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Kindermarketing: vzbv, AOK und DANK fordern Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel

Photo by Patrick Fore on Unsplash

Es gibt eine neue Forderung, die sich unter anderem auf TV, Streaming und Radio zwischen 6 und 23 Uhr auswirken soll. Der AOK-Bundesverband, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) (gehört zu „Deutsche Diabetes Gesellschaft“) fordern zum Schutz von Kindern und Jugendlichen umfassende Werbebeschränkungen für ungesunde Lebensmittel.

Influencer-Werbung für Ungesundes sollte die Bundesregierung komplett untersagen, heißt es in dem nun veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier. Für TV, Streaming und Radio spricht sich das Bündnis für ein Werbeverbot zwischen 6 und 23 Uhr aus. Für Plakatwerbung sollte eine 100-Meter-Bannmeile im Umkreis von Kitas, Schulen und Spielplätzen gelten. Konkret nennt man TV, Radio,
Print, Kino, Online (einschließlich Social Media, Streaming- und Messenger-Dienste), In-Game-Advertising, In-App-Advertising, Produktplatzierungen, Außenwerbung, Werbung am Verkaufsort (POS), Direktmarketing, Eventmarketing sowie Sponsoring.

Gesunde Lebensmittel, die die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllen, sollen von den Verboten nicht betroffen sein, so das Positionspapier. SPD, Grüne und FDP hatten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit einem hohen Zucker-, Fett- und Salzgehalt einzuschränken.

Die Einhaltung der Vorgaben muss von staatlichen Institutionen kontrolliert werden, so die Unterzeichner. Eine ausreichende personelle und technische Ausstattung sowie rechtliche Befugnisse sind sicherzustellen. Bußgelder sollten eine abschreckende Höhe aufweisen. Eine Ombudsstelle für Hinweise durch Bürger und andere Marktteilnehmer auf mögliche Verstöße sollte geschaffen werden.

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