Kein Google+-Zwang mehr bei Erstellung eines Google-Accounts

Google+ war nicht Googles erster Versuch eines sozialen Netzwerks. Aber ein weiterer, der anscheinend immer mehr an Bedeutung verliert. Google+ wurde schnell zur Pflichtveranstaltung, egal, was man mit Google machen wollte. So konnte man innerhalb kurzer Zeit eine recht große Nutzermenge aufbauen, wobei nie genau bekannt war, wer Google+ tatsächlich nutzt und wer nur mitgezählt wurde, weil es den Account eben dazu gab. Nun nimmt Google komplett Abstand vom Google+-Zwang.

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Erstellt man sich jetzt einen Google-Account, zum Beispiel für die Nutzung von Gmail, ist das Google+-Profil optional. Google verrät allerdings auch, dass man ein solches Profil benötigt, falls man Dinge teilen möchte, Rezensionen im Play Store verfassen will oder Videos auf YouTube kommentieren möchte.

Google+ hat für Google sicher nicht mehr den Stellenwert eines sozialen Netzwerks, wie man es ursprünglich vielleicht angedacht hatte. Aber als Knotenpunkt zur Verknüpfung von Google-Diensten, eignet sich das Netzwerk nach wie vor hervorragend und wird auch sicher nicht so schnell verschwinden. Dass Google die Nutzer nicht mehr zu so einem Profil zwingt, es indirekt aber doch tut, weil man sonst zahlreiche Google-Funktionen nicht nutzen kann, ist aus meiner Sicht ein guter Schritt, auch wenn ich mich nie an dem „Zwang“ gestört habe.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

22 Kommentare

  1. Dafür geht es bei Google+ in der Regel gesitteter zu, als beim Fratzenbuch… 🙂

  2. ich benutz auch g+ hauptsächlich… Ist einfach viel viel geiler – Die Streams und Communities bieten einfach soviel Mehrwert, und das Beste im Bereich Fotos ist es sowieso.

  3. Der Google-Wave-Effekt.

  4. Dazu bzw. zu Google+ habe ich mal eine Frage: Ich habe mal eine ganze Weile Eventfotografie macht und dabei sind etliche tausend Fotos entstanden, die ich schon vor einer ganzen Weile bei Google+ abgelegt habe (einfach, um sie von meiner Festplatte zu bekommen, ohne sie zu löschen). Mein Gedanke war, diese Fotos zugänglich zu machen, das aber insbesondere mit der Möglichkeit zu verknüpfen, dass die Personen, die auf den Fotos zu sehen sind, sich selbst taggen. Dabei möchte ich eigentlich nicht die Fotoordner generell „für alle“ freigeben, sondern nur auf Nachfrage. Wie könnte man sowas umsetzen?

  5. Ich nutze Google+ sehr viel stärker als Facebook, um Dinge mit meinem direkten Freundeskreis zu teilen. Der Riesenvorteil ist die Organisation in den unterschiedlichen Kreisen, die mir extrem gut gefällt. Dass nicht jeder Halodri Google+ nutzt, ist eine weitere sehr positive Eigenschaft.

    Der Zwang war sicherlich vielen übel aufgestoßen und war sehr kontraproduktiv für das Netzwerk. Ich hoffe, Google+ wird nicht irgendwann das gleiche Schicksal erleiden wie der Google Reader. Ich vermute nämlich fast, dass es mehr aktive Google Reader Nutzer gab als heute aktive Google+ Nutzer….

  6. Dass sich jemand, der es sowieso nutzt, nicht an dem Zwang stört, dürfte klar sein.

    Ich wills aber nicht. Und brauchs auch nicht. Wozu soll ich es dann haben? Das Google Konto selbst muss reichen. Wenn Google dann meint, dass man nur noch mit + im Play Store kommentieren darf… Mir doch egal. Seit dem Tag gibt es keine Bewertungen mehr von mir, ganz einfach. Die Leidtragenden sind allerdings die Entwickler, nicht Google. Denn so denke sicher nicht nur ich. Ich kann damit jedenfalls leben.

    Und das Argument, man wolle klarnamen, damit nicht mehr so ein Blödsinn kommentiert wird, sind Müll. Die Kommentare sind z.T. mindestens genauso unterirdisch wie davor. (Bei Netflix meinte z.B. jemand, er habe maxdome und amazon, warum soll er dafür zahlen… Entweder kostenlos oder gar nicht) (…aber Knuddels 5* verpassen.)

    Man stelle sich vor, Amazon kauf Facebook. (Wie unwahrscheinlich auch immer das sein mag; egal)

    Und um bei amazon kaufen zu können, braucht man plötzlich ein Facebook-Konto. Wäre der Zwang auch i.O.? (Und doch, das ist dasselbe. Ob man das Netzwerk selbst bastelt, oder einfach kauft, macht jedenfalls bei mir keinen Unterschied, das Ergebnis wäre dasselbe )

  7. Zwingen bringt eh nix – weder Google noch Uns – Wer kein Bock hat lässt es ja eh… Die Plattform muss Mehrwert bringen – und da ist sie aktuell die Beste am Markt.

  8. Ich würde Google+ nie mehr gegen Facebook austauschen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Google dieses Netzwerk nicht noch weiter ausbauen wird, im Gegenteil – da geht sicher noch einiges… Zudem geht es dort wirklich gesitteter zu und auch das macht es eben aus… Wie auch immer es sich entwickeln wird, FB werde ich nicht mehr nutzen.

  9. Schade, dass man für Bewertungen im Google-Play-Store sein Realnamen Google+ Profil angeben soll. Ich bin kein Narzist … . Die Bewertungen sollten unter einem Synonym möglich sein.

  10. @info: der Klarnamenzwang ist doch schon gecanceled worden

    Was ich schade finde: Hangouts geht nicht ohne G+ Profil. Habe einige Kontakte, die GMail nutzen, somit einen Google-Account haben, generell nicht abgeneigt wären hangouts zu nutzen, allerdings nicht mit G+ zwang…

    Hier beschneidet google sich meiner Meinung nach selbst um beim Messenger ein besserer Konkurrent zu WA, Threema, Telegram oder FB zu sein. Einfach schade.

    Generell sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

  11. Es bleibt ein Unding, dass man nur mit G+ Konto eine App-Bewertung abgeben darf.

  12. ich wäre gerne mal lieber verifiziert als Privatperson und das Klarnamen sinnvoll sind anstatt alte Klassenkameraden per Fantasiename zu suchen ist ja wohl der Sinn eines sozialen Netzwerkes. Wer sich verstecken will soll sich nicht anmelden!

  13. kann man den google+ account auch wieder löschen? weiß jemand wie das geht?

  14. google+ war eine große Emttäuschung, was für mich aber eher an der umfassenden Datensammelwurt von Google liegt … ich habe Verständniss dafür, dass Dienste ihr Geld machen müssen, aber das Recht auf digitale Selbstbestimmung sollte dabei nicht baden gehen … und das tut es bei google (wie bei Apple, facebook und Microsoft auch).

    Es ist gut, dass Google wenigstens in diesem Fall wieder Abstand nimmt.

  15. Also meine GMail Adressen, die ich schon vor Montaten erstellt habe, haben bei mir kein automatisches Google+ Profil erstellt.

  16. ich nutze zwar gmail und meinen googleaccount, aber google plus interessiert mich nicht. durch den zwang bin ich zwar bei g+ vertreten, habe da aber noch nie etwas gepostet und ignoriere es einfach. ich denke das geht vielen so. ob das googles ziel war ihr netzwerk mit jeder menge „toter accounts“ zu füllen? aber so etwas passiert eben, wenn man man die user zu etwas zwingen zu müssen.

  17. manche Leute muss man halt zu Ihrem Glück zwingen wenn die vor Dummheit den Wald nicht sehen in denen sie stehen! Das gilt für FB und Whatsapp sowieso.

    @caschy

    was wurde aus dem Monitorgewinnspiel? Erfahren die Gewinner das sie gewonnen haben?

  18. > Also meine GMail Adressen, die ich schon vor Montaten erstellt habe, haben bei mir kein automatisches Google+ Profil erstellt.

    Same here. Keine Ahnung was Cashy da gesehen haben will.

  19. Es gab noch nie einen Zwang zu Google+. Man wurde zwar, durchaus penetrant, darauf hingewiesen, konnte es aber immer anwählen. Somit ist der ganze Artikel Quatsch.

  20. Das was Basti sagt. Hab in den letzten Jahren und Monaten einige Gmail-Adressen angelegt und nie wurde ein G+-Profil erzwungen. Kann auch durch googlen keinen Beleg finden, dass es mal so war. Die Meldung scheint mir eine Luftnummer.