Kickstarter-Projekt: Omni bringt Bewegung in Konsolen-Gaming

Es gibt Kickstarter-Projekte bei denen man einfach nur den Kopf schütteln muss, und es gibt solche, die eine einfache Idee gekonnt umsetzen. Omni dürfte viele Gamer begeistern, zumindest, wenn diese nicht an der Couch festgeklebt sind.

omni
Omni hebt das Virtual Reality-Gaming auf eine neue Ebene. Anstatt sich mit Display-Brille und Controller durch den virtuellen Raum zu bewegen, läuft man hier tatsächlich herum. Bewegungen sind rundherum möglich, die spezielle Konstruktion und die passenden Schuhe sollen für ein echtes Lauf-Feeling sorgen.

[werbung] Neben dem Podest ist das Omni-Rack auch mit Hardware-Sensoren ausgestattet, die eine spezielle Software benötigen. Bekommt man natürlich mitgeliefert. 479 Dollar muss man für das Komplett-Paket auf den Tisch legen, die günstigeren Pakete, die eh schon nicht mehr verfügbar sind, beinhalten nur das Podest, Tracking-Hard- und Software, Schuhe und Gürtel. Das Rack, ohne das das System nicht zu funktionieren scheint, ist dort nicht enthalten.

In den Beispielvideos sieht man, dass das Omni-System sehr gut zu funktionieren scheint. Laufen, Rennen und Springen werden im Demo-Video gut demonstriert. In Spielen, die Bewegung des Spielcharakters erfordern, kann man also noch tiefer ins Spiel eintauchen. Besonders attraktiv scheint das System natürlich in Verbindung mit First Person Shootern zu sein.

Der positive Nebeneffekt ist natürlich die Bewegung, diese schadet ja bekanntlich nicht. Das Kickstarter-Funding-Ziel wurde locker erreicht, noch habt Ihr 33 Tage Zeit einzusteigen, falls Ihr so ein Teil im Wohnzimmer stehen haben wollt. Die Auslieferung ist für Januar 2014 geplant. Zusammen mit einer Oculus Rift VR-Brille ergibt sich so ein relativ preiswertes Gaming-System, das kein Vergleich zum schnöden Controller-Gameplay ist. Mittendrin, statt nur dabei.

Für Gelegenheits-Gamer ist so ein System sicher nicht, wie sieht es aber mit den Vollblut-Spielern unter Euch aus? Ist so ein System erstrebenswert und würdet Ihr für ein Komplett-Paket inklusive VR-Brille knapp 1000 Dollar ausgeben? Zum Omni-System auf Kickstarter geht es hier entlang.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Coool! Das ist ja fast wie ein Holodeck bei Star Trek. 🙂

  2. So ein Teil (ohne Brille, dafür mit größerer Bewegungsfläche und Rundum-Projektion) habe ich vor zwei oder drei Jahren mal auf einer Messe gesehen. Eine Rüstungsmesse – selbstverständlich.

  3. ich finde die Bewegung schadet schon 🙂 Deshalb mag ich ja auch Kinect nicht.
    Aber ist schon ne tolle Idee. Bin gespannt wann wir das ausprobieren dürfen.

  4. Wäre ein Grund wieder mit dem Zocken anzufangen 🙂

  5. Cool! Wenn’s irgendwann nur noch 300€ kostet ist mir! Endlich werden Games-Freaks gut durchtrainiert und schlank sein! Schaut euch mal das Video von ‚the verge‘ an… 😉

  6. unbekannt says:

    ’94 stand Michael Douglas dabei noch auf einem Trampolin. 🙂

    Ich find die Form des Gamings immer noch unpraktikabel und nichts für Spiele bei denen es um Schnelligkeit und Präzision geht. Seh es eher als teures Fitness- oder Präsentationsgerät.

    Ich stell es mir jedenfalls ziemlich anstregend vor stundenlang so eine Taucherbrille im Gesicht zu haben, die sich ins Fleisch drückt und in dieser unnatürliche Haltung zu laufen. Womöglich muss man seine Haltung so sehr anpassen, damit auch das Bild nicht zu sehr wackelt und man überhaupt etwas trifft.

    Nee, dann lieber weiter mit Gamepad oder direkt in einen Paintball-Park.

  7. Oliver Niebuhr says:

    Tja trotz „Status Vollblut-Spieler“ leider noch ausserhalb meiner Preisklasse. Die Idee ist nicht neu aber erst in den letzten Jahren nähern wir uns endlich der technischen Realisierbarkeit. Und Ja, für Shooter wahrscheinlich schwierig ohne eine perfekte Anpassung des Spieles an das Gerät. Aber für Spiele wie Skyrim (wo man wirklich riesige Laufwege hat) wäre das doch mal richtig geil 🙂 Im realen Winter da draußen (und wenn z.B. das Unwetter an dem Tag den täglichen Spaziergang unmöglich macht), durch die Schnee bedeckten Berge zu marschieren oder zu reiten, und die Welt von Banditen und Sturmmänteln zu befreien: Unbezahlbar 🙂