iPhone 11 & 11 Pro: So funktioniert der Nachtmodus

Seit dem Launch der neuen iPhones hatte ich die Möglichkeit, mich etwas genauer mit Apples neuem Smartphone zu beschäftigen. Vor allem Akku und Kamera haben mich während der ersten Wochen ziemlich begeistert.

Neu ist unter anderem der Nachtmodus, der wirklich gut ist und im Vergleich zu Huaweis Implementierung teilweise mehr Details zeigt und etwas näher an der Realität ist. Man möchte also nicht die Nacht zum Tag machen. Nun stellt sich der eine oder andere vielleicht die Frage, wie genau das Ganze in der Kamera-App umgesetzt wurde. Ich möchte euch das an dieser Stelle gern einmal kurz zeigen.

29. September 18:33 – Ziemlich dunkel, einzige Lichtquelle ist das Küchenfenster und der Rest Tageslicht. Bild zeigt viel Rauschen und kaum Details (siehe Struktur des Tisches)

Wenn man dem iPhone eines ankreiden kann, dann es ist der Automatismus, den Apple implementiert hat, um es dem Nutzer so einfach wie möglich zu machen. Der Nachtmodus schaltet sich automatisch ein, sobald das Licht schlechter wird. Je nachdem wie ruhig ihr das Smartphone haltet und wie wenig / viel Licht vorhanden ist, wird euch das iPhone eine Länge der Belichtung vorschlagen. Ihr habt also keine Möglichkeit, das ganze auch in helleren Situationen zu nutzen, um HDR-Bilder zu machen und somit noch mehr Details in das Bild zu bannen. Aber kommen wir zur Umsetzung.

Den Nachtmodus erkennt ihr an einem kleinen, gelben Icon in der linken, oberen Ecke, das einen Halbmond zeigt. Tippt ihr auf diesen, habt ihr die Möglichkeit, den Modus auszuschalten oder die Belichtungszeit zu wählen. Wie in meinem Test bereits erwähnt, kann das iPhone ohne Stativ je nach Ruhe der Hand Belichtungszeiten von maximal 5 – 6 Sekunden realisieren. Mit Stativ landet man dann maximal bei 30 Sekunden und kann damit sogar die schwärzeste Nacht in einem Foto bannen.

Der Nachtmodus wird automatisch aktiviert, wenn du ihn brauchst – etwa in einem Restaurant bei Kerzenschein. Wenn du auf den Auslöser tippst, macht die Kamera mehrere Bilder, während die optische Bild­stabilisierung das Objektiv ruhig hält.

Danach kommt die Kamerasoftware zum Einsatz. Sie richtet die Bilder aus, um Bewegungs­unschärfe zu korrigieren. Sie verwirft Bereiche mit zu viel Unschärfe und kombiniert schärfere miteinander. Sie passt den Kontrast an, damit alles ausgewogen bleibt. Sie optimiert die Farben, damit sie natürlich aussehen. Dann nutzt sie intelligente Rauschentfernung und Detailverbesserung, um das fertige Bild zu erstellen.

Der Nachtmodus funktioniert nur auf der normalen Weitwinkelkamera. Wählt man den Telephoto-Modus, macht die Kamera nichts anderes, als in den Bildabschnitt hineinzucroppen. Die Tele-Kamera wird also nicht wirklich benutzt und auch ein Nacht-Foto mit der Ultraweitwinkel-Kamera ist als Folge nicht möglich.

Um die optimale Belichtungszeit zu wählen, zeigt euch das iPhone in der Kamera-App eine Live-Vorschau des Ergebnisses. Je nachdem wie hell ihr es wollt, sucht ihr euch eine Zeit aus. Dann wird der Auslöser gedrückt und auf das Ergebnis gewartet. Im Unterschied zu anderen Nachtmodi verwischen sich bewegende Objekte im Bild nicht. Apple hält das erste Frame fest und ergänzt Bildteile durch weitere Bilder während der „Belichtungszeit“. Damit erhält man ein scharfes und detailgetreues Bild, ohne den üblichen Motion Blur.

iPhone 11 Pro Nachtmodus – Bild mit 3 Sekunden Belichtung – selbes Setting wie oben

Solltet ihr ein Stativ benutzen, könnt ihr auch die Kamera-App der Apple Watch als Remote benutzen. Praktisch, wenn ihr selber im Bild sein wollt. Mit der Apple Watch lässt sich leider keine Belichtungszeit anpassen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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22 Kommentare

  1. Vielleicht doch mal umbennen in Apple Blog? Ja, ich empfinde die Berichterstattung zunehmend einseitiger.

    • Nun, wenn von den Anderen nichts Berichtenswertes kommt…

    • Daniel FPunkt says:

      Wenn es dir nicht gefällt… Dann mach doch mal was ganz verrücktes… Lies was anderes 🙂 Wir leben in einer Zeit in der du deine Medien frei wählen kannst. Sei so frei und lies was anderes.

    • Das denke ich mir bei den anderen Beiträgen auch. 80% nur Android Beiträge. *nicht ernst nehmen *

    • Du kannst das bestimmt auch fundiert begründen? Die Wahrnehmung lässt sich sehr einfach täuschen, Fakten spielen dabei eher keine Rolle. Als aufmerksamer Leser hast du doch mit Sicherheit einen Überblick über den Anteil deiner kritisierten Artikel bezogen auf alle. Und das im Rahmen eines neu heraus gebrachten Gerätes in den Folgetagen Erfahrungen, Tests, etc. verstärkt erscheinen, auch weil andere die Infos gern erhalten möchten, sollte nicht verwundern.

      • Zeig mir doch mal äquivalente Artikel dieser Art zum Pixel 3, Note 10, LG V50 etc.
        Es geht nicht um das Betriebssystem (iOS vs. Android), es geht um die Artikel pro Gerät minus Gerüchte-Artikel. Und da fällt der Schwerpunkt halt auf.

    • Die letzten 3 Tage…45 Artikel zu anderen Themen, 9 Artikel zu Apple. Gerne zähle ich auch noch 1 oder 2 Wochen für dich zurück, wenn dir das nicht reicht. Dich stört doch wohl eher, dass überhaupt über Apple berichtet wird. Logisch, dass es momentan noch mehrere Artikel zu Apple gibt, wenn die neuen iPhones gerade erst vorgestellt wurden, wenn dir das nicht passt, steht es dir frei diese Artikel nicht zu lesen oder woanders zu lesen, ist ja nicht so, dass es keine Auswahl an für dich passenden Blogs im Internet gäbe.

      • Dann bist du aber schlecht in Mathe. 20% aller Artikel waren also iPhone Artikel? Und das ist bei dem neuen Mate 30 inkl. Google Play „Skandal“ , neuem Pixel 4 und neuem Oneplus 7T und sonstigen nicht Smartphone Artikeln ein normaler Anteil?
        Interessant

        • Zähle einfach die Artikel der letzten 3 Tage, da muss man kein Mathegenie sein. Über was beschwerst du dich denn jetzt eigentlich? Du meintest doch, mann solle den Blog umbennen in Apple Blog…sorry, aber bei 9 Artikeln zu Apple und 45 anderen Artikeln in den letzten 3 Tagen, ist das alles, aber nicht apple-lastig. Wenn die Anzahl der Artikel umgekehrt wäre, könnte ich deine Kritik verstehen. Wenn dir irgendwelche Themen zu kurz kommen, dann beschwere dich doch darüber, aber schreibe nicht, man solle diesen Blog einen Apple Blog nennen.

        • Man muss kein Mathegenie sein, um die Anzahl der Artikel zu zählen und in den letzten 3 Tagen waren es nunmal 45 Artikel zu anderen Themen und 9 Artikel zu Apple, dabei von einem Apple Blog zu sprechen, ist lächerlich. Zum Vergleich nenne ich dir mal 2 echte Apple-Blogs…MacRumors und 9to5Mac, da wird fast ausschliesslich nur über Apple berichtet. Die darfst du dir gerne mal anschauen, damit du weisst, was ein Apple Blog wirklich ist.

    • Empfehlung: Wenn es dir inhaltlich nichts mehr bringt, schau einfach woanders weiter. Dein Killer-Argument: „Aber Apple, aber Huawei, bestimmt Werbung…“ kotzt mich an. Weil dir Themen nicht passen, äußerst du sowas.

      • Nee, der offensichtliche Schwerpunkt der Blogs, insbesondere wenn man sich deine Artikelvielfalt ansieht, immer unter den Tisch zu kehren, kotzt mich an. Steh‘ doch endlich dazu, du und die meisten deiner Kollegen nutzen privat fast ausschließlich Apple, da ist es doch nicht zu vermeiden, dass man da öfters drüber schreibt.

  2. Benno Vogel says:

    Vielleicht nicht mal nur auf Apple Artikel Stürzen es gibt genug andere.

  3. OMG, watt für Probleme manche Menschen doch haben und wie viel Zeit sie dafür opfern 😀

  4. Siegfried Baumgarten says:

    Hallo,
    bei mir wird beim Nachtmodus das Foto immer als Video abgespeichert; was mache ich da falsch?
    PS. habe iphone11pro

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