iOS 8: wenn die Familienfreigabe nervt

Mit iOS 8 hat Apple auch eine Familienfreigabe eingeführt. Sie kommt mit Vorteilen für die Familie daher, so lassen sich einmal vom Familienverwalter gekaufte Apps auf die in der Familienfreigabe hinterlegten Familienmitglieder verteilen – ohne zusätzliche Kosten. Klasse Sache, wenn man denn Begrenzungen und Beitrittsmechanismen im Auge behält – und man nicht von Fehlern geplagt wird, die entweder auf der Entwicklerseite oder auf der von Apple liegen.

Touchpal iphone

Einer dieser Fehler ist mal wieder aktuell und von anderen Familien und mir nachvollzogen worden. „Für diese Apple-ID stehen keine Artikel zum erneuten Laden zur Verfügung. Dieser Artikel kann mit dieser Apple-ID nicht erneut geladen werden, da er von einem anderen Benutzer gekauft oder zurückerstattet oder storniert wurde.“

Passiert bei einer App, die aktuell in deutscher Sprache auf den Markt kam – TouchPal. Die App, vom Verwalter der Familienfreigabe gekauft, konnte nur von diesem installiert werden, andere Mitglieder der Familie bekamen die eben genannte Mitteilung zu sehen. Ein Fehler, der anscheinend nicht ganz neu ist. Das Problem bei der Sache ist halt, dass anscheinend nicht klar ist, was diesen Fehler genau auslöst – und als Familienmitglied würde ich es als äußerst ärgerlich erachten, eine App nicht laden zu können, nur weil mein Account in der Familienfreigabe hängt.

Apple nennt das Ganze so: „Manche Produkte können nicht mit der Familienfreigabe genutzt werden, zum Beispiel In-App Käufe, Inhalte, die nicht für den wiederholten Download verfügbar sind, Abonnements, und einige bereits gekaufte Apps.“ Ist natürlich dumm, wenn Entwickler ihre Apps nicht dahingehend anpassen oder dieses kommunizieren.

So wird die Lösung ad absurdum geführt. Man stelle sich vor, Familienverwalter und Familienmitglied wollen ein Spiel spielen, was aber nicht funktioniert – wie am Beispiel TouchPal zu sehen. Was passiert? Entweder greifen die Menschen nicht zum Spiel, nicht zur Familienfreigabe – oder sie legen sich gar eine zweite Identität im App Store an, was unter Umständen mit An- und Abgemelde bei Updates verbunden ist. Und das kann es ja auch nicht sein, oder?

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

17 Kommentare

  1. Kannst Du eigentlich Touchpal empfehlen, oder was ist Deiner Meinung nach die beste Keyboard App für iOS?

  2. Sind bislang alle mehr oder weniger Schrott. Weniger Schrott ist Swype bislang.

  3. sind alle schrott. Ich würde mir eine hauseigene Swype von Apple wünschen die sich zusätzlich wie eine weitere Sprache aktivieren lässt.

  4. Familienfreigabe hab ich vorher schon gehabt bevor es Apple einführte.
    Einfach die AppleID für Einkäufe bei allen Familienangehörigen mit iPhone auf deren Gerät unter „iTunes & App Store“ hinterlegen. Fertig.

  5. Abgesehen davon das die Lösung so echt absoluter Schrott ist, hat Apple das aber von Anfang an so kommuniziert, dass Entwickler selbst entscheiden, ob eine App. die Familienfreigabe unterstützt oder nicht.

  6. @caschy wie @Mr.C es auch schrieb, liegt es im Ermessen des Entwicklers und im Store unter den Informationen der App gibt es einen Eintrag ob Familenfreigabe unterstützt wird oder nicht. Ein Blick dorthin lohnt sich ab und an. 😉

  7. @Mr.C & Tom: Dann muss es Mechanismen geben, dass der Teilnehmer einer Familienfreigabe die App dennoch erwerben kann – da gebt ihr mir doch Recht, oder etwa nicht?

  8. Ja, sehr ärgerlich ! Bei WeatherPro habe ich das gleiche Problem….

  9. Ich will auch mal drauf verweisen das der Fehler auch bei kostenlosen apps Auftritt!

  10. @caschy, Ok, das sollte nicht sein, wohl wahr – ich könnte mir durchaus Vorstellen das dies alsbald gefixt wird, denn hier geht ja Apple u. den Entwicklern u.U. Geld flöten.

    Ich lese im Artikel das Familienmitglieder etwas „laden“ wollen was das der Verwalter schon gekauft hat, nicht das sie „kaufen“ wollen. Aber vielleicht „laden“ gerade meinen Leseverständnissynapsen auch nur unvollständig. 😉

  11. Das Problem kenne ich. Habe diverse Apps die mir eine solche Meldung beim Update auch anzeigen. Als Lösung hilft es, dass Gerät mit iTunes zu verbinden und die Apps manuell zu aktualisieren.

  12. @caschy Ok, da hast du natürlich einen guten Punkt erwähnt. Ein Grund mehr, warum ich bei uns nur eine Apple ID verwende. Vielleicht stell ich das mal später um wenn die Familienfreigabe ordentlich funktioniert.

  13. Eine Familienfreigabe ohne das App-in Käufe mit übertragen ist so sinnvoll wie iOS 8.0.2 mit andauernden WLAN Verbindungssabbrüchen.

    Ohne Steve läuft bei Apple nix mehr und es wird noch schlimmer werden.

  14. Mich nervt das gerade auch.
    Ich will meiner Mutter die kostenlose(!) Ikea App installieren und es funktioniert nicht, weil ich die App mal geladen hatte und sie noch nicht freigegeben wurde.
    Das ist sowas von schwachsinnig, dass das selbst bei kostenlosen Apps zum Problem wird -.-

  15. nanonymous says:

    Genau dieses Problem habe ich seitdem meine Mum auf iOS 8.0.2 aktualisiert hat, allerdings bei ALLEN Apps die ich bisher geladen habe! Extrem ärgerlich, nach stundenlangem hin und her mit Apple Care bin ich jetzt am zurücksetzen.. und hoffe, dass es danach wieder geht! -.-

    Davon abgesehen ist iOS 8 sowas von unreif und voller Bugs, dass einem dabei nur noch übel wird :/ (Safari Abstürze bei eingaben in die URL Zeile zum Beispiel… )

    Echt übel 🙁

  16. Hatte auch gerade das Problem. Ich wollte bei meiner Freundin aufm iPad Word (gratis) installieren und habe die beschriebene Fehlermeldung bekommen. Einfache Lösung: einmal aus- und wieder einloggen (Appstore -> Highlights -> unten links). Danach klappts mit dem „Kauf“ von Gratisapps wieder wie gewohnt.

  17. Die sinnvollste Lösung ist immernoch, eine Apple-ID für Einkäufe zu teilen, wo jeder in der Familie das Passwort hat, und zusätzlich eine eigene für jeden für iCloud, iMessage & co. So muss man sich damit nicht rumärgern, und das System unterstützt diese Trennung schon von anfang an.