iTunes: starker Rückgang bei Musik-Downloads, Beats-Integration 2015

Das Musik-Geschäft befindet sich gerade in einer Umbruchphase. Streaming-Dienste, egal welcher Art, sorgen dafür, dass die reinen Musikdownloads zurückgehen. Das spürt auch Apple, 2014 allerdings um einiges stärker als noch im Jahr zuvor. 2013 wurde global ein Rückgang von 2,1 Prozent verzeichnet, was Musik-Downloads angeht. Insider wollen nun wissen, dass iTunes (wohl das größte legale Download-Portal für Musik) dieses Jahr einen Rückgang von rund 13 Prozent hinnehmen muss.

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Apple hat auch schon Gehversuche im Streaming-Bereich unternommen, siehe iTunes Radio. Dass iTunes Radio bei den letzten Präsentationen aus Cupertino keine Rolle gespielt hat, kann man durchaus auch als Zeichen deuten, dass Apple an etwas anderem arbeitet. Durch die Beats-Übernahme hat man einen Streaming-Service an Bord. Dieser soll 2015 in iTunes aufgehen und somit, anders als bei iTunes Radio eine richtige Konkurrenz zu Spotify und Co. werden.

Ein Problem, das die Musikindustrie allerdings hat, ist die Tatsache, dass die Einnahmen aus Verkäufen schneller sinken, als die Einnahmen aus Streaming-Diensten steigen. Verursacher hierfür sollen die werbefinanzierten Angebote der Dienste sein, die den Plattenfirmen / Künstlern weniger einbringen als bezahlte Abo-Modelle.

Alles in allem ist der Rückgang der bezahlten Downloads vorhersehbar gewesen, nun liegt es an den Anbietern, nicht nur für die Nutzer attraktive Streaming-Pakete zu schnüren, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Musikindustrie nicht verarmt. Der 14 Prozent-Rückgang bei Downloads im ersten Halbjahr 2014 wird durch eine 28 Prozent-Steigerung bei Streaming-Diensten aufgefangen, sodass sogar noch ein kleines Plus übrig bleibt, digitaler Content einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar generiert hat.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Die Musik muss halt wieder auf physische Datenträger ( Sammelboxen mit Shirt oder anderen Gimmicks) oder Vinyl setzen. Ich hab noch nie kauf Downloads bezahlt und immer Vinyl gekauft…

  2. „Ein Problem, das die Musikindustrie allerdings hat, ist die Tatsache, dass die Einnahmen aus Verkäufen schneller sinken, als die Einnahmen aus Streaming-Diensten steigen“

    „Der 14 Prozent-Rückgang bei Downloads im ersten Halbjahr 2014 wird durch eine 28 Prozent-Steigerung bei Streaming-Diensten aufgefangen, sodass sogar noch ein kleines Plus übrig bleibt“

    – Wie passen die beiden Aussagen zusammen?

  3. Ich kaufe meine Musik nach wie vor als mp3-Downloads bei Google Play, manchmal auch bei Amazon. Ich möchte kein (bezahltes) Streaming, lohnt und rechnet sich überhaupt nicht für mich.

  4. „Das Musik-Geschäft befindet sich gerade in einer Umbruchphase. Streaming-Dienste, egal welcher Art, sorgen dafür, dass die reinen Musikdownloads zurückgehen. “

    Belege?

  5. @John. Steht zwei Sätze später.

  6. @Jon. Tja lass es dir nochmal durch den Kopf gehen. Passt sehr wohl zusammen.

  7. michael_cgn says:

    Die Masse der Musikmacher hat noch nie ein vernünftiges Entgelt für ihre Arbeit erhalten … die großen Anbieter haben mit Wenigen das große Geschäft gemacht. Die Kleineren verdienen vielleicht mit Live-Auftritten, aber digital gehen sie im Monopolmarkt eh leer aus.

    Wenn das zu Ende geht, um so besser.

    Und Apple – wie Google und Co. – als Profit-Haifische die Kultur dominieren zu lassen wäre ein Sargnagel mehr für eine freie Kultur und Gesellschaft.
    Dann kann man gleich die NSA beauftragen, die Musik für einen auszuwählen.

  8. @Les Er.
    „Verursacher hierfür sollen…“, sollen sind aber keine Beläge sondern eine eine allerwelts aussage wie hätte, wäre, könnte. Hieb und Stichfeste Beweise gibt es nach wie vor keine.

  9. @Les Er,

    nur wenn man die absoluten Zahlen betrachtet.. dann müsste man aber irgendwie schon angeben, worauf genau sich diese Prozentangaben beziehen.

  10. @Shy_Angel Jon und all die anderen Pfeifen.

    Es ist wirklich traurig, dass es inzwischen Usus zu sein scheint, mal eben hier ins Blog zu kommen, irgendwas zu kritisieren und dann noch eine „möglichst schlaue“ Frage zu stellen.

    Und das allerschlimmste ist: Das scheint System zu haben. Bah.

  11. Ist heute wieder der freundliche Samstag ?

  12. @Les Er.
    Wir alle kennen nun eindeutig deine Meinung dies rechtfertigt aber dich noch lange nicht irgendwelche Behauptungen aufzustellen die du nicht Belegen kannst. Aussagen sind keine Belege. Aber so ist das mal Pfeifen andere als Pfeifen darstellen, da sieht mal schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht, bzw. man will nur das sehen was man sehen will damit man in seiner gefühlten Auffassung bestätigt wird.

  13. @Shy_Angel Hey. Haste mal nen Konverter für das was du das schriebst? Ist so nicht zu verstehen 🙂

  14. Um nochmal auf die 14 Prozent gegen 28 zurück zu kommen.
    14 Prozent weniger beim Verkauf von iTunes, nicht mit einbezogen alle andern Verkaufsplattformen
    28 Prozent bezogen auf den kompletten streaming Markt.
    Ist unglücklich ausgedrückt, und lässt sich nicht direkt miteinander vergleichen.
    Gut möglich dass der Download- und der „harte“ Verkaufsmarkt mit CDs etc. Tatsächlich schneller schrumpft als die Einnahmen durch Streaming Dienste steigen…

    Und nu hörts doch auf zu streiten.
    Bis einer weint.

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