iPhone 7: Back in black

apple-iphone-airpod-watch6Das war sie also, die Neuvorstellung des iPhone 7 und des iPhone 7 Plus. Schaut man sich die Leaks der vergangenen Wochen und Monate an, so wird man sagen müssen: so richtig überraschend war da recht wenig. Aber das trifft sie halt alle, von Groß bis Klein. Meistens ist schon vorher vieles in Sachen Hardware bekannt, sodass dahingehend Überraschungen ausbleiben. Und iOS 10? Wer sich da ein bisschen eingelesen hat oder vielleicht die Betas ausprobiert hat, der weiss ja auch schon, was auf ihn zukommt. In meinen Augen ist iOS 10 kein revolutionäres Ding, sondern eine logische Weiterentwicklung mit nützlichen Funktionen.

Tja, das iPhone 7. Zwei Varianten gibt es auch in diesem Jahr wieder, einmal das iPhone 7 und einmal das iPhone 7 Plus. Nicht überraschend hat das große Modell wieder ein Mehr mitbekommen – nämlich die Kameraausstattung. Das kleinere iPhone 7 hat also nackt auf dem Papier gegenüber dem iPhone 7 Plus das Nachsehen, doch wer die Vorgängermodelle bekommt, der weiss, dass er mit dem iPhone 7 dennoch eine Spitzenkamera in die Hand gedrückt bekommt.

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Wer mehr will, der greift zum großen Modell – und auf den Test der Kamera freue ich mich wirklich. Eigentlich ist es ja so: wir wollen gute Bilder machen und meistens wollen wir diese schnell machen. Die meisten Menschen fummeln also nicht an irgendwelchen Knöpfen herum, sondern drücken ab. Da kommen bei den iPhones schon gute Fotos heraus, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und auch manuell kann man mit dem iPhone wirklich gute Bilder machen.

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Dennoch ist es mir beispielsweise nie gelungen, Fotos im Stile derer zu machen, die ich mit dem Huawei P9 aus der Hüfte geschossen haben – wenn ich halt auf Geschichten wie Unschärfe und Co achtete, um ein Bild etwas künstlerischer wirken zu lassen.

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Nun bietet das neue iPhone also eine verbesserte Kamera, die einmal zweifach optischen Zoom bietet, auf der anderen Seite über ein Software-Feature auch Unschärfeeffekte bieten soll. Unverständlich: diese Funktion wird nachgeliefert.

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In Sachen Optik zeigt man sich bei Apple in diesem Jahr nicht von der ausprobierfreudigen Seite. Same same but different lautet das Motto des Gehäuses, welches wohl größtenteils als identisch zum Vorgänger bezeichnet werden kann. Die wenigen Unterschiede sind sofort ersichtlich, wenn man sich die Unterseite des iPhone 7 anschaut. Lightning ist weiterhin an Ort und Stelle, dafür fehlt der Kopfhöreranschluss in Klinkenbuchseform.

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An seine Stelle tritt das erwähnte Lightning, oder man greift zum Bluetooth-Kopfhörer. Trau schau wem: Hier sollte man rechnen. Auch wenn Apples AirPods sinnige Funktionen haben und sich extrem einfach einrichten lassen: der Preis von 179 Euro ist heftig und wird viele Leite sicherlich dazu veranlassen, diese nicht zu nutzen.

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Dafür bekommt man schon Bluetooth-Kopfhörer mit Noise Canceling. Ins Ohr nehmen werde ich die testweise dennoch, ich bin der Over-ear-Typ und hatte bislang immer derbe Probleme mit In-ears.

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Hier bin ich generell mal gespannt, wie sich der Markt entwickelt. Nicht lange ist es her, da wurde ein Wechsel-Akku als großer Vorteil von vielen Herstellern verkauft – nur um dann später selber auf fest verbaute Akkus zu setzen. Das nächste Opfer im Smartphone-Geschäft die Klinkenbuchse? Wer weiss, warten wir es ab. AUX die Maus. Weitere Neuerung in Sachen Sound: Stereo-Lautsprecher.

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Erwähnenswert finde ich auch, dass man sich bei Apple dazu durchgerungen hat, dass iPhone 7 wasserdicht nach iP67 zu machen. Damit geht man nicht vorneweg, denn diese Schutzeigenschaft bieten schon viele Hersteller an – man befindet sich damit zumindest in guter Gesellschaft. Und mit der Apple Watch 2 ist man nun auch richtig wasserdicht, sodass auch Schwimmer und Badefreunde die Uhr nicht zwingend abnehmen müssen.

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Eine weitere Neuerung ist auch der Home Button der neuen iPhones, der ist nicht mehr mechanisch. Daran muss man sich gewöhnen – wer die neuen MacBooks kennt, kann sich das so wie beim neuen Trackpad vorstellen.

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Was bleibt nach meiner kurzen Anfassorgie – und gibt es eine Empfehlung für Interessierte? Pauschal kann ich nichts dazu sagen, da ich vielleicht ein anderer Typ bin als ihr. Es ist wahrscheinlich wie bei vielen. Man kommt einfach heutzutage mit jedem Flaggschiff locker zwei Jahre hin. Wer im Android-Bereich 500 Euro investiert, der kommt zwei Jahre klar – und auch das iPhone wird mindestens die gleiche Zeit gute Performance bieten.

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Fakt ist: wer sich früher noch nicht an den iPhone-Preise reiben konnte, der wird es auch in diesem Jahr bis zu einem bestimmten Speicherlimit schwer haben. Das iPhone 6s startete damals in seiner 16 GB-Ausgabe für 739 Euro, nun zahlt der Kunde 759 Euro, dafür dann aber mit 32 GB Speicher.

Günstiger ist die 128 GB-Variante im Vergleich zu letztes Jahr. Letztes Jahr startete das iPhone 6s mit 128 GB für 959 Euro, dieses Jahr kostet das iPhone 7 869 Euro, die 256 GB-Ausgabe liegt bei 979 Euro. Tiefer in die Tasche greift man beim iPhone 7 Plus, bis zu 1.119 Euro werden da fällig – dafür bekommt man die 256 GB-Ausgabe, während der Einsteiger mit nicht empfehlenswerten 32 GB für 899 Euro bekommt. 1.119 Euro für ein Smartphone. Keine Schallmauer, die zum ersten Mal durchbrochen wird, dennoch lässt es mich immer wieder erstaunt zurück.

Kleiner Tipp am Rande: In der Vergangenheit zeigten sich iPhones sehr wertbeständig beim Weiterverkauf. Ihr solltet vielleicht beim Kauf darauf achten, dass ihr nicht zu Jet Black ohne Hülle greift – das Material ist etwas anfälliger und wird wahrscheinlich häufiger Abnutzung zeigen als es bei den anderen Geräten der Fall ist. Apple selber schreibt es in einer Fußnote so:

„Das glänzende Finish des iPhone 7 in Diamantschwarz ist das Resultat eines Prozesses, bei dem in neun Stufen eloxiert und poliert wird. Die Oberfläche ist genauso hart, wie bei anderen eloxierten Apple Produkten. Dennoch können mit der Zeit winzige Abnutzungserscheinungen sichtbar werden. Um dem vorzubeugen, empfehlen wir, eines der vielen verfügbaren Cases zu verwenden, mit denen das iPhone geschützt werden kann.
Apple“

Apple hat meiner Meinung nach eine gelungene Modellpflege in Sachen iPhone hingelegt und wird auch weiterhin dafür sorgen, dass sich die Geister scheiden. Wie immer wird der Preis der Punkt sein, über den zurecht gestritten wird.

Neuerungen des iPhone 7 Plus im Vergleich zum Vorgänger

12 Megapixel Kamera mit Weitwinkel- und Teleobjektiv

Weitwinkel: ƒ/1.8 Blende, Teleobjektiv: ƒ/2.8 Blende

2x optischer Zoom, bis zu 10x digitaler Zoom

4fach-LED True Tone Flash

Schutz vor Spritzwasser und Staub

7 Megapixel FaceTime-Cam

Maximale typische Helligkeit: 625 cd/m²

neuer A10 Fusion Chip

neues Retina HD Display mit großem Farbumfang (P3 statt sRGB)

Stereo-Lautsprecher

Bis zu 1 Stunde längere Batterielaufzeit als beim iPhone 6s Plus

Neuer Home Button, der Feedback gibt und nicht mechanisch arbeitet

EarPods mit Lightning Connector im Lieferumfang

neue Farben

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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32 Kommentare

  1. Überteuert und nichts besonderes. Weder technisch noch beim altbackenen Design. Die überbreiten Ränder oben und unten sind Platzverschwendung und nicht mehr zeitgemäß. Da hätte man ein größeres Display unterbringen können – oder kürzere Gehäuse bauen. Und der hässliche Kamerawulst steht noch weiter aus dem Gehäuse hervor als beim 6/6s.

    Bei Apple ist die Luft raus, und das gilt auch insbesondere für den Chefdesigner Jony Ive.

  2. Peter Leidgen says:

    Was fehlt beim IPhone 7?

    Wie wäre es mit eine Full HD Display beim normalen IPhone 7. Selbst Smartphones in die Preisklasse um die 350 Euro bieten heute bei 4,7 Zoll schon Full HD Auflösungen.

    Kamera, hört sich toll an aber erst müssen Test beweisen ob die Kamera sich wirklich messen lassen kann mit ein Galaxy S7. Bin da noch skeptisch.

    Betriebssystem iOS 10. Hier konnte ich bisher nichts finden ob z.B endlich Multi Window Funktion (2 Apps gleichzeitig) möglich sind. Diese Funktion hatte schon das Galaxy S3 im Jahre 2012.

    Fazit.

    Apple hat zu die Konkurrenz aufgeschlossen. Mehr aber nicht. Wirklich was besonders findet sich beim IPhone 7 nun nicht mehr. Da stellt sich die Frage wie viele IPhone 6 User wirklich ein Upgrade machen werden.?

    Zudem sind die Preise ab 750 Euro schon eine Menge. Die Konkurrenz bietet ähnliches zu Preisen um die 400 bis 500 Euro.

  3. Danke, sehr hilfreiche Zusammenfassung!

  4. @Peter, @David
    Wir nehmen nur das wahr, was wir brauchen.

  5. Mal sehen, ich kann zwar meinen Mobilfunkvertrag verlängern, aber so richtig vom Sockel gerissen hat mit das iP7+ nicht. Da ist jetzt nicht ein Feature bei, warum ich einen Upgrade vom 6+ machen würde.
    Einziger Grund währe nur, ich bekomms durch die Vertragsverlängerung günstige rund kann mein 6+ sicher noch gut verkaufen.

  6. Ergänzung noch: ( hier gabs auch mal ne Edit-Funktion 🙁 )
    Der fehlenden 3,5mm Klinkenanschluss stört mich am wenigstenb, nutze schon länger ein Bluetooth Headset am iP, das funktioniert wunderbar.

  7. Wirklich „innovativ“ wäre endlich mal eine Benachrichtigungs-LED für eingehende Nachrichten gewesen, am besten als dünn leuchtender Ring um den Home – Button!

  8. Ich bin gespannt, ob jetzt das bei vielen Airlines derzeit noch bestehende (wenn auch nicht zeitgemäße) Verbot von Bluetooth-Verbindungen im Flugzeug aufgehoben wird. In Deutschland ist der Betrieb von Bluetooth-Kopfhörern zB bei Lufthansa, Eurowings und Tuifly offiziell komplett verboten, bei Airberlin nur im Reiseflug erlaubt, auch wenn man nue selten drauf angesprochen wird. Ich traue da den iPhones aufgrund ihrer Verbreitung insbesondere bei der vielfliegenden Klientel zu, dass sie da für ein Umdenken bei den Airlines sorgen. Dann hätte diese unsinnige Designentscheidung von Apple immerhin etwas Gutes.

  9. Wenn die TapTick Engine so gut funktioniert wie auf meinen MacBook, dann kann ich nur sagen, sehr edel das ganze 🙂 Wenn die stärke auch noch konfigurierbar ist, wäre das ziemlich cool. Mein TrackPad ist auf leise und leicht eingestellt. Das schon ziemlich cool 🙂 Kleine Berührung und bissle drücken und es „drückt“ sich einfach 😀

  10. Kabelloses Aufladen scheint hier keinen zu onteressieren, oder? Am wenigsten Apple.

  11. @Michael: Die iFans brauchen halt noch was, das sie jetzt noch herunterspielen, aber im nächsten Jahr dann als Sensation hochjubeln müssen. So wie damals bei der Displaygröße.

    Aber wenn Apple irgendwann endlich auch beim drahtlosen Aufladen nachzieht, dann wird es garantiert gezielt proprietär und inkompatibel gemacht. 😉

  12. Gleich morgens bestellt, Lieferung erfolgt am 16.September.
    Aber eigentlich nur wegen der Farbe, weil ich es schwarz haben wollte – der Rest ist mir egal: Es ist ein iPhone, und damit eh perfekt und über jede Kritik erhaben

    (und das sage ich als ehemaliger Hardcore-Android-Fanboy und Über-Apple-Jünger-sich-lutig-Macher; bis ich dabb einmal zwangsweise ein iPhone testen musste und seitdem absolut begeistert bin und mich über jede verschenkte Lebensminute ärgere, die ich an Android rumgefrickelt habe…)

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