Jony Ive verlässt Apple für eigene Designfirma, schnappt sich Apple als Kunden


Das sind mal andere News aus Cupertino. Jony Ive, der seit über 30 Jahren bei Apple für das Design von Mac und Co. verantwortlich ist, wird das Unternehmen verlassen. Das erklärt Apple per Pressemitteilung. Jony Ive wird eine eigene Designfirma führen – und Apple als Kunden für exklusive Produkte behalten. Jony Ive ist quasi der Kopf hinter den ikonischen Apple-Designs, für die das Unternehmen so bekannt ist.

“After nearly 30 years and countless projects, I am most proud of the lasting work we have done to create a design team, process and culture at Apple that is without peer. Today it is stronger, more vibrant and more talented than at any point in Apple’s history,” said Ive. “The team will certainly thrive under the excellent leadership of Evans, Alan and Jeff, who have been among my closest collaborators. I have the utmost confidence in my designer colleagues at Apple, who remain my closest friends, and I look forward to working with them for many years to come.”

Es wird super spannend zu beobachten sein, wie sich Apple-Produkte bezüglich des Designs in den nächsten Jahren verändern werden. Jony Ive verfolgte immer den schlichten Stil eines Dieter Rams, was ja auch sehr gut bei Kunden ankam. Dass es einen großen Bruch im Design geben wird, ist erst einmal nicht zu erwarten, aber dass dieser Abgang spurlos an Apple vorübergeht, auch nicht. Eine der spannendsten personellen Änderungen bei Apple in den letzten Jahren.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Eher nicht. Als andere ‚Mitglieder‘ der Apple IDg in letzter Zeit das Team verliessen hat auch kein Hahn danach gekräht. Warum auch. Das ist wie beim Abgang von Steve. Die Leute stellen sich wahrscheinlich vor dass die high profile Angestellten ganz autark im stillen Kämmerlein werkeln.

  2. Ich sehe schon jetzt die zukünftigen Kommentare: „Jony Ive würde sich im Grabe umdrehen, ähhh.. seine Tage bekommen“

  3. Jeder ist ersetzbar.

  4. Ist Jony Ive eigentlich für die aktuellen Probleme bei den mobilen Rechnern mitverantwortlich? Immer dünner => Probleme mit der Tastatur, Probleme mit dem Display (Kabelbruch und Ablösung der Anti-Reflexion).

    • Peter Brülls says:

      Ja. Der Drang zur Verschlankungen und zum Minimalismus ist seine Grundlinie. War noch von Steve Jobs abgesegnet, und darum wohl sakrosankt.

      Aber man hat ja in den letzten Jahren gesehen, dass er sich auf andere Bereiche konzentriert hat – Goldene Uhr, Apple Park – und das „macht es kleiner“ und „flacher“ – und faule Kompromisse einging. Die anfällige Tastatur, iPhones, die auf dem Tisch liegend wackeln.

      * Architektur machte ihm in letzter Zeit anscheinend mehr Spaß, aber so viele Gebäude braucht Apple ja nun nicht.

      * Für Software hat er meines Erachtens kein Verständnis.

      * Ich bezweifle, dass er eine Smartwatch nutzt oder auch nur versteht.

      Alles Dinge, die dagegen sprechen, dass er das alles weitet leitet.

      Die Frage ist nur, wo sie einen entsprechenden Ersatz herbekommen, denn irgendwann werden sie einen brauchen, der dafür sorgt, dass die Produktlinien auseinanderlaufen und nichts mehr koordiniert word.

      • Wolfenheimer says:

        Gut zusammengefasst, sehe ich ganz genauso. Er hat unter Jobs super tolle Sachen gemacht (iPod, Clickwheel zb). Danach aber auf Kosten der Funktion viele falsche Designentscheidungen getroffen. Daher finde ich es durchweg positiv wenn jemand mit frischen Ideen kommt.

      • Warum sind aktuelle Geräte schlank und leicht? Weil die Nutzer das so wollen. Irgendwelche Probleme haben damit nichts zu tun. Die gab es schon als die Geräte noch klobiger und schwerer waren. Die Produkte sind heute besser als noch zu Steve’s Zeiten. Unsummen für R&D machen’s möglich.
        Apple hat eine relativ schmale Produktpalette im Verhältnis zu den Verkaufszahlen. Wenn da bei einem Prozentsatz der Nutzer ein Problem auftritt dann wird daraus eine Story gemacht. Bestes Beispiel ist das Märchen mit den Tastaturproblemen. Die gab es vorher schon, sowas ist einfach inhärent bei mechanischen Teilen. Aber weil es ein neues Design ist dann liegt es am neuen Design und nicht daran dass das bei mechanischen Teilen nunmal so ist.

  5. Gut das er weg ist. Mit dem Design der unsäglichen Notch kann ich mich immer noch nicht anfreunden.
    Das die Geräte immer dünner wurden, hat auch nicht zur Stabilitätssteigerung beigetragen und haptisch gefällt mir ein eher eckiges Design wie beim 5s SE wesentlich besser wie das Flutsch Design der danach folgenden iPhones.

    Und auch das Design des neuen Mac Pro als Käsereibe ist eher suboptimal.

    Schade, dass Apple anscheinend weiter an ihm festhält wenn auch als Externer.

  6. Schade! Apple ohne Jobs hat nichts großes mehr herausgebracht, jetzt ist Ive auch weg, deren letztes Genie… Die 90er lassen grüßen, wer schon damals dabei war, weißt Bescheid…

    • Peter Brülls says:

      Stimmt doch gar nicht. Steve Jobs hat noch die Apple TV in seiner heutigen Grundform vorgestellt und noch die Basis zum iPad.

      Beide, aber insbesondere das iPad, haben in den letzten Jahren erhebliche Weiterentwicklungen hinter sich.

      Komplett ohne ihn entstanden sind:

      * Watch
      * AirPods
      * Apple Music
      * Apple Pay

      Alles sehr erfolgreiche Bereiche mit überdurchschnittlichen Wachstum. Im Schnitt also alle zwei Jahre ein neues Produkt, keines davon gefloppt.

      Hinzu kommt noch Apple Card, als eigener Dienst um Apple Pay noch weiter voranzutreiben.

      Dazu noch eine wieder deutlich bessere gewordene Produktpflege in den Bereichen iMac, Mac Pro, Mac Mini, mit auffälligen Schwächen im MacBook, wo Schlankheit sich negativ auf die Performance auswirkte.

      Übrigens war ich in den 90ern dabei, unter anderem mit dem PowerBook 1400. Als Bürogerät besser als Windows, aber mein Hauptgerät war damals nicht ohne Grund ein Linux. Auch wenn dann noch ein Power Mac G3 oder G4 dazu kamen. Das war aber auch schon um die 2000.

      Und erst nach 2000, mit dem Wechsel zu OS X und dann dem Wechsel zu Intel, kam so richtig Fahrt auf.

  7. Oh oh, die Experten diskutieren wieder über Design. Ich hol schon mal das Popcorn.

  8. Einfachster Job der Welt? Porsche 911 bzw. Apple Designer…

  9. Ich vermute mal er was so angepisst das sie ihn bei der neue Käsereibe in die Ecke mit dem Eselshut gestellt haben. Siehe da, es kam etwas vernüftiges dabei heraus 🙂 (was ein irres Ding) Das MacBook Air ist einfach krank, wie auch das MaBook (ohne Pro). Auch beim IpadOS sehe ich ganz klare Brüche in der bisherigen Philosophie (da hätte sich Steve wirklich im Grab umgedreht, ich freu mich einfach nur wie ein Schnitzel, mein Ipad läuft mittlerweile in vielen Belangen meinem Laptop den Rang ab und das noch vor Ipad OS).

  10. Muss man den kennen?

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