Kauft nicht von …

Man stelle sich vor – man kauft sich ein Produkt jenseits der 1000 Euro. Für dieses Produkt bietet der Hersteller ein Softwareupdate an – für einen begrenzten Zeitraum für unter 10 Euro. Aus verschiedenen Gründen kann die Frist nicht eingehalten werden – und man versucht eine Woche später dieses kostengünstige Update zu bekommen, welches sonst mit über 120 Euro zu Buche schlagen würde.

Natürlich wendet sich der Kunde an mich – ob ich nicht helfen könne. Klar versuche ich mein Bestes und rufe den Aussendienstler besagter Firma an. Er könne nichts machen und warum ich das Problem des Kunden zu meinem machen würde. Definitives Arschloch – in dem Moment der Aussage hätte er nicht in einem Umkreis von einem Meter stehen dürfen. Dazu sei erwähnt, dass wir auf unsere Kosten eine Präsentationsfläche für diesen Hersteller plan(t)en.

Zweiter Versuch – Anruf bei der Hotline durch meinen Vorgesetzten – die Nummer hatten wir vom Aussendienst. Mööp, Nummer falsch – neue bekommen. Auch dort – unverschämte Antworten. Weiterleitung zum Vorgesetzten der Telefondame. Aussage der Dame: "Ich weiss gar nicht, ob mein Vorgesetzter Sie sprechen will…"

Wieder Schilderung des Falles beim Vorgesetzten. Blablabla, Problem des Kunden. Aussage von uns: "also müssen wir die Software für über 120 Euro bestellen und dem Kunden schenken?" (Theoretisch könnte der Kunde innerhalb von 14 Tagen bei uns umtauschen).

Da sagt der Typ am anderen Ende der Leitung, "dass ihm das scheißegal wäre." Wortwörtlich.

Schlussfolgerung: Geplanter Bau der Präsentationsfläche wird in Frage gestellt. Kunde bekommt natürlich kostenloses Update auf unsere Kosten. Produkte dieses Herstellers werden nur noch auf Kundenwunsch bestellt. Ich weiss, von welchem Hersteller ich nie etwas kaufen würde – und was ich nie mehr empfehlen werde.

In den Kommentaren bitte keine Mutmaßungen über die Firma und eventuelle Namensnennungen. Diese würde ich editieren. Man will ja nicht abgemahnt werden…

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. sicherlich dumm gelaufen – aber fristen sind nunmal fristen. Firmen sind nunmal keine Behörden, wo man betteln kann, wie ein Weltmeister. 🙂

    …wobei das eigentlich doch genau andersherum sein müsste.

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