Kickstarter-Projekt Cabin: die schicke iPhone Stromversorgung

Zusatzakkus für das iPhone sind toll. Und meistens auch hässlich. Man hat die Wahl der Qual, entweder ein notorisch leerer Akku oder ein Akkucase, das sicher keinen Designpreis gewinnen würde. Cabin möchte dies ändern und bietet nicht nur ein schlankes Akkucase aus Aluminium, sondern auch gleich eine coole Möglichkeit des Aufladens. Hier kommt nämlich ein MagSafe-ähnlicher Anschluss zum Einsatz, der sich magnetisch verbindet. Hinzu kommt noch ein Dock und natürlich ein Adapter, damit man ein vorhandenes Lightning-Kabel mit dem Case / Anschluss nutzen kann.

Wer einmal ein MagSafe Kabel an einem Macbook nutzte, kennt das Prinzip hinter Cabin. Der Anschluss muss nicht in eine bestimmte Richtung angebracht werden, ein in die Nähe des Ports kommen reicht aus, um den Stecker sicher und fest an seinem Platz zu haben, dafür sorgen Magnete. Dieses Prinzip macht sich auch Cabin zu Nutze.

Der Lighning Port im iPhone wird durch einen Adapter verschlossen, der wiederum als magnetische Aufnahme dient. Platziert man das iPhone nun im Cabin Case, hält es der Magnet an seinem Platz, während es gleichzeitig geladen wird. Durch die magnetische Verbindung kommt das Case ohne Seitenführung aus, trägt also nur auf der Unter- und Rückseite des iPhones auf.

Cabin2

Das Ladekabel kann sowohl an dem Adapter direkt oder am Akkucase angebracht werden. Zusätzlich gibt es auch noch einen Dock, der das iPhone mit oder ohne Case aufnehmen und laden kann. Die Fummelei mit einem Stecker (die durch Lightning zwar nicht mehr ganz so tragisch ist) entfällt komplett.

Der Akku in dem Case hat eine Kapazität von 2.200 mAh, das Case selbst ist aus einem Stück Aluminium. Als Backer des Projekts, das schon die doppelte Investitionssumme eingespielt hat, hat man verschiedene Auswahlmöglichkeiten, was Dock und Case angeht. Immer dabei sind die nötigen Adapter und Stecker. Ein Dock plus Adapter gibt es zum Beispiel für 59 US-Dollar (+ 10 US-Dollar Versand). Das Projekt läuft noch 41 Tage, so lange könnt Ihr noch überlegen, ob Ihr dieses Gadget braucht.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

16 Kommentare

  1. Sony, Money, Weed says:

    Für Xperia Z Geräte gibts es solche micro USB zu magnet charging adapter zb. ‚Magnector X‘ und von ‚deff‘ den ‚Travel Biz magnetic connector‘

  2. Dann doch lieber gleich eine richtige induktive Ladeschale nach Qi-Standard, z.B.:

    http://www.kabellose-ladegeraete.de/testberichte/test-samsung-ep-p100i/

    Ganz ohne Gestöpsel und ohne Adaptergefummel, einfach drauflegen. Wenn schon wireless, dann richtig. 😉

  3. @Jo Ich habe auch eine Qi Station. Was in diesem Artikel gemeint wird, ist aber eine mobile Einheit, wenn ich mich nicht irre.

  4. Andreas G. says:

    @Jo

    lt. Projektvideo haben die Entwickler auch an eine Kabellose Lösung gedacht aber es verworfen weil die benötigten Spulen Platz weggenommen hätten der dann zu einem kleineren Akku oder einem dickeren Gehäuse geführt hätte.

  5. Also ich finde die Idee des Magneten in Kombination mit der Dockingstation echt cool. Kann ich so eigentlich ein mit dem Rechner syncen?
    Aber ich muss sagen das Laden eines Nokia Lumia mit der passenden Qi Ladestation ist noch angenehmer weil ich keinen Adapter brauche. Sowas wäre das was ich mir direkt von Apple im kommenden iPhone 6 wünsche…

  6. rantanplan says:

    Was ist das Leben unkompliziert, wenn man keinen Design Fetisch hat. Ich kann mir einfach einen der vielen externen Akkus für einen Bruchteil des Preises und einem Vielfachen Kapazität ganz normal im Laden kaufen
    Ist für viele offensichtlich keine Option, aber ich kann es echt empfehlen.

  7. Hm wenn man das wirklich nutzt ist in einem Jahr der Akku locker kaputt, das iPhone wird da durch ständig geladen, dann ladet man Hülle und iPhone wieder auf, ich bezweifle stark das sich der Akku über das ständige laden freut.

  8. @Puh,

    das mit den Microp-USB Anschlüssen stimmt so nicht, lies das noch einmal nach.

    Ansonsten hat das mehrere Gründe:

    1. Ich meine, dass kein einzelnes Handy so oft verkauft wird wie das iPhone -> Marktführer
    2. iPhone Besitzer sind bereit mehr für so etwas auszugeben
    3. Android Besitzer haben im Schnitt (meiner Erfahrung nach!) eher einen .. rustikaleren .. Geschmack

  9. @TTX: Den Akku vom iPhone zu wechseln ist eine Sache von max. einer Stunde und ist nicht allzu schwer. ifixit bietet hierfür passende Origibal-Akkus und Werkzeug Sets an.

    http://eustore.ifixit.com/Ersatzteile/iPhone-Ersatzteile/iPhone-5-Replacement-Battery-Reparatur-Kit.html

  10. @ Puh

    Das wird wohl daran liegen, dass es von iPhone weitaus weniger verschiedene Smartphone-Modell gibt als es bei Android der Fall ist. Schließlich soll es ja auch passen.

  11. Entwickler: „IPhone nutzt einen eigens entwickelten Stecker? Ach lass uns besser nochmals einen eigenen Entwickeln, der User freut sich sicher, nochmals neue Kabel zu kaufen“

    Schön dass wenigstens alle anderen sich auf Micro-USB festegelegt haben.

  12. @Puh: Bei vielem Zubehör muss ja nicht nur der Anschluss einheitlich sein, sondern die Gehäusemaße müssen auch genau passen… wie bei dem hier vorgestellten „Cabin“.

    Seit dem Launch des iPhone 5 im September 2012 wurden ca. 300 Mio. iPhones verkauft (5 Mio. direkt zum Launch, 245 Mio. von 10/2012 bis 03/2014, ca. 40 Mio. im letzten Quartal und ca. 10 Mio. diesen Monat). iPhone 5 + 5S (mit identischen Maßen) dürften den Hauptanteil davon ausmachen… sagen wir ca. 200 Millionen Geräte.

    Welches Android-Modell (oder welche Kombination von Android-Smartphones mit IDENTISCHEN Maßen) kann da nur annähernd mithalten, dass es für Zubehörhersteller genau so interessant wäre?

  13. Puh
    Ganz einfach, weil mico USB Anschluss nicht einheitlich an der Geräte ist ^^.
    Müsste man an jedes Gerät wiederum anpassen.
    Wenn Android Besitzer an so etwas Interesse haben, müssten Sie es eben entsprechend auch entwickeln und anbieten.
    Weshalb sollte ein Entwickler wie hier hinsetzen, wenn er weder selbst Interesse dran hat noch es absehbar ist, dass er damit Geld verdient?
    Oder alternativ müsste eben Google mal von seinen Milliarden ein bissel Geld darein stecken und einen entsprechenden Adapter finanzieren.
    Bzw. du könntest dich ja auch selbst hinsetzen, Leute einstellen und solch ein Projekt starten 😀

  14. Irgendwie ja komisch, dass noch niemand gemeckert hat, wie dick das Case denn ist. Dank vorteilhafter fotographischer Ansichten sieht man das nämlich nirgens. Man kann es nur erahnen, wenn man die Bilder mit dem Kameraausschnitt sieht.

    Farblich passt das Case auch absolut nicht zur schwarzen Version.

  15. Micro-USB am mophie Akku ist super. Ein micro-USB Kabel habe ich überall…