Italiener muss wegen Nutzung von Infrarot-Kontaktlinsen 2 Jahre ins Gefängnis

Eine skurrile Geschichte hat sich vor 2 Jahren in Cannes zugetragen, jetzt ist das Urteil gefallen. Ein Italiener (mit dem nicht minder spektakulären Codenamen Parmesan) startete einen vorerst erfolgreichen Betrugsversuch in einem Casino. Eine wichtige Rolle spielen in der Geschichte Infrarot-Kontaktlinsen, die sich der Herr für 2.000 Dollar aus China besorgt hatte. Mindestens ebenso wichtig sind aber korrupte Casino-Angestellte und ein unauffälliger Helfer.

Poker_Karten

[werbung] Parmesan zinkte Karten. Mit unsichtbarer Tinte. Diese wurden dann von Casino-Angestellten in den normalen Spielbetrieb gebracht und verhalfen Parmesan zu einem Gewinn von 70.000 Dollar beim Pokern. Die Karten waren mit unsichtbarer Tinte markiert, sodass die Markierungen nur mit den speziellen Kontaktlinsen zu sehen waren. Zusammen mit seinem Komplizen am Tisch war es so sehr einfach, größtmögliche Gewinne einzufahren.

Dem Casino fiel der Betrug auch nur deshalb auf, weil Parmesan zweimal eine sehr gute Hand weggeworfen hatte. Durch das Abhören von Telefongesprächen flog die Masche auf und Parmesan wurde bei einem alleinigen Besuch im Casino (Gewinn: 21.000 Euro) festgenommen.

Mit seinen 2 Jahren Gefängnis und 100.000 Euro Geldstrafe ist Parmesan noch relativ gut weggekommen. Seine Komplizen erhielten Haftstrafen in Höhe von 30 Monaten und 3 Jahren, ebenfalls mit einer ordentlichen Geldstrafe. Laut Anwalt des betrogenen Casinos war dies in Europa der erste Fall, der auf so eine Methode zurückgriff.

Und die Moral von der Geschicht´? Technik schützt vor Strafe nicht!

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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22 Kommentare

  1. Hahahaha, Parmesan^^

  2. Die Moral von der Geschicht? Lass dich nicht erwischen!

  3. Vielleicht eine blöde Frage, aber warum ist die Haftstrafe der Komplizen denn länger, als die des Haupttäters?

  4. Vielleicht, weil diese ihren Job im Casino ausgenutzt haben? @FlutterRage

  5. Thomas Schuhbauer says:

    Typisch Ausländer. Normal müssten die Lebenslang hinter Gitter beziehungsweise die Todesstrafe verhängt werden.

  6. solche news/beitraege lese ich normalerweise auf shortnews.de! ich dachte das ist ein technik blog.

  7. Genau solche News braucht das Blog ab und an. Interessant und erfrischend. Gut so!

  8. Geile Aktion 😀 Also klar geht sowas gar nicht, aber schon coole Idee^^

    Warum 2 Jahre, 3 Jahre und 30 Monate ( statt 2 1/2 Jahre)

  9. und die Moral: prügel‘ lieber jemanden ins Koma oder vergreif‘ dich an kleinen Kindern, und du bekommst ein Jahr auf Bewährung – aber eine SpielBANK betrügen ……

  10. Das ist ja mal ne tolle Idee. Schade das er erwischt wurde. Die Frage ist doch hier, wer ist der grössere Betrüger, Casino oder Parmesan?

  11. ..hat mal jemand geguckt ob das nicht nur „urban legend“ ist ?.. erscheint irgendwie doch bißchen zu „märchenhaft“ insgesamt.. aber wer weiß, mit technik ist ja bald alles möglich… :-))

  12. Und wo gibt es nun diese Infrarot-Kontaktlinsen genau? Link wäre nett. 😉

  13. Tolle Sache – schmeiß beim Kartenspiel eine gute Hand weg und schon werden deine Telefonate abgehört…

  14. Wer hat warum die Telefonate abgehört?
    Das wäre mal interessant.
    Achja, und wo gibt es die Kontaktlinsen?

  15. @laderio, HaschMich et al.:
    1) http://www.gidf.de
    2) Dann „infrared contact lenses“ eingeben, 12. Treffer:
    http://www.markedpokercards.com/products/contact-lenses/product/view/8/21

    Es gibt anscheinend schon einige Seiten, die so Zeug öffentlich anbieten und noch damit werben, dass man damit bescheissen kann. Ein Casino müsste das eigentlich entsprechendem Kameraequipment zu überwachen. Nun ja, ist zwei schon Jahre her, eine technische Ewigkeit.

  16. Ohne Autokorrektur geht’s besser:

    Ein Casino müsste das eigentlich mit entprechnedem Kameraequipment überwachen.

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