iPhone 13 Mini – Der neue Platzhirsch in der Kompaktklasse im Test

Apple hat im letzten Jahr einen Schritt gemacht, den bisher nicht viele Hersteller gewagt haben: Man nehme aktuelle Hardware und packe diese in ein möglichst kompaktes Gehäuse. Herausgekommen ist bei diesem Wagnis das iPhone 12 Mini, das sich angeblich gar nicht mal so gut verkaufte aber dennoch seine Fans fand, die unter all den riesigen Smartphones ein richtig kompaktes Gerät mit ordentlich „Wums“ vermissten.

Ich hatte die Chance das Gerät letztes Jahr auszuprobieren und war wirklich angetan, ein tolles Smartphone, das selbst in die Tasche der Sommer-Boxer-Shorts passt, ohne herauszufallen, wenn man sich mal hinsetzt. Die Kompaktheit kam jedoch mit einem großen Manko: Die Akkulaufzeit fiel nicht besonders gut aus und mehr als 2,5 – 3 Stunden (an guten Tagen vier Stunden) Bildschirmzeit waren nicht drin. Ich kam also nicht wirklich durch den Tag.

Nun trat am 14. September mal wieder Tim Cook vor die virtuelle Menge und stellte neben dem iPad Mini, dem iPhone 13, 13 Pro, 13 Pro Max und der Apple Watch Series 7 auch das neue iPhone 13 Mini vor. Vollmundig sprach man von einer verbesserten Laufzeit (1,5 Stunden mehr als beim 12 Mini), einer besseren Kamera mit Sensorshift-Bildstabilisator und mehr. Umso neugieriger war ich, ob das Gerät denn wirklich halten könnte, was man in Cupertino da versprach. Angeblich soll es sich um das letzte Modell seiner Art handeln, aber warten wir mal ab, ob Apple dann nicht doch noch etwas mehr Umsatz aus der Sparte quetscht.

Wie auch im letzten Jahr werdet ihr beim Öffnen des Kartons von dem Smartphone selbst begrüßt. Darunter befindet sich ein USB-C-auf-Lightning-Kabel und etwas Papierkram inklusive „SIM-Karten-Slot-Ausstecher-Dings“ und ein paar Aufklebern. Keine Ahnung, wie lange Apple die noch in die Box packen will, aber es gibt Menschen, die kleben die tatsächlich irgendwo hin. Dass kein Netzteil und keine Kopfhörer mehr in der Box sind, dürfte spätestens seit letztem Jahr bekannt sein.

Da ich hauptsächlich ein iPhone 12 Pro Max benutze, finde ich das 13 Mini nach wie vor unfassbar klein. Es fühlt sich fast wie Spielzeug an, wenn man ein großes Gerät gewohnt ist. Und das 12 Pro Max ist groß, so groß wie ein Samsung Galaxy Note und noch etwas breiter. Das iPhone 13 Mini ist im Vergleich zum Vorjahr etwas dicker und auch etwas schwerer geworden. 140 Gramm bringt das 131,5 x 64,2 x 7,65 mm messende Gerät auf die Waage. Das ist leicht, wenn man auf die größeren Modelle oder auf die Konkurrenz schielt. Dadurch liegt es unfassbar gut in der Hand. Es komplett zu umgreifen ist kein Problem und die einhändige Bedienung der Tastatur schon mal gar nicht.

Äußerlich hat sich am Gerät wenig getan. Wir sehen nach wie vor einen umlaufenden Aluminium-Rahmen, der matt ist und an den gleichen Stellen die gleichen Buttons hat. Man bleibt beim kantigen Design und hat lediglich das Kamera-Array etwas verändert. Die zwei Kameras sitzen nicht mehr untereinander, sondern sind diagonal zueinander angeordnet. Gefällt mir nicht besser, sieht auf den ersten Blick sogar gewöhnungsbedürftig aus, finde ich. Grund dafür ist wohl, dass ohne die neue Anordnung die Sensoren und die Module nicht in das Array gepasst hätten.

Der Lightning-Anschluss ist nicht gewichen. Apple hält beim iPhone daran fest, obwohl nun selbst das iPad Mini einen USB-C-Port besitzt. Wenn man sich überlegt, dass man über den relativ langsamen Lightning-Port ProRes-Video-Material auf den Mac schaufeln soll – eine Minute 4K-ProRes sind ungefähr 5 bis 6 GB Daten – dann kann das schon mal eine Weile dauern. Wenigstens bei den Pro-Modellen hätte man einen USB-C-Anschluss reinschubsen können. Aber es ist, wie es ist. Was mir im Vergleich zu den Pros besser gefällt, ist die Tatsache, dass das Mini und das normale iPhone 13 einen matten Rahmen haben, der nicht so anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer ist. Ich bin zwar eh der „Tu das iPhone in eine Hülle“-Mensch aber dennoch sieht der Edelstahlrahmen nach ein, zwei Anfassern ziemlich fix nicht besonders edel aus.

Kommen wir zum Display, dem Apple den wohlklingenden Namen Super Retina XDR Display gegeben hat. 5,4 Zoll groß und ein OLED-Panel mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln. Das entspricht einer Pixeldichte von 476 ppi. Kurz gesagt: richtig scharf und richtig gut. Die Displays, die Apple hier von Samsung und von LG bezieht, sind schon ein paar Jahre richtig gut und gehören mit zu dem Besten, was der Markt zu bieten hat. HDR, True Tone, P3-Farbraum – ist alles mit dabei. Das Kontrastverhältnis liegt bei 2.000.000:1 und man hat im Vergleich zum Vorjahr an der Helligkeit gebastelt. Die maximale typische Helligkeit liegt jetzt bei 800 nits. Im letzten Jahr lag der Wert noch bei 625 nits. Das ist insofern gut, dass das iPhone 13 Mini nun auch bei Sonneneinstrahlung ordentlich lesbar ist.

Wenn HDR aktiviert ist, kann die Helligkeit auf bis zu 1.200 nits ansteigen. An dem Display gibt es nichts zu meckern. Blickwinkelstabilität, Farbdarstellung und so weiter ist alles – ohne wissenschaftliche Messungen anzustellen – auf einem hervorragendem Niveau. Einzig die 60 Hz stören hier. Wer bisherige iPhone-Displays gewöhnt ist, wird 120 Hz aber nicht vermissen. Das Pro-Motion-Display bleibt halt nur dem Pro-Modell vorbehalten – vorerst zumindest.

Dass das Display gut ist, wissen wir, doch wie sieht es denn mit den Komponenten aus, die das Display erst mit Inhalten befeuern? Auch da möchte Apple wieder klotzen statt kleckern. Die im A15 verbaute 6-Kern-CPU mit 2 Performance-Kernen und 4 Effizienz-Kernen soll laut Apple bis zu 50 Prozent schneller sein, als das schnellste Konkurrenz-Smartphone. Und die 4-Kern-GPU soll 30 Prozent schneller sein, als die schnellste Konkurrenz. Dazu gibt es eine Neural Engine mit 16 Kernen, die für alle Machine-Learning-Operationen verantwortlich ist und Dinge wie Live Text etc. umsetzt.

Mit dem Gerät habt ihr genug Hardwarepower in der Tasche, um die nächsten Jahre zu überstehen und immer noch genug Saft für Top-Apps zu haben. Keine Ahnung, ob auf dem kleinen Gerät etwas in der Lage sein wird, den Chip an den Rand seines Leistungsvermögens zu bringen. Der Arbeitsspeicher ist bei 4 GB geblieben. Auch da sollte es wenige Probleme geben, da das Memory Management von iOS sowieso zu dem besten am Markt gehört. Ich habe iOS 15 während meines Ausprobierens jedenfalls nicht zu Performanceproblemen treiben können. Hier der Vollständigkeit halber noch die Geekbench-Zahlen.

Single-Core Score: 1.727

Multi-Core Score: 4.696

Und wie lange kommt man denn nun mit dem Mini und einer Ladung hin? Apple selbst hält sich zur Akkugröße wieder mal bedeckt. Man spricht von Videowiedergabezeiten von bis zu 17 Stunden, bei gestreamten Videos von bis zu 13 Stunden und einer Audiowiedergabedauer von bis zu 55 Stunden. Damit kann man nicht wirklich viel anfangen, denn das sagt ja nix über den normalen Alltag aus. Wer streamt schon 13 Stunden lang Videos bei Idealbedingungen?

In meinem Test hat der Akku in der Tat länger durchgehalten, als der des 12 Mini. Das hatte Apple ja versprochen. Einen ganzen Tag schafft das Gerät gerade so, wird bei Nutzern, die nur ab und an draufschauen, sicher locker ausreichen. Da das Mini meiner Meinung nach eh nicht als Arbeitsesel taugt, da das Display zu klein ist, wird es von mir auch nicht ganz so sehr belastet. Vier bis maximal fünf Stunden Bildschirmzeit sind in den meisten Fällen drin. Das reicht dem einen oder anderen sicherlich. Microsoft Teams belastet den Akku aber bei mir ziemlich. Per MagSafe kann mit 15 Watt kabellos geladen werden. Normale Qi-Lader pumpen mit 7,5 Watt Strom in den Akku. Wer ein 20-W-Netzteil oder stärker zu Hause hat und damit das Smartphone lädt, kann 50 Prozent in 30 Minuten in das Handy befördern.

Kommen wir zu den Kameras und fangen mal bei der Front an. Dort sitzt die TrueDepth-Kamera zusammen mit dem Face-ID-System in einer zwar schmaleren aber dafür etwas höheren Notch. Die Frontkamera kommt mit 12 Megapixel und einer Blende von f/2.2 daher und bringt die üblichen Features wie einen Porträtmodus, Porträtlicht-Modi, Deep Fusion, einen Nachtmodus und Smart HDR in seiner vierten Version mit. Auch die neuen fotografischen Stile sind mit dem Kinomodus an Bord. Neben guten Selfies könnt ihr auf Wunsch also auch 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde, Zeitraffer, Zeitraffer im Nachtmodus und vieles mehr anstellen. Macht gute Bilder und auch gute Videos.

Nun aber zu den rückwärtigen Kameras. Diese wurden laut Apple aufgewertet, besitzen aber nach wie vor 12 Megapixel-Sensoren. Zwei Kameras gibt es, eine Weitwinkel-Kamera mit einer Blende von f/1.6 und die verbesserte Ultraweitwinkel-Kamera mit einem 120°-Sichtfeld und einer Blende von f/2.4. Alle Kameras verfügen über einen Nachtmodus, Deep Fusion und Smart HDR 4 (erkennt nun bis zu vier verschiedene Personen und optimiert individuell den Kontrast).

Die Fotos, die das Smartphone produziert, sind richtig gut, Farben sind realitätsnah, die Schärfe ist auch zu den Rändern hin sehr gut und generell sind die Bilder reich an Details. Auch bei etwas weniger Licht muss das Mini durch die neuen Kameras nicht sofort in den Nachtmodus schalten und man hat somit einen natürlicheren Look im Bild, ohne dass das Rauschen direkt überhand nähme. Wenn es dann richtig dunkel wird, dann schaltet sich wie gewohnt der Nachtmodus zu, der meiner Meinung nach natürlicher daher kommt, als es etwa bei den Huaweis der Fall ist, die zwar auch einen überragenden Nachtmodus haben, der mir vom Look aber zu kalt und etwas zu „drüber“ ist. Da gefällt mir das Material von Apple besser.

Wie sieht es im Vergleich zum iPhone 12 Mini aus? Wenn ich mir die Fotos etwas genauer anschaue, sind die Bilder durch Smart HDR etwas kontrastreicher und die Schärfe zu den Rändern hin ist etwas besser geworden (die war aber auch vorher schon gut). Das 12 Mini ist auch aggressiver dabei den Nachtmodus anzuknipsen, nimmt also offenbar weniger Licht auf. Die neue Kamera ist gut, war vorher aber auch schon gut. Genug Bildmaterial findet ihr in meinem geteilten Google-Fotos-Album.

Ok, die Fotos sind super, dann lasst mich noch ein  Wort zu den fotografischen Stilen sagen. Diese aktiviert ihr über einen Button in der Kamera-App und könnt damit vordefinieren, wie das iPhone das Bild rendern soll. Ihr habt es lieber, wenn die Fotos wärmer sind? Oder doch lieber kälter? Ihr habt ein paar vordefinierte Stile zur Auswahl, die ihr aber noch etwas anpassen könnt. Einmal eingestellt, fotografiert ihr auf Wunsch fortan in diesem Stil.

In puncto Video ist das iPhone schon seit vielen Jahren ganz vorne dabei. Das Apple-Smartphone produziert meiner Meinung nach das beste Video-Material der portablen Geräte. Das ist auch beim iPhone 13 Mini nicht anders, aber Apple hat die Lens-Flares bei Videos bei Nacht leider immer noch nicht in den Griff bekommen. Das kann unter bestimmten Umständen nerven. Nun möchte Apple mit dem iPhone 13 und 13 Pro noch einen draufsetzen und führt den sogenannten Kinomodus ein. Der simuliert das sogenannte Fokus-Racking, das Filmemacher oft benutzen.

Heißt: Der Fokus rückt dort hin, wo man das Auge des Zuschauers hinhaben möchte. Wechselt die handelnde Person, wechselt der Fokus automatisch dahin. Ich habe das Ganze probiert und festgestellt, dass es im Großen und Ganzen zwar funktioniert, der Fokus-Wechsel hier und da aber langsam ist und das Bokeh – das wird ja künstlich durch das iPhone errechnet und ins Video gelegt – oft in Randbereichen schöner sein könnte. Jedoch eine nette Spielerei, die man so im Alltag wohl eher selten benutzt und die Apple hoffentlich über Software-Updates noch etwas weiter pusht. Den Fokus könnt ihr übrigens auch im Nachhinein noch korrigieren.

Apple ist es gelungen, das sowieso schon tolle iPhone 12 Mini noch besser zu machen. Das iPhone 13 mini wird bei vielen, die sich für kompakte Geräte interessieren, sicherlich toll ankommen. Es ist auf jeden Fall einen Blick wert, wenn man sich in diesem Segment neu orientiert. Meiner Meinung nach wäre es schade, sollte es das letzte Gerät seiner Art sein. Ihr habt ein iPhone 12 Mini und fragt euch, ob ein Upgrade lohnt? Muss meiner Meinung nach nicht sein. Klar, Apple hat im Fotobereich noch einmal nachlegen können, aber auch das 12 Mini machte schon großartige Bilder und brachte alles mit, was ein Gerät haben muss, um vorn mitzumischen.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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37 Kommentare

  1. „Vier bis maximal fünf Stunden Bildschirmzeit sind in den meisten Fällen drin. Das reicht dem einen oder anderen sicherlich.“

    Was macht ihr denn mit dem Handy den ganzen Tag über? Also ich schlafe mal, Arbeiten, mit Menschen unterhalten, Hobbys etc. Seid ihr den ganzen Tag nur auf Instagram, TikTok etc? Produktiv kann man mit Teams oder ähnliches doch eh nicht auf einem Smartphone nutzen oder sehe ich das falsch?

    • Oliver Müller says:

      Verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich komme auf 30-40 Minuten Bildschirmzeit pro Tag, dadurch hält mein Pixel 4a zwischen drei und vier Tagen mit einer Akku-Ladung durch.

      • Gibt Menschen, die ihr Smartphone fast komplett als PC-Ersatz verwenden. Bei mir läuft auch nur noch alles übers Phone, den PC dreh ich eigentlich nur mehr für spezielle Zwecke (meist Audio-/Videobearbeitung bzw encoding) auf. Surfen, Twitter, Reddit, YouTube, Pornhub, da kommt man, besonders an freien Tagen und als Vielsurfer schon mal schnell über 4 Stunden SOT.
        IMO wäre es ideal, wenn Apple für die Mini-Modelle eine etwas schwächere, auf Effizienz getrimmte Version des SOC verwenden würde. Aber das wird sich bei den eher geringen Verkaufszahlen halt kaum rechnen, hier Entwicklungskosten reinzustecken.
        Wobei man auch sagen muss, dass das 13 Mini in Sachen Battery Life eigentlich eh relativ gut abschneidet. Guckt mal hier, da hält es länger durch als reguläre (also nicht Mini) 12er:
        https://youtu.be/IQQCoJiZj8w

        • Das Display verbraucht die meiste Energy, daher bringt es nicht viel, die CPU runterzutakten.
          Die sollten das Mini dicker machen, 1,5 mm bringen schon die doppelte Laufzeit, wenn den ganzen Volumen für den Akku ausnutzen würde. Das iPhone 1 war über 11 mm dick und keinen hat’s gestört.

      • @Oliver Müller
        Ich kann dich ganz gut verstehen, mein älteres Android – ich glaube, es ist Blackberry Motion aus dem Jahr 2018 – hält fast eine Woche durch – oder vielleicht auch länger, ich lade es halt immer Sonntags abends, weil ich die Android-GUI sehr benutzerunfreundlich finde und das Smartphone nur in dringenden Fällen nutze.

    • Soll tatsächlich Leute geben, die mehr mit ihrem Endgerät machen. Und das nicht nur zum Spaß sondern auch aus beruflichen Gründen.

      Dazu kommt, dass die Zeit ja auch nur zu Beginn so lange ist und im Laufe der Monate/Jahre abnimmt. Da ist es natürlich auch besser, wenn zu Beginn die nutzbare Displayzeit höher ausfällt.

    • Ja, das siehst Du falsch. Es kommt auf den Einsatzzweck an. Dateien zu bearbeiten ist mir zu fummelig. Aber da mein Notebook absichtlich keine Kamera hat, nutze ich mein iPhone gerne als Kamera in Meetings über Skype oder Teams.

    • Seitdem ich im Home-Office arbeite, lade ich mein iPhone (12 Pro) 2 mal täglich, weil ich es für Videokonferenzen, Arbeitmails und -chats benutze.
      Mein PC hat keine Kamera, außerdem ich es super bequem während der ganzen Telefonaten mal auf den Balkon zu gehen, in die Küche oder eben aufs Klo, man muss halt nur das Micro ausmachen 😉
      Microsoft Teams läuft auch viel besser unter iOS, als unter Linux.
      Daher kann ich mich nicht entscheiden, pb ich das Pro Max wegen der größeren Batterie nehmen solloder doch das Mini, denn ehrlich gesagt, ist mir das kleinere Pro schon etwas zu groß.

  2. Bin vom 12er Mini auf das 13er Mini gewechselt und sehe grössere (positive) Unterschiede als in diesem Text dargestellt. Die „Grösse“ reicht mir vollkommen aus und ich komme damit (Privat + Geschäftlich) auch sehr gut über den Tag.

    • Oliver Müller says:

      Ja, die „größeren positiven Unterschied“ muss man sich dann wohl einreden, um die Investition zu rechtfertigen. Ich kann das ja echt nicht nachvollziehen, warum man ein erst maximal ein Jahre altes Smartphone durch ein neueres ersetzen muss.

      • Sehe ich genauso. Ich bin gerade am überlegen, ob ich mein iPhone 8, gegen ein 12 mini ersetzte. Das soll und wird dann auch wieder vier Jahre halten. Den Mehrwert eines 13 mini sehe ich eher auf dem Papier, als in der Realität.

        • Würde eher auf das 13 Mini wechseln. Ich bin von dem iPhone 8 darauf gewechselt. Meine Batterie hält 36 Stunden durch. Surfen, YouTube, DAZN, WhatsApp, TikTok für lustige Videos usw. Dazu noch Mail und ab und zu spielen. Das Ding hält wie auch im zweiten Post verlinkt länger als das Normale iPhone 12. Bildschirmzeit 6:30std. Bei dem 13 mini.

        • In de Realität hält der Akku des 13er mini eben noch mal eine Ecke länger als der des 12er mini. Für wen das nicht relevant ist, der kann natürlich auch zum 12er greifen – mir hätte das nicht gereicht. Dann kamen für mich persönlich noch ein paar Detailverbesserungen dazu. Die waren mir in sofern wichtig, als das ich das iPhone nun wieder einige Jahre nutzen möchte und da habe ich lieber die paar Optimierungen als den geringeren Preis des 12er. Die Differenz ist auf die Jahre gesehen dann ohnehin irrelevant.
          Ich hatte vorher das iPhone 11 Pro – nicht wegen der Pro-Features, sondern weil es einfach kleiner als das normale 11er und damit das kleinste aus dem Modelljahr war (das 12 mini war da noch nicht absehbar). Vorher hatte ich das 6S und das hat die Jahre über auch gute Dienste geleistet. Nach ca. 6 Jahren hätte der Akku aber mal getauscht werden müssen und so war ein neues dann doch sinnvoller.

      • Das 12er ist weiterhin im produktiven Einsatz und wurde nicht ersetzt.

  3. Das Handy ist in seiner Größe wirklich perfekt. Leider gibt es jedoch einen riesigen Punkt, der dem Mini total entgegen steht: ios ist grundsätzlich für Handys ausgelegt, die so groß sind, dass man zwei Hände zur Bedienung benötigt. Das merkt man am Mini extremst! So gibt es praktisch keine App oder Einstellung, die nicht oben rechts oder oben links einen Bedienbutton hat und man damit dann mit einer Hand nicht hinkommt. Es ist leider wirklich extrem, wie oft am obersten Rand ein „Speichern“-Button zu finden ist. Das ist bei Android ganz eindeutig besser gelöst – auch wenn dort kleinere Geräte fehlen.

    Aber wenn ich schon ein kleines iPhone kaufe, dann will ich es nicht trotzdem mit zwei Händen bedienen müssen. Darum habe ich nach vielen Erwartungen das iPhone 12 Mini doch zurückgesendet und mein Android behalten, was ich ohne Probleme mit einer Hand bedienen kann. Und ich rede hier nicht von so tricks, wie das Handy anders zu fassen, um oben heranzukommen oder irgendwelche Bedienhilfen zu aktivieren, mit denen der Bildschirm dann klitzeklein wird.

    • Dir ist bewusst, dass es mit einer einfachen wischgäste am unteren Rund nach unten, der 1-Hand-Modus aktiviert wird, und somit auch oben liegende Buttons gut erreichbar werden?

      • Oder vom linken Bildschirmrand nach rechts wischen, geht auch so gut wie in jeder App.

        • Wie ich geschrieben habe: Die Anzeige auf 50% zu verkleinern, damit man dann oben dran kommt, „zählt“ nicht.

          @Willi: Wegen dem Bildschirmrand wischen: Das geht, wenn man „zurück“ will. Speichern oder andere Aktionen geht so nicht und ist sehr sehr oft am oberen Bildschirmrand.

          • Da hast leider Recht.
            Apple selbst denkt nicht darüber nach.
            Z.B. iOS 15 ist die Adressenzeile in Safari endlich unten, sodass man viel bequemero einer Hand surfen kann. Das finde ich super. Allerdings ist der „Abbrechen“-Button immer noch oben rechts!

    • Die übliche Kritik ist sonst genau umgekehrt, dass iOS auf den großen Geräten nur aufgeblasen ist und eigentlich für kleinere Geräte ausgelegt war.

      • „War“ stimmt hier. Seit ein Paar Jahren ist es leider nicht mehr so.
        Auf dem iPhone SE passen viele Texte selbst in den Apps von Apple nicht mehr ins Layout, weil die GUI auf die größere Displays ausgelegt ist.

  4. Ich will mich nicht beschweren, das iPhone 12 oder 13 mini ist das wohl beste wenigstens halbwegs kompakte Smartphone, was man bekommen kann, aber für eine wirklich problemlose einhändige Bedienung der Tatstatur braucht man auch da schon recht große Hände. Meine Hände sind nicht klein, aber mit dem Daumen Tasten auf der gegenüberliegenden Seite zu erreichen, erfordert schon eine gewisse Geschicklichkeit, soweit man sein iPhone nicht fallen lassen möchte.
    Und ich kann natürlich verstehen, dass es sich „klein“ anfühlt, gerade wenn man vom Pro Max kommt. Mir geht es aber umgekehrt, auf mich wirken eher die großen Geräte „billig“.
    Die Akkulaufzeit des Mini könnte natürlich besser sein. Aber im Gegenzeug ständig so einen unhandlichen „Klopper“ dabei zu haben, wäre für mich keine Alternative. Aber das kann und soll ja jeder sehen, wie er mag,

    Mir persönlich schwebt immer noch ein aktuelles iPhone im Format des iPhone 4/4s vor, DAS war wirklich noch kompakt und gut mit einer Hand zu bedienen. 😉

    • Kurzer Nachtrag:
      Auch zur Nutzung als Arbeitsgerät gehen die Meinungen offenbar weit auseinander, was aber natürlich auch völlig in Ordnung ist. Gerade die kompakten Abmessungen machen machen das Gerät m.E. zum „Arbeitsesel“, für „richtige“ Arbeiten ist ja nach Aufgabe die eine wie auch die andere Variante häufig zu klein. Die größeren Displays bringen eher Vorteile für die „Spielkinder“, die wirklich häufig Videos konsumieren oder eben zum Spielen. Vielfach sind es nicht die Anwender, die man der „Pro-Fraktion“ zuordnen könnte, die mit den großen iPhones durchs (Arbeits-)Leben gehen. Oft genug ist auch das Gegenteil zu beobachten.

      • Ich schreibe viel beruflich in Teams. Freue mich dann auch auf dem Balkon oder im SuperMarkt meine Kollegen auf neustem Stand zu halte, Da ist ein kleines Smartphone durchaus angenehm.

  5. Ich wollte ebenfalls meinen Senf hier abgeben und mitteilen, dass ich sehr wohl das Mini 13 als Arbeitsgerät empfehlen kann. Ich nutze es sowohl als Diensthandy IT/Webbusiness als auch privat. Komme vom 11 pro und muss sagen, es ist eine Wohltat das Gerat in allen Situationen nur mit einer Hand zu steuern. Das Display reicht mir komplett aus und die andere Hand ist wieder frei für andere Dinge im Alltag, wie Einkaufstaschen, Kleinkinder tragen usw. ich gebe aber zu, dass ich auch kein Social Media Dauernutzer oder Zocker bin 😉

  6. Das ein iPhone Mini, sich gar nicht mal so gut verkauft, habe ich nicht wirklich geglaubt.
    Hoffe für meine Frau und meine Tochter mit ihren kleinen Händen das sich ein Mini noch länger uns erhalten bleibt.

    • Das hoffe ich auch, fürchte aber, dass ein kleines Modell nicht auf Dauer bleibt. Das liegt sicher auch daran, dass einige Features den größeren Modellen vorbehalten sind, und das ist für viele eben wichtiger als die Abmessungen des Gerätes allein – und das kann ich ein Stück weit auch nachvollziehen, auch wenn ich noch bereit bin, für kompakte Abmessungen ein paar Abstriche in Kauf zu nehmen (die hier auch eher gering ausfallen). Trotzdem würde ich es natürlich begrüßen, auch mit dem iPhone Mini alle aktuellen Funktionen nutzen zu können. Und ich glaube auch nach wie vor, dass es sich deutlich besser verkaufen würde, wenn es wirklich nur die Größe wäre, die es von den anderen Modellen unterscheidet.

      • Das iPhone 13 mini unterscheidet sich doch auch nur durch die Größe vom normalen iPhone 13 – von dem kleineren Akku natürlich mal abgesehen, aber dessen Größe ist eben wiederum durch die Größe des mini begrenzt. Es kann auch alle Funktionen nutzen, die das iPhone 13 nutzen kann.

        • Ja, im Vergleich mit dem „normalen“ iPhone 13. Trotzdem bleiben einige Dinge den „großen“ Modellen vorbehalten, etwa 120 Hz und die bessere Kamera. Auch deshalb greifen vielen zu den Pro-Modellen. Nicht, weil sie die Features wirklich nutzen würden, sondern weil der Kopf sagt, dass man doch, wenn man schon bereit ist, viel Geld auszugeben, gleich zur „Vollausstattung“ greifen sollte.

          • Das iPhone 13 Pro ist genauso groß wie das normale iPhone 13 und dass die Pro-Modelle mehr Features bekommen liegt einfach in der Natur der Sache. Der Rest ist einfach Marketing und wenn sich so viele davon so leicht beeinflussen lassen haben funktioniert es anscheinend. Man muss sich bei solchen Investitionen dann eben selbst zurückhalten oder eben damit klarkommen mehr auszugeben.
            Das normale 13er hat dieses Jahr schon die Kamera vom 12 Pro Max bekommen, aber wer natürlich das „beste“ haben möchte, der kommt eben ums Pro nicht drumrum.
            Für mich persönlich reicht das 13 Mini völlig.

        • Wir wollen aber ein iPhone 13 Pro Mini mit dem Akku vom Pro Max!
          Von mir aus können sie dafür den Preis des Pros verlangen.
          Ich will ein kleineres, gerne auch dickeres Gerät mit allen Pro-Features.
          Leidet wollen nur wenige Leute das, die meisten wollen halt Riesenhandys.

  7. Kompaktklasse ist gut.
    Es gibt sonst keine kleinen Handys mehr.

  8. Ich habe auf mehreren Seiten gelesen, dass auch das neue Mini nach wie vor nur mit 12 statt 15 Watt via MagSafe geladen werden kann. Vielleicht magst Du das noch einmal überprüfen? Ansonsten danke für den Test.

    • Das scheint tatsächlich der Fall zu sein, nur ist das in der Praxis eher irrelevant. Auch bei den anderen iPhones liegen die 15W nur sehr kurz an, weil die Geräte sonst zu warm werden. Das und der kleinere Akku im mini, der natürlich entsprechend schneller voll ist, sorgen dafür, dass es im Endeffekt keinen wirklichen Unterschied macht.
      Wenn der Akku wirklich schnell voll werden soll ist ohnehin ein Kabel am sinnvollsten.

  9. Apple „Wie können wir die Leute dazu bringen, jedes Jahr ein neues Jahr zu kaufen“…..

    Das iPhone 12 mini hat die technischen Voraussetzungen die gleichen Kamera-Funktionen zu nutzen wie das iPhone 13 Mini. Das iPhone 12 mini bekommt die Kamerafunktionen aber nicht freigeschaltet. Uncool von Apple

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