iMessage für Android

Mehrere Leser berichteten mir vom Auftauchen der App „iMessage für Android“. Da muss man eigentlich nicht lange überlegen: Apple wird seinen Messengerdienst sicherlich nicht auf die Android-Plattform portiert haben. iMessage ist Apples Messenger, der die Kommunikation von iOS- zu iOS-Geräten ermöglicht, ebenfalls gibt es die Möglichkeit, Nachrichten am Mac zu empfangen und zu verschicken.

Wichtig: Bitte das Update lesen!

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Der Dienst ist kostenlos via WLAN, quasi wie WhatsApp und Co, nur mit einem Desktop-Client. In den USA ist iMessage sehr beliebt und so wundert es nicht, dass das Erscheinen von iMessage für Android für Aufsehen sorgt. Das Problem? Die App ist natürlich nicht von Apple, sondern vom Entwickler Daniel Zweigart, dessen Homepage huluwa.org zwar auf einem Server in den USA liegt – alle anderen Infos aber nicht ersichtlich sind, beziehungsweise nach China führen. Muss natürlich immer noch nichts heißen.

Die App soll sogar funktionieren, wie man mittels Twitter-Suche erfahren kann, allerdings verlangt sie auf dem Android-Gerät das Recht, Inhalte nachladen zu können. Eine erste Analyse ergab, dass sich die App als Mac Mini ausgibt, damit iMessage funktioniert, auch sollen Nachrichten direkt an Apples Server übergeben werden, lediglich Analytics-Daten werden derzeit an einen Server in China gesendet (mittlerweile melden diverse Nutzer das Senden der Daten nach China). Gerade weil viele ihre Apple-ID mit der Kreditkarte gekoppelt haben, sollte man hier Vorsicht walten lassen und die Finger von der App lassen – so verführerisch sie auch auf viele wirkt. iMessage für Android verzeichnet bislang über 50.000 Downloads aus dem Google Play Store – ich denke, dass sie nicht mehr lange da sein wird.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Na mal gucken wie lange Apples Rechtsabteilung sich das gefallen lässt…

  2. Besser wäre es doch ein Bedarf zu erkennen und dann eine eigene App anzubieten, statt die Rechtsabteilung zu bemühen.

  3. Da werden 2 Zeilen Code im Original geändert und schon ist die Schnittstelle für das 3rd-party-Tool auf die Apple-Server verbogen. Das alte Katz und Maus-Spiel.

  4. Das ist der Unterschied zwischen Apple und Google: Von Google gibt es oft Apps für das andere System.

    Wobei mir Whatsapp reicht, habe bisher kein IMessage vermisst

  5. @Tonymann: Besonders auf Windows Phone 😉

  6. @Tonymann:

    Genau da machen sich die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der beiden Firmen bemerkbar!

    Apple geht es eben nicht darum, das ihre Software auf möglichst vielen Geräten läuft, sondern das ihre Hardware gekauft wird.

    Google hingegen macht sein Geld mit Nutzerdaten & die bekommt man nur, wenn auf möglichst vielen Geräten ihre Software läuft. Ob nun iOS, WindowsPhone oder Android spielt dabei keine Rolle. Hauptsache ihre Dienste werden genutzt…

  7. Naja Google will auch Geld verdienen, da WP im Smartphone Markt absolut keine Relevanz hat, lohnen sich derzeit keine APPs. Da kann ich Google voll und ganz verstehen. Für iOS werden entsprechend alle nötigen APPs zur Verfügung gestellt.

  8. Das spannende beim iPhone ist doch die nahtlose Integration von iMessage ins Nachrichten System. Das wäre hier ja auch nicht der Fall.

  9. @Rallimann
    Bitte erkläre das, versteh ich nicht. Was ist da denn so spannend integriert? Also ganz offen gemeint, ich möchte das gerne verstehen. Kann mir darunter nix vorstellen.

    • Ganz einfach ich öffne die SMS App auf dem iPhone und schreibe meine Nachricht. Wenn der Empfänger iMessage hat bekommt er eine iMessage sonst eine normale SMS. Ich brauch also keine extra App und muss nicht vorher überlegen ob er nun imessage, whatsapp oder sonst was hat.

      Das ist für mich Integration und deswegen nutze ich imessage gerne 😉

  10. Für was soll das gut sein?? Im allgemeinen is der Andoid-Nutzer froh nix mit dem Apple-Crap zu tun zu haben. Fazit: Braucht kein Mensch

  11. Interessant zu sehen, was technisch möglich ist.

  12. @Samuel Rüegger: So sieht’s aus, und genau sowas fehlt in der Android-Welt. Und genau wegen solcher Dinge werden viele Leute auch immer wieder zu einem iPhone greifen.

  13. @besucherpete: Disa geht diesen Weg.. eventuell brauchst du also bald kein iPhone mehr 😉

  14. Achtung, Hinweise auf Schadcode im Netz gefunden!

  15. Ein hin und her wegen kompatibilität, von einem System zum anderen übergreifend… schreibt euch halt ne SMS.

  16. Wer galubt, google sind die guten der hat auch gut geschlafen die letzten Jahre fürchte ich. Aussagen wie Apple Crap sind auch nicht angebracht, zeugt vielleicht ein wenig von Neid. Unsere Firma entwickelt Apps (für alle Plattformen) und ich sehe jeden Tag die Vor- und Nachteile aller Plattformen. Über Apple kann man denken wie man mag, die Strategie die man bei den Produkten hat ist aber klar und sie funktioniert. Google setzt, wie hier schon jemand gesagt hatte, auf große Verbreitung, damit werden aber auch viele Probleme geschaffen, um es allen recht zu machen und Android auf alle Geäte zu pressen, gibt es bei Android kaum Standards und jeder Hersteller kann nochmal alles umdrehen wie es ihm passt, das Ergebnis sind imense Aufwände und Einschränkungen bei der Entwicklung von Apps. Zwar gibt es bei Android viel Zeug aber das meiste ist, wie diese App zeigt, von fragwürdiger Qualität und mitunter sogar „unsicher“ für den User. So kommt es wohl auch, dass man bei Android als User so viel selbst machen darf, weniger weil es für den User so toll ist, alles selbst entscheiden zu können sondern eher weil man damit die Verantwortung für fragwürdige Software an den User abwälzen kann…

  17. @stingray:
    Tja da kommt doch wieder mal die alte Gretchenfrage hoch, wie frei und „wild“ darf Kommunikationstechnik sein.
    Apple will halt alle seine Kunden in die eigene „beschützende Werkstätte“ einsperren und alles kontrollieren. Das geht leider auf die Kosten der digitalen Freiheit; diese besteht nämlich nicht nur aus dem Inhalt des Netzes ans sich sondern eben und gerade auch in der Auswahl und Nutzung der Instrumente zur Kommunikation!
    Fazit: Mir ist Vielfalt lieber als der „i-nheitsbrei“ des Herrn Jobs!

  18. @Samuel Rüegger, besucherpete:
    das gibt’s auch unter Android und heißt mysms, ähnlich whatsapp. Ist der Empfänger bei mysms, ist es eine kostenlose mysms-Nachricht, ansonsten eine SMS/MMS.

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