Kim Dotcom: „Ich glaube, die Daten bei Mega sind nicht mehr sicher“

Wir alle erinnern uns noch an den Hype rund um das von Kim Dotcom aus der Taufe gehobene Mega. Den Clouddienst, der schnell und sicher sein sollte. Alles Vergangenheit, wenn man den neusten Aussagen Glauben schenken möchte. In einer Interview-Runde mit Lesern von Slashdot geht es richtig zur Sache. Open Source-Befürworter und Hacker hatten Kritik darüber geäußert, dass das System nicht offen sei, Quellen nicht eingeschaut werden können.
mega

Die konkrete Frage an Kim Dotcom lautete: „Welche Aussage kann man den Nutzern geben, die behaupten, dass das Speichern auf Mega nicht sicher sei?“. Als Antwort gab Kim Dotcom zu Protokoll, dass er nichts mehr mit Mega zu tun habe. Das Unternehmen sei durch einen chinesischen Investor übernommen worden, der angeblich wegen Betruges gesucht wird. Mehrere Strohmänner hatten Aktien gekauft, das Unternehmen Mega sei so feindlich übernommen worden.

Die Anteile wurden dann aber von der Regierung Neuseelands beschlagnahmt. Deshalb und aus einer Vielzahl anderer vertraulicher Gründe gehe er davon aus, dass Mega nicht mehr sicher sei. Sein neuster Plan? Sein Wettbewerbsverbot läuft Ende des Jahres aus, dann möchte er einen Wettbewerber zu Mega erstellen – komplett Open Source und kostenfrei – ähnlich wie das Wikipedia-Modell. Man will so eine kostenlose, unbegrenzte und verschlüsselte Cloud-Lösung für jedermann realisieren, die sich durch Spenden aus der Community finanziert. Ob das was wird? 2016 wird es zeigen…

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

26 Kommentare

  1. Naja. Verfolgt man sein Tun auf Twitter, dann beschäftigt er sich mit Labern, Zocken, Fressen und Familie. Bis auf die Familie jedenfalls von allem zu viel.

  2. Hui, der Zug ging an mir vorbei. Er verlinkt aber immer noch von seiner Seite aus auf Mega. Gefühlt hat er den Laden erst aufgemacht und schon das nächste Projekt in den Startlöchern.
    Er fordert immer wieder Vertrauen für Projekte und 10 Minuten später hat er damit nichts mehr zu tun. Bin immer wieder fasziniert von seinem Treiben.

  3. Und ich bin fasziniert, dass diesem Labersack immer wieder scharenweise Leute auf den Leim gehen

  4. Es hat schon eine gewisse Würze, wenn King Kimble Kimperator Kim Tim Jim Vestor Dotcom, Herrscher des Kimperiums, über einen Investor schimpft, der wegen Betrugs gesucht sei. Wieso wird eigentlich niemals, nicht mal in einem Nebensatz, über die farbenfrohe Vergangenheit von Schmitz berichtet … z.B. dass er selbst wegen Betrugs verurteilt wurde?

  5. Herr Hauser says:

    Immer noch nicht ausgeliefert? Wie lange den noch?

  6. Na toll… jetzt habe ich alles dort liegen! Wieder zurück zu Dropbox? Dort sind meine Daten zu 100% Wahrscheinlichkeit nicht sicher… Hat jemand einen Geheimtipp?

  7. Mega ist meine LieblingsCloud. Das Synchronisieren zwischen PCs läuft für mich perfekt und schnell. Nun kommt diese Meldung und versaut mir den Tag, oder besser gleich die ganze Woche. Wer will denn freiwillig zu den anderen lahmen, unsicheren Abzockerclouds? Gibt es denn nichts auf der Welt was mal wirklich für ein paar Jahre rund läuft.

  8. Hier ist der Geheimtip: Externe Festplatte..

  9. Torsten, Geheimtipp wohl nicht, aber owncloud liegt als source vor, da kannst du überprüfen, ob nichts eingebaut ist.
    Ansonsten, wichtige Dateien nicht in die Cloud legen, oder encrypten mit etwas was du vertraust.

  10. @zosh
    da bist du nicht der einzige, diese Nachricht kann jemanden wirklichen Tag ruinieren 🙁
    Vorallem wenn man wenig upload bandbreite hat und die ganzen Daten erstmal runter laden muss um dann woanders hinzuziehen.

  11. Synology Diskstation …. mein Tipp !
    Ein mal Geld in die Hand nehmen und für Jaahhrrree ist Ruhe im Karton.
    Funktioniert einwandfrei .

  12. Ich kenne tatsächlich Leute, die haben da massig Daten berufswegen. Diese Leute arbeiten zum Teil selbständig in der IT. Habe damals mal nachgefragt. Antwort war, es sei schnell, ausreichend Platz und doch recht sicher.
    Schätze, nächstes Jahr beginnt dann die Wiederholung der Mega Reality Soap.

    Auch wenn es einige hier nicht lustig finden: Ich bin so ehrlich und gebe zu, dass ich kurz schadenfroh lachen musste.
    Kostenlos kann nie funktionieren. Oder warum nimmt selbst Google für mehr als die 15 GB Geld?

  13. Kim Dotcom ist ein kriminelles Arschloch. Dem Typen würde ich keinen vollen Sack Müll anvertrauen.

  14. Da meine „wichtigeren“ (nicht zu verwechseln mit „wichtigen“, die landen nirgends Online) Daten dort wie überall anders in der Cloud auch nur verschlüselt liegen, ist mir das egal. Mega funktioniert schnell und zuverlässig und stellt für einen kostenlosesn Service den meisten dauerhaft kostenfreien Speicher bereit. Mehr hab ich davon auch nie erwartet.

  15. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass viele wichtige Daten anders behandeln als unwichtige. Nicht verstehen kann ich aber, dass offenbar doch recht viele Nutzer überhaupt unwichtige Daten haben. Die Daten, die ich habe, sind (für mich) wichtig. Für unwichtiges habe ich weder Zeit noch Speicherplatz.

  16. Ich kann kaum glauben, daß da tatsächlich jemand wichtige persönliche oder berufliche Daten liegen hat…

  17. … und Tux hat recht. Der ist bei mir durch seit quakenet-Zeiten, und seitdem hat er nichts dazu getan, durch sein Verhalten meine Meinung zu ändern – im Gegenteil. 😉

  18. Snowden hat doch Spideroak empfohlen glaub ich

  19. so ein Schwätzer

  20. Ich liebe den Kerl. Der weiß einfach wie man es macht.. 😀

  21. Naja, nicht zuletzt hier wurde dem Mega-Kriminellen das Maul geredet. Mich überrascht das mit „Mega“ nicht wirklich. Und irgendwie freut es mich für die Shortbrainer, die drauf reingefallen sind.

  22. Keine Cloud ist sicher! ob das nun verschlüsselt dran steht oder nicht. Alles was sich per Website anzeigen lasst also zugriff über browser lässt sich auch vom Admin der Seite einfach öffnen punkt aus! Also hilft quasi nur eigene Cloud aufsetzen Root Server mieten Owncloud drauf inkl Truecrypt Container der die Daten enthält. Leute kostet nur 8 € im Monat (500GB) und ggf. einen freund der es einrichtet. Das ist meiner Meinung der beste Weg. Synology wie oben genannt finde ich auch ganz nett aber ich bin mir aber nicht sicher in wie weit die Zugriff von extern nehmen können.

  23. @Philip
    Bei der DS bist du skeptisch. Bei einem Server, den du nicht mal im Haus hast nicht? Schon etwas ironisch. Da ist auch TrueCrypt kein Argument. Geht auf der DS nämlich auch.

  24. Also ich habe Kontakt mit einem der Senior Entwickler von Mega Cloud. Die Verschlüsselung usw. ist schon alles in Ordnung für die Cloud, also kann man schon als sicher einstufen.

    Kim Dotcom, so habe ich es vorhin bei Twitter gelesen, plant ein Mega 3.0 – also einen Nachfolger. Vermutlich steckt hier Marketing-Strategie hinter, da Kim Dotcom geschäftlich seit geraumer Zeit mit Mega Cloud nichts mehr zu tun hat und Kim Schmitz braucht Geld um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

    Die Ex-Frau von Kim Schmitz erwartet Geld, das Anwesen und Villa kostet monatlich gigantische Miete, abgesehen von Pflegepersonal, seine teuren Rechtsstreits die ihn beinahe in den Ruin gerissen haben.

    Alleine der Titel dieses Beitrags „Ich glaube, die Daten bei Mega sind nicht mehr sicher“, eine solche Aussage könnte eine Fragestellung sein und damit juristisch seitens Mega kaum angreifbar.

    Was könnte er damit bezwecken? Das die Mega Cloud Nutzer das Vertrauen in den Dienst verlieren und dann später auf sein neues eigenes Cloud Produkt umsteigen, weil sie sich dort sicherer fühlen.

    Zum Geschäftsmodell von Mega Cloud. 50 GB Speicherplatz mit sehr schneller Down- und Upstream Bandbreite zu verschenken, ist schon wirtschaftlich keine dolle Leistung. Egal ob Dropbox, Microsoft OneDrive, Google Drive, Apple iCloud – alle bieten mehr oder weniger deutlich weniger Speicherplatz, wenn man von speziellen Aktionen absieht.

    Ich selber nutze Mega Cloud auch parallel und speichere verdammt viel an Daten in die Cloud, eben weil ich dort auch nichts bezahlen muss. Andere Kollegen von mir bezahlen dort auch nichts und pumpen Gigabyte per Sync Tool in die Mega Cloud. Da ist das Geschäftsmodell von Microsoft, Apple, Google und Dropbox deutlich klüger, wobei man sagen muss, für Apple, Microsoft und Google ist das auch teilweise Service-Leistung für ihre Kunden. Dropbox lebt hauptsächlich vom Cloud Service.

    Und ob der gute oder schlechte Kim, ich kann dazu nichts sagen, aber man liest ja bei Wikipedia, in Blogs und seinen Twitter Stream. Aber es will schon was heißen, wenn man aus Deutschland nach Finnland, nach China, nach Neuseeland flüchtet und schon mal in Deutschland sehr oft mit den Strafverfolgungsbehörden zu tun hatte.

    Auch das seine Ex-Frau Mona Dotcom ihn verlassen hat, dann er wegen den Star Anwälten Pleite gegangen ist … die Miete für sein Anwesen samt Villa in Neuseeland hat er übrigens um ein halbes Jahr im Voraus bezahlt, wegen Sicherheit für den Vermieter, da Kim Dotcom in den USA mal in Untersuchungshaft gewesen ist. Das er die halbes Jahr im Voraus bezahlt hat, schrieb er ja ungefähr Ende 2014 auf Twitter; jetzt haben wir August.

    Er hat praktisch keine Einnahmen mehr um seinen Lebenstil zu finanzieren. Megaupload wurde abgeschaltet, Mega lief eine zeitlang, dann hat er bzw. musste sich davon verabschieden, weil sein Name verbrandt ist. Seine politische Karriere in Neuseeland hat auch nur mehrere Millionen US-Dollar gekostet und er hat mächtig verloren. Zum Schluss hat er noch seine Star Anwälte mit mehreren Millionen US-Dollar beglückt. Seine Ex-Frau erwartet auch mehrere Millionen Euro von ihm. Nun suchte er in letzter Zeit nach einem neuen Geschäftsmodell. Aus Mega Chat, als vermeintlich sichere Skype Alternative wurde auch nichts.

    Was an sich Mega Cloud angeht, ich nutze es halt wegen den 50 GB, ansonsten nutze ich wieder Dropbox als kostenlose Variante, weil mir auch die App und API gut gefällt.

  25. Christoph says:

    Wie schon erwähnt… Der Webserver bzw die Webseite selbst kann bei Aufruf den key mitloggen. Anhand der logs kann man dann durch die key-datei Beziehung eben jene entschlüsseln. Das ging schon immer. Das Stichwort hier ist schein Sicherheit.