
Allzu überraschend kommt dieser Schritt allerdings nicht. Intel selbst geht davon aus, dass 2020 50 Milliarden Connected Devices auf der Welt verteilt sind. Basieren diese auf ARM, was vor allem im mobilen Bereich ja aktuell der Fall ist, muss Intel einen anderen Weg finden. Diesen hat man nun offenbar gefunden und der Weg dürfte vor allem den Fertigern von Custom Designs nicht so gut schmecken.
Auf längere Sicht gesehen, könnte Intel Aufträge von Samsung, TSMC und wie sie nicht alle heißen, abgreifen. Und vielleicht können sich nun auch die jahrelangen Gerüchte irgendwann bewahrheiten, dass Intel für die iPhone-Prozessoren sorgen wird. Die AX-Serie basiert bekanntlich auf ARM-Design, das würde also besser passen als bisher. Allerdings wird in diesen Bereichen auch längerfristig geplant, sodass so ein Wechsel dennoch frühestens in zwei bis drei Jahren möglich wäre.
Aber natürlich kommen auch andere Firmen wie Qualcomm oder Nvidia als neue Auftraggeber in Frage. Das ist durchaus ein großer Schritt für Intel, auch wenn es „nur“ Custom Foundry betrifft. Bei den PC-Prozessoren ist Intel wie immer stark dabei, allerdings schwächelt hier auch der Gesamtmarkt, sodass man eben andere Bereiche, wie das Internet der Dinge oder Mobile nicht einfach links liegen lassen kann.