Kabel Deutschland: Homespots werden standardmäßig aktiviert

Augen auf und Post lesen sollten in den nächsten Tagen die Kunden von Kabel Deutschland. Mitte Oktober gab das Unternehmen bekannt, dass man eine Hotspot-Funktion einführen werde. Das Prinzip ist schnell erklärt: Du gibst zuhause dein WLAN auf einem getrennten Kanal für andere frei und kannst im Gegenzug dafür bei anderen Kabel Deutschland-Kunden surfen.

Kabel Deutschland

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Wir haben genauere Informationen in diesem Beitrag hinterlegt. Seitens Heise.de heißt es, dass Kabel Deutschland bei Kunden, die über entsprechende Hardware verfügen, den Hotspot standardmäßig aktivieren will. Betreffende Kunden werden per Post informiert und haben sechs Wochen Zeit, der Änderung zu widersprechen.

Bleiben sie untätig, richtet Kabel Deutschland per Fernkonfiguration einen Hotspot ein. Dieses separate WLAN bekommt eine eigene IP, laut Kabel Deutschland  muss man sich um die eigene Netz-Performance keine Gedanken machen, die Internet-Bandbreite für die Homespots von 10 MBit/s wird zusätzlich von Kabel Deutschland geliefert.

Kabel Deutschland-Kunden können die Freigabe ihres Modems als WLAN-Hotspot jederzeit im Kundencenter deaktivieren, allerdings nur mit einer Vorlaufzeit von sieben Tagen. Was sagt ihr zum Vorgehen von Kabel Deutschland? Ich sehe hier mal wieder einen schönen Grund, warum der Routerzwang abgeschafft gehört.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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47 Kommentare

  1. WTF!?

  2. Warum nicht? Das Netz ist abgekapselt, die Bandbreite gesichert. So what? Geben ist seliger denn nehmen oder wie heißt das? Man gibt sein Netz frei und bekommt dafür etwas. Im Idealfall (wenn alle bei dem Verein wären) ein flächendeckendes W-Lan.
    Weil wir aber in Deutschland sind, wird es an allerlei Hürden scheitern. Entweder haben die Leute Angst um ihren Garten, ihre Katze oder ihre Daten.

  3. Ich sag mal – http://www.freifunk.net – haste zwar nen zweiten Router im Haus, dafür aber einen komplett offenen, abgesicherten (VPN) Hotspot – und das alles auf Routern die mit OpenSource-Firmware laufen…

  4. Nach den ersten paar Zeilen des Beitrags hab ich auch gedacht: „WTF!“.
    Aber durch die doch ganz gute Abkapselung (eigenes Netzwerk + eigene IP + eigene Bandbreite), ist das ganze dann doch unkritisch, und kann sicherlich eine erstaunliche Abdeckung bieten.

  5. @Phillipp genau und Terroristen schreiben auch über Nachbars Wlan.
    Du bist auch wieder so einer der ein Android Handy besitzt um zu posen und nicht mal merkst das Du Dir einen Trojaner gefangen hast.

  6. @Michael: What? 😀

  7. Etwas fragwürdige Art wie KD das macht, friss oder stirb. Die Idee an sich finde ich gut.

  8. Ich hab nur ein Modem von KD da gibts kein WLAN drin 😀

  9. Finde das Teilen von Wlan-Netzwerken voll gut, aber solange ich dafür auf den Kopp bekomme, wenn der Nachbar bei mir was per Torrent zieht…ob ich nun 5 IPs von KD für 5 Wlans bekomme oder nur eine IP wie bisher, ich habe die Dinger (bewusst oder unbewusst) bestellt und muss wegen dem bescheuerten REcht in D dafür gerade stehen. Das hat ja gar nichts mit Egoismus oder unberechtigter Furcht zu tun, die Gesetze in D machen so etwas einfach unmöglich. Schön, dass KD das ignoriert. Hauptsache Geld verdienen, und der Kunde darf auch noch etwaige rechtliche Risiken tragen.

    Und überhaupt: So ein Zwang ist ganz, ganz schlechter Stil. Ich bin mir sicher, Verbraucherschützer kassieren das vor Gericht noch ein, eben wegen dem Rechtsrisiko. In jedem Fall aber wirklich ein gutes Argument gegen Routerzwang.

  10. ???? ich habe gar kein Wlan Router von KD!
    und der der illigal surft bekommt eines auf den Deckel. Oder glaubt Ihr wirklich, dass Ihr ohne Anmeldung wie wo surft???

  11. Ich finde das vorgehen gar nicht mal so schlecht, so bekommt KD das wenigstens vernünftig ausgebaut und jeder hat doch 6 Wochen Zeit nein zu sagen.
    Ich finde es auch gut wenn ich dann woanders in nem Funkloch bin und dann eben per W-Lan online gehen kann.
    Und wie viele würden sich sonst die Mühe machen und da extra zustimmen, selbst wenn KD dann jeden anschreiben würde und um Erlaubnis bittet, zumal die meisten keine Lust hätten dafür dann noch extra zu Post und die andere hälfte weiß nicht das die es online zustimmen könnte.

  12. Die Idee ist gut, die Umsetzung beschissen… wieso kann man das nicht selber im Router einstellen?

  13. @Josef Türk
    Derartige – übrigens unwirksame – Vertragsänderungen sind leider normal geworden.

    @Georg
    Ohne es jetzt garantieren zu wollen: Das Hotspot-WLAN dürfte unter das Providerprivileg fallen – du bist hier lediglich Subunternehmer, der einen Zugangspunkt für KD betreibt.

  14. Wo sollte man denn diese Option zur deaktivierung finden?

  15. Michael Raab says:

    Das der Anbieter das System für andere zugänglich macht, ist genauso, als würde der Vermieter z.B., jedem einen Schlüssel für deine Wohnung geben, wenn jemand eine Party feiern will.

  16. find ich nicht in ordnung das es aus der ferne aktiviert und deaktiviert werden kann. wenn die sowas habne wollen sollen die updates für die entsprechenden router anbieten damit man des selbst aktivieren und deaktivieren kann. ich fände es besser wenn die nichts eigenes machen würden sondern z.b freifunk unterstützen würden mit sowas.

  17. CrtlAltDel2013 says:

    Find ich super! Anders würde sowas beim deutschen Michel niemals zu einer vernünftigen Verbreitung kommen.

  18. Ist sicher nicht die feine Art das Vorgehen, und durchaus kritikwürdig, aber man muss es auch mal von der Seite sehen, dass anders nicht mal 0,1% der potenziellen WLAN Hotspots auch aktiv geschaltet werden würden.

    Aktiv aktivieren tut eine solche Funktion bis auf eine handvoll Ausnahmen niemand. Erst Recht nicht der „normale Nutzer“.

  19. Ich finde das Prinzip super und die Herangehensweise, wie sie es durchsetzen wollen, finde ich persönlich in Ordnung.
    Es ist ja nicht so, dass es heimlich passiert, sondern die Kunden informiert werden und diese es immernoch verweigern können. Zumindest landet die Hauspost mit der Info dann nicht gleich als Spam direkt im Mülleimer, da man persönlich betroffen ist. Gerade dann wird man sich das auch genauer durchlesen und merken, dass es eigentlich eine super Sache ist.
    Wie elknipso schon schrieb, würden es sicher nur wenige von sich aus tun, wenn man sie nicht „unter Druck setzt“, und so macht das System nur wenig Sinn!

  20. @Georg: Ein bisschen informieren, bevor man hier erstmal pauschal alles verteufelt wäre nicht schlecht gewesen. S. unter anderem hier: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/54985/0/Homespot-von-Kabel-Deutschland-WLAN-Sharing-nach-dem-Fon-Prinzip

    „Zu rechtlichen Problemen bei Verletzungen des Urheberrechts soll es auch nicht kommen. Kabel Deutschland übernimmt ausdrücklich die Störerhaftung. Jeder Kunde, der sich einloggt, ist dem Unternehmen schließlich bekannt.

    Quelle: onlinekosten.de Newsmeldung „Homespot von Kabel Deutschland: WLAN-Sharing nach dem Fon-Prinzip“

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