iTunes Match: Upgrade auf 256 KBit – so geht es

Ich habe ja in der letzten Zeit viel zu iTunes Match geschrieben. Apples Dienst, Musik in der Cloud auf allen Geräten verfügbar zu machen. Auch schrieb ich darüber, dass minderwertige Songs ab 96 Kbit/s auf 256 KBit/s ohne Aufpreis durch iTunes Match hochgelevelt werden. Tja – nachdem nun von mir knapp 10.000 Songs in Apples Cloud lagern, habe ich mich heute morgen mal ans Werk gemacht: Löschen des minderwertigen Krempels, Runterladen der neuen Musik in 256 KBit/s.

Wie das geht, hatte ich bereits angerissen, nun schreibe ich es mal ausführlicher in diesen Beitrag. Knapp 10.000 Songs habe ich im Laufe der Jahre angesammelt, die Hälfte davon unter 256 KBit/s. Ich begann ziemlich früh damit Musik zu hören, kaufte „damals“ in den 90ern so fast jede CD, die so auf den Markt kam. CDs besaß ich Kofferweise – der Grund dafür, dass ich keinen festen Musikgeschmack habe. Wobei man das bei mir nicht einmal Geschmack nennen darf. Viel 80er, noch mehr 90er (Eurodance! Nana, Ice MC, Masterboy und so) und jede Menge Bands / Künstler, von denen ich Compilations besitze (Michael Jackson, Rammstein, D.A.D, Onkelz, Fanta 4, Ärzte, Bodycount, JBO, Lordi, Depeche Mode, Manowar, Iron Maiden, Scooter – selbst Matthias Reim (!!!)).

Ihr seht: jede Menge Gedöns. Irgendwann vor vielen Jahren begann ich damit, den Krempel zu digitalisieren. CD rein und mittels CDex, Audiograbber & Co auf die Platte. Damals aus Platzgründen natürlich nur in 128 KBit/s oder max. 192 KBit/s. Aber: ich will euch ja nicht mit meinem Geschmack nerven, sondern auf die Schnelle beschreiben, wie man die 256 KBit/s nicht nur in der Cloud hat, sondern wie man diese DRM-frei auf den eigenen Rechner bekommt – die Vorgehensweise ist unter Windows und Mac OS X identisch und setzt voraus, dass ihr bereits euren kompletten Kram mit iTunes Match abgeglichen habt.

1. Erstellt eine neue intelligente Wiedergabeliste

2. Folgende Kriterien: Bit-Rate ist kleiner als  256 KBit/s, iCloud-Status ist gefunden & Medienart ist Musik

3. Wählt alle Songs dieser Wiedergabeliste aus und drückt Option + Backspace (Windows: Shift + Entfernen)

4. Löscht diese Lieder (nicht aus der iCloud) und schiebt den Kram in den Papierkorb

Nun ist lokal alles gelöscht, der Inhalt der Playlist ist aber noch da – in der Cloud. Hinter der Wiedergabeliste befindet sich das Cloud-Symbol. Ein Klick auf dieses Symbol sorgt dafür, dass der ganze Musikspaß wieder auf eurem Rechner landet – lecker in 256 KBit/s.

Noch offene Fragen? Es gibt auch eine iTunes Match FAQ.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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67 Kommentare

  1. Ich hätte da ein kleines Helferlein gebastelt mit dem man aus iTunes Songs die ganzen Identifikationsdaten entfernen kann. Falls Caschy das mal vorstellen will (legal ist es aus meiner Sicht ja…, man tut ja nix stehlen)….

  2. @stardust: Ist das denn so ohne Weiteres möglich? Ich habe mal etwas über Wasserzeichen gelesen und dachte das diese Informationen im Frequenzraum auf die einzelnen Frequenzen codiert werden und auch bei einer akustischen Aufnahme nicht verloren gehen.

  3. Ich möchte nochmal auf die Frage von Sepp hinweisen, die mich auch interessiert. Man erhält ja 256 KBit ACC-Dateien. Welche Möglichkeit habe ich als Android-Nutzer dann noch meine Musik zu hören? ACC ist doch proprietäres Format von Apple? Und ich glaube, Android spielt kein ACC ab?

    Und kann man mit der Software mp3tag auch die Wasserzeichen in den ACC-Dateien entfernen?

  4. @AndroidFan: AAC von Apple? Ich glaube, du vertust dich :;) http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Audio_Coding

  5. @Patrick Ja, macht er. Alle ID3-Tags werden in die Cloud übernommen.

  6. Hallo,

    weiss jemand ob ich eigene CD’s erst selber rippen muss, zu iTunes hinzufügen und dann erst abgleichen kann,
    oder ob iTunes Match die CD erkennt und gleich das entsprechende Album in 256kbit in der Cloud bereitstellt.

    Würde ja ne Menge Zeit sparen, da das rippen entfällt.

    Besten Dank im voraus!

    Heini

  7. @Caschy
    Da habe ich wohl etwas verwechselt. Meine das in einem Kommentar im Zusammenhang mit iTunes match hier im Blog gelesen zu haben. Also sollten auch Androidgeräte ACC lesen können.

  8. Hi Caschy!
    Ich habe alle meine Musik ganz schon in Playlisten organisiert und so, wenn ich jetzt die Musik lokal lösche und dann wieder per iCloud runterlade, wird sie dann wieder automatisch in jene Playlisten hinzugefügt?
    Danke dir!

  9. Danke für die Anleitung. Grad mal am durchackern und bei mir sind es immerhin knapp 1000 Songs die auf 256kbit ein upgrade bekommen 😉

  10. @Osch:

    Vielen Dank. Dann werde ich mich mal an die Verwaltung machen sobald meine 20.000 Songs Up sind 😉

  11. Ich habe Songs die nicht anständig getaggt sind (zB Albumname fehlend), aber in der Cloud gefunden wurden. Kann man da die Tags autoverständigen lassen, durch itunes?

  12. Mich würde interessieren, ob es neben dem ID3-Tag noch andere „Wasserzeichen“ gibt.

    Dies könnten wir doch untereinander feststellen. Wir können ein Lied hernehmen, was viele von uns in der Cloud haben (Beatles – Help oder sowas). Das laden wir runter, entfernen die Tags mit einem identischen Tool und posten dann die Prüfsumme der Datei (MD5). Sofern kein „analoges“ Wasserzeichen drin ist, ist die Prüfsumme dann gleich.

  13. @wirpo032 Autovervollständigen macht iTunes nicht. Dafür gibts aber genügend andere Programme.

  14. Hast Du ein Bespiel Programm welches Du empfehlen könntest?

  15. Unter Windows ist mp3tag (www.mp3tag.de) m.E. das Nonplusultra.
    Unter OSX kenn ich leider selbst kein Programm, welches nur annähernd an MP3Tag rankommt. Da hätte ich selber gerne noch Empfehlungen. Ein paar Kleinigkeiten kann man mit TuneInstructor erledigen.

  16. @Osch

    Vielen Dank. Das Programm kannte ich tatsächlich noch nicht.

    Jetzt habe ich vor dem Taggen bereits alle Dateien in die Cloud hochgeladen…wenn ich nachträglich meine mp3’s bearbeite – wirkt sich das dann auch auf meine Dateien in der Cloud aus? Oder muss ich alles nochmal hochladen nachdem ich die mp3’s bearbeitet habe?

  17. Danke für deine Anleitung. Wesentlich besser mit „Bebilderung“… denn bisher nur Text Anleitungen gelesen. Gracias!!

  18. @Patrick Nein, soweit ich das beobachtet habe, werden nur die geänderten Tags gesynced. Hochgeladen wird das File auf jeden Fall nicht noch einmal.

  19. Ich habe meine Mediathek (25.000 Songs) nun auch bereinigt. Da hat sich in den letzten 15 Jahren allerlei falsche Tags angesammelt. Das geht von verschiedenen Interpretennamen („Beatles“ und „The Beatles“) über fehlende Tags, Tags in Grossbuchstaben, falsche Tags und insbesondere keine Cover und fehlende Genres.

    Im Lauf der Jahre habe ich auch diverse Tagging-Tools probiert. mp3tagIT, musicbrainz picard, auch das hier genannte „nonplusultra“.

    Auch ich hatte die Hoffnung, dass iTunes Match nun endlich Ordnung hier hinein bringen könnte – tat es aber leider nicht. Wie ihr wisst, ändert Match keinerlei Tags – leider. Es gibt zwar ein Ruby-Script (und einen Windows-Port), aber der soll die Tags auch nur suboptimal befüllen.

    Bei der Suche bin ich letzte Woche über „mein“ Nonplusultra gestolpert: Tune Up Media. Gibts für Mac und PC. Demo geladen und war gleich so begeistert, dass ich die $40 (ein Haufen Kohle für so ein Tool!) investiert habe.

    Das Ding erkennt die Musik – ähnlich wie iTunes Match und Shazam – anhand eines akustischen Fingerabdrucks. Allerdings wird der nicht mit MusicBrainz abgeglichen, sondern mit derselben Datenbank, auf die auch iTunes Match zugreift: Gracenote.

    Die Erkennungsrate ist phänomenal, ich würde sagen von 25.000 Songs wurden 100 gar nicht, und vielleicht 5-10 falsch erkannt. Und da waren krasse CDs dabei, von Gerhard Polt über Live-Alben von VNV Nation bis über diverse Sondereditionen. Alles korrekt.

    Meine Tags sind nun 1a – das Programm ist wirklich das Geld wert. Demo-Video: http://vimeo.com/17008069
    PS: Werber bekommen $10, soweit ich weiß – brauche ich aber nicht, mir taugt das Programm auch so super. Darum auch kein Ref-Link.

  20. Ludolf Rudolf says:

    Also ich finde die Idee von Conrad gut, leider ist niemand drauf eingegangen und ich wüsste auch nicht, wie wir das alle ohne gemeinsame Plattform mal starten könnten…

    Wat schade.

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