iTunes 12.4.2 für Windows und OS X veröffentlicht, iTunes Match nun mit Audio Fingerprint

apple music artikel logo itunesEs gibt Updates für iTunes. Einmal wurde die Software selbst aktualisiert, an anderer Stelle hat Apple an der iTunes Match-Funktion geschraubt. Das iTunes-Update behebt ein interessantes Problem. Waren in einer Wiedergabeliste Lieder, die kürzer als eine Minute waren, wurde die Wiedergabe gestoppt. Liegt daran, dass iTunes den nächsten Titel bereits anfängt zu laden, wenn der aktuelle noch spielt. Dieses Laden wird eine Minute vor Ende ausgelöst. Ist der Song kürzer, wird nicht geladen und die Wiedergabe stoppt. Ist mit Version 12.4.2 nun nicht mehr der Fall, Ihr könnt also auch wieder Wiedergabelisten mit kürzeren Songs ohne Unterbrechung anhören.

Unabhängig vom iTunes-Update gibt es auch eine Änderung bei iTunes Match. Apple Music integrierte iTunes Match, als Abonnent erhält man also die gleiche Funktionalität auch ohne eigenes Match-Abo. Nutzer beschwerten sich, dass Lieder falsch erkannt wurden und dadurch eventuell mit einem falschen Song ersetzt (Studio-Aufnahme statt Live zum Beispiel). Der Grund hierfür liegt im Abgleich, der von Apple via Metadaten vorgenommen wurde.

Nun wurde auf Audio Fingerprint umgestellt, was eine exaktere Erkennung als das Metadaten-Modell ermöglicht. Nutzer, die bereits „Opfer“ der falschen Erkennung wurden, werden noch einmal gematched, allerdings werden die falschen Versionen nicht automatisch gelöscht. Eigentlich gut, man kann sich vorstellen, wie groß der Aufschrei wäre, würden Titel plötzlich automatisch gelöscht. Die neue in Apple Music inkludierte Match-Version ist mit der Änderung also genau die gleiche, die auch über das extra Match-Abo bezogen wurde.

Nutzer von iTunes Match und Apple Music können demnach nun auch iTunes Match verzichten, da es in dieser Form auch in Apple Music vorhanden ist. Zumindest gibt es keinen Grund mehr, für beides zu bezahlen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. Ich freue mich, hab erst diese Woche mein Match verlängert. Naja, sollte Ich entscheiden aus Apple Music auszusteigen dann hab ich trotzdem noch Match

  2. Habe das nicht ganz verstanden…ich habe beide Abos und habe etliche Alben (knapp 20.000 Songs) bei iTunes Match hochgeladen die es bei Apple Music nicht gibt. Kann ich jetzt trotzdem iTunes Match kündigen und meine Alben sind trotzdem weiterhin verfügbar?

  3. Ulf Blanke says:

    @DerSeemann Gute Frage, das wüsste ich auch gerne.

  4. Bisher gab es auch noch einen weiteren Unterschied zwischen iTunes Match und Apple Music:

    Über Apple Music erkannte Lieder sind nicht DRM-frei! Das heißt: Lasse ich ein Lied anhand einer MP3-Datei erkennen, steht es mir via Apple Music auf all meinen Geräten zur Verfügung – jedoch DRM-encrypted. Kündige ich mein Apple Music-Abo, kann ich diese Lieder nicht mehr hören, es sei denn, ich habe noch irgendwo meine ursprüngliche MP3-Datei oder sonst ein Original.

    Der gleiche Prozess via iTunes Match bietet mit nach Erkennen eine DRM-freie Datei. Die kann ich auf meine verbundenen Geräte herunterladen und auch wegsichern oder sonst was damit machen.

    Ohne iTunes Match bindet man sich daher langfristig an Apple Music, wenn man eigene Lieder ergänzen möchte.

    Ist dies nun anders? Solange dieser Unterschied jedoch existiert, würde ich den letzten Satz des Beitrages so nicht stehen lassen..

  5. Sascha Ostermaier says:

    @DerSeemann: Gute Frage, ich selbst nutzte iTunes Match nie.

    Aus der Quelle: If you are a current iTunes Match subscriber and subscribe to Apple Music, you can let your Match subscription lapse when it comes up for renewal and still receive the same benefits. If you don’t subscribe to Apple Music and still want the benefits of iTunes Match, hold on to your subscription.

    Klingt für mich schon so als könntest Du einfach – ohne Verluste – kündigen, wenn du Apple Music abonniert hast. Darauf festnageln lasse ich mich aber nicht. Wobei konkret aber auch nur gematchte Titel angesprochen werden, was ja bei Dir nicht der Fall ist.

  6. normaniac says:

    So wie es aussieht, scheinen die gematchten Lieder via Apple Music DRM-frei zu sein. Dann wäre es wirklich so, dass man nicht mehr beide Dienste benötigt!

  7. Besucherpete says:

    Gibt es damit endlich auch die Option, dass bestehende (falsche) MP3-Tags durch neue (korrekte) ersetzt werden?

  8. Kleiner Fehler im Artikel: iTunes Match arbeitete schon immer mit Audio Fingerprint ( ca. die ersten 15 sec plus Länge des Songs ). Jetzt bekommt bekommt auch Apple Music diese Technik, das bisher nur nach Meta Daten abgeglichen hat.

  9. @DerSeemann
    Es war auch vorher so dass Alben, die nicht bei Apple Music zu haben sind, hochgeladen wurden. Ist Bestandteil von iCloud-Musikmediathek. Wenn du die aktivierst wird hochgeladen.

    Abgesehen vom Matching-Algorithmus war der einzige Unterschied zwischen iTunes Match und Apple Music das DRM. Mit iTunes Match sind alle Downloads ohne DRM. Mit Apple Music kamen alle Downloads mit DRM und können nur gespielt werden während man noch ein Abo hat.

    Das hat sich jetzt geändert. Die Titel die schon vorher auf der Platte waren und zur iCloud-Musikmediathek hinzugefügt werden können jetzt überall DRM-frei runtergeladen werden. Inklusive „Upgrade“ der Qualität. Hat man ne schlecht codierte 128 kb/s Datei kann man daraus jetzt eine 256 kb/s AAC machen.

  10. Nachträglich blieb bei Apple Music gesicherten Dateien nur die DRM-Entfernung, wobei dann die rechtliche Situation fraglich ist. Wenn sich dies nun erübrigt, wäre das ein weiterer Vorteil für Apple Music, denn iTunes Match funktionierte bisher nur Account-bezogen (jeweils 25€/Jahr) wohingegen Apple Music mit der Familienoption für 15€/Monat bei 5 Accounts ein Kracher ist… Fehlt nur noch ein Backup für die Sprachmemos – ich zeichne diese daher mittlerweile mit 128kbps auf, um die Limitierung zu umgehen…

  11. Titel die von Apple Music kommen und vorher nicht in der Bibliothek waren haben weiterhin DRM. Logisch, denn sonst könnte man ja einen Monat buchen, Tag und Nacht so viel saugen wie geht, und dann kündigen.

    Hier geht’s lediglich darum dass 100% der Funktionalität von iTunes Match jetzt zu Apple Music hinzugefügt worden ist.

  12. PS: sorry, sehe gerade dass ich deinen Kommentar wahrscheinlich missverstanden habe.