Intel Arc: Mobile Grafiklösungen offiziell vorgestellt

Intel hat gestern Abend seine neuen mobilen Grafiklösungen vorgestellt. Sie begründen die neue GPU-Reihe Arc, die später auch Grafikkarten für Desktop-Rechner beinhalten soll. Die Notebook-Chips bieten Herstellern fünf Lösungen an: die Intel Arc A350M, A370M, A550M, A730M und A770M.

Als Einstiegsmodell fungiert die Arc A350M mit sechs Xe-Kernen und 768 Shadern. 4 GByte GDDR6-RAM mit einer 64-bit-Anbindung sind an Bord. Als Verlustleistung nennt Intel hier 25 bis 35 Watt (TDP). Hier dürfte im Vergleich mit integrierten Lösungen nur eine relativ geringe Mehrleistung zu erwarten sein. Blicken wir da z. B. auf die Mittelklasse, dann finden wir hier die Arc A550M mit 16 Xe-Kernen, 2.048 Shadern, 8 GByte GDDR6-RAM und einer Speicheranbindung über 128-bit. Die Verlustleistung erhöht sich auf 60 bis 80 Watt.

Intel Arc für Notebooks
A350M A370M A550M A730M A770M
Xe-Kerne 6 8 16 24 32
Shader 768 1.024 2.048 3.072 4.096
Ray-Tracing-Units 6 8 16 24 32
GPU-Takt 1.150 MHz 1.550 MHz 900 MHz 1.100 MHz 1.650 MHz
GDDR6-VRAM 4 GB 4 GB 8 GB 12 GB 16 GB
Speicherinterface 64 Bit 64 Bit 128 Bit 192 Bit 256 Bit
TDP 25 – 35 W 35 – 50 W 60 – 80 W 80 – 120 W 120 – 150 W

Das Flaggschiff ist die Intel Arc A770M mit 32 Xe-Kernen, 4.096 Shadern und 16 GByte GDDR6-RAM – angebunden über 256-bit. Die Verlustleistung liegt hier dann auch deutlich höher, nämlich bei 120 bis 150 Watt. Auch dedizierte Ray-Tracing-Einheiten sind bei allen Chips an Bord.

Schauen wir auf die Multimedia-Unterstützung, dann werden die Codecs VP9, AVC, HEVC und auch das effiziente AV1 unterstützt. Laut Intel sei Decoding von bis zu 8K bei 60 fps mit HDR (12-bit) möglich. Encoding wiederum läuft mit bis zu 8K bei 60 fps und ebenfalls HDR, aber dann nur mit 10-bit. Über ihre Display Engine können die GPUs bis zu zwei 8K-Signale mit  60 Hz ausgeben oder alternativ viermal 4K mit 120 Hz und HDR. Ebenfalls möglich sind viermal 1080p oder 1440p bei bis zu 360 Hz.

Schade: Die Intel Arc unterstützen kein HDMI 2.1, sondern stehen noch bei HDMI 2.0b – und DisplayPort 1.4a bzw. 2.0. Immerhin sind die neuen Grafikchips zu DirectX 12 Ultimate kompatibel und unterstützen auch Variable Rate Shading (VRS), Mesh Shading sowie Sampler Feedback.

Mit Leistungsdaten geizte Intel noch, was überrascht. Lediglich zur kleinen Arc A370M stellte man einige Vergleiche mit der Iris Xe des Core i7-1280P auf und versprach bei 1080p-Gaming deutlich höhere Framerates. Die Arc-GPUs können sich mit den integrierten GPUs von Intel-Chips zusammentun und sich ein gemeinsames Power-Budget teilen, um effizienter zu arbeiten bzw. noch mehr Leistung zu bieten. Dieses Verfahren ist aber per se nichts Neues. Klappt etwa auch mit Nvidia-GPUs und Intel Chips oder bei AMD-CPUs in Kombination mit Radeon-GPUs.

Die ersten Notebooks mit den neuen Intel Arc aus der Einstiegsreihe der Arc 3 sind bereits ab dieser Woche erhältlich. Die ersten Laptops mit den Arc 5 und Arc 7 sollen laut Intel im frühen Sommer 2022 starten.

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