Keine Laptops auf Flügen: USA möchten „Electronics-Ban“ auf Flüge aus Europa ausweiten

Im März hat die US-Regierung um Trump verkündet, dass auf einigen Flügen in die USA keine Laptops und andere elektronische Geräte größer als ein Smartphone mehr mit in die Flugzeugkabine genommen werden dürfen. Aus Sicherheitsgründen. Betroffen waren 10 Abflughäfen / Fluggesellschaften, vor allem im arabischen Raum. Schon damals gab es Proteste, aber machen kann man da als Fluggast halt herzlich wenig. Was wiederum sehr schade ist, denn gerade auf Flügen lässt sich oftmals gut arbeiten. Nun soll das Laptop-Verbot auch auf Flüge aus Europa ausgeweitet werden.

Wie Reuters berichtet, ist das Verbot von elektronischen Geräten im Passagierraum nicht unumstritten. So sehen beispielsweise europäische Regulatoren eine große Ansammlung an Akkus im Gepäckraum als größere Gefahr für einen Brand. Die Problematik an sich ist ja, dass die Scanner an Flughäfen die Dichte von Akkus nur noch schwer von der Dichte von Sprengstoff unterscheiden können. So zumindest die offizielle Aussage.

Ende der Woche sollte es konkretere Aussagen zu einem solchen Electronics-Ban geben, heute wird das DHS Gespräche mit Airlines führen, die um Sicherheit gehen. Sicherlich wird es dann weitere Details geben, auch wenn die allem Anschein nach nicht sehr positiv ausfallen werden.

Insgesamt ein sehr unbefriedigender Umstand, vor allem für Fluggäste, die eben nicht in den Urlaub fliegen, sondern die Zeit im Flugzeug gerne sinnvoll nutzen. Eventuell wird dies bald nur noch mit dem Smartphone möglich sein, da alle größeren Geräte in den Gepäckraum abgeschoben werden. Die Frage ist, ob man diese Maßnahme dann durch Wahl einer anderen Flugroute noch umgehen könnte, denn es sind ja nicht alle Flughäfen und Fluglinien davon betroffen.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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34 Kommentare

  1. Turkish Airlines stellt seit dem auf für Business Passagiere Laptops zur Verfügung. WLAN gibt es sogar für alle inklusive Economy. Für Flüge Richtung USA und GB.

    http://m.flugrevue.de/zivilluftfahrt/airlines/turkish-airlines-leih-laptops-auch-nach-grossbritannien/722112

  2. Murgpirat says:

    Ich verstehe nicht ganz, worin der Unterschied liegen soll, ob die Bombe im Passagierraum oder im Gepäckraum liegt. Zünden könnte man die trotzdem, notfalls über das Handy, dass man ja immer noch im Passagierraum haben darf. Das ist also kein Sicherheitsgewinn, sondern nur blinder Aktionismus. Zumal die Gefahr von Schäden am Akku im nicht unter Druck stehendem Gepäckraum wohl höher sein dürfte, als im Passagierraum.

  3. Na ganz großartig. Ich sehe das auch wie Murgpirat. Blinder Aktionismus. Das Ganze bringt genauso viel wie das Flüssigkeitsverbot.
    Ich habe echt ein Problem damit meine DSLR mit Objektiven im Koffer aufzugeben, so wie die Koffer behandelt werden.

  4. Ich halte das auch für blinden Aktionismus. Ist zwar schon ne Weile her, aber ich kenne das noch so das Laptops und Kameras im Handgepäck einem Funktionstest unterzogen wurden. Wenn ein Laptop nun ungesehen in den Frachtraum gelangt finde ich das Risiko sogar eher höher.

    Zusätzlich sehe ich da noch eine andere Gefahr. Koffer sollen zwecks Kontrolle am besten nicht abgeschlossen werden und selbst wenn, sind die Dinger ja auch mit geringerem Aufwand zu öffnen. Für die Langfinger unter denen die am Flughafen mit dem Gepäck zu tun haben wäre eine solche Regelung auch ein gefundenes Fressen.

  5. paradoxus says:

    @Marco Diebstahl ist in europäischen Flughäfen hinter der Sicherheitszone wohl nicht das Problem. Eher Schäden, weil die Koffer unsanft behandelt werden. Aber viel schöner ist doch, dass TSA & Konsorten mit dem Laptop im Koffer anstellen können, was sie wollen, zB flott die Platte klonen … . Im Handgepäck kriegt man wengistens mit, wenn der Homeland-Security-Officer an deine Daten will.

  6. Für mich sind die USA ein Urlaubsziel und gelegentlich besuche ich dort Verwandte. Bislang gab es übrigens nie größere Probleme bei der Einreise. Oft schneller als nach dem Rückflug an deutschen Flughäfen…

    Ich schleppe meine DSLR und mein Surface mit im Handgepäck und bin nicht bereit die Geräte Zuhause zu lassen, oder aufzugeben. Danach wären die Geräte schnell geklaut oder defekt.

    Von daher müsste ich mir – auch als ausdrücklicher „USA Freund“- neue Reiseziele suchen.

    Schon doof, wenn man die ganze Welt zum Feind hat…

  7. ist den ein tablet auch ein laptop? und was ist mit einem convertible oder einem großen handy?

  8. Ich habe in meiner New Yorker Wohnung alles was ich brauche und reise nur mit Handgepäck in die USA. Wäre mir viel zu nervig, jedes mal den Kontrollstress am c/i über mich ergehen zu lassen.

    @Cashy –> warum poppt jedes Mal dieser Dreck auf, wenn ich deinen Blog besuche?
    http://only2date.com/DE2/index.htm?zoneid=1195625

  9. Was bringt das eine Bombe kann ich mit dem Smartphone oder einem einfachen funk schalter auslösen dafür ist kein Laptop nötig. OK bei einem Laptop kann ich noch mehr Sachen im Gehäuse verstecken aber um z.b ein Loch ins Flugzeug zu machen braucht man keine große bombe denke mit dem richtigen Sprengstoff reicht da ein Knopf großer Sprengsatz. Also aus meiner Sicht vollkommener Quatsch das verbot.

  10. @Murgpirat, Der Gepäckraum steht schon unter Druck…

    Wahrscheinlich gehen sie davon aus, dass man den Koffer besser überprüfen kann…

  11. Als viel Problematischer sehe ich als Businessreisender die Gefahr, das mein Gepäck nicht ankommt und damit auch mein Arbeitsgerät (Laptop) nicht. Und nein, eine Sicherung der (wichtigsten) Daten auf USB-Stick oder externe Festplatte ist keine Option. Das funktioniert vielleicht wenn man nur Office-Dokumente bearbeitet, aber nicht wenn man es mit der Programmierung von Steuerungs- und Leitsystem für Industrieanlagen zu tun hat.

  12. @Oliver2 … Offensichtliches Luxusproblem au der einen Seite und mangelhafte IT Sicherheit auf der anderen…

  13. WaneyKane says:

    An alle die sich fragen was das soll: das Gepäck wird im Frachtraum in speziellen Kontainern verladen, welche die Explosionswirkung zum Teil absorbieren. Somit ist der Schaden geringer als in der Kabine. Die Wahrscheinlichkeit das Flugzeug notzulanden ist viel höher. Inzwischen haben Wissenschaftler ein Material entwickelt, welches die Explosionswirkung zu 100% absorbiert: der Fly Bag (siehe http://www.20min.ch/wissen/news/story/Fly-Bag-schuetzt-Flugzeuge-vor-Bomben-24214620).

  14. Alles was größer ist wie ein Smartphone…

    Das ist ja eh doof, wenn die Passagiere einfach auf ihren Tablets/Laptops Filme schauen, anstatt für das OnBoard Programm zu zahlen. Also als Fluggesellschaft wäre ich auch für solch ein Verbot…

    Hmm, wird wohl Zeit für ein günstiges Urlaubs-6′-„Smartphone“ (Phablet). Und als Kamera darf dann auch nur noch die günstige China Action Cam fürs Tauchen und das chinesische Billig Tablet mit. Die anderen Geräte bleiben dann doch lieber zu Hause. Wird halt nur mit Handy fotografiert.
    Fürs aufzugebende Gepäck sind mir die Geräte echt zu schade!

    Schöne neue Welt! Blöder Trump!!!

  15. Tja das hat man nun davon, wenn man jeden in die EU lässt, das ist das Ergebnis der grenzenlosen Flutung und das falsche umgehen mit den doch so friedlichen Islam!

    Während diese hier sich aufführen wie in ihnen Ländern und unser Europa oder Deutschland zu jenen machen, sieht der Staat und die Justiz nur die traumatisierten, welche oft keine jugendlichen sind!

    Ist nicht das Problem in den Herkunftsländer weil sie so sind wie sie sind? Ich habe kein Mitgefühl mit diesen Typen. Es wird nicht die letzte Resignation sein die uns aufgebunden wird, ehe das alleine bei KO Herren was im Vorfeld gemacht wird!

    auch glaube ich das es bedenkliche Hinweise gibt die zu solchen Massnahmen führt. Wer hat denn jetzt gewonnen? Haben wir noch die Freiheit oder haben wir diese eingebüßt?

    Ich glaube aber trotzdem das die Abschlussrechnung noch nicht geschrieben ist!

  16. @Mr.Mangoo: hast absolut Recht, Mann!

  17. Tintenfisch says:

    Wer fliegt denn noch freiwillig in diese Diktatur?

  18. Total ärgerlich. Kann man die Geräte ohne Akkus mit an Board nehmen? Also hochwertige DSLRs mit L-Linsen und Mavic Pro? Wir fliegen am 13 Juni an die Westküste. Ärgert mich total ich dachte wie können im Flieger am MacBook/iPad die letzten Reise-/ und Routenpläne machen und uns auf alles vorbereiten. Ich fliege mit nem Freund der 1000km weit weg wohnt und den ich vorher nicht mehr sehe. Wie wollten im Flieger alles noch mal durchgehen.

    Kommt es wegen allgemeiner Brandgefahr der Akkus finde ich es einfach nur idiotisch. Ist es wegen Terrorgefahr bin ich sauer und die sollen einfach endlich nen „racial profiling“ an Flughäfen einführen wie in Israel. Kaum irgendwo fühle ich mich so sicher wie dort und kaum irgendwo ist es unkomplizierter. Die Chance dass ein Katholik, eine jüdische Familie, ein Hindu etc. etwas böses machen geht halt gegen Null. Das ist kein Vorurteil sondern eine sachliche und rationale Erfahrung in unserer Zeit …

    @Oliver: Ja Du bist ganz toll wir habens mitbekommen. Es hat natürlich jeder das Geld für ne Zweitwohnung in New York für min. 700-1000 Dollar die Woche – da drunter würde ich keine Wertgegenstände im Apartment lassen wollen …

  19. Deliberation says:

    Mr.Magoo, das ist ja fast Poesie. Ach nein, Fantasy wollte ich sagen. Was haben denn idiotische Regelungen eines unerfahrenen Präsidenten mit der EU-Einwanderungspolitik zu tun?

  20. Die blöde Autokorrektur hat bei mir oben gleich zwei Mal aus „wir“ „wie“ gemacht. Sorry. -.-

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