iTunes Match veröffentlicht: weisse Musik-Weste für 25 Dollar im Jahr

Der geneigte Leser hat sicherlich hier mal etwas über iTunes Match gelesen. Apples Cloud-Lösung für alle eure Musik. Kostet 25 Dollar im Jahr und hat einen Vorteil: eure Songs werden in 256 KBit zur Verfügung gestellt, egal aus welcher Quelle. Na, kommt ihr drauf? 96 KBit illegal zerren und schön von iTunes hochleveln lassen – mit dem Gefühl der weissen Weste. Dabei wird nur gecheckt, ob der Song bei iTunes vorhanden ist.

Ist er das, erfolgt sogleich das „Hochleveln“, bei Nichtvorhandensein wird logischerweise eure Datei genommen. Habt ihr 1000 Songs von denen 999 bei iTunes verfügbar sind, muss also nur ein einziger in die Apple’sche Cloud gepustet werden. Weiterer Vorteil: einmal geladen und überall verfügbar. Kein Hazzle bei der Synchronisierung – zumindest dort, wo iTunes läuft.

Hier der Text von Apple:

„Here’s how it works: iTunes determines which songs in your collection are available in the iTunes Store. Any music with a match is automatically added to iCloud for you to listen to anytime, on any device. Since there are more than 20 million songs in the iTunes Store, chances are, your music is already in iCloud. And for the few songs that aren’t, iTunes has to upload only what it can’t match. Which is much faster than starting from scratch. Once your music is in iCloud, you can stream and store it to any of your devices. Even better, all the music iTunes matches plays back from iCloud at 256-Kbps AAC DRM-free quality — even if your original copy was of lower quality“.

Ziemlich cool, oder? Zumindest auch schlau: wenn ich das richtig sehe, kann man illegal gezerrte Musik reinwaschen, zum Kurs von 25 Liedern im Jahr (bei nem knappen Dollar pro Song). Legal betrachtet? Bislang haut Google Music Speicher für 20.000 Songs für lau raus, Apple lässt sich den Space für bis zu 25.000 Songs eben bezahlen, bietet dafür aber den Mehrwert der hohen Musikqualität, des Weiteren muss bei Apple der ganze Kram nicht hochgeladen werden, sofern in der Library von Apple vorhanden. Mensch Google – du wirst uns Mittwoch überraschen müssen!

iTunes Match benötigt iTunes 10.5.1, welches hier zu haben ist.

Und nun zur Enttäuschung: iTunes Match ist nur in den Staaten zu haben, nicht außerhalb. Bislang zumindest. Jetzt mal Hand hoch, wer hätte die 25 Dollar bezahlt? Ich auf jeden Fall. Ohne mit der Wimper zu zucken. (via)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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58 Kommentare

  1. *hand heb*

    Die GEMA muss erst weggebombt werden… Dann ists glaub ich kein Problem mehr… (bzw. man könnte der GEMA via Gesetze auch alle Tätigkeiten verbieten… so als Alternative mal gesehen) 😀

  2. Hand gehoben 😉

  3. Ich glaub ich zieh in die USA …

  4. Verstehe ich da jetzt was falsch oder übersehe ich da nen entscheidenden Punkt?
    Ich könnte ja meine „Sammlung“ über iTunes Match reinwaschen lassen, einmalig 25 Euro dafür bezahlen, mir die ganzen Songs ziehen, und mich wieder abmelden.
    (Bin mir fast sicher, dass ich da was übersehen habe 😉 )

  5. *handheb*

  6. Auch, Hand hoch

  7. Japp, ohne zu überlegen… Aber das wird in Deutschland wohl so schnell nicht passieren.

  8. Hallo Cachy,

    iTunes Match wird es in D definitiv nicht geben, solange die GEMA die Republik beherrscht. Dein Blogpost ist somit die Bytes nicht wert, die du dafür belegt hast.
    Nichts für ungut, mach weiter 🙂

  9. Was spricht dagegen sich den Service einfach anzuschaffen? Also per VPN anmelden und dann eben über das amerikanische iTunes seine Musik beziehen?

    Illegal ist es ja nicht, wenn man seine Musik im Ausland kauft, iTunes-Konten in Amerika haben ja einige wegen den amerikanischen Serien.

  10. *auch die Hand hebt*

    Oh Amerika, du Konsumentenparadies…

  11. Soweit ich es mal gelesen habe hat die Gema in einer Stellungnahme mal mitgeteilt das Apple noch keine Anfrage an sie gestellt hat und sie somit nicht tätig werden könnten. Ob Apple es darf oder nicht.

  12. In Gegensatz zu Apple funktioniert aber Google – Musik auch Hierzulande wenn man einmal von der kurzen Anmeldung via Proxy absieht, danach ist kein Proxy mehr nötig.
    Zudem kann man 20.000 Songs für lau Raufschieben. Warum sollte Google da noch mehr Überraschen ?
    Offiziell wird es hierzulande dank der GEMA wohl in absehbarer Zeit mit beiden Diensten kaum etwas werden?

  13. Könnte man dann dich nicht, die Beispiele auf iTunes mitschneiden, als MP3 datei speichern und die ID3 Tags so verändern, sodass sie zum lied passen. So bekommt man sogar für 25$ im Jahr legal jede Musik die man haben will. Oder versteh ich da was falsch?

  14. Keine Option für mich, ist von Apple! Kannste wieder nur mit Apple-Gedöns benutzen und das reinwaschen von Mp3s ist für mich eh uninteressant!

  15. Ja, bin dabei!

  16. @Olli: hast du heute nicht getwittert, dass du ein Apple TV gekauft hast? Nutzt du nicht sogar ein MacBook? 😉

  17. Ich hab zwar nur knapp 22 GB (ca. 4000 Songs) auf dem Rechner, wovon gute 90 % schon legal gekauft wurde. Trotzdem würde ich jederzeit 25 Euro bezahlen um die Datenbank durchgängig auf 256 Bit zu bringen und gekaufte Musik auf Arbeits- und Privatrechner zu verteilen ohne jedesmal händisch die Dateien hin und her kopieren zu müssen.

  18. Wozu soll man denn 25 Dollar im Jahr für unbegrenztes Musik-Hören bezahlen, wenn man das bei MyVideo auch kostenlos machen kann ?
    Man stellt sich einfach seine persönliche Playlist zusammen und kann genau so wie auch mit den iTunes Musik online hören.
    Wäre der iTunes-Dienst irgendwie offline verfügbar, dann hätte er einen Vorteil, aber mit Internetanschluss zahle ich keinen Cent für Musik.

  19. Mein Gott! Da macht Apple ’nen Hammer-Angebot und dann kommen Leute wie @Linus, die auch daraus noch das letzte heraus quetschen wollen. So ein Kindergarten. Mal davon abgesehen, dass man im Normalfall ein paar hundert Songs hat, die man wirklich „braucht“, ausser man ist DJ – und nicht Möchtegern-DJ.

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