iPhone: Nacktfotoscanner startet in Deutschland (iOS 16 Developer Beta 4)

Die Funktion ist bekannt, wird durch die Einführung in Deutschland aber sicherlich erneut kontrovers diskutiert werden. macOS 13 und iOS 16 können, ab sofort mit der Developer Beta beginnend, auch Nacktfotos in iMessage (wie genau Nacktheit definiert ist, verrät die Hilfeseite nicht) scannen. Auf Nachfrage des Spiegel führte Apple aber aus, dass auch die reine Sichtbarkeit von Genitalien ausreichen kann, um die Hinweise auszulösen. Das Unternehmen sammelt nach eigenen Angaben auf verschiedenen Kanälen Feedback, um die Erkennung zu verbessern.

Das Ganze läuft im Rahmen der Familienfreigabe, Erziehungsberechtigte können das Ganze für Kinder-Accounts aktivieren. Ist die Funktion aktiv und das Kind empfängt Nacktbilder, oder als solche identifizierte, dann wird das Bild verwaschen dargestellt. Das funktioniert in beide Richtungen, beim Empfang und wenn das Kind etwas senden möchte. Erkennt die lokal laufende Erkennung (Client-Side Scanning) ein solches Bild, so werden Warnungen und Hilfeoptionen angeboten, so kann der Kontakt blockiert werden. Apple und die Eltern erfahren nicht automatisch, ob die Software zugeschlagen hat. Wichtig für den Hinterkopf: es handelt sich hierbei nicht um das Erkennen von CSAM- Inhalten (Child Sexual Abuse Material).

In den Nachrichten werden dem Kind mehrere Möglichkeiten angeboten, Hilfe zu erhalten – z. B. die Konversation zu beenden, den Kontakt zu blockieren, eine Gruppennachricht zu hinterlassen und auf Online-Sicherheitsressourcen zuzugreifen – und dem Kind zu versichern, dass es in Ordnung ist, wenn es das Foto nicht ansehen oder die Konversation nicht fortsetzen möchte.

Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme hat das Kind die Möglichkeit, einem Erwachsenen, dem es vertraut, eine Nachricht über das Foto zu senden. Wenn das Kind jünger als 13 Jahre ist, fordert Messages das Kind auf, ein Gespräch mit seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten zu beginnen.

Wenn sich das Kind dafür entscheidet, das Foto anzusehen oder zu senden, lässt sich iMessage bestätigen, dass es sicher ist, dass es dies tun möchte, und schlägt Alternativen vor, wobei dem Kind erneut versichert wird, dass es in Ordnung ist, nicht mitzumachen, und dass weitere Hilfe verfügbar ist.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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73 Kommentare

  1. Gute Sache. Funktioniert aber leider vermutlich nur in iMessage. Den ganzen Mist den meine Kinder per WhatsApp bekommen kann das System vermutlich nicht filtern.

    • KINDER sollten auch kein WhatsApp nutzen.

      • Was sollten Kinder nutzen?

        • In D ist iMessage ne gute Alternative, da nicht sooo weit verbreitet, so dass sich das Risiko für Mobbing in Gruppenchats in Grenzen hält. Ansonsten Signal oder Threema, kommt halt drauf an, was du fernhalten möchtest.

        • Nokiezilla says:

          Knuddels.

          Oh, wait.

        • GooglePayFan says:

          Nur weil es keine (brauchbaren) Alernativen gibt, ist es noch lange kein Grund dafür, dass es in Ordnung ist, wenn Kinder Whatsapp nutzen, obwohl die App eben erst ab 16 oder 18 freigegeben ist….

          • Anscheinend hast du keinen Kinder? Auch bei Kindern ist WhatsApp Standart. Auch wenn es erst ab 16 ist. WhatsApp hat es sich einfach gemacht und es ab 16 freigegeben um Kinderschutz Mechanismen zu sparen.

          • Keine brauchbaren Alternativen? Hast du dich jemals damit auseinandergesetzt? Wenn du sagen willst, die Leute bekommt man nicht in andere IM dann ist aber das Produkt noch lange nicht „nicht brauchbar“

            • „Unbrauchbar“ ist unabhängig seiner Qualität und Usability jedes Produkt ohne hinreichend grosse Nutzerbasis (oder Akzeptanz/Installationsbereitschaft) in der betreffenden Zielgruppe.

              Um das Extrembeispiel zu bemühen:
              Man wird eine Schulklasse oder Sportgruppe schlicht nicht dazu bekommen, dass jeder für 5€ Threema installiert.

        • NanoPolymer says:

          Was den mit SMS? Sollte doch jeder zumindest empfangen können. Je nach Vertrag kann der Versand natürlich noch kosten.

      • Mein Kind ist 25. Die fragt bestimmt nicht, welchen Messenger sie nutzen darf.

        • Bei einem „Kind“ mit 25 müssen die Eltern auch bestimmt nicht das Handy kontrollieren ob solche Bilder empfangen werden…

      • NIEMAND sollte WhatsApp nutzen!

  2. Da hoffe ich auf den Europäischen Datenschutz das ist gut gemeint aber meilenweit über das Ziel geschossen und pervertiert die cloud zum Überwachungssystem, ehrlich gesagt macht mir sowas angst

    • „Erkennt die lokal laufende Erkennung (Client-Side Scanning) ein solches Bild“.
      Welche Cloud meinst Du?

      • Der Scan läuft vorerst nur ständig lokal, was schon schlimm genug ist. Bei Treffern und vor allem Fehlalarmen wird es zum Abgleich in die Cloud geladen:

        „Apple will dafür Daten erheben, die unter anderem den Anteil der per maschinellem Lernen identifizierten „eindeutigen“ Fotos unter allen verschickten und empfangenen Fotos offenlegen. Auch interessiert den Konzern, wie oft Nutzer weitere Optionen der Jugendschutzfunktion genutzt werden, unter anderem der Button, der auf Hilfsangebote verweist.“

        https://www.heise.de/news/iMessage-Apple-offenbar-an-Nacktbildquote-interessiert-7144664.html

        Wenn mehrere Treffer vorliegen bekommen nicht die Eltern die Bilder zu sehen, sondern Apple Mitarbeiter, sprich fremde Leute.

        „Hätten Apples Filter eine gewisse Anzahl bekannter Missbrauchsbilder identifiziert, sollten zunächst Apple-Angestellte die entsprechenden Dateien ansehen und gegebenenfalls an die Behörden melden.“

        Es wäre dann auch nicht das erste Mal, dass solche Bilder dann missbraucht werden:

        „Apple-Techniker klauen Nacktbilder von iPhone “

        https://www.mactechnews.de/news/article/Apple-Techniker-klauen-Nacktbilder-von-iPhone-Cupertino-entschaedigt-in-Millionenhoehe-177802.html

        • Du bringst da zwei Sachen durcheinander…

        • Wie ipod bereits geschrieben hast, sind das zwei verschiedene Sachverhalte. Aus dem Heise-Artikel: „Unabhängig von dem iMessage-Nacktfilter hat Apple ursprünglich den Plan gehabt, auf den Geräten seiner Kunden nach Bildmaterial zu scannen, das sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt. Dafür sollten iCloud-Fotos lokal auf dem Gerät mit einer Datenbank abgeglichen werden, die Hashes von bekanntem Missbrauchsmaterial (Child Sexual Abuse Material – CSAM) enthalten soll. „

          • Bitte den Artikel richtig lesen, es geht um die Daten aus dem iMessage-Nacktfotofilter. Steht auch so im ersten Absatz:

            „Apple plant die Erfassung von Nutzerdaten zum iMessage-Nacktfotofilter. Nach Zustimmung will der Hersteller Daten über die Nutzung der „Kommunikationssicherheit“ genannten Funktion erheben, die letztlich deren Verbesserung dienen sollen. Das soll auch dabei helfen, die Effektivität des Nacktfotofilters zu verstehen, wie es in dem Beschreibungstext heißt, der erstmals in der dritten Beta von iOS 15.6 auftaucht.“

            https://www.heise.de/news/iMessage-Apple-offenbar-an-Nacktbildquote-interessiert-7144664.html

            Dein Zitat stammt aus einem völlig anderem Artikel und ist außer dem Kontext:
            https://www.heise.de/news/Nacktfotofilter-fuer-iMessage-Apple-bereitet-Einfuehrung-vor-6263729.html

            • Es sind zwei verschiedene Sachverhalte, im Zusammenhang mit dem iMessage-Nacktfilter stimmt Deine Aussage, „Bei Treffern und vor allem Fehlalarmen wird es zum Abgleich in die Cloud geladen“, einfach nicht.

              Apple erhält bei ersterem – sofern man überhaupt zustimmt! – lediglich Metadaten zur Nutzung dieses Funktion, Du hast es selbst zitiert:
              „Apple will dafür Daten erheben, die unter anderem den Anteil der per maschinellem Lernen identifizierten „eindeutigen“ Fotos unter allen verschickten und empfangenen Fotos offenlegen. Auch interessiert den Konzern, wie oft Nutzer weitere Optionen der Jugendschutzfunktion genutzt werden, unter anderem der Button, der auf Hilfsangebote verweist. [,…] Die gesammelten Informationen sollen auch nicht mit der Apple-ID oder anderen Nutzerdaten verknüpft werden.“

              Die fraglichen Bilder bleiben also in jedem Fall auf dem Gerät!

              Das andere ist da CSAM-Scanning, bei dem iCloud-Bilder mit einer Datenbank abgeglichen werden sollen. Das ist aus vielerlei Gründen eine sehr schlechte Idee.

              Siehe auch hier: https://www.heise.de/news/iPhones-als-Foto-Spitzel-Apples-Software-Chef-weist-Backdoor-Vorwuerfe-zurueck-6165308.html

              „Die gemeinsame Ankündigung einer Nacktbilderkennung für iMessage und die lokale Entdeckung von Fotomaterial mit bekanntem Missbrauchsmaterial (Child Sexual Abuse Material – CSAM) habe allerdings Verwirrung gestiftet und zu vielen „Missverständnissen“ geführt, erklärte Federighi gegenüber dem Wall Street Journal. Er betonte nochmals, dass es sich dabei um zwei komplett getrennte Systeme handele.“

              • Verstehe ich es richtig, ich muss die Nacktbildererkennung für iMessage erst aktivieren, sonst läuft sie nicht? Danke!

                Wegen dem CSAM-Scann habe ich sämtliche Daten/ Fotos ausm iCloud entfernt und mein Speicherplan gekündigt. Sollte der iMessage Nackt-Scanner sich nicht deaktivieren lassen, war das jetzige mein letztes iPhone. Möchte kein lokaler Daten-Scanner (auch nicht „nur“ für Nacktbilder) auf meinem Smartphone haben.

                • Hat sich erledigt, weiter unten gelesen, dass es optional ist. Dann isses erstmal alles gut…
                  Danke!

  3. Da sieht man die kulturellen Unterschiede zum Apple Heimatland USA und der EU ganz gut. Nackt ist schlimm, aber totgeschossene Leute sind nicht schlimm.

  4. Bisschen offtopic… Mein Sohn ist gerade 16 geworden und hat damit die nächste Stufe in der Applelogik erreicht. Um sein Account von einem Kinder- in einen Jugendlichen-Account zu verwandeln, um z. B. ApplePay nutzen zu können, muss er laut Apple einen komplett NEUEN Account anlegen. iCloud-E-Mailadressen usw. sind futsch.
    Kann das grad nicht glauben.

    Dementis/Bestätigungen aus der Praxis?

    • Bruce Willitsch says:

      Oh Nein… das steht bei meiner Tochter auch an und ich dachte, jetzt kann sie mit 16 endlich Apple Pay nutzen. Neue Apple ID wäre eine Katastrophe.

    • So ein Gerät kostet auch nur 1000€ da muss halt an der Software und dem Support gespart werden. 😉

    • Herrje, noch nicht volljährig und sich schon in die Abhängigkeit eines Konzernes hineingelebt. Durch Apple betreutes Aufwachsen. Mit Duldung bzw. Unterstützung der Eltern.

      Denkt mal drüber nach…

      • Jemand Anders says:

        wow!
        wie unqualifiziert kann man antworten?
        michael: ja!

      • Wenn ein Kommentar mit „Denkt mal drüber nach“ endet, lohnt es sich in den seltensten Fälle drüber nachzudenken.

      • Hallo Michael, ob nun Apple oder Google ist doch egal. Früher war es Nokia mit Symbian wenn man ein Telefon mit erweiterten Funktionen haben wollte. Wenn Dein Kind mit MS Office arbeitet und dann evtl. mit einem Abonodell 365 hat es da auch ein Konto. Hörbücher bei Audible, ja auch kinddgerechte bedeuten ein Amazon-Konto. Ob die Daten nun bei MS, Google oder Apple liegen ist erst einmal egal. Selbst wenn ich als Jugendlicher eine „harmlose“ Multiroom-HiFi-anlage haben will muß ich mich meist mit einem persönlichem Konto anmelden s. Sonos um die funktionen nutzen zu können. Kann man mögen oder nicht aber das ist nicht allein ein Apple -Ding. Schenk Deinen Kids einen Walkman , einen Röhrenfernseher und einen Ghettoblaster . Dann sind sie nirgend eingelogt . Ach ja und statt Smarttphone ne CB-funke. hatte ich als Junge auch .

    • Black Mac says:

      Team “Dementi” hier.

      Für unsere Kids habe ich die Apple-ID (und Google-ID) gleich nach der Taufe mit “vorname.name@icloud.com” registriert – zu Beginn noch mit falschem Geburtsdatum, weil es nicht anders möglich war. Das wurde dann später einfach geändert.

      Die sind fliessend in den Erwachsenen-Status übergegangen, so wie bei Google auch. Alles andere wäre ja verheerend.

      • Danke, das habe ich gehofft zu lesen.

      • lol wie das als völlige Selbstverständlichkeit hingenommen wird. Bin ich froh das meine Eltern nicht so „affin“ sind, es mir bei meinem Sohn nie einfallen würde und es auch keine Adresse mit meinem Vor- Nachnamen geben wird.

      • Oliver Müller says:

        Na das passt ja. Direkt nach der Taufe den Apple Account anlegen. Willkommen in der Apple Kirche! Das arme Kind!

        Genauso, wie Kinder selbst entscheiden sollten, ob sie getauft werden oder nicht, sollten sie selbst entscheiden, ob sie sich in den goldenen Apple Käfig begeben wollen.

        • Stimmt: Den Blagen gleich mit Geburt eine Apple-ID verpassen, ohne welche das Leben ja gar nicht erst lebenswert erscheint, sich dann aber aufregen wie schlimm z.B. das chinesische System mit den „social credits“ ist, weil man da ja so böse abhängig von gemacht wird. Kannste dir nicht ausdenken…

  5. Es ist gut, das Kinder nicht länger Nacktbilder von sich an andere Kinder versenden können! (Ironie off)

    Wer hinter die offizielle Darstellung und Skandalisierung in den Nachrichten schaut, ist überrascht festzustellen, das die Meisten Täter in Sachen Kinderpornographie „Kinder“ (besser Minderjährige) sind.

    https://netzpolitik.org/2022/strafrecht-die-meisten-tatverdaechtigen-bei-kinderpornografie-sind-minderjaehrig/

    Das ist in Deutschland so, das ist international heute so.

    Womit wieder einmal die Hysterie (sei es eben Kinderpornographie oder z.B. Terrorismus usw.) herhalten muss, um den Überwachungs- und Kontrollstaat auszuweiten – natürlich „zum Besten“ aller Bürger – und die Bürger dazu auch noch klatschen.

    Heute würde wohl sogar Filme aus den 1950er, wo es Szenen gab, wo nackte Kleinkinder in der Badewanne planschten, geschnitten. Und die 1950er waren nun wirklich ein prüdes Jahrzehnt.

    • Richtig „lustig“ wird es, wenn dann noch die Aufsichtspflicht dazu kommt. Die Eltern können, wenn sich Teenager untereinander entsprechende Selfies zuschicken auch haftbar gemacht werden.
      Oder der Klassiker, im Klassenchat wird ein entsprechendes freizügiges Bild, als Mobbing veröffentlicht, alle Mitglieder und die Eltern, kommen dann in den Prozess.
      Da merkt man irgendwie, dass die Gesetze aus einer Zeit kommen, indem der Aufwand für die Veröffentlichung und Produktion höher waren und man nicht einfach per Zufall überrascht werden konnte.

      • Ich sehe nicht, dass die Gesetze anachronistisch sind, sie müssen nur für die digitale Welt angemessen interpretiert werden. Aufsichtspflicht bedeutet ja keine permanente Überwachung der Kinder, so dass jede Nachricht oder jedes Bild von den Eltern abgenickt werden muss. Sollte ein Kind eine „digitale Straftat“ begehen, müssen Eltern natürlich nachweisen, dass sie ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben; wie das erfolgt, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. Gibt ja gengend Infos darüber, wie z. B. hier: http://www.jackewitz.de/haften-eltern-bei-instagram-snapchat-whatsapp-co-fuer-ihre-kinder/

    • CullenTrey says:

      Ja, je freizügiger es wird, desto eher sieht man vermeindliches Fehlverhalten.
      Der Mensch der selber keine Kinder hat aber sich ein Leben lang welche wünscht und sich dementsprechend über jedes Kind freut läuft akut Gefahr als pädophil gebrandmarkt zu werden.
      Die Aufsicht im Kinderheim kann für eine simple tröstende Umarmung mit einem Disziplinarverfahren rechnen, so denn die Tagesdokumentation nicht zweifelfsfrei darstellen kann, dass das Kind selbst auf diese Umarmung bestanden hat …
      Kranke Welt, wo immer erst vom schlimmsten ausgegangen werden muss, weil es zu viele Idioten gab / gibt….

    • Nochmal: hier geht es nicht um den bösen Überwachungsstaat, es handelt sich um eine optional (!) einstellbare Funktion, die ausschließlich Eltern für die Smartphones ihrer Kinder aktivieren können und dann ausschließlich auf dem Gerät abläuft. Keine Cloud, kein Staat, kein Zwang.

    • Hallo , ja „Heute würde wohl sogar Filme aus den 1950er, wo es Szenen gab, wo nackte Kleinkinder in der Badewanne planschten, geschnitten. Und die 1950er waren nun wirklich ein prüdes Jahrzehnt.“ man denke nur an die klassische Verfilmung des „Herrn der Fliegen“ – da baden die Junges auch mit nacktem Oberkörper auf der Insel auf der sie gestrandet sind. Und ja ich finde es schlimm, wenn Kindern (Spielzeug-)Waffen in die hand gegeben werden, sie in Ballervideos Krieg und Brutalität spieln , sie auf dem Schulhof Worte wie „schwul“, „Nigger“§ oder „Jude “ als Schimpfwort hören und benutzen. Wo ist da die gesellschaftliche Empörung? Nein damit will ich sexuelle Übergriffe nicht bagatellisieren (übrigens nicht nur gegenüber Kindern, Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung jedes Menschen sind immer verwerflich) – aber es gibt mindestens genau so dringende Inhalte die man von Kindern fernhalten sollte und über deren Zugang Eltern und Pädagogen wachen sollten. Immer nur auf das eine zu starren macht leider blind für die anderen schlimmen dinge denen Kinder ausgesetzt sind, die sie aber siehe Mobbing an Schulen oder „abziehen“ schwächerer auch selber als Täter begehen. Das kann keine App und kein App-le leisten das erfordert Eltern die sich Zeit für ihre Kinder nehmen und Pädagogen die wachsam sind und zum Beispiel Kindern Dinge wie Respekt gegenüber anderen , Pazifismus als Lebensmotto und Achtung vor der Selbstbestimmung der Anderen beigringen.

  6. Ichweissdasnicht! says:

    Wichtigste Info im Artikel: Kann man aktivieren, muss man aber nicht. Erledigt…

    • Kam ja auch noch nie vor, dass Dinge erst Opt-in waren, dann Opt-out und schließlich komplett drin, ohne Möglichkeit es abzuschalten. Neeeeeeein, da braucht man sich keine Sorgen machen.

      • Ichweissdaswirklichnicht! says:

        Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist… Sonst kann man auch einfach gleich aufhören am Leben teilzunehmen, es könnte sich was verändern.

        • Oliver Müller says:

          Nein. Darüber muss man sich vorher Gedanken machen. Ist man erstmal tief im goldenen Apple Käfig gefangen, ist es schwierig, da wieder raus zu kommen.

        • Aha. Und wenn du mit dem Auto auf ne Wand zufährst machst du dir auch erst Gedanken über die Wand, wenn du aufprallst?
          Wenn meine beschriebene Opt-in, Opt-out und dann komplett drin – Sache noch nie passiert wäre, wäre ich ganz bei dir. Aber dem ist halt nicht der Fall und daher bin ich da super kritisch.

          Und dabei geht es noch nicht mal um den goldenen Apple Käfig, die generelle Chatkontrolle ist ja sowas von am kommen, van der Leyen und co sei dank…

  7. What happens on your iPhone…
    und:
    „Das Unternehmen sammelt nach eigenen Angaben auf verschiedenen Kanälen Feedback, um die Erkennung zu verbessern.“
    Schorsch Orwell ist 1984 noch davon ausgegangen, dass die Überwachung vom Staat ausgeht. Er lag daneben, sie geht vom Volk aus.

  8. Was ist denn wenn ein 14jähriges Mädel ihrem 14 jährigen Freund aber solche Bilder extra schicken will und umgekehrt, weil sie sich nur alle paar Monate mal sehen können?

    Wenn man sich die jüngsten Nachrichten anguckt wo ein 13 und 14 jähriger eine gleichalterige Schülerin ermordet haben und mal wirklich guckt wie weit 12-16 jährige in sexueller Hinsicht in einer Beziehung schon gehen, so finde ich sollte man das Gesetzt mal anpassen. Die Zeit dreht sich weiter die „Kinder“ werden immer frühreifer.

    Ansonsten ist es ein ich kann das nutzen, muss ich aber nicht. Außerdem greift es ja nur in der Familienfreigabe so wie ich das verstanden habe.

    • Das ist doch, sorry, hast dir das nicht ausgedacht, nur nachgeplappert, Schwachsinn mit diesem „immer frühreifer“. Da wird wie ein Mantra rauf und runter gebetet. Schon als wir Kinder waren.
      Da ändert sich nix, hat sich auch nix geändert.

      Es gibt allerdings zwei Faktoren:
      Zu früh einsetzende Pubertät durch die ganzen Hormone und anderen Sch… im Essen der meisten Menschen.
      Promotion von 6 durch Hollywood: Film, Fernsehen, Musik, Tiktok, etc.
      Da muss man sich nicht wundern wenn die Kinder nachmachen müssen was Miley Cirus und andere Freaks 24/7 vorführen…

      • André Westphal says:

        Es stimmt schon, dass die Kinder / Jugendlichen körperlich früher reifer sind – geistig gilt eher das Gegenteil. Das ist auch ein erhebliches Problem, das in der Psychologie, Pädagogik und Soziologie erforscht wird. Denn die Jugendlichen werden heute viel früher und geballter mit Sexualität konfrontiert, es fehlt ihnen aber oft die Kompetenz, damit für sich sinnvoll umzugehen. Das führt zu vielen Problemen.

        Beispiele gibt es genug: Etwa dass Jungen und Mädchen durch für sie leicht verfügbare Pornographie ein falsches Bild von Sexualität erhalten, da sie noch nicht abgrenzen können, dass vieles davon eher „Fantasie“ ist und nicht auf ihren sexuellen Alltag übertragbar ist. Viele Jugendliche (auch männliche) bereuen auch später ihr erstes Mal, weil sie es zu früh hatten / es sie verunsichert hat.

        Vielfach fehlt da aber auch den Eltern die notwendige Medien- und Sexualkompetenz, um das aufzuarbeiten.

    • Ja das stimmt, „Zeiten ändern dich“.
      Wir leben halt noch in sehr Christlich geprägten Zeiten, sonst wäre das wahrscheinlich schon geändert worden.

      Vor 10 Jahren gabs ja auch schon 16 jährige die bereits ein Kind hatten.

      Fakt ist aufjeden das fehlende Erziehung heute mit Sperren und überwachung ausgeglichen wird.

    • Der Sachverhalt der Pädophilie hat zwei Aspekte:

      Einmal den konkret inhaltlichen, völlig zu Recht verfolgten. Ob es bei freiwilligen Gegenseitigkeiten zwischen 14-Jährigen Sinn ergibt, nach Geschädigtem und Täter zu unterscheiden oder ob man den Beteiligten dadurch überhaupt erst zusetzt, ließe sich sicher neu bewerten.

      Es gibt aber eben auch den Aspekt, dass alleine schon der Vorwurf oder auch nur die Inverbindungbringung mit Pädophilie ein sehr effektives Werkzeug sein kann, beliebige Personen in jeder Hinsicht dauerhaft zu delegitimieren und zu ächten. Dieses Werkzeug wird man sich nicht nur kaum aus der Hand nehmen lassen, sondern dafür sorgen, dass es höchstwirksam bleibt…

  9. GooglePayFan says:

    Wer sich die Texte auf den beiden Screenshots mal durchließt, der wird merken, was das Ziel dieser Funktion ist.

    Feel Good auf Teufel komm raus bei der Nutzung von Social Media. Deswegen ja auch die Abschaffung negativer Bewertungen, der Sichtbarkeit vom Verlust von Abonnenten usw.
    Alles unangenehme wird weggefiltert.

    Das mag zwar zunächst sicherlich erstmal gut und begrüßenswert sein.
    Aber umso mehr erfolgt dann das böse Erwachen wenn sich diese jungen Menschen dann irgendwann einmal doch in der REALITÄT zurecht finden müssen.
    Und schon hat man wieder das erreicht, was das Problem an Social Media schon seit 20 Jahren ist. Sie sind einfach realitätsfern.

    • Das wird nicht mehr lange ein Problem sein, denn diese „Realität“, von der du sprichst, wird gerade abgeschafft:

      Aus Männern werden Frauen und andersherum,
      Keiner kann mehr als der andere, alle sind gleich,
      Aus Ungelernten werden extrem gut Ausgebildete,
      Aus einfachen Frisuren wird „kulturelle Aneignung“,
      Aus etwas höheren Temperaturen wird „Hitze“,
      Aus Leuten ihr Geld wegnehmen wird „Solidarität“,
      Aus ungenehmen Äußerungen wird „Hass“,
      Aus jedem, der nicht im Gleichschritt auf Linie ist, wird ein „Nazi“ oder „Leugner“, je nachdem.

      Du siehst, Realität ist so was von gestern…

      • Du betest hier nur oberflächliche Twitter-Phrasen runter – alle Kampfbegriffe der Neurechten-Bubble.
        Weniger Social Media und eine bessere Medienkompetenz könnten bei deinen Ängsten helfen. Rede nicht über Menschen, sondern mit ihnen. Engagiere dich sozial, anstatt einen Tauben Daumen vom Doom-Scrollong zu bekommen. Das erdet und hilft gegen Radikalisierung. 🙂

        • War klar: jedem, der eine von der eng festgelegten Einheitsmeinung abweichende Ansicht äußert, wird unterstellt, diese woanders herhaben zu müssen, hier von Twitter & Co.

          Dass aber jemand nach Auswertung der Medien quer durch die Bank von ganz alleine und ohne dabei auf andere angewiesen zu sein zum Schluss kommt, von dem ganzen Käse einfach nichts zu halten, scheint für einige völlig unvorstellbar zu sein. Vielleicht deshalb, weil ihnen eigenständiges Denken selbst fremd ist und sie vielmehr alles kritiklos übernehmen und sich zu eigen machen was irgendein Leithammel oder eine Leitkuh vorbetet. Letztes Jahr lautete die Devise, keinesfalls Waffen in Krisenregionen zu liefern. Und alle haben gejubelt. Nun lautet die Forderung, so viele Waffen in die Krisenregion nebenan zu liefern wie nur möglich. Und die gleichen jubeln wieder. Atomkraft war mal „nein danke“. Nun eben „ja bitte“. Jahrelang wurden hohe Spritpreise gefordert. Jetzt sprechen die gleichen Vertreter von viel zu hohen Belastungen für die Bevölkerung. So ändert man „seine“ Meinung im Gleichschritt und hält sich dabei auch noch gerne für vielfältig und tolerant. Aber wehe es ist jemand anderer Ansicht. Das kann und darf nicht toleriert werden.

          Noch etwas ist auffällig: Kritikern der Einheitslinie wird nicht mehr inhaltlich begegnet, sondern nur noch allgemein und gänzlich ohne eigene Aussage, ohne Argument irgendetwas um die Ohren gehauen. Ob der abgedroschene Nazi-Vorwurf (oder wie hier inhaltlich deckungsgleich als „Neurechts-Vorfurf“), Killerspiel-Spieler, Afd-Wähler, in-einer-Meinungsblase-Lebender etc. Und dann was von „Kompetenz“ erzählen…

          • Na da habe ich ja was getriggert. Von Bismarck auf die Preiselbeere. Tut mir leid.

            Du bist offenkundig super frustriert und findest zunächst in beliebten, plausibel klingenden Argumentationsmustern die Gründe für deinen Groll, ohne zu wissen, dass es sich um neurechte Narrative handelt. Dass ich darauf hinweise empfindest du jetzt auch unglücklicherweise auch als Bestätigung: „war ja klar…“. Das ist das Heimtückische dieser Manipulation.
            Natürlich heißt das nicht, dass du rechts bist! Bist du sicherlich nicht.
            Aber du bist scheinbar emotional empfänglich für eine gefühlte Ungerechtigkeit, dich sich schwer fassen lässt. Aber du wirst einfach nur benutzt und denkst, den ultimativen Durchblick zu haben.

            Aber das komplette Pamphlet, was du gerade heruntergebetet hast – welches du selbst meinst, unabhängig(!) bestätigen zu können – wurde von rechten Think-Tanks entworfen. Nur hat es mit der Realität eher weniger zu tun.

            Das Problem ist aber, dass wir heute viele Diskussionen nur noch online verfolgen und somit bekommen ständig Bestätigung von der jeweiligen Bubble. Es sind ähnliche Prozesse, wie sie auch in Sekten stattfinden, oder in sich politisch radikalisierenden Gruppen.
            Der Mensch ist träge in seinen Gewohnheitsmustern und passt sich seiner Gruppe an. Fehlt es an Diversität in den Kommunikationsmitteln (Reden ist die beste Kommunikation), bilden wir verhärtete Narrative aus. Und dann krachen diese Narrative aufeinander.

            Würdest du jetzt wahrscheinlich weiblich und Anfang 20 sein, würdest du die derzeitige Lage komplett anders wahrnehmen und andere ultimative Wahrheiten kundtun und Ungerechtigkeiten anprangern. Das ist auch völlig normal, solang man sich weiterentwickelt und aktiv versucht, sich nicht von Vorurteilen vereinnahmen zu lassen.

            Selbsterkenntnis ist verdammt schwer und tut weh. Aber ist man erstmal aus der Bequemlichkeitszone raus, fühlt es sich sehr viel leichter an.

            Social Media habe ich schon lange aufgegeben. Das macht definitiv was Positives mit einem.
            Du wirst mich jetzt vielleicht für einen linken Spinner halten. Aber dabei arbeite ich einfach mit Menschen und engagiere mich sozial. Es tut gut, etwas zu geben. Und schärft den Blick fürs Wesentliche.
            Die Welt wandelt sich. Gestalte sie mit. Denk positiv. Dann denkt man nicht mehr nur in links und rechts. 🙂

  10. Ich habe den Artikel amüsiert gelesen. Vor allem bei der Familienfreigabe musste ich erstmal schmunzeln. Für meinen jüngeren Sohn habe ich die Familienfreigabe eingerichtet, er soll nur eine Bestimmte Zeit sein iPad nutzen dürfen. Das funktioniert überhaupt nicht und er hat es am ersten Tag schon umgangen. Das ist der größte Software Fail den sich Apple bis heute geleistet hat. Wie kann man etwas einbauen, dass selbst nach Jahren nicht richtig funktioniert? Wenn ich 1.5 Stunden einstelle, dann will ich dass das Ding danach ausgeht und nicht munter weiter läuft. Sein Galaxy S5e, mit Family Link, funktionierte in allen Belangen besser und es ging nach der gewünschten Zeit nicht einfach munter weiter, ich musste es aktiv verlängern. Von einem Marktführer erwarte ich mehr als das! Zurück zum Thema, jetzt will Apple das ganze auch noch mit diesem Fotofilter aufblähen wenn schon die Zeitbeschränkung nicht funktioniert? Für mich hat die Einführung dieser neuen Funktion einen andern Hintergrund, da geht es vermutlich um die persönlichen Daten oder irgendwas anderes. Zu dem Thema kann jeder glauben was er will, ich denke das Apple auch nicht besser als andere ist. Was die erzählen und hintenherum dann tatsächlich passiert sind zwei paar Schuhe. Vielleicht ist es nur wieder ein Stück mehr Bevormundung, der durchschnittliche Apple Nutzer soll gerade das ja mögen, dass er sich um nichts kümmern muss.

  11. Passend dann auch folgende Meldung:

    https://www.derstandard.de/story/2000137815612/online-dating-iphone-auf-dem-profilfoto-fuehrt-zu-viel-mehr

    Erst mit dem iPhone auf Suche nach dem Match gehen, dann geht das iPhone selbst auf Suche…

  12. Bin schon gespannt wann sich die ersten Fehlalarme z.B. bei Gesichtern gibt. (wenn man z.B. so aussieht wie Peter Griffin aus der Serie Family Guy)

  13. Ich nenne sowas SPYWARE.

  14. Ich nenne sowas SPYWARE.

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