iPhone 6 und iOS 8: dünne Hülle, mehr Privatsphäre, öffentliche Verkehrsmittel und AppStore Bans

Letzte Woche lud Apple zur WWDC, auf der es vielleicht keine neue Hardware zu sehen gab, die aber trotzdem schön zeigte, in welche Richtung Apple dieses Jahr reisen will. Aber bevor wir zum Software-Teil kommen, erst einmal neue Bilder der vermeintlichen 4,7 Zoll iPhone 6 Hülle, die 9to5Mac aufgetan hat. Diese zeigt nun wirklich nichts, was wir nicht schon vorher gesehen haben. Flach, aus Metall, Standby-Button wandert auf die Seite. Mittlerweile wirklich nichts mehr besonderes, dafür gab es schon zu viele Bilder.

iPhone6_01
iPhone6_02

Das iPhone 6 wird mit iOS 8 kommen, dem neuesten Update von Apples Betriebssystem. Einen Rundgang durch die erste Beta von iOS findet Ihr hier. Interessanter als das, was man sieht, ist ja bekanntlich immer das, was verborgen bleibt. Wie zum Beispiel die Anzeige öffentlicher Verkehrsmittel in Apple Maps. Diverse Zukäufe von Apple im letzten Jahr deuteten bereits darauf hin, ein Screenshot einer Entwickler-Session auf der WWDC soll nun den Beweis liefern. Hier ist im Menü ein Icon zu sehen, das eindeutig als das eines öffentlichen Verkehrsmittels zu interpretieren ist. Ob das Feature bereits mit iOS 8 kommt, oder doch später, ist unklar. Apple verlor auf der Keynote kein Wort zu Apple Maps. AppAdvice spekuliert, dass dieses Feature erst in iOS 8.1 seinen Platz finden könnte.

Apple wird in iOS 8 auch für mehr Privatsphäre sorgen. Bisher ist es normal, dass öffentliche WLAN-Netze die MAC-Adressen von Geräten protokollieren, die versuchen, Verbindung aufzunehmen. Das muss noch nicht einmal eine konkrete Verbindung sein, die Suche nach Netzen reicht hier schon aus. So können beispielsweise Geschäfte relativ genau feststellen, wie sich die Kunden im Laden verhalten, wer wiederholt vor Ort ist, etc. Mit einem neuen iOS-Feature wird dies schwieriger, wie Business Insider berichtet. iOS 8 sendet bei der WLAN-Suche nämlich nur noch Fake-MAC-Adressen. So wird man zwar immer noch als anwesend erkannt, die erhaltenen Daten werden durch den Adressenwechsel jedoch weniger brauchbar. Die Frage ist nur, macht Apple dies aus Privatsphäre-Gründen oder will man Geschäftsinhabern so vielleicht die iBeacon-Technologie schmackhaft machen, die eine noch genauere Ortung von Geräten ermöglicht.

TechCrunch hat ebenfalls etwas über Apple zu berichten. Der AppStore wird unter iOS 8 ebenfalls Änderungen erhalten, das war bereits bekannt. Allerdings beginnt Apple jetzt damit, Apps nicht mehr in den Store zu lassen, die Werbung gegen Währung bieten, um es vereinfacht auszudrücken. Sowohl belohnende Videowerbung, als auch belohnende Social-Shares sind nicht mehr erlaubt. Das bringt nicht nur Entwickler in Bedrängnis, sondern auch die ganzen Werbenetzwerke, die sich darauf spezialisiert haben. Auch hier stellt sich die Frage: Hat Apple etwas Eigenes in der Hinterhand oder will man wirklich nur die Qualität des AppStores weiter steigern?

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11 Kommentare

  1. Auch hier stellt sich die Frage: Hat Apple etwas Eigenes in der Hinterhand oder will man wirklich nur die Qualität des AppStores weiter steigern?

    ^^ Mir ist aufgefallen das unter iOS 8 die Test iAd’s ein komplett neues Layout haben. (Diese test iAd’s bekommen Entwickler angezeigt um die Funktion der iAd integration zu testen)

    Eventuell tut sich hier was werbemäßig 🙂

  2. Die ganzen „Du bekommst xy als Belohnung nen Du eine 5 Stern Bewertung hinterlässt“ sind sowieso ein Witz. Gut, dass dies in Zukunft nicht mehr möglich sein wird.

    Genau so eine Unart ist es das Benachrichtigungssystem von iOS dazu zu missbrauchen, damit mir eine App die Zeit stiehlt und per Nachricht im Lockscreen mich auf irgendein Angebot hinweist, oder darauf dass die Spielfigur aus irgendeinem Spiel welches ich installiert habe auf mich „wartet“.
    Apps die mit solchen Unsitten auffallen bekommen direkt eine 1 Stern Bewertung mit entsprechendem Hinweis.

  3. Caschy, du brauchst ne bessere kontextsensitive Autokorrektur für dein Forum. iSO ist kein Betriebssystem 😉

  4. ballaballa says:

    Also kopiert Apple mal wieder, das Verbot von Werbung via Benachrichtigungsmeldung hat Google schon vor längerer Zeit eingeführt.

  5. Ich entwickel Apps für iOS und nutzer daher ein iPhone 5 und iPad.
    Eine App wird nun parallel für Android entwickelt. Ich habe diese auf einem Galaxy S4 getestet. Inzwischen bin ich schwer am überlegen, ob ich mir privat nicht ein Android hole. Zum Beispiel das Nexus 5 oder das LG 3G scheinen super Geräte zu sein.

    Was mich überzeugt? Der größere Bildschrim und die „Offenheit“ ich konnte problemlos Datein vom Gerät in die Dropbox laden, via USB etc. Das geht einfach leichter. Man kann viel besser damit arbeiten. Möchte ich PDFs auf mein iPad kopieren, muss ich den umständichen Weg über iBooks und iTunes gehen. Android ist da viel weiter. Besonders betrifft das den produktiven Einsatz der Geräte. Mein iPhone 5 wirkt im gegensatz zum S4 inzwischen extrem langweilig – mir kommt es zumindest so vor.

  6. Erst zeigt Apple auf der Entwicklerkonferenz mit „family sharing“ (worsecase: 5/6 weniger Einnahmen) den Entwicklern ihren Mittelfinger und jetzt gehen Sie noch einen Schritt weiter und gehen an die Werbeeinnahmen-.-“
    80$ – Jahresgebühr, 1-Woche-Reviewtime, family sharing, Preisstufen,etc. langsam fühle ich mich wie Eric Cartman in Best Buy: „getting f***** me“

    https://www.youtube.com/watch?v=9yEb6HCG7ec

  7. 4,7 Zoll … ich finde es amüsant! Ich kenne die aussagen noch zu Zeiten eines iPhone 4.
    Alle Geräte waren zu groß für die iPhone Hände, jeder den ich persönlich mit einem iPhone Gerät kenne mukierte sich darüber das das ein 4.2 Zoll Smartphone zu groß sei und man sich sowas niemals antun würde. Ich sehe es schon wie toll auf einmal 4,7 Zoll sind. Fakt ist Apple zieht kommend stark der Konkurrenz nach.

  8. @appdev
    gerade als entwickler solltest du doch wissen, dass sich deine aufgezählten punkte mit dem iphone 6 und iOS 8 erledigt haben. du darfst also weiterhin beim iphone bleiben 🙂

  9. @sascha
    der standby knopf ist rechts an der seite, nicht links oben.

  10. Sascha Ostermaier says:

    @HO: Test bestanden. 😉 Thx.

  11. @ballaballa
    Werbung in den Benachrichtigungen ist schon seit dem ersten Release verboten. Lies einfach nochmal worum es sich hier handelt.

    @AppDev
    Nimm die Documents App (Readdle). Die kannst du auf so ziemlich jeden vorstellbaren weg befüllen. Cloud, WiFi-Drive, FTP, etc…

    @Alexander
    Family Sharing gibt es seit Jahren, nannte sich Privatfreigabe. Ich glaube das war schon beim ersten iTunes-Release dabei. Jetzt heisst es eben anders und lässt sich besser managen.

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