
Der Kik-Messenger war auch in Deutschland mal einer der beliebteren, wenngleich die Nutzerschaft zu den Hochzeiten oftmals schon sehr fragwürdig war. Wird sicher auch heute hierzulande noch von einigen genutzt, aber generell ist der Messenger hier eher zweitrangig. Anders sieht es da in den USA aus, dort wächst man aktuell sogar wieder. Oder sollte man sagen wuchs? Denn Kik teilt mit, dass man den Messenger einstellen wird.
Vor zwei Jahren hat Kik nämlich eine eigene Cryptowährung in Umlauf gebracht. Diese zeigt sich auch recht erfolgreich, wird von Millionen Nutzern verwendet. Aber da gibt es ja noch die Gesetze. Kik sitzt in den USA, muss sich deshalb mit der Börsenaufsicht SEC herumschlagen. Die sagen nun, dass Kik seine Cryptowährung als Security einreichen muss, oder aber die Behörde vor Gericht wieder sieht.
Kik hat sich für letzteres entschieden. Man wird an der Cryptowährung festhalten, den Messenger auch aus Geldgründen einstellen und sich mit der SEC vor Gericht wieder treffen. Damit man sich das auch leisten kann, wird man das mehr als 100 Mitarbeiter umfassende Team auf 19 zusammenschrumpfen. Denn man möchte keine Anteile der Kryptowährung für die Fundierung des Kampfes angreifen.
Kin, die Cryptowährung von Kik, soll nun gepusht werden. Eine Milliarde Nutzer möchte man erreichen. Und jene dann eben auch zu Kin-Käufern machen. Kin bietet bereits die Integration in verschiedene Anwendungen, hier ist aber auch eine eigene Mobile Wallet geplant, die den Kauf und die Nutzung von Kin stark vereinfachen sollen.
Das sind durchaus mutige Schritte von Kik. Die Zukunft vieler Crypto-Projekte ist ungewiss, gerade wegen der nicht einheitlichen Regulierungen in verschiedenen Ländern. Dass man sich an dieser Stelle für die Aufgabe eines tatsächlich genutzten Messengers entscheidet und einen Großteil seines Teams aufgibt – verrückt oder mutig, man kann es schwer einschätzen. Aber man zeigt sich kämpferisch.