
Der neueste Chip von Movidius, der Myriad 2, kann etwa mehrere Videostreams zeitgleich auswerten – obwohl der Prozessor gerade mal so groß wie ein Fingernagel ist. Was Intel genau mit Movidius vorhat? Nun, wer Intels Produkte kennt, kann sich denken, dass man die Techniken des kleinen Herstellers mit seinem eigenen Intel RealSense kombinieren möchte.
Intel und Movidius sind natürlich, wie sollte es anders sein, marketingwirksam erstmal euphorisch im Bezug auf die Zukunft: „Die Möglichkeit Objekte und die Umgebung über Movidius stromsparende aber leistungsfähige Chips zu erfassen, zu navigieren, zu kartografieren und zu tracken, öffnet für uns neue Chancen in Bereichen, in denen Aspekte wie die Hitzeentwicklung, die Akkulauftzeit und die Größe eine entscheidende Rolle spielen„, erklärt Intels Senior-Vizepräsident der Technology Group, Josh Walden. Als Anwendungsgebiete bekräftigt Walden nochmals Augmented und Virtual Reality, Drohnen, digitale Sicherheitskameras und Roboter.
Zu den wirtschaftlichen Einzelheiten, also dem Übernahmepreis, schweigen sowohl Intel als auch Movidius. Man rechnet aktuell damit, dass die Übernahme bis Ende des Jahres in trockenen Tüchern sein dürfte. Erstmal muss sie natürlich durch die üblichen Behörden genehmigt werden.