Caschys Blog

KeePassium: KeePass für iOS

Schauen wir uns mal wieder in der Welt der Passwortmanager um. Da gibt es einige und fast alle relevanten haben in den letzten Jahren hier im Blog auch ihre verdiente Erwähnung gefunden. In den vergangenen Jahren hat sich natürlich viel getan, nicht nur bei den Nutzern, auch bei den Passwortmanagern.

Nutzer sind auf immer mehr Plattformen unterwegs und die Entwickler von Passwortmanagern können oftmals nur eine fortlaufende Entwicklung bieten, wenn sie monatlich Geld einnehmen. Früher reichte vielleicht ein Passwortmanager auf dem Rechner, dann kam aber noch das Smartphone und das Tablet hinzu. Passwortmanager wie 1Password, Dashlane, LastPass und mittlerweile auch Enpass verlangen monatlich Geld. Das geht auch mehr oder weniger in Ordnung, das muss jeder Nutzer für sich selber herausfinden.

Ich finde LastPass bezahlbar (hier sollten die Nutzer unbedingt auf die Entwicklung schauen, denn die Firma wurde verkauft) und 1Password im Familienabo ist mein Mittel zum Zweck, weil ich das Gebotene fair finde. Liegt aber eben auch daran, dass ich hier aus Berufsgründen zig Geräte einsetze, bei anderen Nutzern lohnt sich das vielleicht nicht so.

Und nun schlagen wir den Bogen zu einem Passwortmanager, der seit Anfang an hier im Blog erwähnt wird. KeePass. Damals nur für Windows zu haben, gibt es mittlerweile auch Derivate für macOS, Linux und entsprechende Mobil-Apps, um die Datenbanken auf Smartphones zu öffnen. Unter iOS nutzten da viele MiniKeePass, welches mittlerweile nicht mehr im Store ist (wohl aber der Fork KeePass Touch).

Und natürlich: Da muss vielleicht Ersatz her und da möchte ich mal auf KeePassium hinweisen, welches wohl momentan bei vielen frisch zum Einsatz kommt, die auf KeePass-Datenbanken setzen und diese unter iOS beackern möchten. Ich habe mir das Ganze mal angeschaut, denn die Nutzung ist simpel. Wer KeePass, KeePassXC oder einen anderen Client nutzt, der kann seine verschlüsselte Datenbank in eine Cloud oder manuell auf das Smartphone schieben und dort mit KeePassium öffnen. Ja, KeePassium hat kostenpflichtige Premium-Funktionen, dürfte den meisten aber in der kostenlosen Form ausreichen:

Vielen Nutzern dürfte gefallen, dass sie ihre Passwörter nicht bei einem Onlinedienst verwalten müssen und dass das Ganze eben – wie KeePass auch – grundsätzlich kostenlos und Open Source ist. KeePassium ist deutschsprachig, kann auch angehängte Dateien wie Bildschirmfotos auf dem iPhone erkennen, es gibt Datenbank-Backups, iCloud, Dropbox, Google Drive und Co werden unterstützt – und auch automatisches Ausfüllen klappt. KeePassium machte auf mich einen guten und ausreichenden Eindruck und ich kann jedem Nutzer nur ans Herz legen, sich die App einmal anzuschauen, sofern zu KeePass-Datenbanken eine dazugehörige iOS-App gesucht wird.

https://apps.apple.com/us/app/id1435127111

Der Vollständigkeit halber: Hier im Blog besprechen wir des Öfteren Passwortmanager. Jeder hat da so seine Präferenzen. Ich habe fast alles ausprobiert und nutze 1Password im Familientarif. Würde ich 1Password nicht nutzen, dann wäre vermutlich Enpass oder Bitwarden meine Wahl. Bei Enpass gehöre ich zu den Pro-Usern, muss also nicht das neue Abo zahlen, bei Bitwarden würde ich hochleveln, weil ich die TOTP-Unterstützung will.

Wie weiter oben erwähnt: LastPass muss man im Auge behalten, Dashlane arbeitet ähnlich wie 1Password und dann gibt es natürlich KeePass und Derivate. Die kosten meistens nichts, was aber eben auch ein bisschen zulasten der Optik und des Komforts geht.

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