ING: Direktbank führt Echtzeitüberweisungen für Privatkunden ein

Echtzeitüberweisungen sind seit mehreren Jahren möglich. Das bieten auch viele Direktbanken entsprechend schon lange an. Die ING Deutschland zählte bisher jedoch nicht dazu. Wir haben uns hier also nicht im Jahr geirrt: Tatsächlich führt man bei ING erst jetzt die Instant Payments für Privatkunden ein, wie man aktuell berichten kann.

Eigentlich sind die Echtzeitüberweisungen, die direkt beim Empfänger im Konto ankommen, schon seit Ende 2017 technisch möglich. Die ING ist da aber behäbig: Echtzeitüberweisungen sollen für eingehende Zahlungen noch 2021 für Privatkunden Einzug halten. Für ausgehende Zahlungen soll dies dann ab 2022 der Fall sein. Kostenlos soll das Angebot wohl nicht sein. Laut Sprechern der Bank werde man sich da am Markt orientieren.

Vorteil dieser Instant Payments: Das Geld wird nicht nur sofort vom Konto abgebucht, sondern beim Empfänger ist es auch sofort und nicht erst am nächsten Bankarbeitstag verfügbar. Dennoch verzichten allerdings viele Banken auf dieses Angebot für Privatkunden. So sieht man da aufgrund der damit verbundenen Kosten eher geringes Interesse bei Privatkunden, die sich dann wohl lieber mit Diensten wie PayPal behelfen. Entsprechend vermutet auch die ING Deutschland, dass da nicht der große Run folgen werde. Man müsse die Echtzeitüberweisungen zwar im Angebot haben, rechne aber nicht mit einer überwältigenden Nutzung.

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57 Kommentare

  1. Als Kunde der ING muss ich sagen, dass auch eine normale Überweisung in vielen Fällen schon am gleichen Tag dem Zielkonto gutgeschrieben wurde.

  2. Aus eigener Erfahrung empfinde ich die ING schneller wie zum Beispiel die Volksbanken. Bei letzteren dauert das wirklich immer bis zum nächsten Tag, die ING schafft das auch am gleichen Tag ohne diese, ich nenne es mal so, künstliche Verzögerung.

  3. Warum muss eine Echtzeitüberweisung extra Geld kosten? Bei der Sparkasse genau das Gleiche. So etwas könnte man in der heutigen Zeit als „normal“ ansehen und allen Kunden kostenlos als Weiterentwicklung anbieten. Wenn es eilig ist, dann bin ich auf die Echtzeitüberweisung nicht angewiesen und bezahle beim Onlineshopping halt per Paypal, Lastschrift, Kreditkarte oder ähnliches.
    Eine Echtzeitüberweisung ohne Zustzkosten wäre da wie gesagt zeitgemäß.

    • Also bei meiner Sparkasse kostet es nichts extra. Bei vielen anderen ist das inzwischen auch so.

    • Bei „meiner“ Sparkasse sind ausgehende Echtzeitüberweisungen tatsächlich gratis.

    • Achtung, du darfst da nicht alle Sparkassen über einen Kamm scheren!
      Jede Sparkasse ist quasi ein eigenes Unternehmen mit eigenen Preisen und Leistungen, bei uns z. B. sind die Echtzeitüberweisungen kostenlos mit dabei (man zahlt halt die „normalen“ Kontoführungsgebühren).

      • Unsere Sparkasse Ravensburg verlangt beispielsweise für eine Echtzeitüberweisung 0,50 Euro und das bei einem Girokonto „Giro Perfekt“ welches 6,50 Euro Grundgebühr im Monat kostet.

    • Kapiere ich auch nicht. Zumal das Konto bei den meisten Banken auch eh nicht mehr kostenlos ist inklusive Zinsen für zu viel Geld drauf. Bunq bietet die Echtzeitüberweisungen als Standard an und das erwarte ich auch einfach heutzutage. Wie du schon sagst… sonst könnte ich mein Geld auch bei PayPal bunkern und brauche gar keine Bank mehr, wenn die nur noch als Tresor fungieren will.

    • Finde ich ehrlich gesagt auch frech für den Banken für eine derartige Selbstverständlichkeit im Jahr 2021 noch Gebühren zu verlangen.

      Aber man hat es als Kunde ja in der Hand.

      • Auch so ein Schlaumeier, der zu den angeblichen kostenlosen Onlinebanken (DKB, Norisbank, Ing, N26) gegangen ist und nun mehr GEbühren zahlt als jeder Volksbank, Sparkassen oder Deutsche Bnak Kunde? 😀

        Für eine Dienstleistung muss man zahlen! Umsonst ist nichts im Leben!

        • Bei der DKB zahle ich als Aktivkunde immer noch nichts. Was kostet die Sparkasse & Co? 5-6€ monatlich?

        • Da vielleicht lieber noch mal nachrechnen.

          DKB und ING sind nach wie vor kostenfrei. ING im Herbst ggf mit Mindestumsatz(?)

          Aber irgendwie 700€ oder so, also kein unmögliches Durchlaufvolumen oder so.

    • Kostenlose Girokonten waren doch eh nur ein Lug und Trug für Blinde, da die Kosten über sonstige Gebühren reingeholt wurden. inzwischen kosten bei den einstigen Neobanken die einfachen online Girokonten zweischen 4,90 Euro und 7,90 Euro. Da ist jede Sparkasse oder Volksbank preiswerter, wo es das online Konto für 2,50 Euro / Monat gibt wie bei der MBS.

      • Keine Ahnung, was ihr für Ansprüche habt, ich bin seit 15 Jahren bei der DKB mit mehreren Konten und bezahle immer noch keinen Cent. Gleiches bei Ing / Comdirect etc.

        • Jo bin auch seit ca. 12 Jahren Kunde der DKB. Immer noch kostenlos. Kein Plan woher diese Halbwahrheiten mittlerweile so kommen.

      • > MBS

        Der arabische Kronprinz? Naja die müssen auch vom Öl weg, insofern gut für Mohammed bin Salman 😉

    • … weil die Echtzeitzahlungen auch für die Banken teuerer in der Ausführung sind. Komisch … keiner will für Leistungen der Banken bezahlen, keiner möchte Zinsen bezahlen und jeder möchte hohe Zinsen bekommen. Das sind keine wohltätigen Vereine sondern Wirtschaftsunternehmen. Die Diskussion über eine Kontoführungsgebühr von einigen Euro im Monat sind müßig im Vergleich zu den Gebühren für Mobilfunkverträge und das KFZLeasing …

  4. Gibt es auch einen Hintergrund dazu, warum das bei traditionellen Banken so aufwändig und teuer ist?

    Als Nutzer verstehe ich sowieso nicht, warum das Geld nicht „sofort“ ankommt. Das ist irgendwie wieder so ein Relikt aus der analogen Steinzeit und die Banken tun so, als würde es die Kunden nicht interessieren. Eigentlich könnte man doch einfach das klassische System komplett abschaffen und gut ist. Stattdessen habe ich unterschwellig das Gefühl, dass die Banken die einfachsten Dinge nicht hinbekommen.

    Gibt es irgendwelche Regelungen (Geldwäschegesetz o.ä.) an die auch PayPal vielleicht nicht halten muss? Bei einer Kartenzahlung können sie das doch auch (manchmal) sofort buchen …

    • Naja der Ursprung liegt darin, dass weniger Geld „überwiesen/transportiert“ werden muss, wenn man die Einzelbeträge sammelt und gegeneinander aufrechnet. So weiß Bank A am Ende des Tages „ah wir müssen 500k an Bank B überweisen“. Bank B sagt „Leute wir müssten euch 400k überweisen, also überweist uns nur 100k und wir sind quitt“

      Daraus folgt, dass Bank A deutlich weniger ständig verfügbare Liquide Mittel benötigt, als wenn jede Überweisung sofort und immer ausgeführt wird.

      • Okay, die Erklärung verstehe ich.

        Da wäre natürlich meine Hypothese erstmal, dass auch auch Buchungen über den Tag verteilt einigermaßen ausgleichen und dann zwar mehr als 100k als Puffer vorgehalten werden müssen, aber sicherlich nicht alles, was überwiesen wird.

        Das würde den geringen Willen zur Umsetzung erklären, aber ich würde dann auch keinen kompletten Blocker sehen.

    • Paypal ist der grösste Mist. Eine Plattform für Betrüger. Es gibt keine Funktion die ich bei einer normalen traditionellen Bank / Sparkasse heute nicht machen kann mit Kreditkarte oder Sofortüberweisung, die angeblich so einfach mit Paypal funktioniert.

      Zweimal wurde von Paypal einfach Geld vom Konto abgebucht ohne Autorisierung weil es eine Hackerattacke war und davon gibt unzählige Foren Einträge aus dem Jahr 2020. Reagiert und entschädigt hat Paypal die Kunden bis heute nicht!

    • Grundsätzlich gehört da schon ein bisschen mehr bei Banken dazu als bei Paypal. Neben solchen Dingen wie Fraud Detection / Prevention muss natürlich auch das Core Banking System das Ganze technisch unterstützen. Und da viele deutsche Banken da auf historisch gewachsenen Systemen arbeiten ist es nicht immer so einfach möglich solche Features umzusetzen.

    • Das liegt in vielen Fällen an der Banken-IT im Hintergrund. Vielen (vor allem ältere) Systeme arbeiten batchbasiert, d.h. es werden zu bestimmten Zeitpunkten alle bis dahin aufgelaufenen Zahlungsaufträge auf einmal ausgeführt.

      Daher kann es mitunter bis zum nächsten Tag dauern, bis die Überweisung ausgeführt wurde.

      • Lasst Mich Raten. Bei der Deutschen Bank läuft der Batch Prozess dann 3 Tage.
        Wenn ich von Sparda oder ING zu einer andern Bank Überweise geht das manchmal mit der normalen Überweisung bereits am gleichen Tag, aber spätestens am Folgetag ist das Geld gutgeschrieben.
        Nur bei der Deutschen Bank braucht das ganze länger.

    • Das kann man nicht vergleichen. Bei Zahlungsdienstleistern tritt das Unternehmen als Mittler auf.
      Es gibt keine Absicherung gegen Bankrott, Zahlungskonten können einfach eingefroren werden und da liegen Guthaben dann, entsprechende Erfahrungsberichte gibt’s im Netz haufenweise, uvm.
      Eine richtige Bank ist strenger, in der Regel auf Verbraucherschutz hin orientierten, Regeln unterworfen. Das führt dazu, dass Kunden gut abgesichert sind, aber auch etwas mehr Überwachungsaufwand notwendig ist. Und immer dann leidet eben die Geschwindigkeit.
      Dazu kommt, dass sich die Zahlungsdienstleister ihre Dienste fürstlich bezahlen lassen. Wer schon über eine Kontoführungsgebühr jammert, der kann ja mal die bei Zahlungsdienstleistern übliche prozentuale Transaktionsgebühr auf seine monatlichen Girokonto-Umsätze anrechnen und wird erstaunt sein, wie billig Sparkasse und Co im Vergleich sind.
      Sprich, all dieser höhere Aufwand einer klassischen Bank, die höhere Haftung gegenüber dem Kunden usw. muss mit niedrigeren Gebühren bestritten werden.
      Und weil nicht nur der digital native per App bedient werden muss, sondern auch dessen Oma in der Filiale, steht auch noch mehr Infrastruktur dahinter. Und während eine Bank vor Ort Ausbildungsplätze für junge Menschen anbietet, beschäftigen Fintechs höchstens call center in denen Hilfskräfte zum Mindestlohn mit Textbausteinen arbeiten, wenn man mal Hilfe braucht.
      Betrachtet man alles zusammen, dann ist erstaunlich wie überteuert Fintechs sind, wie kosteneffizient klassische Banken operieren. Und eine eierlegende Wollmilchsau gibt’s halt nicht.
      Entweder muss dann jede Instant Überweisung extra bezahlt werden oder die Konditionen für alle Kunden müssen schlechter werden, irgendwie muss der nochmals höhere technische Aufwand gegenfinanziert werden.

      • Ich verstehe die Punkte. Aber bis auf den (eventuell) höheren Überwachungsaufwand hat das ja erstmal nichts damit zu tun, dass Echtzeit-Überweisungen nicht möglich sind.
        Die Technik wäre da und wenn die Banken da nicht mitgehen, dann werden sie ja auch nicht zwingend neue Kunden gewinnen.

        Man könnte ja auch anführen, dass viele klassische Geldinstitute einen vergleichsweise großen Kundenstamm haben, aber die Technologie nur einmal entwickeln müssen.

    • eine Echtzeitzahlung muss kein Geld kosten, siehe den Service von zB bunq, die das für alle ausgehenden (wenn möglich) und eingehenden Zahlungen inkludiert. Auch bei der Kreissparkasse (Köln) gibt es Kontenmodelle (Junge Leute zB) bei denen eine Echtzeitzahlung nicht zusätzlich kostet. Ansonsten zeichnen sich die klassischen (Volks-) Banken und Sparkassen nicht gerade als Innovationstreiber aus. Das Resultat: Dienste wie Google / Apple Pay, Paypal, innovativere Angebote wie N26, Vivid, Revolut oder Wise – und ein großes Gejammer bei den altertümlichen Angeboten aus Bankenland Deutschland

      • Mal geschaut bei Stiftung Warentest oder anderen Tests, wer die beste App anbietet in beiden Welten? Applestore und Android?

        Ich sage es Ihnen, es sind nicht die Fintechs oder Neobanken. Es sind Sparkasseenapp, Deutsche Bank.

      • Oh ja. So innovative Dienste wie N26. Die haben Echtzeitüberweisung wann eingeführt?
        Da waren die Sparkassen innovativer.

      • Google / Apple Pay, Paypal, innovativere Angebote wie N26, Vivid, Revolut oder Wise

        Wow ohne diese Dienste wäre Banking ja gar nicht mehr möglich (facepalm). Ihre Argumentation ist zum fremdschämen.

        Was können Sie bei einer normalen Genossenschaftsbank oder Sparkass oder Deutschen oder Commerzbank, was sie bei den angeblich „kostenlosen“ (was sie nicht mehr sind) besser, was sie angeblich bei den etablierten Instituten nicht können?

    • Echtzeitüberweisungen sind ein komplett neues System welches parallel zu dem alten läuft und entsprechend an die IT der Bank angeschlossen werden muss. Das erkennt man auch daran, dass es bei vielen Banken im Online-Banking immer noch eine separate Eingabemaste für Echtzeitüberweisungen gibt. Warum die ING dafür aber so lange braucht ist schon merkwürdig.

      Mit Zahlungsdiensten wie PayPal ist die Echtzeitüberweisungen nicht so einfach vergleichbar. Bei einer Überweisung mit PayPal haben ja beide Parteien ein Konto bei dem gleichen Institut. Das ist von den Prozessen her viel einfacher und das konnten traditionelle Banken auch schon seit Jahren. Buchungen zwischen Konten bei der gleichen Bank werden da auch schon seit langem praktisch in Echtzeit vollzogen. Nur kommt es bei der Vielzahl von Banken in Deutschland (Europa) eben nicht so häufig vor, dass der Kontrahent bei der gleichen Bank Kunde ist. Insofern ist das schon ein großer Fortschritt, vor allem im geschäftlichen Zahlungsverkehr. Hinzu kommt, dass man größere Summen mit PayPal gar nicht so einfach verschicken kann. Versuch mal mit PayPal deinen nächstes Auto im Autohaus Auto zu bezahlen 😉

    • Warum so teuer?
      Technisch: ja, Zahlungsverkehr ist schneller möglich, z.B. mit modernen Systemen in und zwischen Banken, damit nicht eine kostengünstigen Batchverarbeitung Mo-Fr und 6-18 Uhr auf die volle Stunde wartet, um Zahlungen weiterzuschieben. Solche Systeme haben viele Banken für die Echtzeitüberweisung zusätzlich schon längst angeschafft und am Laufen; für deren Vernetzung gibt es ein SEPA-weites instant-fähiges Clearing-System, das pro Zahlung auch mehr Geld kostet als das normale. (fun fact: es gibt sogar zwei Clearingsysteme, das etablierte und ein neues mit Zwangsteilnahme = weitere Zusatzkosten).

      Rechtlich: jede ausgehende Zahlung, auch und insbesondere eine Echtzeitüberweisung mit 20 Sekunden, muss geprüft werden (z.B. GwG, fraud prevention, mehrere nationale und internationale Sperrlisten, usw.). Weil die Konsequenzen wie Schadensfälle, Regress und Rufschaden eklig wären, sind die Banken da sehr vorsichtig und automatisieren wenig, oft werden Zweifelsfälle noch von Menschen geprüft, das dauert schon mal ein paar Minuten bis Stunden und ist auch nicht billig.
      Wenn eine Bank also Echtzeitüberweisungen franko anbieten und wir Kunden nur noch die nutzen würden, wäre das sofort und auf immer ein Verlustgeschäft, das durch Preise für Kontoführung oder Kreditkarten aufgefangen werden müsste – wenn die nicht auch umsonst sind.

      • Technologisch gesehen kenne ich es auch, dass Bauchverarbeitung meistens günstiger ist als Streaming. Allerdings sind die Datenmengen vermutlich auch nicht so groß?

        Das hört sich auch irgendwie ein bisschen so an als ob die Clearingstellen da die Hand auch mehr aufhalten als nötig, oder? Also wäre eigentlich eher hier der Punkt, an dem man ansetzen müsste?

        Oder sind da so viele Menschen beteiligt? Prüfung gegen Sperrlisten sind ja sicherlich automatisiert und müssten in jedem Fall angewendet werden.

  5. Nein, es gibt keine Regelungen, die kostenlose Echtzeitüberweisungen erschweren oder die Kostenlosigkeit verhindern.

    Es ist einfach nur der Unwille der Banken, den Kunden die Möglichkeit zu bieten. Früher war womöglich ein Grund, dass Banken gern mit dem Geld der Kunden gearbeitet haben. Je später die Überweisung herausging, desto länger stand das Geld zur Verfügung. Heute ist das dank Negativzins wohl eher kein Thema mehr.

    Generell ist es sicherlich so, dass Banken in diesem Feature einfach nur die Möglichkeit sehen, zusätzlich Geld beim Kunden zu generieren: willst Du was Besseres (Echtzeit), musst Du zahlen. Meine Hauptbank (keine für die Allgemeinheit offene Bank) berechnet nichts für die Echtzeitüberweisung. Das scheint jedoch die absolute Ausnahme zu sein. Ich habe die Echtzeitüberweisung bisher in seltenen Fällen genutzt, am Anfang einfach nur aus Neugier. Ist schon eine schöne Sache, wenn man jemandem ohne PayPal etc. zuverlässig in Echtzeit (max. 10 Sekunden) Geld zukommen lassen möchte – der Empfänger wird von seiner Bank direkt informiert.

    Das ist sicherlich im Regelfall unnötig. Dank SEPA muss das Geld bei der (Online-)Überweisung ja ohnehin innerhalb von 24 Stunden beim Empfänger angekommen sein.

    • Finde es auch Schade, dass die Banken an dieser Stelle zum Teil recht hohe Gebühren verlangen. Eine symbolische Gebühr von sagen wir 10 Cent fände ich noch fair. Wenn eine meiner Banken 60 Cent verlangt verhindert das meiner Meinung nach von vornherein die Akzeptanz bei kleinen Zahlungen.

      Für mich sind die Echtzeitüberweisungen enorm praktisch wenn ich etwas teurere Artikel über Kleinanzeigen kaufe. Es ist dafür eine gute Alternative zu PayPal, wo es verschiedene intransparente weiche und harte Limits gibt. Hab das schon mehrfach in den vergangenen Jahren gemacht. Dabei musste ich immer erst über diese „neue“ Art der Überweisung aufklären. Die meisten Verkäufer haben sich dann auch drauf eingelassen.

      Ich finde die Banken könnten aus dem Produkt auch viel mehr machen. Sie müssten nur ein paar Werbeeuro in die Hand nehmen und vielleicht mi QR-Codes die doch mühsame Eingabe der langen Kontodaten vereinfachen. Aber anscheind besteht da kein Interesse dafür. Man schaut lieber zu wie PayPal und Co langsam an Ihnen vorbeiziehen.

  6. Wenn ich von einem ING auf das andere überweise, ist es die nächste Sekunde auf dem anderen Konto.

    Und das schon immer?

  7. Hm, könnte mir vorstellen, dass es daran liegt, weil man sich zwischen unterschiedlichen Plattformen bewegt. Sparkasse A hat ein anderes Rechenzentrum (wo die Konten gefühlt werden) als Bank B, wohin das Geld dann muss.
    Die Rechenzentren werden da auch ihre Hand für jegliche Transaktion auf halten. Bei Paypal bewegt man sich ja innerhalb des Paypalkpsmoses, daher unproblematisch.

    Dennoch sehe ich es heute auch so, dass schon jegliche normale sepa-überweisung sofort beim Empfänger sein müsste (im digitalen Zeitalter und nicht Regularien dagegen sprechen)

  8. Ich habe keine Ahnung davon, aber mich wundert es immer, dass Überweisungen länger als ein paar Sekunden dauern sollen.
    Ist das nicht eigentlich einfach ein digitaler Austausch von ein paar Kilobyte Daten zwischen Bank A und Bank B mit etwas Sicherheits-/Authentifizierungs-Voodoo und dem Aktualisieren von zwei Datenbankeinträgen? Oder wird das wirklich heutzutage noch irgendwo händisch geprüft?
    Ich glaube ich muss das mal nachlesen, was da alles passiert.

  9. Dafür das es angeblich so wenig Interesse an Echtzeitüberweisungen gibt, ist die Diskussion hier aber recht rege 😀
    Wenn ich das richtig lese müssen sowieso beide Banken/Konten das unterstützen? (es ist von einer Unterscheidung zwischen eingehender- und ausgehender Überweisung die Rede…)
    Der einzige Vorgang, bei dem ich mir eine Echtzeitüberweisung wünschen würde, ist auf das Depotkonto. Ich hab inzwischen drei Depotanbieter durch und bei allen dauert es mindestens(!) einen Tag, meistens sogar 2-3, bis das Geld ankommt. Wenn man mal schnell einen guten Aktienpreis ausnutzen will, ist das kaum möglich und Geld auf dem Depotkonto zu lassen kostet Gebühren…

    • Die meisten Banken unterstützen zumindest eingehende Instant Überweisungen schon lange, da bin ich sogar viel mehr überrascht, dass es die ING noch nicht geboten hat bisher.

  10. Hoffentlich schieb die EU den Gebühren ein Riegel vor und verpflichtet die Banken, die Echzeitüberweisungen bis zu einem bestimmten Termin für alle Kunden einzuführen. Die Kosten für eine EZÜ dürfen nicht höher als eine herkömmliche Überweisung. Bei Auslandsüberweisungen hat es ja inzwischen auch geklappt.

  11. Weiß nicht, was hier alle mit Echtzeitüberweisungrn wollen?

    Im Internet und Geschäft zahlt man per Lastschrift/EC/Kreditkarte/Paypal und das Geld ist da.

    Wo und wofür soll man das also brauchen? Enkeltrick online?

    • Um jemandem in Echtzeit Geld zu überweisen.

      • Wolfgang D. says:

        Sehr praktisch um den hellseherischen Microsoft Mitarbeiter gleich zu bezahlen, der einen netterweise zur Behebung eines Problems auf dem Computer gerade angerufen hat.

        Aber stimmt schon, für manche Sofortkäufe ist es doch schneller als die Nicht-Buchungszeiten und -tage von Banken abzuwarten, da die Zahlung bestätigt ist. Besonders wenn man kein Paypal hat oder es Prepaid nutzt, schnell mal aufladen.

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