Internet of Things: Google stellt Project Brillo vor

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Das Internet der Dinge ist überall. Drahtlose Vernetzung von Geräten im Haushalt, so weit das Auge reicht. Und so schmeißt sich nun auch Google in das Rennen. Auf der heutigen Keynote der Google I/O hat man das Projekt Brillo vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein System, welches für Geräte gedacht ist, die sich als Teil des Internet of Things verstehen. Smarte Türschlösser oder auch Lampen. Das System basiert auf einem extrem verschlankten Android, was eine hohe Kompatibilität und geringe Systemvoraussetzungen garantieren soll.

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Kommuniziert wird über den neuen Standard Weave. Dieser Communication Layer soll dafür sorgen, dass sich alle Geräte untereinander verstehen. So weiss die Lampe beispielsweise, dass der Nutzer die Tür aufgemacht hat, es dunkel ist – und sie schaltet an.  Entwickler können auf der Basis einfach Apps erstellen, die alle Geräte ansprechen können, die auf Weave hören. Android-Geräte erkennen automatisch Weave-Geräte und das Setup ist so einfach und schnell möglich, ohne dass dabei eine Dritt-App eingesetzt werden muss, da die Weave-Befehle in Android verankert sind und die jeweiligen Möglichkeiten des Gerätes schnell konfiguriert werden können. Wann es losgeht? Dauert noch ein wenig: Developer Preview in Q3.

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Angesichts der Tatsache, dass die sehr zahlreichen Hersteller jeglicher Smart Home-Geräte zum größten Teil auf eigene Plattformen (meist eigenentwickelt) setzen, um untereinander und dem Netz zu kommunizieren, ist der Schritt von Google natürlich gewagt. Vor nicht allzu langer Zeit haben die drei Smart Home-Initiativen AGORA, Energy@home und EEBus – ihres Zeichens führende Anbieter von Verbindungstechnologien in dem Bereich – eine Kooperation bekannt gegeben. Das bedeutet für den Endverbraucher, dass ihre Smart Home-Geräte untereinander kommunizieren können, auch wenn sie auf unterschiedliche Verbindungstechnologien setzen. Mal schauen, wer zukünftig auf was setzt – ein einheitlicher Standard wäre Gold für uns Nutzer.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. BenutzeKeineBegriffeDessenBedeutungDuNichtKennst :) says:

    Der Begriff Internet der Dinge (englisch Internet of Things, Kurzform: IoT) beschreibt, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird. Statt – wie derzeit – selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das „Internet der Dinge“ den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen. Die immer kleineren eingebetteten Computer sollen Menschen unterstützen, ohne abzulenken oder überhaupt aufzufallen. So werden z. B. miniaturisierte Computer, sogenannte Wearables, mit unterschiedlichen Sensoren direkt in Kleidungsstücke eingearbeitet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge

  2. Natürlich.. ich vernetzte mein Haustürschloss. Am besten noch ins Internet. Zu Google..

    Gehts noch dümmer?

    Mein neugebautes Haus ist vollautomatisiert, hat aber definitiv eines nicht: eine Schnittstelle nach aussen, vorallem keine ins Internet und schon garnicht zu Google.

    Bin ich der einzige dem da ein wenig anders wird bei der Sache?!

  3. „Internet der Dinge“ kann Utopie und Dysopie zugleich sein… Wir leben halt in der Zukunft dessen was wir uns in den 80ern vorgestellt haben als Kinder… Und jede gute Scince Fiction a la Assimov war immer möglich in beide Richtungen sich zu entwickeln…

    Ich denke die wirkliche Zukunft wird es dann wenn es bezahlbar wird und der Unterschied zur monologen Lösung maximal 150% des Kaufpreises ausmacht. Alles was doppelt so teuer ist wie eine monologe Lösung wird ein Internetluxus der Reichen sein. Unter Zukunft versteh ich aber nicht dass der normale Bürger in Wohnungen lebt die ca. 15 Jahre zurück liegen

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