Caschys Blog

Internet Archive konserviert nun Flash-Animationen zu historischen Zwecken

Adobe Flash dominierte einmal in den frühen 2000er-Jahren das Internet: Kaum eine Firmenseite gab es, die ohne Flash-Animationen auskommen wollte. Doch nach und nach verlor Flash an Bedeutung. Vor allem für mobile Endgeräte war Flash niemals wirklich geeignet, denn die Technik ist verhältnismäßig hungrig nach Ressourcen. Auch an der Sicherheit gab es immer wieder Kritikpunkte. Letzten Endes gab auch Adobe irgendwann auf – Ende 2020 steht das End-of-Life für Flash an. Das Internet Archive will nun Flash-Animationen quasi für die Ewigkeit festhalten.

Dafür nutzt man beim Internet Archive einen Emulator namens Ruffle, denn die Flash-Unterstützung ist ja auch aus den meisten Browsern schon herausgeflogen. Die K0Kompatibilität sei aber noch nicht zu 100 % funktional. Allerdings funktioniert das Ganze schon recht gut – ihr könnt über 1.000 archivierte Flash-Spiele und -Animationen hier bereits im Internet Archive über die Emulation abrufen. Ihr benötigt also nichts, außer eurem normalen Browser. Letzterer muss lediglich Webassembly unterstützen.

Mit Adobe Flash selbst hat man aus heutiger Sicht nicht viel verloren – HTML5 bietet zahlreiche Möglichkeiten für Animationen und Audio. Doch es gibt eben viele kleine Flash-Kunstwerke, die sich durchaus zu bewahren lohnen. Insofern finde ich persönlich es klasse, dass das Internet Archive da eingesprungen ist. Einige junge Anwender, die etwa mit Flash-Animationen angefangen haben, sind später zu Spieleentwicklern geworden oder erstellen heute komplexere Animationen in fortgeschritteneren Tools.

Falls ihr übrigens selbst Flash-Animationen erstellt habt und sie für archivierungswürdig haltet, dann könnt ihr die .swf-Dateien dem Internet Archive zur Verfügung stellen. Details dazu lest ihr im unten als Quelle verlinkten Blog-Beitrag.

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