Instagram Hyperlapse: neue App ermöglicht unkomplizierte Hyperlapse-Aufnahmen mit dem Smartphone

Hyperlapse-Videos sind in der Regel sehr schwer zu erstellen. Sie bringen Timelapse-Videos (Zeitraffer) eine neue Komponente bei, indem sich die Kamera ebenfalls bewegt. Solche Videos zu erstellen, erfordert eine aufwändige Prozedur und Nachbearbeitung. Neulich berichteten wir erst, wie Microsoft Research an die Sache herangeht, um Hyperlapse-Videos auch mit normalen Aufnahmen von Helmkameras oder ähnlichen Aufnahmegeräten zu erstellen. Instagram hat direkt eine fertige Lösung für das iPhone parat und veröffentlicht diese als eigenständige App.

Nimmt man eine normale Aufnahme von bewegten Objekten, die man mit der Kamera verfolgt und beschleunigt diese (für den Hyperlapse-Effekt), entsteht daraus im Normalfall ein nicht sehr ansehnliches Video, das schlichtweg wackelt. Das Instagram-Team hat sich einer eigentlich simplen Technik bedient, um dieses Wackeln zu eliminieren. Es werden die Daten des Gyro-Sensors ausgelesen und die Einzelbilder dementsprechend aneinander gereiht, dass kein Wackeln mehr zu sehen ist.

Einen genauen Einblick, wie die App entstand und was die Probleme sind, wenn man etwas mit dem Smartphone anstellen will, für das normalerweise viel Equipment und noch mehr Rechenpower nötig ist, erhaltet Ihr bei Wired.

Die App selbst ist sehr einfach zu bedienen. Es gibt einen Aufnahme-Button, mehr erst einmal nicht. Ist das Video fertig aufgenommen, hat man einen Slider, mit dem man die Abspielgeschwindigkeit einstellen kann. Zwischen 1x und 12x ist möglich, welche Geschwindigkeit die passende ist, gibt die Aufnahme vor. Je weiter sich das bewegte Objekt weg befindet, desto schneller sollte das Video abgespielt werden, um den passenden Effekt zu erzielen.

Die fertigen Videos lassen sich dann zu Facebook oder Instagram teilen, genauso einfach, wie man es auch von Instagram gewohnt ist. Wer sich jetzt fragt, warum Instagram dafür eine extra App herausbringt und die Funktion nicht einfach in Instagram integriert, der erhält auch eine Antwort. Die Funktion ist laut Entwicklern zu gut, um sie in den Tiefen Instagrams zu verstecken, wo sie vielleicht nur von Power-Usern entdeckt wird – wenn überhaupt. Der Durchschnittsnutzer würde die Funktion hingegen gar nicht entdecken, was ebenfalls nciht erwünscht ist.

Anders als bei Instagram, wo die Stimmung der Bilder durch die verschiedenen Filter entsteht, gibt es bei Hyperlapse nur die Geschwindigkeit als Kreativitäts-Tool. Aktuell ist die App noch nicht im App Store verfügbar, soll dort aber heute noch erscheinen. Eine Android-Version ist ebenfalls in Arbeit, diese wird aber mit einer Verzögerung erscheinen. Ich bin gespannt, ob die Ergebnisse wirklich so gut sind, wie es die Beispielvideos glauben machen wollen. Falls ja, könnte Instagram nach dem großen Erfolg mit quadratischen Fotos der nächste große Wurf gelungen sein. Oder gibt es jemanden, dem Hyperlapse-Videos nicht gefallen?

Hyperlapse von Instagram
Hyperlapse von Instagram
Entwickler: Instagram, Inc.
Preis: Kostenlos
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

16 Kommentare

  1. Zitat von Wired:
    „It also stated that Instagram was already working on an Android version. Instagram hopes to develop one soon, but the proper API’s are not yet available.“
    Der Artikel dort wurde angepasst, sollte hier vielleicht auch geschehen 🙂

    Zum Thema: das Mircosoft-Ding fand ich sehr beeindruckend, aber was Instagram hier raus hauen will, verblüfft mich ebenfalls. Das wird dann wohl die erste App von denen, die ich auch mal ausprobiere.

  2. Habe ich eben mal ausprobiert und muss sagen: Sehr schwach. Ka was ich falsch mache aber ich komme nicht ansatzweise an Beispielvideos ran.

  3. Ich habe es mir gerade heruntergeladen und ausprobiert – nicht schlecht.. mal gucken, was passiert, wenn viel Bewegung im Bild ist.

  4. stiflers.mom says:

    Kategorie: Android, iOS, Mobile … wo ist in denn in diesem beitrag etwas für die android fraktion zu finden ?!? ich sehe nöppes 🙁

  5. @stifler.mom – im Beitrag steht, dass die Android Version später kommt.

  6. Ich bin kein großer Fan von Hyperlapse Videos, aber technisch haben sie schon gute Arbeit geleistet wenn die Beispielvideos realistisch sine.

    Bezüglich der Android Version würde ich ja vermuten dass sie nach dem L Release erscheint. Durch die völlig neue Camera API in Android L wird zum jetzigen Zeitpunkt wohl kaum ein Entwickler mehr eine derartig komplexe App für die alte entwickeln.

  7. Ich habe die APp heute morgen im Haus und dann noch mal an der Straße ausprobiert. Wackelfrei sieht für mich anders aus, auch wenn ich z. B. bei Instagram selbst nach dem Hashtag #hyperlapse suche, kommt nur verwackelter Mist. Ich bin allerdings ohnehin nicht die Zielgruppe, ich bin eher kein Videotyp.

  8. Ziemlich schwach und nichtmal im Ansatz mit dem zu vergleichen was google in der Mache hat. Das sich das überhaupt hyperlapse nennen darf… Ist nichts anderes als nen Zeitraffer mit minimalem bildstabilisator.

  9. Kann mir irgendwer sagen weshalb die es nur für Apples System veröffentlichen?!? So eine Politik is doch nich mehr Zeitgemäß!!!

  10. Finde die Instagram-App nicht schlecht. Es geht schnell und einfach. Klar haben Microsoft und Google bessere Algorithmen, aber ist die Erstellung auch so einfach. Dann mache ich doch lieber eine richtige Hyperlapse mit meiner Fotokamera.