
Sicherheitsforscher aus Vietnam haben Face ID nun mit einer Maske geknackt, allerdings ist der Aufwand doch relativ hoch. Zwar benötigt man theoretisch nur ein halbes Gesicht, denn Face ID funktioniert auch, wenn das Gesicht teilweise bedeckt ist, dennoch muss die Maske natürlich den Proportionen entsprechen, wie sie das gescannte Gesicht aufweist.
Gefertigt wurde die Maske aus verschiedenen Materialien, teilweise über 3D-Druck, teilweise per Hand modelliert. Unklar und auch nicht von den Forschern erwähnt: Ob die Blickerkennung aktiviert ist, die Face ID erst aktiviert, wenn der Nutzer aus auf das iPhone X schaut. Denn auf der Maske sieht es zwar nach geöffneten Augen auf, aber das sagt noch nichts darüber aus.
Erinnert man sich zurück an Touch ID, das sich anfangs recht einfach hat überwinden lassen, sieht die Gesichtserkennung dennoch nicht unbedingt unsicherer aus. Auch wenn Bkav das gerne so kommuniziert. Von den „Opfern“ benötigt man entweder einen 3D-Scan des Gesichtes, man kann die Maske aber auch anhand von zweidimensionalen Bildern anfertigen, ist nur eben etwas aufwändiger.
Die Forscher sehen ihre Maske als Proof of Concept, stufen Face ID dadurch als unsicherer ein als Touch ID. Den normalen Nutzer dürfte das wenig anheben, zu aufwändig ist die Prozedur, zu uninteressant die Smartphones der meisten Leute. Immerhin scheint Face ID ja trotzdem schwerer zu überwinden zu sein als andere Gesichtserkennungen, die bereits mit einem einfachen Foto überlistet werden können.