., gleichzeitig auf „alle Seiten betrachten“ pochst, selbst aber nicht mal ansatzweise den Tellerrand siehst, ist das für mich hier beendet. Nur, weil man Preis X nicht bereit ist zu zahlen, ist man kein „will alles für lau“ Geizkragen. DAS ist Schwachsinn. Aber Glashaus und Steine und so, nech? Disney kriegt den Hals nicht voll, will immer mehr und mehr von den Kinobetreibern, nun auch noch von den Disney+ Abonnenten (bin ich übrigens auch), und die Leute freuen sich alle und sagen „toll, so günstig“. Ist ja wie bei Apple …

              • Jaja. Getroffene Hunde heule am meisten. Es bleibt dabei. Disney will das Kinogeschäft nicht komplett ruinieren und hat deswegen einen Preis gewählt, der hoch genug ist, dass nicht alle zu Hause streamen, aber auch nicht so hoch ist, dass keiner zu Hause streamt. Auf welcher Seite Du liegst ist Deine Sache. Es gibt auf jeden Fall kein Recht auf günstige Streams, auch nicht als Disney+ Kunde.

                • Ich bin für höhere Preise für die VIP-Streamer.
                  Die gucken ja zumeist zu mehreren Personen damit Sie sparen.
                  Diese Geizkragen.

            • Finde es immer klasse was eine Diskussionskuktur in Deutschland herrscht. Was wollt ihr Verteidiger des Kinos denn machen? Mich zwingen ins Kino zu gehen? Nix für ungut aber in der fall regelt der Markt wie sich das entwickelt. Hier können alle sich noch so aufführen wie Rumpelstilzchen. Ob und was ich wo und wann gucke entscheidet immer noch der Kunde. Will ich den Kunden erreichen muss ich was ändern. Mache ich das nicht, verliere ich. Das ist mit allem so im Leben. Aber beschimpft euch mal weiter. In der Zeit wird sich das von alleine entscheiden.

              • Natürlich nicht. Nur solltest Du von Dir nicht auf andere schliessen. Nur weil Dich ein Kino nicht interessiert, heisst das ja nicht, dass das allen anderen auch so geht. Wenn Du selber nicht ins Kino gehst, wie willst Du denn wissen, wie leer oder wie voll die Kinos sind?? Ich gehe regelmässig ins Kino und die Sääle sind immer gut gefüllt, egal ob Wochenende oder unter der Woche.

                • Wie war das? Du sollst nicht von dir auf andere schließen. Vielleicht erst mal an die eigene Nase packen. Hier sind sie leer und ein von 3 Kinos haben schon zu weil sie sich nich anpassen. Ich liebe immer diese Besserwisser die keine andere Meinung akzeptieren können. Dann freu dich halt das es immer schön voll ist. Mal sehen wie lange noch. Also hör auf hier rumzustenkern und erfreue dich an deinem vollen Kino solange es noch geht.

                • Offensichtlich geht den Kinobetreibern selbst ja gerade der Allerwerteste mächtig auf Grundeis, sonst würden sie ja nicht diesen Zwergenaufstand proben.

                  Die werden schon ziemlich genau wissen, dass ein Teil ihrer Kunden die Filme lieber Zuhause sehen würden und dass die übrig gebliebenen Kinofans den Laden nicht am Laufen halten können.

  7. Wäre mal interessant zu erfahren wie viele Zuschauer Disney erreicht hat, die definitiv nicht ins Kino gegangen wären. Ich wäre z.B. in dieser Gruppe.

  8. Die Kinos haben nichts verstanden….
    Die Konsumenten gehen heute nicht mehr ins Kino und geben hinter nochmal Geld für den (einzelnen) Film im Heimkino aus.
    Wer kauft denn noch DVDs und Blu-Rays? Es gibt Sammler und Fans, aber die breite Masse ist das nicht mehr.

    Und die Kinobetreiber verstehen auch nicht, das Disney eben die Filme nicht mehr klassisch fürs Heimkino rausbringen wird,
    sondern eben in Disney+.
    Das spart Disney ebenfalls eine Menge Geld, weil Herstellung der Medien, deren Vertrieb und Marketing wegfallen.

    • Christian S. says:

      Dir ist aber schon klar, dass der Disney Konzern hier eine Monopolstellung hat?

      Wenn Apple sowas machen würde, eijeijei, was wäre hier in den Kommentaren los.

      • Welches Monopol bitte? Disney ist einer von vielen Filmanbietern und hat bestimmte Exklusivlizenzen (Marvel, Star Wars, …). Dadurch hat Disney einige gute USPs, aber das ist noch kein Monopol.
        Ich bin echt kein Freund von solchen Aktionen und mir ist es wichtig, dass es weiter Kinos gibt. Aber Monopol ist es keines.

        • Christian S. says:

          @Kai
          „ Die zu den Major-Studios gehörenden Walt Disney Studios sind das mit Abstand größte Filmunternehmen der Welt bei einem Marktanteil von über 33 Prozent im Jahr 2019.“ (Wikipedia)
          Wenn du mit Abstand ein Drittel der Kinolandschaft dominierst hast du faktisch ein Monopol.

          • Oettinger says:

            Das ist genauso wenig ein Monopol wie Amazon eines hat.
            Immense Marktmacht, ja – aber das ist eben trotzdem ein deutlicher Unterschied.

            • Christian S. says:

              @Oettinger
              Ach nein?
              Wirtschaftswissenschaftler sehen das anders.
              Stichwort „Quasimonopol“.

              • Oettinger says:

                Naja, ohne jetzt zu kleinlich wirken zu wollen ist ein Quasi-Monopol immer noch kein Monopol.
                Ob ab 33% Wirtschaftswissenschaftler schon von einem Quasi-Monopol reden weiß ich nicht, kommt mir aber ein bisschen zu wenig dafür vor.
                Im Wiki Artikel wird Microsoft als Beispiel genannt (mit Windows/Office am PC), da geht es dann auch um sehr deutlich höhere Marktanteile.

                Generell bin ich aber über die Kaufsucht von Disney auch nicht gerade glücklich und frage mich öfter warum manches von den Kartellwächtern trotzdem noch durchgewunken wird.

                • Christian S. says:

                  Apple bspw. hat in Europa etwa 30% Marktanteile, Android 68%.
                  Apple bekommt eine Monopol- Untersuchung, weil der AppStore eine marktbeherrschende Stellung habe.
                  Hier verstehe ich es nicht wirklich, weil „nur“ der iOS User betroffen ist das alternative Ökosystem auch noch fast doppelt so groß ist.
                  Auf der anderen Seite räumt man Apple dennoch eine derartige Marktmacht ein, das Anbieter nicht am AppStore vorbei kommen.

      • Marktbeherrschende Stellung und/oder Oligopol aber kein Monopol.

    • Ja, leider legt die breite Masse keinen Wert mehr auf Qualität. Wenn ich schon bspw. den Begriff Soundbar höre, kräuseln sich mir die Ohren. Auch kein Wunder, dass fast nur noch Spinoffs, Prequels, und Sequel Nr. 5.336 gezeigt werden. Immer weiter Masse statt Klasse, denn die endlose Zahl an Contentanbietern muss ja ihre Streamingplattformen vollstopfen, denn da zählt ja auch nur Masse statt Klasse.

      • Gunar Gürgens says:

        Exakt. Der letzte Film dieser Art, den ich geschaut habe war der letzte Star Wars und auch nur, weil ich danach mit meinen Kollegen noch einen heben gegangen bin.
        Irgendwie ist mir das alles was diese Konzerne rausbringen einfach viel zu austauschbar. Marvel habe ich noch nie im Kino gesehen, Star Trek wird konsumiert werden, weil Fan Boy und Star Wars hat mich ziemlich enttäuscht. Da eventuell, wenn dieses neue Zeitalter abgehandelt wird.
        Um ehrlich zu sein schaue ich das Zeug dann lieber in Ruhe auf der Couch.
        Ach und Tarantino natürlich, weil Fan Boy 😀

    • Whiskyfire says:

      Ich habe den Film mit Freunden im Kino gesehen. Ich war selber überrascht wie voll das Kino war. An allen Verkaufsstellen waren Schlangen. Unser Saal war auch relativ voll – nach dem aktuellen Hygieneplan.
      Vielleicht wissen noch nicht alle Konsumenten, dass sie eigentlich nicht mehr ins Kino gehen?

    • Ich glaube Du hast nichts verstanden. Ich war noch nie alleine im Kino bei einem Film. Die Konsumenten gehen also doch noch ins Kino. Ob sie danach die BR kaufen oder auf Free TV bzw. Streaming warten, weiss ich nicht (ich persönlich kaufe die Filme die mir gefallen weiterhin als BR, allerdings warte ich meist, bis die BR unter 10 € sind… direkt bei erscheinen kaufe ich schon lange nichts mehr). Kann dem Kino aber auch egal sein, da es das Kino Klientel immer noch gibt und sie die Zweitverwertung sowieso nicht betrifft.

  9. Kino ist heute auch einfach kein Event mehr. Einen großen Bildschirm und guten Sound hat mittlerweile auch jeder zu Hause (oder legt sowieso keinen Wert auf Klang).Im schlimmsten Fall sitzt man im Kino auch noch neben irgendwelchen Asis, die den ganzen Film über am Handy hängen oder rumlabern. Und dafür zahlt man dann noch übertrieben viel Geld. Nein, danke.

    • Einen großen Bildschirm und guten Sound hat mit Sicherheit nicht jeder zu Hause.
      Und schon gar nicht vergleichbar mit dem Kino.
      Wie kommt man auf so abstruse Generalisierungen?

  10. Die sollen mal aufhören zu jammern. Solange laut mampfende und schlürfende Menschen im Kino sitzen, hat das für mich keinerlei Vorteile, außer dass man den Film zu einem früheren Zeitpunkt sehen kann. Wer Filme unbedingt auf der großen Leinwand sehen möchte, macht das. Mir reicht es, mit Ausnahme weniger Filme, zu Hause. Die Kinos haben sich selbst überlebt. Ist ähnlich wie der Vergleich von Online-Shopping und im stationären Handel zu kaufen (inkl. Parkplatz suchen und zahlen). Entweder sie (die Kinos) lassen sich was einfallen oder sie sind halt weg vom Fenster. Essen und trinken kann ich zu Hause günstiger.

    • Abgesehen davon, dass man den Film im Kino eben nicht zwischen Original und Synchro umschalten kann. Die OV gibt es nicht überall.

    • Sehe ich ähnlich. Dem Streaming gehört die Zukunft. Kino ist out. Und wer noch vom gemeinschaftlichen Erleben spricht, meint wohl das gemeinsame laute Gemurmel während der Film läuft und das ebenso laute Verzehren überteuerter Nahrungsmittel.

      • Also ich weiss nicht in was für Kinos Ihr alle so geht. Bei den meisten Filmen, die ich so die letzten Jahre gesehen habe, war während dem Film Ruhe. Mal abgesehen von der Fresserei. Aber auch da hatte ich selten störende Fresser direkt um mich.

        • Bin ich auch der Meinung. Die Leute haben dazu gelernt. Vor 15 Jahren als ich 16 war klingelte dauernd Nen Handy in ner Vorstellung, oder es gab Jugendgruppen die lautstark flaxen gemacht haben.oder Nen paar dass sich unterhalten hat.

          In den letzten Jahren habe ich das nur selten erlebt. Die Leute wissen mitlerweile wie man sich im Kino verhält.

          Ausnahmen sind Premieren. Da wird während des Films auch mal lautstark gefeiert. Aber bei ner Premiere geht es ja auch weniger um den Film sondern eher um die schaffenden.

    • Ihr habt aber auch immer ganz komische Kinos.
      Die angesprochene Problematik erlebe ich eher selten.

  11. Und hier sehen sie eine aussterbende Branche, die mit Händen und Füßen zappelt und flennt.
    Wer so eine Aussage raushaut nachdem sie über ein Jahr keine nennenswerten Konzepte oder Ideen zutage gebracht haben, um dem drohenden Untergang Einhalt zu gebieten, dem kann ich nur danke für viele schöne Stunden wünschen.
    Es war schön, ich behalte euch in guter Erinnerung.
    Streaming ist die Zukunft, Kino wird die Ausnahme sein.
    Gewinn macht damit keiner mehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven

  12. Leute, jetzt versetzt euch mal in einen Kinobeteiber, bevor ihr behauptet, dass die nichts verstehen würden…
    Hier stehen Existenzen am Spiel, deshalb verstehe ich hier jegliche Argumentation gegen dieses Geschäftsmodell.
    Aber: das wird nichts ändern, das Ende des Kinos wurde oft vorhergesagt und bisher haben die Kinos getrotzt. Dieses Mal wird aber den Weg des Kinos in die Nische nichts aufhalten können. ..

  13. Sebastian says:

    Ich hätte den Film echt gerne im Kino gesehen. Ich finde Kino ist noch was anderes als Streaming zuhause. Leider wird der Film aus oben genannten Gründen bei uns nicht vorgeführt. Irgendwie haben dadurch alle verloren..

  14. Christian S. says:

    Zitat „ Im Kino entfällt natürlich ein erheblicher Teil auf die Kinobetreiber, die den Film zeigen.“

    Mal mit einem Kinobetreiber unterhalten, was Disney als Quasimonopolist so verlangt?
    Schon gewusst, dass „Freikarten“ nicht mehr erlaubt sind? Früher konnte man pro Film x Freikarten vergeben für Mitarbeiter, Freunde, aus Kulanz, …
    Theoretisch müsste sogar jeder Mitarbeiter, der einen Film sehen will, zahlen.

    • Ist schon recht so. Warum sollten Freunde von Kinomitarbeitern Gratis Tickets bekommen?? Und wenn Plätze weggenommen werden, die nicht mehr verkauft werden können, sollte dafür bezahlt werden.

      • Christian S. says:

        @PS: du hast also keine Freunde im Kino arbeiten, die dich mal eingeladen haben? 🙂

        Spaß bei Seite.
        „Früher“ war es Gang und Gäbe, dass man zu einem Film ein gewisses Kontingent an Freikarten hatte. Das wurde hauptsächlich dazu genutzt, damit Angestellte des Kinos sich den Film anschauen konnten.
        Auch gab man mal Freikarten bei Werbeaktionen raus; gab Karten auf Kulanz an Kunden, die unzufrieden mit einem vorherigen Film, dem Popcorn, … waren; Stempelkartensystem = bei 10 Filmen einen gratis, usw.

        „Freikarten“ sind keine im üblichen Sinne mehr, sondern zu Lasten vom Betreiber oder einem Sponsor (bspw. lokaler Radiosender) voll bezahlte Karten.

        Rate mal, wer einer der ersten Filmverleiher war, der diese abgeschafft hat?
        Genau. Disney.

        • Und jetzt? Böses Disney oder was? Ist ja kein Wohltätigkeitsverein, sondern Geschäft. Dieses Freikartenspiel gehört sowieso abgeschafft. In jeglicher Hinsicht. Warum soll jemand was gratis bekommen, nur weil er jemanden im Kino kennt? Bekommt ja auch keiner ein Gratis-Auto, nur weil er einen Autverkäufer kennt. 😉 Werbeaktionen und Rabattsysteme gibts ja weiterhin. Und ich denke, wenn ein Film läuft, können auch weiterhin Mitarbeiter auf einen unverkauften Sitz am Rand sitzen. Bekommt ja niemand mit.

          • Christian S. says:

            Freut mich für dich, dass du wirtschaftlich so aufgestellt bist, dass du für Freikarten oder sonstige kleine Zugaben keine Empathie empfindest. ❤️

            Der Vergleich mit dem Autohändler hinkt, merkst du selbst? Immerhin bekommt man bei einem Freund mal ein paar % mehr Abzug oder kostenlose Beigaben/ Upgrades.
            Als Gegner dieser Zuwendungen bist du sicherlich gern gesehener Gast im Autohaus. 😉

            Rabattsysteme gibt es noch, ja, einige große Studios verbieten das jedoch mittlerweile für ihre Filme.

            „Bekommt ja niemand mit“. Nein? Tatsächlich haben vor Corona Testbesuche der Studios stattgefunden.

            Es erwartet ja keiner, dass ein Filmverleiher 500 Freikarten springen lässt.
            Und das Kinoangestellte die gesamte Verwandtschaft einladen auch nicht, das war schon immer beschränkt.
            Tatsächlich zahlt der Kinobetreiber heutzutage für seinen Mitarbeiter, der kostenlos schauen darf, dessen Anteil.

            Letztlich geht es ja auch nicht um die Freikarten, sondern darum, wie Filmverleiher/ Studios mit ihren Geschäftspartnern umgehen.
            Da du für das Thema offensichtlich nicht sensibel bist, lassen wir die Diskussion.

            Bleib Gesund!

            • Ja. Seh ich keinen Sinn darin. Vitamin B und so. Warum soll das korrekt/nötig sein?

              Wieso hinkts? Ich kenn wen und will einen Vorteil dadurch? Warum? Mit welcher Berechtigung?

              Das Rabattsysteme verboten wird, bezweifle ich stark. In den Cineplexx Kinos in Österreich gibts die Moviecard, womit es Eintrittskarten günstiger gibt und nach erreichen einer gewissen Punkteanzahl weitere Vergünstigungen. Mir nicht bekannt, dass das irgend ein Studio unterbunden hätte.

              So, und wie machen die das? Bei jedem Fragen ob die ein Ticket haben? Ich denke, die haben wichtigeres zu tun.

              Na also. Dann gibts ja doch für den Konsumenten ja doch noch was günstiger. Irgend wer zahlt immerdrauf. Warum soll ein Filmstudio drauf zahlen, weil ein Kartenabreisser Freunde hat, die er einen Film gratis anschauen lassen will?

              Wenn die Filmverleiher/Studios keine Filme machen, haben die Kinos nichts zum zeigen. Die sitzen halt mal am längeren Hebel und würden zur Not ev. auch ohne Kinos auskommen.

              Nicht sensibel? Ich teile einfach nicht Deine Meinung, dass irgendwer was gratis bekommen müsste. Das ist alles.

  15. Was die Kinos als Mehrwert (soziales Erlebnis) verkaufen wollen empfinde ich als Hauptgrund überhaupt nicht mehr ins Kino zu gehen. Das Verhalten des Publikums dort ist in den letzten 10 Jahren massiv den Bach runtergegangen.

  16. Ich finde es schön wenn man zu Hause ein Event draus macht. Man kann pausieren und den Film nebenbei kommentieren ohne andere zu stören.

    ich würde sagen, jeder kann das für sich beste Angebot wählen. Das is eher ein nebeneinander das sich ergänzt.

    Das is die gleiche schlechte Rechnung wie, jeder kauft ein Spiel, der eine Kopie kostenlos läd oder jeder wäre ins Kino gegangen der den Film als Rip läd.

    • „… und den Film nebenbei kommentieren.“

      Hat meine Oma früher immer gemacht und zwar 90 Minuten lang. Ich habe sie dafür gehasst. Warum macht man so etwas? Nur am Quasseln und dadurch den weiteren Verlauf des Films verpassen. Dann aber doof fragen, was grad war.

      Ich werde es nie verstehen…

      • Ja. Also Film kommentieren brauch ich auch nicht. Licht aus und Fresse halten, bis der Film zu Ende und das Licht wieder an ist. Alles andere braucht niemand.

  17. Also bei uns wird Black Widow genau 2x am Tag in OV gezeigt.
    Für 2 Erwachsene sind das dann 30,58 Euro! 13,90 pro Ticket und 1,39 Vorverkaufsgebühr pro Ticket.
    Das liegt nicht nur am Streaming wenn die Leute nicht mehr ins Kino gehen…

    • Oettinger says:

      Weil es oben um unverschämt ging – diese Vorverkaufsgebühr fand ich schon immer so was von unverschämt.
      Da kaufe ich etwas digital und musste (beim Cinestar bis vor nicht sooo langer Zeit) mein Ticket selber ausdrucken und zahle dafür noch extra Geld.
      Am Schalter sitzt jemand der dafür Lohn bekommt, der Betreiber druckt das Ticket aus – theoretisch wäre da die Gebühr fast sinnvoller 😉

      Aber für mich persönlich kein Beinbruch, einfach reservieren und 30 Min vor Filmstart mein Ticket holen. Eine Mischung aus beiden Möglichkeiten, die kein extra Geld kostet.
      Setze ich mich eben noch kurz hin und lese oder unterhalte mich.

    • Das sind aber 3d Preise.
      2d Filme kosten nicht so viel.
      Da vergleichst du Äpfel mit birnen.

      Und 3d Fernseher sind leider ausgestorben.

    • Dann frag dich mal wer den Großteil abbekommt und nicht genug bekommt.

  18. Das hierzulande Kinos tatsächlich einen der am meist erwarteten Filme boykottiert und dann mit dem Finger auf Disney+ zeigt setzt für mich dem ganzen die Krone der Unverschämtheit auf. Wo leben die Betreiber eigentlich? Deren Gejammer kann ich schon lange nicht mehr nachvollziehen. Kino ist für viele längst kein „Erlebnis“ mehr. Ich für mein Teil nehme die Angebote der Studios dankend an und streame lieber.

    Aber jedem sein Feindbild. Klar ist doch, wer ins Kino will, geht ins Kino. Die illegalen sind der Feind. Nicht die Studios.

  19. Viele hier nennen die Kosten und Asis als Gründe gegen das Kino. Wahrscheinlich zieht ein Technik-Blog nicht die Zielgruppe Kino an.
    Kino ist teuer, da lässt sich nicht diskutieren. Diese Asis habe ich noch ganz selten erlebt, für mich sind das nervige Einzelfälle. Aber was ist mit dem ganzen Drumherum beim Kino? Ich rede gar nicht von „Event“, aber ins Kino gehe ich mit Freunden, ich unterhalte mich hinterher lange über den Film (auch schlechte Marvels!), Bild und Klang im Kino lassen echte Immersion zu, wir trinken hinterher noch ein Bierchen, gehen vorher vielleicht essen, zum Film gibt es viel besseres Popcorn als zu Hause (ja, ich weiß: teurer!).
    Kino aufgrund von Streaming-Anbietern und Flatscreens als überflüssig zu bezeichnen ist wie eine gute TK-Pizza zu Hause gegenüber einem Abend beim Italiener mit Freunden und leckerem Wein. Beides hat seine Berechtigung, es gibt da (wie fast immer) kein Schwarz und Weiß.

  20. Was Disney da vor hat, mag für einen Blockbuster auch funktionieren, ABER was passiert mit den etwas kleineren Werken. Ich als Kinobetreiber würde bei so einer Taktik nichts mehr von Disney zeigen. Meistens werden die Blockbuster mit schlechteren Filmen im Bundle verkauft und der Kinobetreiber muss alle Filme von diesem Bundle zeigen. Wenn man jetzt aber diese Blockbuster nicht zum Querfinanzieren nutzen kann, wird es nur noch ein Minusgeschäft für die Kinobetreiber.

    Was mich aber noch viel mehr stört, die Qualität (Video-Bitrate und 3D-Audio) bleibt komplett auf der Strecke. Was Disney mit Disney+ abliefert ist alles andere als „toll“. Wenn Streaming alles ablösen soll, dann soll Streaming auch gefälligst die bestmögliche Qualität was Video und Audio betrifft abliefern. Man kann sich ja noch nicht mal für eine Disk-Version entscheiden und darauf bauen, die bestmöglich Qualität zu bekommen. Alles was Disney auf Scheibe rausbringt, ist genauso schlecht wie auf Disney+ oder nicht verfügbar (UHD-Version von verschieden Filmen fehlen, 3D-Audio gibt es nur im englischen Original). Bisher haben die Filmemacher an mir öfter an einem Film verdient. Die Qualität von Disney+ ist mir aber so zu schlecht, als dass ich noch nicht mal den VIP-Zugang kaufen würde und lieber 3 Monate warten würde, um den Film dann mit einem 1-Monats-Abo zu schauen.

    Ich hoffe, dass Disney damit auf die Nase fällt. Das Problem ist, die haben momentan noch so viel Zaster, dass das Geschäft drumherum kaputt gehen wird und man keinen Schritt zurück gehen kann. Schöne neue Filmwelt, die zu einem Spotify verkommt und nur noch Einheitsbrei servieren wird.

    • Aber streaming ist doch soviel moderner und besser.
      Viel besser als im Kino!!!! 1!!! /s

    • Streaming Dienste liefern die bestmögliche Qualität. 99% der Kunden reicht das. Dolby Atmos ist meist nur in der englischen Original Tonspur enthalten.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.