iPadOS: Externe Festplatte wird nicht erkannt?

Das neue iPadOS ist noch gar nicht so alt. Es bietet jetzt Unterstützung für externe Festplatten, sodass Benutzer einfach USB-Sticks und SD-Karten anschließen oder sich bei einem SMB-Dateiserver anmelden können – alles aus der Dateien-App heraus. Ich selber nutze dies beispielsweise für den flotten Zugriff auf den Google Drive und mein Synology-NAS.

Aber in diesem Beitrag soll es um Festplatten gehen, die man am iPad anschließen kann. Grund für diesen Beitrag ist eine Mail unseres langjährigen Lesers Bernhard, der über ein kleines Problem mit seiner externen SSD in Verbindung mit dem iPad Pro stolperte.

Vorab sei erwähnt: „Voll-Apple-User“ werden wohl nicht betroffen sein, da die formatierten Festplatten sicherlich sowohl am Mac als auch am iPad lesbar sind. Die von Bernhard genutzte SSD wollte aber nicht am iPad Pro erkannt werden, unter Windows 10 lief sie aber einwandfrei.

Der Fehler lag am Dateisystem. Während macOS und Windows 10 die mit NTFS versehene Platte lesen konnten, war dies unter iPadOS nicht der Fall. Das wird nämlich nicht unterstützt. Unterstützt wird nämlich nur FAT32, was aber nur bei Dateigrößen bis 4 GB Sinn ergibt – und das vielleicht für euch besser nutzbare ExFAT. Dann klappt es nämlich auch am iPad.

Falls ihr also mal vor diesem Problem stehen solltet, denkt vielleicht an unsere Erinnerung.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

35 Kommentare

  1. Peter Brülls says:

    NTFS ist halt proprietär. Und da hat Apple halt das as eigenes.

    • Non-sense.

      Linux kann NTFS auch, Selbst MacOS unterstützt es im Read-only Modus. Nur halt iPadOS nicht.

      • Ändert nix daran, dass es proprietär ist. Und Linux hat lange Zeit kein NTFS unterstützt.
        Neben dem IPad fällt mir spontan übrigens noch die PlayStation ein 😉

        • Hans-Dieter says:

          Linux gibt’s auch schon länger als OSX, da kann man dann leicht von „Linux hat lange Zeit kein NTFS unterstützt“.
          NTFS kam mit Windows NT (1993) und Linux hatte bereits 1995 die erste RO Unterstüzung ab 2000 war mit den NTFS 2.0 Treibern auch RW möglich.
          Und seit wann kann MacOS nun ohne zusätzliche Software NTFS lesen?

    • Apple hat was eigenes, aber nicht ExFAT. ExFAT ist von Microsoft, proprietär und (zumindest in Teilen) patentiert durch Microsoft. Genau gar kein Unterschied in der Hinsicht zu NTFS, aber es ist deutlich weniger Komplex, da es im Grund nur FAT mit 64bit-Erweiterung ist. Viel einfacher umzusetzen.

  2. Mich würde mal interessieren wie es bei euch mit der Stromversorgung unter USB C steht. Sprich, welche Festplatten, USB Sticks, funktionieren ohne „this accessory requires too much power“ Meldung? mit meinem 10,5 Pro lässt sich fast nichts ohne besagte Fehlermeldung anschliessen, ausser SD Karten und 4 GB USB Sticks.
    Ist halt schon blöd wenn man einen USB Stick in die Hand gedrückt bekommt und erst mal eine Steckdose suchen muss. Ist das bei den USB C iPads besser?

    • Immerhin musst du jetzt „nur“ eine Steckdose suchen, kannst aber dann auf die Daten auf dem USB Stick zugreifen. Das ist deutlich mehr, als bisher möglich war. Trotzdem ist das natürlich nicht toll, insofern würde mich das auch interessieren.

    • Beim großen iPad Pro mit Lightning funktioniert es auch nicht ohne Steckdose. Nicht mal mit einem 1GB USB 2.0 Stick.
      Am Strom funktioniert es dann. Leider enttäuschend. Vielleicht folgt ja noch ein Update.

      • Da wird nichts mehr passieren. Apple möchte dass einfach nicht, sonst hätte man es in einer der Beta Versionen schon einmal gesehen. Soll sicherlich auch einer der Differenzierungsaspekte zu USB-C iPad Pro sein.

    • Meine Samsung T5 USB-C funktioniert problemlos.

    • Also USB-C Kartenleser und USB-Sticks gehen bei mir am 2018er Pro ohne Probleme. Eine externe HDD/SSD mit USB-C besitze ich leider nicht. An meine anderen iOS-Geräten mit Lightning geht auch überhaupt nichts ohne externe Stromversorgung.

  3. Also mein Mi9T mit Android 9 mag auch nur über den Nano usbc SDkartenleser Fat 32. Hatte ExFat und NTFS ausprobiert .. Stolperstein dann unter Windows 10.. kriegt man mit dem Bordwerkzeug größere Sdkarten oder Sticks nicht wieder mit Fat32 formatiert. Da braucht man wieder ein extra Tool. Werde das mal morgen am Ipad Air 2 austesten.

  4. Wenn es nur um die Dateigrößen ginge, könnten das viele sicherlich mit FAT32 umgehen, nicht jeder hantiert mit größeren Dateien. Aber NTFS bietet ja unter Windows noch mehr. Da ist es schon ärgerlich, wenn so ein Feature nun doch nicht funktioniert.

  5. klavierpunk says:

    Ups. Apple hätte aber schon wissen sollen, dass die meisten externen Festplatten unter NTFS laufen. Und wenn sie es mit iPadOS ernst meinen, wäre eine Unterstützung von NTFS nur konsequent gewesen. Auch, wenn sie dafür über ihren eigenen Schatten hätten springen und bei den bösen Redmondern hätten anfragen müssen. Aber so ganz scheint man sich dann doch noch nicht zu trauen, das iPad zum vollwertigen Laptopersatz auszubauen.

    • Bullshit. Microsoft lizensiert NTFS nicht, weil sie keine vollständige Dokumentation bieten können. Da kann man anfragen wie man will. Außerdem müßte das erstmal portiert werden. Das lohnt sich nicht für ein 25 Jahre altes Dateisystem. Erst Recht nicht in Zeiten von exFAT.

      • GooglePayFan says:

        Haha was für ein Quark!

        Natürlich gibt es längst freie Bibliotheken für NTFS, die Apple problemlos einsetzen könnte.

      • Man laberst du einen Müll… NTFS ist über freie(!) Bibliotheken für fast jedes Betriebssystem (darunter Unix/Linux/BSD) verfügbar. Du redest tatsächlich von vor 25 Jahren – da war es noch nicht so. Hier hat Apple einfach geschlampt – fertig aus.

        • Die freien NTFS-Bibliotheken sind über Reverse Engineering ohne Unterstützung von Microsoft entstanden und bilden nicht die volle Funktionalität ab. Auch eine Grund warum unter macOS der Schreibzugriff experimentell blieb und nicht aktiviert wurde.
          In macOS/Darwin (UNIX) geht das über NTFS 3G (Treiber) und libfuse (mit dem Dateisystem-Code im User Space ausgeführt wird und als Brücke zu den nativen Kernel-Funktionen auf das eigentliche Dateisystem dient, also APFS oder HFS+). Für Schreibzugriff benötigt der Mounter root-Rechte. Ganz davon abgesehen dass es nichtmal einen ARM-Port gibt.
          Scheisse zu labern scheint dein Hobby zu sein.

          • Auch diese Aussagen basiere alle auf 2005. du solltest deinen Horizont erweitern. Schade das es noch immer Leute wie dich gibt…

            • es ist viel einfacher als ihr denkt. es gibt einen Offiziellen Support. fertig. mit exfat gibt es ein System auf das sich alle großen QS Anbieter geeinigt haben und was bissher funzt. Natürlich bietet apple kein NTFS. man soll ja im APPLE Kosmos bleiben. und AFS Support für Windows ist auch nicht offiziell. niemand hat da geschlampt. beide nutzen ihr System fertig. Windows ist da sogar noch schlechter dran. dort kann ich offiziell nichts anfangen mit apple formatierten Platten.

              also nicht dissen, es ist einfach wie es ist. wem das nicht gefällt muss im Windows Kosmos zu Surface greifen und und im Apple Kosmos zum MAC .

            • @mini
              beleg bitte mal deine Aussagen

            • Netter und typischer Kommentar. Was soll ich mit Pauschalaussagen anfangen? Zeig mir eine Möglichkeit mit der man NTFS unter UNIX einbinden kann, die rootless und auf ARM läuft. Dann können wir weiterreden.

              Wenn du dabei bist, erkläre noch, warum man das für ein Dateisystem von 1993 machen sollte, wenn exFAT von allen unterstützt wird.

              Und wenn wir gleich dabei sind, erkläre auch noch warum hier das übliche dümmliche Apple-Bashing abgeliefert, während Microsoft niemals ein einziges Apple-Dateisystem wie HFS oder AFS unterstützt hat und deswegen niemand mault weil er glaubt ein Argument zu haben.

        • Apple lebt in seinem eigenen Universum, die wollen nach dem Schmach mit Microsoft in der Urzeit sicherlich auf keinen Fall mit denen zusammenarbeiten – für alle Ewigkeit.
          Ausserdem gibt es von Drittanbietern Software für NTFS-Unterstüzung auf dem Mac, da hätte Apple z.b. anfragen können und sich Treiber für iOS bauen lassen können, wenn sie es selber micht können.

          Meiner Ansicht nach wollen die es aber garnicht, Apple ist Apple und alles andere interessiert die nicht.

  6. Benjamin Jesuiter says:

    HFS+ funktioniert auch am ipad 🙂

  7. Ich habe das auch getestet, selbst einfach USB Sticks funktionieren an meinem 10,5″ mit Lightning Anschluss und original Apple Kamera Adapter nicht (zu viel Strom). ABER exFat auf einer externen 3.5″ HD mit eigener Stromversorgung funktioniert auf Anhieb. Sogar UHD Rips und HDR10 als MKV werden mit infuse in hervorragender Qualität wiedergegeben und die Files sind ALLE über 4GB Groß (logischerweise) inklusvie Wahl der Sprache etc. uSD funktioniert natürlich (wahrscheinlich auch normale SD).

  8. Ein iPad ist das was es immer war, ein Spielzeug das man im Urlaub oder mal zwischendurch nutzt. Ernsthaft damit arbeiten oder oder einen Laptop/MacBook ersetzen, das ist haltloser Quark was Apple da verzapft.

    • Pascal Laue says:

      Das hat sich schon stark geändert. Für 90% aller Nutzer kann ein Ipad Pro mittlerweile den PC ersetzen bin ich der Meinung und ich habe bewusst keins. Du kannst dich genauso als Macnutzer aufregen, dass Win10 immer noch kein mac-journaled Festplatten erkennt. Das ist einfach lächerlich. ExFat und gut ist! Generell wird es eh nur ein Problem, wenn man wie ich auch in beiden Welten unterwegs ist.

    • Das iPad ist schon einige Jahre weit mehr als ein Spielzeug. Sicherlich ist das nicht immer und für jeden die beste Wahl, aber für die Masse der Anwender konnte man damit schon viel Jahre einen Laptop im Grunde ersetzen, spätestens aber mit iOS 13. Natürlich läuft da dann einiges anders, was aber nicht zwingend schlechter sein muss. Man muss aber eben auch bereit sein, sich auch mal was auf Neues einzulassen.

      • @Pascal Laue, Chris R.
        Ihr beiden solltet mal über einen Berufswechsel nachdenken, z.B. als Komiker. iPadOs will alles mögliche gleichzeitig sein, ist aber Meilenweit davon entfernt Produktiv damit zu arbeiten oder einen Laptop etc. zu ersetzen, das ganze ist eine Verschlimmbesserung.

        • Wenn das bei dir nicht funktioniert, ist das ja kein Problem, das muss es ja auch nicht. Aber diese Möglichkeit pauschal zu verneinen, weil es vielleicht mit *deinem* Workflow nicht vereinbar ist, ist doch etwas engstirnig.

  9. Danke für den hilfreichen Hinweis! 🙂

  10. Thema exFAT: FritzBox OS kann ja NTFS lesen und schreiben , wenn auch sehr „schneckig“ und m. w. leider nur FAT 32 … oder können neuere FritzOS auch exFAT? Wäre echt schön wenn man an die Fritze exFAT -Platten für die FritzNAS -Funktion hängen könnte , dann bräuchte ich kein nTFS auf externen Platten mehr .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.